Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1837 (20.12.1960)
- Date
- 1960-12-20
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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$ •— Martes. Î9 de Diciembre» de 1968 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXI. - No 1837 Im Angesicht des Galgens (Schluss von Sene 1) ren Pässen gezeichnet waminderen Grades deklariert , T , . . ,, ren, sodass niemand darüber worden, rung der Juden bieten soll- ,im Zweifel kon,lte daSs= I len, war m den letzten Jah- \ äich um Juden haildele ') Das andere, man kann sa. reu nicht mehr erhältlich. |Damit wdr eii>Sntkommen Die erreichbaren Exemplare zurückgezogen war- Juden ausserordentlich waren zurucKgezogen warerschwert Andererseits war den. Warum eigentlich? jdie Erfassung der Juden und Da wir niemals gegen ein- 'ihre spätere Deportat.on zetne Personen polemisieren. |hierdurch ausserordentlich 11 gt uns eine Auseinandererleichtert, se. .mg mit Globke sehi J gowe;t wir dies übersehen fern. Es fragte sich nur, war- : khnnen, war Globke kein lUu ausgerechnet er einen so inazistischer Ueberläufer, vi.n hohen Pos en bekleiden ldeilen e£ sekl viele gegemusste, Eme .ihuliche Frage ,(ae[1 kat Er gehörte nicht zu mussten wir bei dem inzwi- >den Opportunisten, die sich sehen abberufenen Minister ¡ejner nei,erl> mächtigen Regen, das „eigentliche" Nürnberger Gesetz, war das „Gesetz zum Schutze des deutschen. Blutes und der deutsehen Ehre" das eine Fülle diskriminier inder beleidigen, der, hasserfüllter Massnahmen und Bestimmungen gegen die Juden enthält. Eheverbot zwischen Juden und sogen. Ariern. Nichtigkeitserklärung trotzdem geschlossener Ehen. Verbot ausserehelichen Verkehrs zwischen Juden und Ariern. Verbot Einwanderung aus dem Westen la Semana (SIE eine Sonderbehandlung erhalten hatte und trotz eines Verdachtes der Beteiligung an unerfreulichen Vorkommnissen noch nicht einmal von der Staatsanwaltschaft vernommen worden ist! Gegen Globke sind einige Broschüren veröffentlicht worden, die das vorliegende Mateiial sachlich vortragen. Ohne Zweifel war Globke in der antijüdischen Gesetzgebung federführend. Wäre er wirklich ein Demokrat gewesen. der es sich kraft seiner Vergangenheit verdient hat, in der heutigen Bundesrepublik einen hohen Posten einzunehmen, so hätte er nicht zur Hitlerzeit an dieser sehen Stelle arbeiten dürfen. Der noch ’ gierung zur Verfügung stellder Beschäftigung weibliten. Er war wirklich ein alter Nazi. Schon im Jahre 1932. also vor der nationalsozialistischen Machtergrei. fung, hat sich Globke mit dem Namensrecht befasst und die Frage der Namens änderung bei Juder überprüft,. wobei er bereits damals seine ntz stischen Gesichtspunkte niedergelegt und damit die herandämmernde nazistische Herrschaft vorbereitet hat. Er soll Anweisungen für „Judenüamen” entworfen haben; sie traten in ihrem Anfangsstadium auch schon im Dezember 1832 in Kraft, aber durften wegen ihres antisemiti- Charakters damals nicht veröffentlicht eher Hausangestellten deutschen -oder artverwandten Blutes unter 45 Jahren in jüdischen Haushalten usw. bilden den Hauptinhalt jener Bestimmungen, die als die letzten Erkenntnisse des Dritten Reiches in 3lle Welt 'hinausposaunt wurden, i Wer das Parteiprogramm der NSDAP gekannt hat, wurde von den nunmehr zum Gesetz erhobenen Be- Tel Aviv. — Die Schaffung eines staatlichen Zeotralbiiros, das die Leitung der Einwanderung aus westlichen Ländern übernehmen soll, wurde vom Ausschuss für die Alija aus dem Westen verlangt. Dieser Ausschuss vertritt die Siedler aus Gras.sbrihu.riiu, Südafrika und Kanada. Der Sprecher des Ausschusses unterstrich bei einer Pressekonferenz die Notwendigkeit, dass s.ca em sachverständiger Organismus mit dar E nghederung jener Einwanderer befassen müsse, die aus freiem, eigenen Willen in Israel ankommen. „Das heutige Problem ist nicht die Einwanderung aus der freien Weit, sondern ihre Absorption nrch Ankunft der Immigranten”, führte er aus. Die Einwanderer aus den wesüichen Ländern, die Israel wieder verlassen haben, hät-! ten dies getan, weil sie persönliche Enttäuschungen erj lebten, wss durch das Vorhandensein einer kompstenj ten Organisation zu verme'den gewesen wäre so fiiste I er hinzu. HTA) I Bisemanario — aparece los Martes y Vicrnes Editaclo po.r Estreilas Editorial ^,'tdn Verantwortlich. Dr. H Swarseiiüky Puevrredon 2190 P iZq. T. E 88 2€13 Argentinien: 00.— pro Quartal Abon. -Preise: waren ohne jeden Zweifel aas Kernstück der naz stischen Gesetzgebung und Weltanschauung. Göring erklärte nach ihrer Verkündung. man stehe nunmehr am Abschluss der ersten tung dieser Ges tzgebung mitgewirkt, natürlich waren sich nicht alle darüber im klaren, was das.alles bedeutet und wohin dieser Weg führen werde. Aber es waren doch ausserordentlich Aufbauperiode. Die Nüm-! viele, die nicht nur „Heil berger Gesetze seien nicht Hitler” gerufen haben und Jaufbritigen nur für die Deutschen verder Verkündung der Ntim- .Schuld zu bekennen, w,e Stimmungen nicht sonderlich kündet , worden. sondern;berger Gesetze zujubeiten. es ¡Frank es „im Angesicht des wenige geschrieben, in denen diese Massnahmen heg. findet, erläutert und verte.d gt wurd .-u. Und d e Ausrottung iberwacht, beschleunigt und konwoibert zu haben, war das Verbrechen emes kleinen Kreises, zu dem vor allem der Leiter der Dienststelle iV B 4 im RSHA, .es Judenreferates im Reichssicherheit- . Hauptamt, Adolf Eichmann, gehört hat. Oh die Mitglieder des .kleineren Kreises” den Mut werden, ihre bekennen. Referent für Judenfragen im werden... Es soll eine gro- •Reichjinnen - Ministerium sse Reihe von Dokumenten Dr Bernhard Lösener, war geben, von denen einige auch einige Jahre vor Kriegsende ^abgedruckt worden sind, — von seinem Posten zurückgeohne dass wir allerdings.die treten, weil er die Vernich- Möglichkeit haben, ihre tung der Juden nicht mit Echtheit zu üoerprüfen —, seinem Gewissen vereinbaaus denen sich eindeutig er-! ren konnte. Globke ist nicht gibt, dass Globke der Ras- : zurückgetreten. Lösener hat senspezialist des Innenminij später im Nürnberger Wilsteriums gewesen ist und als | helmstrassen-Prozess ausgesolcher einen erheblichen | überrascht. Die Tatsache jejauch für das Ausland, dem waren ausserordentlich vie- —doch, dass man die abstruman unmissverständlich zur ie, die an dem Vernichtung^, sen Rassenideen des Nazis-¡Kenntnis habe bringen wol- ¡werk mitwirkten, die in den mus in Gesetze umwandelte, ¡Leu, weiche Botschaft dieser Konzentrations- und Ausrot-, die Tatsache allein war das ¡„Parteitag der Freiheit” zu tungslagern Dienst tateu, die entscheidende Alarmzeichen, melden hatte. Mit dieser |an dem Transport der uo- Besser gesagt, diese Tatsa- ¡Kampfansage wurden „ei- 'glücklichen Opfer mitgear- 'che. hätte das Alarmzeichen, ' gentlieh" alle Völker heraus- Ibeitet-haben, deren Einsatz 'der Weckruf, die letzte War- ¡gefordert; sie aber nahmen ¡erforderlich war, um das ¡nung sein sollen. Die ari- ¡nicht für bare Münze, was Schreekenswerk zu begehen Galgens” getan hat, bleibt abzuwarten sehen Wahnvorstellungen der Hitler. Himmler, S:reicher und Konsorten wurden nun mechanisch in das staatdie Nazis dort -mit so gro- und vi vollenden. Kommeassem Pomp in die weite Woi' i hinausgerufen hatten. Die 'Lehre von den minderwertit-are zu den Nürnberger Gesetzen haben allerdins nur liehe und bürgerliche Leben ¡gen Rassen, die in den Nürn. transponiert. Welche Rolle berger Gesetzen einen Staat diese Rassenideen bei den lich-legalen Niederschlag finführenden Nazis, bei Hitler den sollte, wurde Schritt vor allem, gespielt haben, für Schritt von den Naziver geht aus seinem Testament Ibrechern prakitiziert und in sagt, dass Globke zahlreiche Beitrag zum Vernichtungs- * das ef kurz vor gei. 'eine grausaTOe Wirklichkeit Rfv^Eimmunßen w^rk ^leistet hat Hieran .. . ___^*n_? _ j»- antijüdische Bestimmungen ausgearbeitet habe... Globkes Spezialität war die Namensgebung für Juden und sämtliche hiermit zusammenhängende Fragen. Er sorgte dafür, dass die Juden durch besondere, zu den bisherigen Vornamen hinzuzufügende Beinamen (Sara und Israel) ebenso wie in ihwerk geleistet hat. Hieran kann unter solchen Umständen gar kein Zweifel sein. Der Inhalt der vielgenannten Nürnberger Gesetze dürfte der breiten Oeffent. inem Selbstmord diktiert hat. krogesetzt. Allein gegen die;In seinem letzten Willen. Juden wurden 430 Ausnah-! zwischen rauchenden Trummegesetze und Verordnunimern und platzenden Bomgen erlassen. durch die ben. als der Untergang des schliesslich auch die Benut [Dritten Reiches von niemanzimg von Wärmahallen den lichkeit nicht in ihrer vollen <; dfim mehr geleugnet werden Juden verboten wurde. konnte, „verpflichtete” Hit. Natürlich haben nicht alle ler die „Führung und Ge- Deutsche an der Vorberei- Dr, FREY Abogado PTTEYRREDON 1188 1* taq nachm. 16—19 Uhr J. Liebling fourniere — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 al 46 T. E. 43-2349/0340 t 3021 Bedeutung bekannt sein. Auf dem Parteitag, an den allein j durch die Reichsbahn mehr als 700.000 Menschen nach Nürnberg gebracht worden waren, wurde der Reichstag zu einer ausserorc entliehen Sitzung zusat*mienberufen, der dann die unter dem Sammelnamen „Nürnberger Gesetze” bekannten antijüdischen Massnahmen beschloss. Das erste Gesetz war das „Reichsbürgergesetz”, das den Unterschied zwischen Reichsbürgern und Staatsangehörigen machte. Dort heisst es: „Reichsbürger ist nur der Staatsangehörige deutschen oder artverwand, ten Blutes,...”. — Damit waren die Juden zu Bürgern CHEMISCHES UNTERNEHMEN sucht erfahrenen, vertrauenswürdigen Angestellten l Schriftliche Offerten mit ' Referenzen unter „Verlässlich” an die Admini. stration der Jüdiseheu Wochenschau folgschaft der Nation zur peinlichen Einhaltung der Rassengesetze und zum unbarmherzigen Widerstand gegen die Weltvergifter aller Völker, das internationale Judentum.” Noch im Sterben musste er Hass und Vernichtung säen. Die Nürnberger Gesetze REAL PEN ¡¡Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 5Ö9 TE. 49-5850 °ptka REX DIPL. OPTIKER Sarmiento 829) T. E. 35 - Maltha ûhapeaux HUTSALON Jetzt in B e I g r a fi a MOLDES 2561 T. E. 73-9229 73-9155 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSER CESCHAEFTEN Manuela Pedrasa 2530 pl. b. Dp. B T. E. 70-7244 Jacobo M. Lapidus dipl. Mohel TUCUMAN 2396. V* J T E.: 48-2124 Dr. B. Schwarcz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 - 52-8214 RAYOS X PARADENTORE TELEF. VORANMELDUNG HEMDEN für Herren und ihre Söhne und die gesamte Ausslatturg in feiertäglicher Geschenkpackung t** TU** Ihr Wüschaausstatter j Maüuk 484 L TE. 37-7845 jMaipú 982 TE. 31-0357 VARICES — ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAIL li M A N S K Y \ SARMIENTO 3116 T. E. 87 13621 -l Mohel N. Plaksin Super: 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 NERVENu. GEMUETS- KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn pr ov. RIVADAVIA 2625 III Tel. 48-7524 . 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