Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1840 (30.12.1960)
- Date
- 1960-12-30
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes 30 de Diciembre de I960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI — No. IM» —• S Die Aufgaben des Zionismus Jerusalem, — Im jüdischen Leben von heute betreffen die brennendsten Probleme die indische Erziehung und die Einwanderung in Israel, so erklärte Dr. Nachum Goidmann den Delegierten zum 25. Zionistiscnen Weltkongress in der Eröffnungssitzung. Der höchste zionistische Führer empfahl die Schaffung eines jüdischen Erziehungssy Sterns, durch das die jüdische Jugend in der Welt lernen solle, was es heisst, „ein Jude zu seih”. Eine solche Erziehung, fügte er hinzu. „darf nicht auf den Lorbeeren ruhen, dass ein jüdischer Staat gegründet und eine Einwanderung voneiner Million Juden in Israel durchgefiihrt wurde, sondern sie muss mit Glauben und Energie die Alija fort- ■ setzen. Hierzu müsse d e hebräische Sprache als zweite Sprache für alle Juden verbreitet werden, so forderte Dr. Goldmann. Dies bezeichnete er als nicht unmöglich, wenn auch schwierig, aber die jüdische Jugend sei berufen, den Fortbestand des Judentums zu gewährleisten . Ueber die Einwanderung äusserte Goldmann, es gäbe keine wirksamere und dauerhaftere Art, die jüdische Familie mit Israel zu verbinden. als dass „ein Familienmitglied sich in Israel ansiedelt”. Die zionistische Lösung des jüdischen Problems bedeute nicht notwendigerweise das völlige Verschwinden der Diaspora und die Ueberfiihrung aller substantiellen Teile des jüdischen Volkes nach Israel, aber sie erfordere gewiss, dass viel mehr Juden in Israel einwandern müssten. Der Präsident der Zionistischen Weltorganisation wies die Delegierten darauf hin, dass die ..grosse Debatte”, die seit G-'iindung des jüdischen Staates geführt werde, nicht etwa bedauerlich sei. Eine solche Debatte sei charakteristisch für eine grosse Bewegung, die lebensfähig ist und sich auf Ideologien oder Ideale stützt. Es wäre vielmehr traurig, wenn die zionistische Bewegung von der Wiedergeburt Israels nicht berührt worden wäre und weiter so fortarbeiten würde wie vordem. Zu der Frage, ob „der Zio„ nismus seine Aufgabe erfüllt ¡bat’*, bemerkte Goldmann, er habe sie nur 2ur Hälfte gelöst. Um sie zu vollenden, müssten grössere Anstrengungen. grössere Geduld und grösseres Zielbewusstsein aufgewandt werden. „Die Aufgabe, die uns erwartet”, fuhr er fort, ..wird nicht so dramatisch wie in der ersten Hälfte sein. Aber vom historischen Gesichtspunkt ist sie realer und die lebenswichtigste für unsere Bewegung. Die Grundfrage die wir uns 13 Jahre nach Gründung des jüdischen Staates stellen müssen, heisst nicht „Wer ist ein Zionist?” sondern ..Was ist Zionismus?”. ¡Die Bewegungen leben nach DAUNENDECKEN! -GARDINEN IMPORT CHINTZ und VOILE BENNO DE LEVTE S.RJL T E. 76-415t NUR: ECHEVERRIA 22421 - - l t i r . . - rt t . ...I > UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKNüPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung; Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus Calle ANDONAEGUI 2083 4 Quader vor Station Urquiza „WoU^mmngD moderne wohn, und SCHLAFZIMMER- XINRICHTUNGEN — SELSELGARNITUREN Sarmiento 1147 Cabildo i i<i AUTO - REPARA iUR _ WERKSTATT „BE NO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 '(Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 ihren Programmen und nicht 'nach den Definitionen, die ihnen ihre Mitglieder geben. Jahrhundertelang hat man darüber diskutiert, was das Judentum ist. Aber als Israel den Versuch unternahm, die Frage „Wer ist ein Jude?” zu definieren, da war das einzige Resultat, dass dies zu einer Kabinettskrise führte, ohne dass man das Problem gelöst, hätte. — „Der Zionismus hat sich in all seinen Ausdrucksiormen und Färbungen auf 3 Prinzipien basiert, nämlich erstens das Ziel, das jüdische Problem, d. b. den Fortbestand des Volkes zu lösen, 'zweitens das jüdische Volk in seinem alter. Heimatland zu sammeln und so einen Mittelpunkt für das nationale Leben zu schaffen, und drittens zu erreichen, dass d^e Juden ihr eige xes Schicksal in die Hand nehmen und ihre eigene Zukunft schmieden. Trotz der Errungenschaften, deren Israel sich 'rühmen darf, wäre es gefährlich und illusorisch anzunehmen, dass die Probleme gelöst wurden, die in der Hauptsache die Zukunft Israi eis und der Judenheit bestimmen. Dies gilt für die Sicherheitsgrenzen, die Po- Jlitik und die Wirtschaft, obiwohl auf den drei Gebieten sichtliche Fortschritte erzielt lworden sind. Diese Faktoren Jhängen von der numerischen i Grösse des Volkes innerhalb 'Israels ab. — „Der Zionismus voj kündete die Schaffung der Heim- Stätte oder die territoriale Lösung der jüdischen Frage als einzige Garantie für das Ueberleben des Volkes. Doch er stellte nicht das Verhältnis auf, in dem das Volk im jüdischen Staat konzentriert werden müsse, um. seine Zukunft zu gewährleisten. Ein jeder wird mit mir übereinstimmen, dass der Zionismus weit entfeint von seinem Ziel ist, solange weniger als der fünfte Teil des Volkes auf dem Heimatboden lebt,” An anderer Stelle führte Dr. Goidmann aus: „Die nordamerikaniseben Juden bestimmen mehr als je den •Rhythmus des jüdischen Lebens. Daher ist es von vielen Gesichtspunkten aus ihre Pflicht, als Beispiel zu dienen. Die nordamerikanische Judenheit ist rückständig so. wohl was ihre innere Organisation betrifft als auch in ihren Beziehungen zu anderen Judenheiten. In einem grossen, freien Land wie den USA sollten die Juden sich in ihren Sympathiebezeugungen für das jüdische Volk als ein ganzes und für Israel im besonderen, nicht behindert fühlen. Ihre nächste Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass Israel sicher ist Probleme der Juden in Marokko! Casablanca. — Während | her Sitzung des hiesigen 1 Süi.amij;, bei der Maati j Grmnehemaliger Arbeits. "uuisiur 'tn Kabinett Abdai- | mit Ibrahim, präsidierte, steif ien die Sladträte Max Louou und Meyer Toitttano dt Antrag, der Rat solle die Be wegungsfreiheit in Marokko, im besonderen für jüdische Bürger, wied erb erstellen, Die Juden haben erneut Schwierigkeiten, Pässe zu bekommen. Der Präsident des Stadtrates gab Loueb und Toledano die Versicherung ab, er werde alles ihm Mögliche tun, damit die Puden keinen Diskriminierungen ausgesetzt seien (ITA) Im weiteren unterstrich der Redner, dass es keine dringenderes Problem als die Lage der 3 Millionen Juden in der Sowjetunion gäbe. „Es ist eine traurige Wahrheit”, stellle er fest, „dass diese Juden keine Möglichkeit haben, ein jüdisches Le. oen und eine jüdische Kultur zu entfalten. Ihr Status ist auffallend verschieden von dem anderer nationaler und religiöser Gruppen. 40 Jahre nach der Revolution sind tausende Juden in Russland noch immer fest entschlossen, Juden zu bleiben. 'Wir können nicht schweigen. wenn es um das Schicksal von nahezu einem vierten Teil unseres Volkes geht. Die Sowjetunion verweigert den Juden faktisch das Recht, als Juden zu leben, aber es wäre ungerecht, Russland allem die Schuld zu geben. Es gibt andere, westliche Länder, in denen Iman das Recht der jüdischen : Gemeinden bezweifelt, ihre ¡eigene anders geartete Exijslenz zu führen. Oft zahlen die Juden als Bürger für ihre Gleichberechtigung und hören auf. Juden zu sein. Im 19. Jahrhundert mussten sie um Gleichheit kämpfen, und heute müssen wir darum kä.mpfen. anders sein zu dürfen. (ITA) LA SEMANA ISRAELITA BISEM AN ARIO INDEPENDIENTE ft». Aire* — PUEYRHEDON 2190, 1’ izq. — T. E. 83-2615 11. Tevel 5721 30. Dezember 1960 Protest gegen Rassenhetze Aufgrund eines Schreibens. das die DA1A dem In-;nen,minister zugehen iiess. um gegen notorische antisemitische Ausschreitungen, die sich im besonderen in ¡der Sarmiento-Schuie ereigneten, zu protestieren, emp- Ifing Innenminister Dr. Vítelo in seinem Büro Vertreter dieser Dachorganisation der argentinischen Judenheit. Der Einladung folgten der Präsident una Sekretär der DAIA, die Herren Dr, Marcos Diner und Dr. León Pedhorzer, die sofort empfangen wurden. Die sich entwickelnde Unterhaltung verlief in äusserst herzlichem Ton. und Dr. Vitolo brachte zum Ausdruck. dass er die Umuhe der Juden über die antisemitischen Vorkommnisse verstehe und teile. Der Innenminister verurteilte den Rassenhass, der, wie er betonte, zu den grundlegenden und eindeutigen Traditionen Argentiniens in Widerspruch stent. Er versicherte, die Rigiexung sei entschlossen, diesem Treiben eneigisch ein Emm zu setzen. Hierbei verwies ' er darauf, dass die Eenorden schon in verhex igen Fällen durch",egriiien und wirksame Massnahmen verfügt hätten, i<m diese Pxo.okationen auszuschalten, am die Einigkeit des argentinischen Volkes zu stören und künstlich Beunruhig!.ng zu schaffen vex suchen Das argentinische Volk, so unterstrich Dr. Vitolo. war niemals antisemitisch und wild es nicht sein, un^. die irtes.crung werde entschlossen u ese und andere Austruciie von Rassenhetze und Intoleranz unterdrücken. Beim Abschied von seinen Besuchern diüekte ihnen Di, Vitolo die Sympath.e seinen Regierung für die judn-ihe Kollektivität und den Willen der offiziellen Kreist w*s den versprochenen Schutz wirksam z-u p.estalten. PINTURAS ESMALTES BARNICES LACAS $ ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL ¡ Dr. HordI Swarsensky { I Ammty» Europeo» exclusivamente $ 0 SpiwJwtimd««: Dienstag, Mittwoch 11. Freitag y. 15—IB Uhr J ¡ Vom 2. Lis 15. Januar zu sprechen * $ nur in EILFAELLEN Í 0 __ __ * j Dr. Günter Frey J | Asuntos Afgontiues y SodameHcaiio« | { Vom 6. bis 22. Januar VERREIST \ i (GERIOHTSFERIENI Í ~ * |p - * a.« m [ $ PTJEYRREDON 2190 emj. At. LAS HERAB — T. g. (02613 < -sw?*!