Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1836 (16.12.1960)
- Date
- 1960-12-16
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/9616703-9611224-9612067--0947-9612069- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Mohel 1× ep/1006163
OCR text
Y — Viernes, 16 de Diciembre de I960 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Ano XXI. — No. 183S Sensationen warten auf uns i (Schluss von Seite 1) ser Wichtiger »st auch, tigung oder nach Gerechtigkt*t zugrunde liegt, wird zu bestimmen sein. dasi ¿r nicht unmotivierte Anktag!_i» gegen Männer erhebt, d? mindestens die gleiche Behuld wie er auf sich geladen haben, heute aber in Alben wie Bonn führende p,-ntische Positionen innehaben. Der Angriff Mertens galt Karl Marbach, der ebenfalls Kriegs - Verwaltungsraf in bers' Saloniki-AegiUs” vom 3. Hintergründe erhellte. In November 1941,.der den Ver- .dieser Serie war zu lesen, merk trägt ,,Beglaubigt, Dr. dass^ ein" Rechtsanwalt Kara- Marbach,..KriegsverwaU! ngs. matilis sehr eng und person. 'rat.” lieh mit dem XriegsverwäL I Dieses Dokument schon durfte ausreichen. um Mar- 1 buch zumindest die Berechtigung auf ein führendes Amt abzusprechen. Wörtlich [heisst es in diesem Monatsbericht unter anderem: „Die i politische Lage hat gegenüber den Vormonaten ehre Zuspitzung erfahren... Durch den entscheidenden Einsatz schneller Trupoenstreifen wurden die Unruheherde im Griechenland war, inzwischen aber zum Präsidenten des Landesverwaltungshofes ■ . eim e|stc't- Hierbei wur- Schleswig-Holstein avanciert 1 e ml^ ausgesprochener ist. Als Verantwortlicher für die deutsche zivile Verwaltung Griechenlands ‘ war Marbach Vorgänger von Mertens. Durch eine Klage beim Kieler Landgericht warf Rechtsanwalt Merten dem Präsidenten des Lan- Schärfe vorgegangen, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Von insgesamt bisher durchgeführten 48? Erschiessungen sind 442 im , Berichtsmonat erfolgt. Zehn Personen, wurden gehängt... ■ Drei Dörfer wurden niedeigebre^gnt. weil sie Aufstän.di tungsrat Merten verkehrt hat. Ein Grieche namens Makris und eine Griechin Do xuta ergänzten diesen Freundeskreis, der sich auch bei einem Ausflug gemeinsam fotografieren liess. Doch die griechischen Hausfreunde des deutschen Besatzers kamen nicht nur des guten Kaffees wegen, über den der Herr Kriegsverwultungsrat in grosszügigen Mengen verfügte. Sie lieferten als fleissige Agenten — so weiss das „Hamburger Echo" zu h.richten — interessantes ln formst ionsmatetial, das der Hitler- Wehrmacht wichtige Hinweise gab. Für ihre treuen Dienste erhielten Karamanlis- Makris und D xula zum Dank das von einem depor. Nobelpreis für einen Juden Stockholm. — Pr. Do- 1 nald A. Glaser, eirt 34jähriger Physiker der ■ Berkeley - Universität in Kalifornien, befand sich unter den fünf Trägern des Nobelpreises, die diese Auszeichnung aus den Händen des schwedischen Königs Gustav Adolf empfingen. Das Verdienst Df. Glasers wurde von Professor Siegban von der Universität Upsala gewürdigt, der hervorhob, es sei „recht ungewöhnlich", dass eine Entdeckung in der modernen Kernphysik „in einem so weiten Ausmass einem einzigen Menschen” zuzuschreiben sei. (ITA) Schuld geringer werde» witr. : de, hat er wohl selbst n ebt sagen wollen... Aber auch damit ist es noch nicht genug. Merten berichtet von einer Besprechung mit Eicfemann und beltstet im Zuge dieser neuesten Enthüllungen den Staatssekretär reu Bundesministefium, Dv. Hans Giobke, über dessen ‘ Position gerade hier des öfteren bereits ausführlich berichtet worden ist. Nun ist Giobke gewiss eine zu Unrecht umstrittene Persörtlicrtke.t denn nach seiner Vergangenheit sollte kein Zweifel über die. sen Mann bestehen, der auch bei voller Reue für irgendein hohes Amt in einer domo-- kretischen Republik r. ehrt geeignet sein dürfte Giobke ist sozusagen ein Gegenstück' tat' dem inzwischen a*»£ Druck der öffentliche* -nung aus seinem Amt ge-; 1 schieden en früheren Bundes, j minister Prof. Obertärckir, jüer allzulange gehalten wurde. (i Sena Israelita Biwmvanatri® — aparece los Martasy Vie»*«:$. , Editado por Estrellas- Edito* iaA L*da Verantwortlich: Dr. H. Svra*se»s!t j Pueyrredón 219Ö-. Io 129. T. E. 83-28.1-í Argentinien: 69>.— pro Qu.irlíl Abo®-. Preiset A ntiim pe cia-Uát ischer -Kainpt' ttearechnungshofesvor, durch --- —- ..... _ *iw willentlich ungenaue 3 ,,ckbaU dientierten Juden bescfflSSnahmkönnen'.'' bVs“”die ‘ Be^hlüdl Aussage sich selbst entlastet : " ' te Se.deniager in einem 'gungen geklärt sind was mit und Merten zu Unrecht verdächtigt zu haben. Es handelt sich tMTr eine Aussage. zen werden, sich in Athen zu steilen, wo sie als Ausländer j lieber’ den „Problemkreis" solange inhaftiert werden Giobke ist bereits viel %e- . London. — Der irakt*;.6b<s Min.isterpriisi'de’B'ii Kaurem bat. an gekündigt, - dassder Irak ziusai poirl'aineriiiarieen'ei» Leben., zmhiefcteehuie«? werue, ohne .. dafür jedoch enaa». . Zeitpunkt aazu-gehe-o.'. .!ti >ra lamgenai Schweige». über d-eses Thema sagte Kasse® d«vlässfich seiner rede vor dem intenaaeiuna.-iM i ten. j Marbach jedoch gab als j Zeuge zu Protokoll: „Bis zu ¡meinem Weggang, sind mir kai nerlei Repcessalienn: ass.: die Marbach als Zeuge ab-. gab, während Mertens vor .nahmen bekannt geworden,” de-M Athener Militärgericht auf seinen Prozess wartete. Merten fühlte sich te öeiaemager in einem Wert von 15.000 englischen einiger Nachhilfe sehr lang? Pfuhd. dauern kann, wird der Athe. ' Diese Geschichte von. ner Prozess wahrscheinlich schamlosen Kollaborateuren ¡im Sande verlaufen, wenn wäre jetzt kaum noch er- 'nicht die griechische Oefsprochen, verhandelt und Stucteotefikoiig/ess. iß. B*gwahhenswert. wenn nicht' Karamanlis heute Minister- .Mertens hat. ausserdem noch eine ganz persönliche durch Anschuldigung gegen Mar- Präsident' von Griechenland _1 bagh . Er wirft ihm vor. die wäre, sein Freund Makris seinen e ema te®« .Verantwortung für die Aus, Innenminister und die Dame verkauft und schlug nach i . . J*.„.J ■ fentlichkeit selbst alle Verschleierungs . Versuche ab-' wehrt. Freilassung hart zu- Se>ner rück f Ein Dokument der Hitler- “Wehrmacht kam Merten zu Höfe. Es existiert nämlich ein ..Monatlicher * Verwaltungsbericht des Befehlsha. peitschung einiger tausend griechischer Juden auf dem Freiheitsplatz von Saloniki zu tragen. Die Schuld an diesem unmenschlichen Schauspiel wurde bis jetzt (dem Berliner Rechtsanwalt ¡zugeschoben. Sie spielte in Man wird zu geben,, dass j diese Beschuldigungen unge- Doxula die Gattin des Herrn | heuerlich sind. I Innenministers.! Dieser Bericht des ,,Ham- | Behauptungen wird man auch Wenn die zut reffen, die Zusamgeschrleben worden. Es muss gewichtige Gründe geben, dte wohl ’ weniger in der Person Globkes als bei Seinen Beschützern zu sufeen sind, dass selbst' einige führende Juden in Deutschland den Fall'Giobke 'als ein La-1 :bu ' behandeln... Fcrr uns gibt es d‘e® Ressentiments nicht. Man kann nicht dte Kleinen anprängerri und die Grossen laufen lassen^ selbst dad, dass nach, einer Per wo« des. antiim’per’al'tsi sehen Kampfes lib. Irak .ei-ne Mot-w*- nalversaan-rn-tu-nvg . geb, tdet werde, die int Oege* satz zu-wi fEiihieirefi . Parla«wei»6. .. e-we wahrhafte VoUtsvgT-liref uewg des .ganzen. Landes sein werde. in der alleim Irak leb .*»- detj Na.ttonal i träten gleichre- ¡rechtigte ätiwmefi. erba-üe* sollten. (AWZ> burger Echds” schlug daher .menhänge begreifen, die seiiwie eine Bombe in Griechen- Inerzeit die Iand ein. Als erstes warnte [gierung 'der Athener Staatsanwalt al Dr, FREY Abogado PUETRREDON 21W i 1* um nachm. 16—19 Uh* |le Zeitungen Griechenlands griechische Reveranlassten, die Kriegsverbrecher-Prozesse in Griechenland als beendet zu .wenn dies vorüber gebend j. opportun erscheinen sollte.; »1? efeemakge Nsk's bekaiwit i In einem kürzlich in Israseien. ' ■el gegebenen Interview er- Naehdietn,’ wuiineht GkoUke klärte der amtierende Rabin einen ün'mirtetibare» Zue dem Athener Prozess gegen die Berichte aus der Bundes- ¡betrachten und den verur «uw I REAL PEN n 5 (Regierungen in Athen und Füllhalter REPARATUBEN Spezialgeschäft CORBIENTES 589 T E. 49-5850 X ¡Bonn bisher unbekannte Marbacheine nicht sentliche Rolle. Doch die äusserst dunkle Vergangenheit des Präsidenten vom Landesrechnungshof Schleswig-Holstein ist nur eine von vielen Affären, die durch den, neu erweckten Gerechtigkeitssinn des ehe- -maligen Kriegsverwaltungs. rates Merten ans Tageslicht kam Mit seiner Unterstüt- ,zung. kajnri. eine Artikelserie „Wenn Eichmann auspackt'' zustande, die vom „Hamburger Echo” zum Aerger der unwerepublik zu veröffentlichen. I teilten Merten laufen zu lasandernfalls sie beschlag-;sen. Offensichtlich hat Mernahmt würden. Nachdem jejten die Hoffnungen nicht erdoch die oppositionelle Zeifüllt, die man in ihn setzte tung .'.Hestia” mit der Be-! und hat nicht geschwiegen, gründttng ,Wir sind keine was wohl erwartet oder gar ¡Sklaven” das Schweigen [vereinbart worden ist. durchbrach, entlud sieh ein Sturm der Entrüstung. Die Merten geht aber noch ei- . ... _ „ nen Schritt weiter; er begriechiscbe Opposition und lsch,jtd[ nicht nur zahlreiche Zeitungen forderten den Rücktritt der Regierung. falls die Besehuldigun. igen nicht zu entkräften seibiner in Frankfurt. Dr. L'cb- |tigfeld. wie die deutschgeschriebene Zeitung „Hajorri” aus Jerusalem meldete: •„Adenauer entscheidet, wer ein Nazi istt” Es sei schwer. *0 führte der ihi Deutschland lebende Rabbiner atis. eine Erklärung für den seltsamen Umstand zu firden. . dass* sich der deutsche Kanz- Vorgänger. sondern auch die führenden Mitglieder der heutigen Regierung in Athen. Dass deswegen seine eigene fjttttWWt1**********1’ ]. Liebling FOURRIERE — 4 SPERRHOELZEB I 01 AZ VELEZ 5224 al 46 I T. E. 43-2343/8940 y 3021 I Propiedades Frankenbergr berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSER GESCHAEFTEN Manuela Pedrasa 2530 pi b. Dp. B T. E. 70-7244 Martha eh apQ&ux HUTSALON Jetzt in rano [MOLDES 2561 i T. E. 73-3229! 73-9155 Del Die Regierung versuchte krampfhaft, ihr Gesicht ±u Wahren, indem sie gegen das „Hamburger Echo” Strafantrag stellte. Nur hat dieser Strafantrag den kleinen Schönheitsfehler, dass er nicht nach dem üblichen Recht am Ort des Beschuldigten eingereicht, werden soll, sondern in Athen.. Die griechische Regierung hat damit die Möglichkeit, dem Verfahren [ihren gedeihlichen Schutz zu [geben Da die Beklagten nicht den Leichtsinn besitjuaiiti Schenkolewski tC ulluMticIc ereien SchabDosdecken . T&1U&- oeutel . Käppchen Mas-J zot-Taschen - Hand- und Maschmenstickeret voc Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2586 T. E, 73-3155 r Confitería NIZA Conde 2020 76.0286 Servicios de lunch de categoría Jacobo M- Lapidu.s dipl. Mohel TUCUMAN 2396. 4? J T. E.: 46-2124 ♦ Verven/q' gemÚetskrankheiten Dr. M. J, Kuhn prov. RIVADAVIA 2625 UI Tel. 48-7524 Mont„ Mittwoch. Freitag 17—20 Uhr. Tel. Anmeldung erbeten.. ler mit Beratern umgibt, die sacome-nhang trvi’t de* Affäre Eichmann durch die Zeitung!„Hamburger Echo” gebracht .worden ist, ’'dürfte es mebt wöiier vetwundeFBi,' webn matt' auch ätsf de«t' „Gebiet Gtobke” Lh n.aefeö’« Zeit 'et-; nige Utejerraüctsiangeh, er'l». I ben wünie. Jedenfallsdeutet : sich bereits 'die Te*,<fewz' w. dass der ELchnröaBfn'-Shv^zess -wetee Kreise’ ziehe*« wind... VA RICES - ULCERAS DE LA PIERNA - ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY i SARMIENTO 3116 T. E. 87 1362 Dr. B. Schwarcz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 52-6214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG »WWW WW WWWWWW H. ROSENZWEIG TAILOR HENRY Tucumón 563. piso I j Neues Telefon: 32.0913 ¡ Grösste Auswahl in imp. un«# hiesigen Stoffen BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTLiCHER Malerarbeiten CONDE 2318 * E. 767533 U BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT i ROEWTGENSTR AHLEN — ZAHNZIEHEN — BE-; HANDLUNG Mil G ASSET AEU BUNG - BEGB- [ LKRUNO DER ZAHHSTELLOKG t Sp^cchstundwi: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend I nach vorheriger Vereinbarung. IIOSE HERNANDEZ 2516 T E ts-ST^J und 73-6506 Dr. L KLEIN Méiiieo Magen, und Darmk. ankheiten Röntgen U ntersuchungen SPkSCHSTUNDEN + Montag, Dienstag, te'ttwoch o. Freitag *oo!5-19 . *Es wird gebeten. s.ch vorher telefonisch anzomeider i > * }■ 5SANTA FE 1391 T. E 44 9A93 u. 44-1542, nr** *-kir*r*** « * « * » W* M*H4**44**4»*iW« Dr. Bernardo Goldstein MEDICO CARDIOLOGIA - HOSPITAL FERNANDEZ Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiograma»# Cuba 2141 T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Mont&gs bis F reiiags.-, 15—1S U b* Sonnabend: 14—16 Uhr lo Kars Stadt Pak zv/ei MW: rund 500 ■ hing Brit: waren es Becht ii Geschieht fyrdischer die Juden die Inqu werden ein paar he v<® B Teil der Pie jchwinHn1 jionnten, Hindus fr *ntn. (Land und tete ihr ] peli« — gchabbat ¿er britisi pwsen d jsen indis Sonderrec vcis?en lie «eme lenornmei viele jüd: hohe Offi neu Gene 200 Jahre Ser Bomt Karachi i dort duri Enjlifcl fanfsspra Generatio tere unte: ¿nen B« lekt bevc dem die und *ros treu bli hier niem Unter d - jüdischen rachi befa bekannte »uch viel ten und baute R «chöne e te!, in d Pakistan) findet, inindt-prä UNERI TEPI MAS( GR0I Ve lüffi MODE! EINRic Sarmi AUT