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Jüdische Wochenschau · 1961-01-03 · 1841 (3.1.1961) · p. Seite 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1841 (3.1.1961)
Date
1961-01-03
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Martes, 3 rfe Knero de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Alio XX fl. — No. Í841 Es war Abend, als wir, von Sodom kommend, nach einer Fahrt durch die jüdische Wüste am Fusse des Berges Massada Lichter blinken sahen. Wir bogen von der recht holperigen Strasse, die am Ufer des Toten Meeres enllangfiihrl ®b und auf diese Lichter zu — die Jugendherberge, die Sm Mai ries Jahres mit Hilfe der nationalen Institutionen errichtet wurde. Den Gast begriisst. in Leuchtbuchslaben, das Zitat „Scheint Mazada io tipol“ („Ein zweites Mal wird Massada nicht fallen”.) Auf der Terrasse, die als Speisesaal •dient — man kann hier praktisch das ganze Jahr im Freien sitzen — sassen ein 1961 ln des Jahres ersten Stunden woll'n wir unseren Kunden itmsem Neujahrswünsch bekunden Alles Gute! Auf Ihr Wohl! Freudig soll das Jahr beginnen» glücklich, sei es immerdar, friedlich möge es verrinnen. Gute Fahrt im Neuen Jahr! Das wünscht Stadt und Land: IBB Kleiderberater IHR Wäscheausstatter *£st»£ictt Maipü 484 I. TE.. 31-7845 Maipü 982 TE. 31-0357 Das Hohelied von En Gedi paar junge Burschen, die gekommen waren, um Sharja Gutmann bei seiner Arbeit zu helfen. Gutmann, ein Mann in den Fünfzigern, mit angegrautem. Haar, war 1912 als Kind russischer Ellern aus Schottland ins Land gekommen, lebt im Kibbuz Naan und besebäifigt sich seit 1933 mit der Geschichte und Topographie von Massada. Gerade war er wieder hier eingeli often. um im Laufe eines Jahres die römischen Lager, die sich um den Bei g hei um befinden, auszugraben und zu rekonstruieren. Er bedauert noch heute, dass er 1932 den deutschen Archäolo. gen Schulten versäumt hat. der damals die römischen Stellungen untersuchte. Schuhen war zusammen mit I einem Offizier des deutschen •Genei aistabs gekommen, der ¡die Strategie der Römer stu- Iriiert. hatte, ein Beispiel, das Gutmann bereits ..Zahal” j (der israelischen Verteidigungsarmee) zur Nachah. ¡mung empfohlen hat. Sie ¡fassten das Ergebnis ihrer Sludien in einem Satz zusammen: .,Als wir sahen, was 1 die Römer zu lun hatten, um |die kleine Gruppe von Juden zu besiegen, bewunderten wir die Juden.“ Nach der I einzigen Quelle, die von diesem Kampf berichtet — Flai vius Josephus — standen jdamals 969 Juden 10.000 Römern gegenüber. Bevor die (Festung im Jahre 73 d. g. Z. ^iel, hatte sie eine Entwicklung von 2li0—300 Jahren hinter sich. Am Morgen nach unserer Ankunft, noch im Mondlicht brachen wir unter Führung von Herrn Gutmann auf, um diesen historischen Berg zu besteigen. Der Generalor, der die Herberge mit Elektrizität versorgt, hatte noch nicht gönnen zu arbeiten, und wir machten uns im Dunkeln für den Aufstieg fertig. Auf halbem Weg ging von HERBERT FREEDEN dem ist man nach einem I Aufstieg von 450 Metern nicht mehr als 50 Meter über dem Spiegel des Mittelmeeres. Die Chaussee, die nach Ein Gedi führt, den nördlichsten Zipfel des Toten Meeres-Ufer j unter Israels Souveränität, 1 ist für Fiivatautos nicht passierbar. Die Sti asse ist schlecht, und besonders nach den ersten Winteiregen sind einige Teile aufgerissen. Es ist zu hoffen, dass die 60 km lange Strecke am Ufer des Toten Meeres entlang von Sodom nach En Gedi bald in einem Zustand veisetzt wird, der Israelis und ausländi-!£?ltien sehen Touristen einen Be- Meeies-Beckens s C-TBÄrErSÄ ’ ..Gro,,™ .Mm. der Sand zu Verwehungen WasseitäHe die Felsen herab geführt, die bizarre Formen angenommen haben. Von der es aus die Sonne jenseits des Toten Meeres über den Bergen von Moab wie eine rote Kugel auf. Da lagen hinter dem tiefen iBiau des Salzmeeres in ungleichen Reinen gruppiert ¡die gelben Kegel der erloschenen. Kiater mit, zähen, ¡steilen. harten Konluien: iStein und Sand, rotbraun ¡und gelb, eine Unendlichkeit ¡aufgetüimt aus Stein lind (Sand, aus rostbraunen Kejgeln und gelbem Behang. (Unler dem mächtigen Bogen des Himmels, der über diese (Landschaft wie ein Segel gespannt: war. kreisten Adler iiind Geier, die Vögel der ^Majestät und der Zerstörung S ist verbessert worden, aber ¡er ist nach wie vor nicht! leicht und Touristen praktisch unzugänglich. Es wäre technisch möglich, eine dorn und feinen Obstpliudngen. Schon das Hohe Lud singt von den „Cypei nblnmen in den Wei'.gälten zu En Gedi“. Die Geschichte von En Gedi reicht, von David über die Essiier bis zu den ersten Christen, denn seine vier QueJien — eist neulich. anlässlich eines nen Waldbiarides wurde unter tropischem Gebüsch versteckt, die vierte Quelle wieder entdeckt — haben diesen Ort sei1 je zur klassischen Oase gemacht. ) "Wenn man zu einer dieser Quellen aufsleigt, befindet man sich plötzlich in einer ¡völlig anderen Landschaft. ¡Nichts ist mehr da von der Wüste des Toten hier wächst Fahrstrasse in den Felsen bis ¡SUasse sieht es aus, als ob (Platz fast an die Spitze eintfuhau- [*m Fusw der Ber*e vers,elJ merte Städte mit Domen und und bilden kleine Teiche. Vor vier Jahren ist dieser der bis dahin als Trab j Ion auszunützen, deren flöh-, i renanlngon das ganze Gebiet i (intensiv* bewässern Net.cn dem Kibbuz, dessen junge Mitglieder Sabras sind — tlas älteste Kind der Siedlung ist.' noch^mcht vier-Jahre, alt —1 ■gibt eS-e+R^eug'ebliherberge. Die Verbindung von Wasser und Wärme — En Gedi liegt etwa 350 m unter dem 'Meeresspiegel, und mon..teilang sinkt die Tempel. 1ur ¡nicht unter 40 Giad Cels us, tauch nicht, nachts — bdft ¡dem Gedeihen von Produkten, die auf dem Mai kt emr-n |gn1en Fieis ei zielen. etwa I Tomaten zu einer Zeit wenn ¡es nirgendwo Tomalen gibt, ¡Trauben von besondeiem ¡Geschmack-, aber auch iiepi- Ische Flüchte wie Ananas, Bananen, Mangos, etc Um die Menschen fusch nnu arbeitsfähig zu ei halten. hat jedes Haus eine Klimaanlage und wiiklich ist der Gesundheitszustand der jui gen Kibbuzniks ausgezeichnet, wie der Arzt, der zweimal die Woche aus Beer Scnewa kommt, bestätigt Jeden Freitag Nachmittag gibt es eine kleine Sensation — da UNERREICHTE AUSWAHL AN HAND GEKNÜPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. 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Auch Ministerpräsident Ben Gurion bat auf diese Weise der Massada vor nicht langer Zeit einen Besuch abgestattet Der Besuch ist nicht nur des Blickes wegen lohnend: da gibt es noch die Ruinen der Burg von König Hordus und die Reste des riesigen Wasserprojekles mit Reservoiren. die 40.000 m3 Wasser Tassen konnten und es den ¡Verteidigern ermöglicht hätten, Jahre auszuharren; Teile der alten Mauer und Wacht, stuben und aus früher christlicher Zeit die Mosaike eines Klosters. Die Massada dominiert über das umliegende Land, wo sich einst der Kreuzungspunkt wichtiger Strassen befunden hat; trotz- Wahlen für das Oberrabbinat Jerusalem. — Eine Delegation in Vertretung der Ma. pai und der Allgemeinen Religiösen besuchte kürzlich den Rabbiner Tehuda Leib Maimon, den Präsidenten der Kommission für die Ernennung eines Oberrabbi, ners, um ihn zu ersuchen, die Wahlen um sechs Woehen zu verschieben. Während dieser Zeit, so sagten die beiden Parteien zu, würden sie versuchen, die Kom. ’mission der Delegierten zu bewegen, ihre Tätigkeit als Repräsentantin des Rates des Oberrabbinats wieder aufzunehmen. Inzwischen hat sich Rabbiner Maimon schriftlich an Ben Gurion mit der Bitte gewandt, in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident und Minister für religiöse Fragen die Initiative zu ergreifen. (ITA) (Kuppeln, mit Mauein und ‘Bastionen ständen, obwohl! es nur erodierte Sandkolosse sind. Dann erscheinen fast unwirklich in diese Einöde, auf einem Hügel die sebmuk- Iken Häuser von En Gedi, (mit gepflegten Gärten, grii- :nen Rasenflächen, schweren Weinreben, fruchtbaren Felningsfarm für Nachal.Jugend .trifft der Autobus - au.« Tel diente, zu einer Siedlung geworden. Seitdem sind mil Hilfe des Keren Kayerneth 1000 Dunam durch Eotsteigung, Terrassierung, Nivellierung etc urbar gemaent Wegfh sind in die Felsen gehauen worden, um den Zugang zu neuen Weinbergen und Obslgärien zu ermöglichen und besonders die hochgelegenen V/ asserquel- Aviv mit Besuchein uno zu rückkehrenden Mitgliedern ein, der dann am Scnniag ¡früh wieder ziuüekkebit Wenn auch die Verbindung mit der Aussenwett nicht immer leicht ist die Ver stärrtiigung ist ausgezeichnet — (las neue R a biete ie ton macht Gespräche mit Jeiusalem schnell und einfach wie Ortsgesp'äche. 4 LA FORESTA +A aft** m m t» m « w m »»*»'«-*•<Kl tí«* i bVfum zu Weihnachten « Dr. Hardi Swarsensky AUTO - REPARATUR - WERKSTATTi „ B E 5 0 BENO HTTKCH^'.ClitR Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 l; Jerusalem). — Fast ade : thobsehen, protestantisch) n und. arabischen Israelis sind bis auf geringe Ausnahmen inzwischen aus dem von den Transjordaniern besetzten Stadtteil nach Israel zurückgekehrt, nachdem sie an den Messen in Belen teilgenommen hatten. An der Grenze waren keine Zwischenfälle zu verzeichnen. (ITA) Asuntos Europeos exclusivamente Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—48 tJhr Vom 2. bis 15. Janu; ar zu sprechen nur in EILFAELLEN Günter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericano# Vom 6. bis 22. Januar VERREIST (GERICHTSFERIEN) * I $ * ÚJ- #1 $ £ I PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS - T E *42613 * m w, «,.4

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