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Jüdische Wochenschau · 1960-12-16 · 1836 (16.12.1960) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1836 (16.12.1960)
Date
1960-12-16
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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* — Viernes, 1$ de Diciembre de 19M la semana israelita A flo XXI. — No. 18*1 ei \ % ¿^ # ifevl alíh I"' W ' '/P:# ' Dor neue Botschafter Israels, General Joseph Avidar, und Söir.e Gattin, die bekannte israelische Schriftstellerin. Jer- Tschernowits. in Begleitung des israelischen Ge- •cliäiisirägers und des Repräsentanten des argentinischen j nehmen gestalten werden. Neue Radio-Zeitschrift de. Ich betrachte es als eine Ehre. Israel in der Heimat San Martins zu vertreten. in der ich in dem glücklichen Augenblick eintreffe, in dem das Land den 150. Jahrestag seiner Unabhängigkeit begeht.— „Ich weiss, dass ich zu einem befreundeten Volk komme, welches uns seit den ersten Tagen unserer Existenz als souveräner Staat seine Sympathie bewiesen hat. Diese Freundschaft ist durch positive und fruchtbare Tatsachen. sowohl m geistiger |Wie materieller Hinsicht, untermauert worden. Dies war möglich, weil unsere beiden Länder die gleichen Ideale der Demokratie, der Gerechtigkeit und des Fortschritts nähten und die ¡Werte hochhalten, die unsere Zivilisation bilden, deren! gemeinsame Quelle das Buch ' der Bücher ist. — j „Ich komme als Ueber- [ bringet' der herzlichsten Geifühle, die das Volk und die ¡Regierung von Israel fiir Argentinien hegen. Diese Grü. sse gelten auch der arbeitsamen jüdischen Kollektivität, I deren Liebe zu Israel eines | der Elemente sein wird, die mir meine diplomatische! Mission leichter und ange- -v - 'C m i i ■* Mach der feierlichen Uebergabe der Beglaubigungsschreiben des neuen israelischen Botschafters. General Avidar. an deti Präsidenten der Nation, Dr. Arturo Ftondni, fand eine freundschaftliche Unterhaltung statt, bei der tusben dem Aussenminister Dr. T»bosda auch einige hohe staatliche Funktionäre, die Mitglieder der israelischen Botschaft und wyrjigs Journalisten zugegen wir-xi. — Anschliessend begriissten in der Botschaft netaa hohen argentinischen Persönlichkeiten einige geladene Gäste den neuen Botschafter nfraels. den wir hier ia der Mitte des Bildes mit dem Vorsitzenden der Argentmisch- Israelischen Handelskammer. Don Alfredo Korn, und dem Herausgeber der „Jüdischen Wochenschau" sehen. Literarische Notizen Aussenministeriums. bei seiner Ankunft in Ezeiza. General Joseph Avidar ver_ las bei seiner Ankunft in Buenos Aires eine hebräische Botschaft folgenden Woitlauts: ■ „Mit meinen ersten Worten möchte ich der Bewegung Ausdruck verleihen, die ich beim Betreten dieses | hochherzigen Landes empfin, Und schon heute verspreche ich. mich ehrlich zu bemü- | hen, dass mein Wirken auf gegenseitiges Verständnis I und gemeinsame Vorteile Zum Redakteur der neuen israelischen Radiozeitschrift wurde Arnos Gordon. früherer Leiter des englischen für beide sein wird.’ Länder gerichtet |! Nachrichtenteils von Kol Is- Zum And< nken nn Waltei Göh Es war eine eigenartige Schulklasse im Friedrich- Vv’eiderschen Gymnasium zu Berln Als hätte Polyhynmla die Muse der Mus.k, s ch diese SchtUerschar eigens ausgewählt. So viele g.os.e T^tote gingen aus ihr , hervor. Da war der seit vielen Jahren an der ..Met” singende Bassist Gerhard B.chner. B. H>rsehberg, der mit seiner glänzenden Tenorst rrtne Taut ers Nachfolger in d»n Aufh'hrungen der Lehär- Op:retten in USA und nach de: unvergessenen Sängers Tod in Europa war, urd ferner der schon in der Schul- Aula durch sein me'sterhaftes Cello-Spiel auffallende Waller Göhr, dessen Tod snachricht uns kürzlich erreichte und. erschütterte. Der Schreiber d'eses Nachrufs wurde einstmals auserlesen, im Geschäft des Vaters von Walter Göhr die näheren Geheimnisse der Heinden-Fabrikation zu erlernen. was ihm nur teilweise gelang'. Dadurch und als Mitschüler der beiden Sühne des Chefs, von denen der Jüngere, Rudolf, noch heute ein bekannter und beliebter Kammermusiker ist. hatte ich oft Gelegenheit, den Werdegang von Walter Göhr von Anfang an bis zu seinem grossen Aufstieg mitzuerleben. Wie jedem Vater, so schwebte auch dem Vater Walters vor, dass seine Söhne einstmals an seiner Stelle das unter vielen Mühen geschaffene Lebenswerk fortsetzen sollten. Aber da war die Musik, da war eine Besessenheit. die die Welt der Pension Familiar M Flamm J unter Aufsicht I. Ehrw , der Rabbiner Dr. J. Fink und Dr. J. Oppenheimer CHASCOMUS — Córdoba 38 1 QUADER VOM STRAND ZIMMER MIT PRIVATEMD — Telefonische Auskünfte, in Buenos Aires: 78-2312 und 70-5805 Restaurant »Paso;! Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259] Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS- und ABFMDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten - und Banketten Töne als die einzig lebenswerte erscheinen liess. Bald war der entscheidende Schritt getan, und Walter Göhr wurde Schüler von ' Arnold Schönberger, der eine bedeutende Musikklasse! an der Musikhochschule in 1 Berlin leitete. Aus dem Cellospieler entwickelte sich j langsam, aber unaufhaltsam, der Dirigent und Komponist befreundet mit Erich Kleiber und Bruno Walter, die er als seine Idealgestalten im Dirigentenfach ansah. Seine Schallplatten gehen heute über die ganze Welt, I seine Instrumentierungen sind überall bestens bekannt, j Götirs besondere Vorliebe | für modernste Musikbe-; reitete oft seiner Karrie- , re Schwierigkeiten, weil! das Verständnis für diese Neutönler eben noch nicht den Boden für Popularität bedeutet. Wie sein grosser Kollege Dimitri Mitropoulos, so starb auch Walter Göhr, auf der Höhe seiner Laufbahn, „in den Sielen“. Der Messias, das gewaltige Oratorium von Händel, war sein Schwanengesang. Nur 56 Jahre währte Göhrs grosses Talent. Er war der Freund aller Orchester-Mitglieder, die unter ihm spielen durften, und der notengetreue und immer den Geist der Komponisten aufs genaueste erfüllende Nachschöpfer ihrer Musik. Walter Göhr wuchs in einem bewusst jüdischen Hause auf und erwies sich stets als ein treuer Sohn seines Volkes. Eine Gattin und zwei Kinder beweinen heute den Tod des viel zu früh Dahingegangenen. Die ganze Musikwelt trauert um einen der wenig grossen Dirigenten auf den Podien der Welt.deren Zahl sich bedenklich lichtete. Walter Göhr war in der Hingabe an rael. ernannt. Ihm zur Seite steht ein aus allen Parteien zusammengesetzter Beirat und. als Vertreter sefardischer Kreise, Jizchak Motcho. Die überparteiliche Radio - Wochenzeitschrift ent hält Sendeprogramme. Artikel. Kritik der Radioprogramme. Innenpolitische; Probleme dürfen' 'hicht einseitig. sondern nur in Form von Symposien behandelt werden. Spende aus New York Ein anonymer Spender aus den USA hat eine Summe von 6.0ÜÜ0 Dollar an die Hadassa - Universitätsklinik in Jerusalem für das Gebiet der Kinderpsychiatrie vergeben unter der Bezeichnung Hymie-Danischewsky-Fonds. Einladung nach Paris! Jean Mercure, der schon an der Opéra-Comique Dallapiccolas „Nachtf'ug“ inszeniert hat, wurde nun von der pariser Comédie-Franjcalse eingeladen, die Regie 'bei Henri de Montherlants j Uraufführung “Le Cardinal : d’Espagne” zu übernehmen. Max Reinhardt-Seminar I I Der bekannte wiener! Schauspieler Hans Jaray, ¡Mitglied des Josef Städter Theaters (ehemalige Reinhardtbühne), wurde einstimmig zum Leiter des Max-Reiuhardt-Seminars in Wien gewählt. Hans Jaray ist bereits seit Jahren 8l.s Professor an diesem Seminar tätig. Zensur ist grosszügiger Der von Rafael Nussbaum gedrehte Film “Blazing Sunds” (Glühender Sand) der von einer Gruppe Israelis handelt, die nach Trans jordanien gehen, um alte die Musik, der er sein ganzes Leben weihte, vorbildlich für die jüngere Generation, weil er in der Dirigenten- Tätigkeit nicht den Beruf, sondern die Berufung erblickte. IMZ. FREILUFTKONZERT DES „COLLEGIUM MUSICUM" An seiner — nur im vergangenen Jahr unterbrochenen — Tradition, zum Abschluss seiner Konzertsjison und des Seinesters ein Konzert im Fieien zu veranstalten, hielt das „Collegium Musicum" auch diesmal f-st. Auf dein wundervollen Landsitz iq Villa Fortunée (Morön), das sein Bes tzer Ezra Teubal zur Verfügung stellte, fand bei kühl m doch schönem Wetter ein Musikabend statt' dessen Programm gleichzeit g einen Querschnitt durch die didaktische Tätigkeit der Vcieinigung bedeutete. Bas auf dem Rasen gruppierte Publikum lauschte zuerst der Rollen“ zu stehlen, und von ‘ Verdacht und Misstrauen 1 berichtet, die unter ihnen -entstehen, konnte mit Hilfe ¡deutscher Techniker fertig-! gestellt werden. Rafael Nuss- ■ bäum hafte die Unterstützung der Abteilung „Film” im Ministerium für Handel und Industrie erbeten. Sie . wurde verweigert, angeblich! weil Israel in einem ungünstigen Lichte gezeigt werde, j Jetzt hat das Comité für . Filmzensur, das dem Innen Konzerte aus unserem Mu. ministerium unterstellt, die sikleben nicht mehr wegzu-- I Aufführung des Streifens denken sind, erlaubt. I cn „Musik für Kinder” von Carff, ausgeführt vom „C.:njunto Juvenil de Percusión del Collegium Musicum" und mit Enthusiasmus von Helga Epstein dirigiert, oer ebenfalls die Leitung der daiauf. folgenden Darbietungen des „Coro de los Jóvenes” oblag, welcher mit beachtlicher Reife Werke von Palestrma, Thomas Morley, Mozait» Schumann und „Dos Enamorrin” (kolumbianisches Folk. Lore) sang. Anschliessend spielte das „Conjunto de Flautas Dulces” unter kundiger Leitung und Mitwirkung von Susi Graelzer eme Suite von Corelli. Nach einer P-use in der Dämmerung — es stand ei« Buffet zur Verfügung des zahlreichen Auditoriums — sang der Chor die ..Romanice del Rey Rodngo” von Jtilian Bautista, sicher dirig.ert von Juan Schuttis. und als! Abschluss des schön -n Abends erklangen die „sieben Maria - Liedei” vim Brahms vom gleichen Chor, der stiL und gefühlvoll von Guillermo Graetzer dirigiert wurde, | Der grosse Beifall am Schluss und nach jeder Darbietung zeigte dem „Collegium Musicum”, dass di se Fiir di<i uns anlässlich der BAR.-MIZWOH unseres Sohnes SAMUEL erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten auf diesem Wege herzlichst. LEO HESS und Frau HANNA geb. DE LEVIE Zapiola 2359 Dep. 1 : Aal Frau PAULA MINDUS geb. SPIER (fr. Papenburg, Ostfriesland) w, am Donnerstag, den 22. Dezember 1960, feiert s. G. ihren 8 0 GEBURTSTAG Zum Empfang an diesem Tage von 17—20 Uhr ln Arcos 2319 laden herzlichst ein S. WEINSTEIN und Frau ILSE g^b. MINDUS ✓

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