Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1840 (30.12.1960)
- Date
- 1960-12-30
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/9616703-9611224-9612103--0985-9612108- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
4 — Visits. 39 4* Die-.»mV, tá, W1 LA SEMANA ISRAELITA Añ, XXI. — R*. Hr#* JlîtûtéLtîùche Áofiyen F.-i gibt kaum eine deutsch, sin uchtge Bühne Europas, •*o£ iei Erwin Sylmanus' Schauspiel „Korczak und die Kmacv" nicht erseh e en waiä. Dem Dichter ist der Erfüll seines in jvdov nur erdenklichen Hinsicht, d. h. o« BKKNHARD DÖERDELMANN BezalaJ-Mu*eum 1 '' eil'e erstaunliche getragenen Anfragen brachte B’ülia dauernd wertbestänmich auf den Gedanken, aigor Beispiele, die man in- 'doch einmal nachzupnitem des nur entdecken kann, welcherart die Gründe eines wenn man sich sehr intensiv so sehr tendenzgebundenen *t>V' Wie büh- 1 mit diesem Sondergebiet der .Lyrikschaffens ohi thematisch nentechnisch, als auch dra-; r .. „ . maturgisch ungewöhnlichen |L'.5atl,r beschafügt. tiirlich ohne -des Dichters daraus folgend sind, und musste ich jmich zwangsläufig auch mit Stückes zu gönnen’, dies um | Al:! ich vor ungefähr Janeinigen dieser Dichterper- *> mehr, als sich ein deut- * restrist einige deutschsprasönlichkeiten ausführlich be. scher Dichter nichtjüdischor Abstammung bemühte, die uubewelt igte Vergangenheit ihr sich zu bewältigen und zugleich seinen m>htjüdi- «cheti Mitmenschen ähnliches Bemühen nahezulegen; Der so oft und mit Hecht publik gewordene ..Fall Syl- -vactus'"' verleitet aber — na- Meinung, dieser sei ein Einzelt-. 11 in der deutschen Literatur unserer Zeit. Vielmehr ist Erwin Sylvanus nur einer von vielen Dichterndeutscher Sprache, die «ich gleich ihm mit der uti. Bewältigten Vergangenheit auseinandergesetzt haben. Wicht jedes dieser Werke ist auch gleich als Dichtung anzusprechen,' manche ragen Bedauerlicherweise nicht Absicht — zu der irrigen •über schlag wortgelad 3 ne Polemik hinaus. Dennoch j chige Lyriker brieflich um ¡Zusendung von kanuskrip- 'denen ich . ten philosemitischer Lyrik für eine von mir geplante Rundfunk . Sendung dieses Themas bat, glaubte ich i nicht, genügend Material zu ¡erhalten. Als dann nach einigen Tagen die Zusendungen leinsetzten, musste ich fest, stellen, dass mir auch solche Kollegen Gedichte zuschickten, die ich gar nicht darum gebeten hatte — meine Anfrage bei einigen Autoren hatte sich blitzschnell har. umgesprochen, und nach wenigen Wochen hatte ich eins fast unübersehbare Menge durchaus brauchbarer Gedichte vorliegen, von denen ich ja im besten Fall nur fünfzehn unterbringen konnte. Dieses erstaunliche Ergebnis meiner nur zögernd vor- Min”; doch v/ältigt, a! fassen, eben mit jenen, von VMI - «t«* « K« - VERLAG OMEGA. BUENOS AIRES •UlUtUCHAGA 2*44 — T. £. 71-870« Au »«»«Mo durch »lie etouching* Buch. h«adlung«o uad durch di« JUSO ISCHE WOCHENSCHAU FVEYRREDOM X1M 1* — T. E. M Ml« Arbeiten für die Rundfunk - Sendung ausge- (wählt hatte. Insgesamt waren es acht Autoren, darunter zw*ei Schweizer, Mir scheint es bedeutsam, dass der Anteil des Nachwuchses an den mir zugegangenen Einsendungen beträchtlich ist; etwa dreiviertel aller Autoren sind jünger als vierzig Jahre. Die zweifellos bedeutend* ste Arbeit, die mir eingesandt wurde, stammt von dem in Winterthur ansässi gen Lyriker Franz Xaver Erni, der übrigens der einzige I war, von dem ich wusste, dass er sich mit dieser spe. ziellen Thematik eingehend beschäftigt hatte. Ich kannte jbereits Bruchstücke aus sei-;nen „Gesängen für eine Jüwar ich überats ich den ganzen Zyklus in mich aufgenom. men hatte. Diese zwanzig ..Gesänge für eine Jüdin”, dieder Dichter selbst als -sein bisheriges Hauptwerk bezeichnet, sind von einer 3x»achgewalt, wie sie in unserer heutigen Literatur ohne Beispiel ist. Menschliche Grosse und dichterische Gestaltungskraft vereinen sich hier zu einem Hohelied auf die Menschlichkeit, das alle — ich betone: alle — anderer, "*■ Werke dieses Themas weit überstrahlt. Franz Xaver Erni ist nicht der einzige, der einen Zyklus dieser Art geschaffen hat. Walter Alexander Bauer, der bisher nur wenig hervorgetreten ist, dennoch aber zu den beachtlichsten Nachwuchslyrikern deutscher Sprache zählt, hat bereits vor vielen Jahren seine „Verse für Sara”, eine Folge von sieben, sich einander ergänzenden Gedichten, geschrieben. Sara ist hier nicht lediglich unbestimmte Personifizierung, sondern ganz konkret als Einzelpersönliehkeit gemeint. Der Dichter, nationalsozialistisch erzogen, kam als Soldat nach Ungarn; . seine sensible Natur war hingegen die Greuel, dhe er zu sehen bekam, schadlos hinzunehmen. Er erkrankte sehr heftig und lag längere Zeit an einem schweren Nervenfieber darnieder, und zwar im Hause eines jüdischen Kaufmanns, in das er von seiner Vorgesetzten Dienststelle einquartiert worden war. Die Schwester des Kaufmanns, ¡Sara mit Namen, pflegte ihn ¡gesund; sie ist die unmittelbare Ursache nicht nur dps siebenteiligen Gedichtzyklus, sondern darüber hinaus und in erster Hinsicht auch der während seines Krankenlagers vollzogenen inneren Wandlung. Sara und der noch blutjunge VV. A. Bauer waren einander heftig zugetan. doch der Krieg riss die beiden jungen Menschen schonungslos auseinander. Noch ein dritter Junger Dichter, der Zürcher Lyriker Fritz Reinhard, der sich erst vor kurzem mit seiner , ersten Buchveröffentlichung ¡der Oeffentlichkeit als hochj begabter Nachwuchs-Autor, {vorstellte („Zorn!ge-Ged!eh- ¡ie” im Clou-Verlag, Egnach, ¡Schweiz» hatte mir einen i Zyklus zugesehickt, dessen ¡Titel „Land Israel” lautet,; Die Verse dieser drei Gedichte fliessen unbeküm. mert, jugendlich, angefüllt ■mit ungekünstelter Frische ¡und fernab von allen literarischen Ismen, j Karl Seemann, der aus ¡Bentheim kommt, noch -fast ¡unbekannt, geht mit seinen Iphilosemitisehen Gedichten 'tief in di« Mystik, Der beideutende, aber1 bislang infol-! ge widriger Umstände und ¡nazistischer Verfolgung veri kannte Dichter Gerhard Piejzunkt, aus dem Ruhrgebiet, (befasst sich in einem kur- ( zen, aber inhaltschweren Ge-! dicht mit der Kabbalistik, so j als sei sie seine ureigenste ¡Domäne. Aus den beachtli- I chen Gedichten des erst 18- 1 jährigen Dirk Gutzeit aus l Dortmund spricht unendlii Mit dem Bau des Bezalel- ’ National . Museums, das ¡gleichzeitig auch das Departement für Altertümer atfi nehmen soll, w urde kürzlich ¡begonnen. Das in Jerusalem zwischen Hakirya und Re- ¡chavia gelegene Gebäude soll in zwei Jahren fertig- ’ gestellt werden. Die Skulptursammlung von Billy Rose soll in dem netten Gebäude Unterkunft finden. .und studierte seit seinem 7. : Lebensjahr in Paris. kam er nach Toronto, wo er seit Jahren mit dem Symphonie-Orchester verknüpft I war. Er spielte mit dem Jerusalemer Streichorchester! auch ln Israel Mapaí übernimmt Tageszeitung Russischer Bildhauer gestorben Der russische Bildhauer Bernard Wratko starb im Alter von 77 Jahren. Früher war er Manager jiddischer Theater in Polen, wo er insbesondere d»e Produktion der Stücke von Perez förderte. Seit dem ersten Weltkrieg lebte er in Russland Mit dem Erwerb der Majorität der Anteile cLr lieitung „Letzte Neies“, e.nar Tageszeitung, die von Tausenden von Neuimmigranten und Alteingesessenen au« den östlichen Ländern gelesen wird, hat die Mapaj nahezu volle Kontrolle »her die nicht-hebräischen feLmver Zeitungen. Tod eines Gelehrten Baneüz-Konzert I Die Pianistin Natalia Karp, eine Ueberlebende von Auschwitz, gab ein Konzert zugunsten des Weltflticht. lingsjahies in der Londoner Wigmore Hall. Eli« Spivak gestorben Im Alter von nur 45 Jahren starb der Soziologe'Pso’. ¡Leo Silbermann, ein S¿»ezia- ’ list für Afrikat'ragen, Der Verstorbene e. hielt seine Ausbildung in Deutschland, der Schweiz und England Zeitweise arbeitete er an » Universitäten Südafrikas, -bei der UNESCO in Paris und ¡dem Internationalen Arbeit:», amt in Genf. Elie Spivak, der berühmte kanadische Violinist, starb im Alter von 59 Jahren. Er stammte aus der Ukraine Ein Buch über Afrika beeujdete er kurz vor seinem Ableben; es wird in den Varel, nigten Staaten publiziert 1 werden. ¡che Verachtung der braunen Erprobt, bewährt, verbessert ¡nicht geeignet, bis zur Stunde,! geht CARLTON.Kleidung | in die neue Jahresrund«! Wer Erholung auf dem Lande oder am Wasser sucht, sollte auch an Kleidung zu Hause lassen, was an die Stadt erinnert. W’t ¡»mpfehles Ihnen einen unverbindlichen Besuch bei uns wir sind vortrefflich gerüstet. Sie su empfangen, FUER EILIGE KAEUFER STABILOFORM-FERTIG. KLEIDUNG, DIE GANZE LINIE. lÿrHi wenn Sie Masskleidung wünschen, erst recht su unsl IHR KLEID ERBERATER Maipu 484 I. Maipú 982 51-7846 T. E. 31-0357 Geöffnet; Wochentags durchgehend vea 8 bis 21 Uhr. lindH vea 8—18 Uhr NEU EKOEFFNET LA CHAUX DE FONDS Grosse Auswahl in SCHMUCK UND UHREN aller Marken — Eigene Werkstatt fiir Reparaturen mit G .rantie. Geschenk artikel SUCHE 2377 TE.i 76.5648; Schergen und aufrichtige ¡Liebe zu den Verfolgten. Der ¡kölner Dichter Rudolf Kuhlj mann, Verfasser der berühmt i gewordenen Erzählung „Ein (Uebergang wurde gewon- Inen”, schrieb eine wortge- Iwallige Abrechnung mit dem rassistischen Mo'd. Brüderlichkeit ist eine Sache des Herzens, der Herzlichkeit. Dichtern, Künstlern überhaupt, muss diese Herzlichkeit zu eigen sein, wollen sie Unvergängliches schaffen oder nachformen. Zur Herzlichkeit gehört vor allem aber die Menschenliebe — kein ehrlich schaffender Künstler könnte Unmenschlichkeit und Rassenhass jemals mit seinem Gewissen vereinbaren. So sind denn auch jene Autoren, von denen ich in dieser Betrachtung berichtete, aber auch jene, die mir Manuskripte lieferten und dennoch hier nicht namentlich genannt werden können, erfüllt von dieser Menschenliebe, die den Hass nicht zulässt. Ohne Zweifel gebührt a esen Dichtern nicht nur Beachtung, sondern auch Förderung. Die BARMIZWAH unsere» Sohnes M A R C E L O findet s. Gw. am Samstag, den 7. Januar 1951, in der Synagoge Bet Israel, Conde 1315, statt. Federico Kahn und Frau Margot geb. Katz Empfang: Samstag, den 7 Januar, von 17—2«) Uhv Rivadavia 2841 1 fonda) 1’ Dep. 5 Fiir die uns anlässlich der BAR MIZWA unseres Sohnes DANIEL EDUARDO erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir allen Verwandten. Freunden und Bekannten auf diesem Weg. herzlichst. PABLO PLAT u. Frau ELLI 9eb. LIPXA Carlos A. López 3826 Buenos Aires Ihre VERMAEHLUNC. geben bekannt: ZILLA KATZ ALDO FELIX RAFOPORT Die Trauung findet s. Gw. am 4. Januar 1961 um 21 Uhr in Bet Israel. Cond« 1345. statt. Andonaegui 3179 Buenos Aires Cuyo 1196 Martínez Foto Kasjer AVDA. J. B. Justo 4363 T. E. 59 - 9105 TUER ALLE FESTLICHKEITEN Für die mir anlässlich meines 8 0. GEBURTSTAGES erwiesenen Aufmerksamkeiten danke ich allen Verwandten und Freunden aufs herzlichste Paula Mindus, geb. Spier Quesada 2140 Israel - Marken hi f lintrr frmMi * A V1ERSRBLOCKB — MARKER MIT FLATTER HUM¬ MER - MARKER MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN ipMMhM» - TOLL, ¡ STAERDIGE SAMMLUNGEN - WERTVOLLE AUBGABER - ERBTE SERIE VORHANDEN - VERTRAVERBWUEROIOE BE* A TU HO Alf «mm MOR1TZSON Guaitscadte 2351, dep. t M* CABILDO Vi aC haben friedli der be diesem äiad, Araber Die ar: wollte ee gelu des La Ge;:ir der t istt s des S: sen u ten. D ist es der Fst jen, iii füllen zur und zni dlschen Städte ätzen lagern rasls tu au ehe, Führe heissen DV lung aper? ü.VPAV Werks geschs Jahre, Million hat, ah »♦♦♦♦ ZlN eipi ^^+:/+:++/+/+:.:++2A