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Jüdische Wochenschau · 1960-12-20 · 1837 (20.12.1960) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1837 (20.12.1960)
Date
1960-12-20
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Año XXL — No Maxies, 20 de Diciembre de » von Dr. H. J. SALOMON Neutralismus macht sich ¡bezahlt und ist vom Standpunkt eines Entwicklungslandes gesehen ein anscheinend recht einträgliches Geschäft. Diese Erfahrung hat nach Tito, Nehru und Nasser nun auch Dr. Kwame Nkruma, Präsident der Republik Ghana, ebenfalls gemacht. Voller Stolz bat er der Nationalversammlung in Accra nutgeteilt, dass nicht nur der Westen Ghana eine Anleihe von dreissig Millionen Pfund zu geben bereit ist, sondern auch die Sowjetunion Ghana einen Kredit in Höhe von 360 Millionen Rubel einräumen will. Das sind etwa 40 Millionen Dollar. Die westliche Anleihe ist für Ghanas Voitaprojekt zweckgebunden, der kommusnstische Kredit soll die sowjetischen. Ausgaben für die Entsendung von Technikern decken, und vor allem zum Aufbau von Baumaterialfabriken, zur Errichtung hydroelektrischer Kleinkraftwerke und zur landwirtschaftlichen Beratung dienen. „Ich halte es für v/ichtig zu betonen, dass Ghana von allen Seiten Hilfe anzunehmen bereit ist, vorausgesetzt, dass sie nicht mit politischen Bedingungen verknüpft ist”, sagte Nkruma der National. Versammlung. Bestätigend wies er darauf hin, dass beide Hilfezusagen auch wirklich bedingungslos gegeben worden'seien, und die Abgeordneten jubelten ihrem Staats., Regierungs- und Par. teichef zu. Ganz so einfach ist die Sache jedoch nicht, wie sie sich Ghanas ausserordentlicher Botschafter AyehKumi, der freilich noch immer nicht zur Berichterstattung nach Accra zurückgekehrt ist, bei der Aushandlung des ghaoesich _ sowjetischen Abkommens vorgestelit haben mag. Zwar ist Ghana für seine industrielle Entwicklung auf Auslandshilfe angewiesen, ihm ist die westliche sowohl wie die kommunistische Hilfe zu gönnen, nur darf sie Ghana nicht in unverbältnismässige Abhängigkeit bringen. Das aber tut der sowjetische Kredit. Im Unterschied zur Weltbank, zur amerikanischen und zur britischen Regierung ¡haben die Sowjets keine frei ¡verfügbare Anleihe gewährt, sondern lediglich ein Konto für die Inanspruchnahme sowjetischer technischer HiL ife durch Ghana eröffnet. Ghana muss sieh, wenn es diesen Kredit nutzen oder ausnutzen will, den sowjetischen Bedingunge i und den einseitig in Moskau festge. setzten Preisen beugen, bat nicht die Möglichkeit, sich nach besserer Qualität oder niedrigeren Preisen auf dem Weltmarkt umzusehen, und läuft immer Gefahr, dass die Russen im Falle „unfreundlicher Handlungen’' der ghanesischen Regierung den Hahn zudrehen. Unter solchen Voraussetzungen spielt es keine grosse Rolle, dass die Sowjetunion ihren Kredit, nur mit zwei Prozent, der Westen hingegen seine Anleihen mit vier oder gar sechs Prozent Zinsen belastet. Berechnet die Sowjetunion nur wenige ¡Hundertstel mehr als den I gerechtfertigten Preis, macht MASSKLEIDUNG Für eilige Käufer Carlton-Fertigkleidung, stabiloform verarbeitet, die gesamte Linie, besonders grosse Auswahl in federleichten Anzügen, Hosen und wesssen Sakkos. IHR KLEIDERBERATER Maipii 484 I. MAÏPU 982 31-7845 . 31-0357 Geöffnet: Wochentags durchgehend von 8 bis 21 Uhr. Samstag von 8—13 Uhr UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKNÜPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungseideichterungen j; MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. 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Allerdings ist die Vermutung nicht von der Hand zu ¡weisen, dass Ghana sich dieser Gefahren bewusst ist lind sich zu dem Abkommen mit der Sowjetunion mehr ¡aus prinzipiellen denn aus wirtschaftlichen Gründen durchgerungen hat. Die materiellen. Verhandlungen ¡wurden auf ghanesischer Seite sicherlich mit grosser Begeisterung geführt, denn nicht umsonst sagt man beiden Verbandlungsführern, nämlich dem ehemaligen Wirtsehaftsminister Ghanas, Kojo Botsio, und dem ausserordentlichen Botschafter und Vorsitzenden der staatlichen ghanesischen lndustrialisierungs. _ Korporation, Ayeh.Kumi, linkssozialistische Neigungen nach. Kein ghanesischer Politiker kann aber irgendein Abkommen schliessen oder eine Zusicherung geben, ohne sie von Nkruma billigen lassen zu müssen. Nkrumas erklärte Politik des sogenannten „positiven Neutralismus” wäre unglaubwürdig1, nähme Ghana Hilfe nur vom Westen an. Immerhin ist ein jüngst erschienener Leitartikel der offiziösen „Gbanaian Times” bemerkenswert, der nicht nur lobend auf die von verschiedenen westlichen Ländern bereits gewährte Hilfe hinweist und die kommunistische Hilfe mehr am Rande ablut, sondern unisono mit Dr. Nkruma Ghanas dringenden Bedarf an überseeischem Kapital betont. Dieser Leitartikel weicht f/eit ab von der in letzter Zeit verfolgten Politik der ghanesischen regierungstreu, en Presse, Auslandshilfe als versuchte Korvvnlion abzulehnen und in merkwürdiger Selbstüberschätzung gar anklingen zu lassen, dass Ghana ja eigentlich genügend Inlandskapital besitze. Wie immer, so musste auch hier erst ein überlegtes Machtwort Kwame Nkrumas gesprochen werden, um die besorgniserregende Linkswendung der ghanesischen Politik wieder einmal zu stoppen. Dieses Schaukelspiel zwischen Ost und West hat für Ghana freilich den Erfolg gehabt, dass der Westen zugunsten des für Ghana so unendlich wichtigen Volta- Vorhabens im erwarteten Masse tief in die Tasche griff und harte Dollars auf den Tisch legte. Vor Jahren war die alte jVerkündigungskiiche in Nazar et abgerissen ¡Vor Jahren .solite Stelle gebauten wahren. Die obere mit einer 60 Meter gleichen Kirchen worden. jlCirche, an ihrer |hohen Kuppel (ohne Glok- Stelle eine neue, grossartige ke, da es nahezu 30 Kirchen Kirche nach den Plänen des ¡mit Glocken in Nazaret gibt) italienischen. Kirchenarchi tekten Barluzzi gebaut wer. Iden. Der Plan kam nicht zustande. Mit allem Pomp war ¡der Grundstein gelegt worden. Als dann aber die Ausiscbaehtungsaibeiter. begannen, zelfcie es sich, dass Schichten über Schichten alter Kirchen gebaut waren, oberhalb einer bis in die ¡vorchristliche Zeit zurückgehenöen jüdischen Siedlung ist liir die üblichen religiösen Zeremonien vorgesehen. ¡Acht Säulen sollen die Kup- Ipel tragen. Während aber ¡die Säulen früherer Jahrhunderte einen Umfang bis zu 4 cpn hatten, weiden diese Säulen einen Kirchenraum von 900 qm freilassen. Die Arbeiten iür den Bau wurden Solei Bone übertragen. Sie werden beaufsichtigt werden von dem lelavi- Reste alter Mauern, alter lver Architekten I. M. Lew- IHR INSERAT in der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU bringt immer Erfolg Auskunft: T. E. 83-2613 Mosaiken und wertvollen ar_ c-bäologischen Materials wurden entdeckt. Das sollte nicht verbaut werden. Es sollte auch dem Auge des Besuchers erbaten bleiben. So wurde beschlossen, den ersten Plan zu verwerfen ¡und den Architekten Prof. jGiovanni Muzio aus Mailand mit einem neuen Entwurl für den Bau zu betrauen. Dieser Plan sollte all die gemachten wichtigen historischen und archäologischen Funde berücksichtigen, an denen die ganze christliche und archäologische Welt grosses Interesse genommen hatte: nicht nur die Kreuzfahrerkirehe. die 1263 zerstört worden war; nicht nur die frühere byzantinische Basilika mit ihren Mosaik.-. Einlagen; auch die vorchristliche Siedlung mit ihren Grotten, Silos, Oel, und Weinpressen, ihren Backöfen und allem, was noch erhalten war; auch die Reste eines frühen Tempels, die erst vor einigen Monaten beim Graben entdeckt wurden und nach Meinung der Forscher aus der Zeit der ersten christlichen Gemeinde stammen sollen. Vor kurzem erklärte Prof. Muzio in Nazaret einem kleinen Kreis seinen Bauplan. Danach sollen zwei Kirchen, die miteinander verbunden sind, übereinander an der Stelle der alten Kirche gebaut werden, jede von ihnen mit Platz für 3.000 Menschen. Die untere Kirche soll 7,5 Meter hoc-h sein und die Reste aller fr üher an der kowiez, einem Schüler von Prof. Muzio. Verwendet, werden soll lokaler Stein aus dem Gabi. mit dem das Betongeriist, gedeckt; werden soll. Für die Jnneneinrichjtung ist italienischer Mar- ¡mor vorgesehen, an der inneren Ausschmückung sollen katholische Künstler aus der ganzen Welt beteiligt werden. Für die Arbeiten, die sich intensivster Unterstützung der christlichen Abteilungen im Religionsministe, rium erfreuen, sollen 106 arabische Katholiken aus Nazaret herangezogen werden, die für clic csle Phase' zwei Jahre hindi.uch tägliche Beschäftigung haben wf 1 den. Je nach Notwendigkeit weru n weilerc Kiiilte hinzugezogen werden. Man rech, net. damit, dass rni dem Bau eine erhebl iche Ai-beit°l.e-' Schaffung für die Bewohner von Nazaret verburden is1 Nazaret ist für die ganze - katholischen Welt d* «' hi-dig-- ste Platz auf dern Eidhall Bo■< gehen aus aller "Welt Spinden ein für die EnichHmg der Basilika, die in iluirn ersten Stadium 1 Million Dollar kosten wild. Der besonderen Unterstützung er-/ freute sich die ICh che von Seiten der Franziskanischen- Brüder jm Heiligen Land. Mit einer Gesanrithühe voü 70 Metern wird die Basilika das höchste Bauwerk uw ganzen Vorderen Oi i-enl sein. Doch werden wohl noch viele Jahne vergehen, bis der immense Bail fertiggestellt sein wird. Immerhin ist es möglich, dass am nächsten 25. März, dem Verkündigungsfest der katholischen Kirche, schon ein Gotteshaus in dem bis dahin fertigger stellten Teil abgehaUen wo»1- Wien kann. m * CATECA S. A i o <> <> Directorio 5555 T. E. 68 ■ ■■ i: Buenos Áires¡, 1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma i i i > < » 11 ♦A MODERNE WOHN. UND SCHLAFZIMMER¬ EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN Sarmiento 1147 Cabildo 774 W THR, '•ft- MR TM V», MA MR TM m m Dr« Hardi Swarsensky Í * Asuntos Europeos exclusivamente 0 Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—18 Uhr 0 _-_ 0 Dr. Günter Frey 0 Asuntos Argentinos y Sudamericanos! TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN ¡ VERTRAEGE - VERWALTUNGEN t BUEROZEIT: 16—19 Uhr 0 0 0 0 0 4 0 i 0 0 0 PUEÍRREDON 2190 esq. At. LAS HERAS — T. E. 83.2618 555555555555e55555555

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