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Jüdische Wochenschau · 1960-12-13 · 1835 (13.12.1960) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1835 (13.12.1960)
Date
1960-12-13
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Spanish
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S — Maries, 13 de Diciembre de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No. 1835 Gemeinden und Vereine Nueva Comunidad Israelita SPIEL, SPORT, GYMNASTIK FUER UNSERE KINDER Unter der Leitung der Profesora Raquél Pomeranz finden für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren am Montag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 17.30 Uhr Spielstunden statt. Ein Unkostenbeitrag ist nicht zu entrichten. Die Verpflegung geht zu Kosten der Interessenten. — Sollten sich genügend Teilnehmer finden, so wird am 1. Januar «ine ständige Ferienkolonie auf unserem Weekendplatz in Olivos durchgeführt werden. Círculo Religiös© Israelita BET ISRAEL Buenos Aires Conde 1345 CHANUKAH: Heute, Dienstag, um 19.30 Uhr Entzünden des 1. Lichtes, Gottesdienst und Ansprache, Rabb. Dr. M. Rosenberg. Sr. MOSHE SENDEREY spricht am 16. Dezember im Freitag - Abendgottesdienst, in spanischer Sprache. CHANUKA-FEIER Am Dienstag, den 20. Dezember, 19 Uhr30 Makabäerrede, Vorführungen der Jugend. Musikalisches Programm. Nach der Veranstaltung gemütliches Beisammensein auf dem Dachgarten. TREFFEN DER KINDER UNSERER SCHULE Am Donnerstag, den 15. Dezember, treffen sich alle Kinder an der Ecke Sucre und Ciudad de la Paz zu einem Tagesausflug. Proviant, ist mitzubringen. __ AUSFLUG ZUM EAR KOCHBA Wir bitten, bald die Anmeldungen bei den Jugendleitern oder in unserem Sekretariat Tel. 76-6623 vorzunehmen. Abfahrt am Sonntag, den 18. ds. Mts. um 8.30 Uhr Monroe und Tronador. Araoz 2854 T. E. 71-9059 WOCHENENDPARK OLIVOS Heule, Dienslag, den 13. Dezember, um 21 Uhr und am 15. und 17. Dezember Das Ereignis der* Sommersaison: Lilianette und- Bruno Arno in der graziösen musikalischen Komödie von Ralph Benatzky — „Meine Schwester und Ich“ — einem wahren kleinen Kunstwerk an Melodie und Witz. Musikalische ’Leitung: Hermann Ludwig. Gäste willkommen. Vorverkauf im Sekretariat, Araoz 2854, und an der Abendkasse. Wir geben bekannt, dass die Aufführung wegen Hochwasser in das •Heim verlegt werden musste und die bisher gelösten Eintrittskarten im Büro umgetauscht werden können. HEIMKOMMISSION Am Donnerstag, den 15. Dezember ist unser Heim geschlossen. Unsere Donnerstag-Besucher treffen sich morgen, Mittwoch, im Heim„ JUGENDGRUPPE J.K.G. Campamtnio Monte Heimoso Kinder, kommt zu unserem Ferienlager nach Monte Hermoso am Atlantischen Ozean vom 1. bis 20. Februar wo ihr unter gleichaltrigen Kameraden (9 bis 12 Jahren) einen herrlichen Ferienaufenthalt verbringen werdet. In „Warthegau“ wurde während des Hitler-Krieges das von den Nazis besetzte, dem Grossdeutschen Reich einverleibte polnische Gebiet umbenannt, das etwa von Bromberg im Norden, über die Stadt Posen, bis südlich, an die Grenze Niederschlesiens reicht; es entsprach ungefähr dem Bereich der ehemaligen preussischen Provinz Posen. Arthur Greiser, der berüchtigte Gouverneur dieses Gaues, erklärte bereits am 14. September 1943 Bromberg als „judenrein“, und es dauerte nicht lange, bis auch aus Thorn, Posen und Kalisch die Juden „entfernt“ waren: erste Schritte auf dem Wege zur „Endlösung“. An diese Phase der organisierten und systematischen Judenvernichtung wird eine (vom „Institut für Zeitgeschichte”. München), Schrift erinnern, die für Anfang 1961 unter dem Titel „Wartheländisches Tagebuch“ von der Deutschen Verlagsanstalt Die Leitung unseres Lagers untersteht unserem Präsidenten. Auskunft erteilt das Sekretariat TE. 71-9059. KINDER.CH ANUKAFEST IN OLIVOS Am Dienstag, den 20. Dezember, um 15.30 Uhr, findet in Olivos unser Chanuka- Kinderfest statt mit Bewirtung, Geschenken und Liehteranzünden. IStuttgart, angekündigt wird. jEs hat einen in eine Klein- ■stadt des „Warthegaus“ [strafversetzten deutschen | Bürgermeister zum Verfasjser, der mit der Partei der [rohen Gewaltanwendung auf [schlechtem Fuss stand und |im Innern seines Herzens die 'Grundsätze der nationalsozialistischen Besatzungspolitik in Bezug auf die Behandlung von Polen und Juden missbilligte. Alexander Hohenstein ist das Pseudonym des Autors. Sein richtiger Name ist ebensowenig genannt, wüe aus Rücksicht, wie es heisst, auf die „überlebenden ehemaligen Mitbürger“ die Namen der in dem Tagebuch aufgeführten und charakterisierten Personen mitget-eiit sind. Wen es angehe, so meint Hohenstein, | der finde sich auch unter I seinem Decknamen sicher wieder. Eine Vorsichtsmassnahme, die für die Umstände in denen wir leben, bemerkenswert ist. Das „Wartheländische Tagebuch" ist in den Jahren 1941/42 niedergeschrieben worden — in einer für Aussenstehende unentzifferbaren Stenographie: „Das ist gut so; denn niemand weiss, wohin die politische Entwicklung führt, ob ich diese Aufzeichnungen einmal für Kinder und Kindeskinder übertragen darf oder sie eines Tages vernichten muss“ (16. Januar 1941). Auszüge aus dem „Tagebuch“ sind kürzlich in „Aus Politik und Zeitgeschichte“, der Beilage zu der Wochenzeitung „Das Parlament“ (Bonn), veröffentlicht worden. In ihnen werden vor allem zwei ungewöhnliche grauenvolle Verbrechen, wie sie sich in jener kleinen, ein Ghetto beherbergenden Stadt abspielten, gegen die Menschlichkeit in allen Details — kaltblütige Vorbereitung, brutale Durchführung, Wirkung in der offiziellen Oeffentlichkeit und in der Biirgeschaft — geschildert: die öffentliche Erhängung von fünf Juden auf dem Marktplatz und bald danach, die Zusammenpferchung von fast 3000 wehrlosen, ausgeraubten, angsterfüllten Juden in der katholischen Kirche des Ortes und der grausame Transport der so massenweise Weggezerrten in die fahrbaren Gaswagen weiter land_ einwärts. Alles das. Tatsachen, Vorgänge und Empfindungen des Chronisten. Gespräche mit SS-Leuten, Gestapobeamten, Mitarbeitern in der Verwaltung, auch Vertretern des Ghetto, findet in direkter, wörtlicher Rede seinen lebendigen Niederschlag. Irn Vorwort heisst es, dass zur Bekundung der Wahrheit viele Zeugen zur Verfügung I stehen, und das „Institut für 'Zeitgeschichte“ verweist zu ■manchen der Tagebuch-Ausj züge auf deren durch Dokuj mente belegbare Echtheit.! Umfangreich, wie auch die •bisher vorliegende Literatur ,iiber die Judenvernichtung im „Dritten Reich“ und die „Endlösung der Judenfrage“ sein mag: die Lektüre des angekündigten „Wartheländischen Tagebuchs“ wird, allein nach den Auszügen zu urteilen, wegen seiner undramatisierten, aber drastischen Schilderung von Mord und Massenmord, wie sie sich an und von dieser einen Stelle aus zugetragen haben, hoffentlich allen denen, die immer noch daran zweifeln, dass „das“ möglich war, die Augen öffnen. Und wenn auch die Lektüre dieses Dokuments der Unmenschlichkeit Nerven kostet, es gehört vor allem in die Hände all der von reaktionär beschönigendem Geist befallenen Ungläubigen. Sie können daraus lernen, wie es wirklich war. Dr. E. G. LOWENTHAL DIE GRABSTEINSETZUNG für meine unvergessliche Frau und innigst geliebte Mutter ROSA A. DE KALB findet s. G. w. a.m Sonntag, den 18. Dezember, um 10 Uhr 30, in Tablada, Manzana 5, Tablero 655, Set. 1, statt. Bei Regenwetter wird die Steinsetzung um 8 Tage verschoben. Asoc. Filantrópica Israelita SUCHT 1. ) Jubilado für Botengänge und Archiv 2. ) Versierte (r) Buchhalter (in) gesetzten Alters für ganztägig. Vorstellen mit Dokumenten und Referenzen: Cangallo 1479 piso 1? KEHILLA PASTEUR 633 T. E. 47-9096—W Donnerstag, den 15. ds. Mts. um 21 Uhr Grosse Chanuka-Feier mit Licht-Benschen Chasan ARON GUTMAN und der HASOMIR CHOR Vortrag: Moses Senderey (in Jiddisch) CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL ihn» LU ACH (Kalender) 24 Kislew Dienstag, den 13. Dezember EREV CI1ANUKA Entzünden des 1. Lichtes Mittwoch, den 14 Dezember Entzünden des 2. Lichtes I Donnerstag, den 15. Dezember | Entzünden des 3. I.ichtps! Freitag, den 16. Dezember I Entzünden des 4. Lichtes Sonnabend, den 17. Dezember Parschat Miketz 1. B. :VT. XU 1 - Xi.IV 17 Haftara 1 Könige U* 15 — IV 1 Neumond-Ankündigung Tevct : . Entzünden des 5. 1 ichtes 25. Kislew 20. Kislew 27 Kislew 38 Kislew Steuerpflicht der Wiedergutmachungs-Empfänger SIE WISSEN. dass Ihre Wiedergutmachung weder in Deutschland noch 9 in Argentinien steuerpflichtig ist. WISSEN SIE. dass eine moralische Steuerpflicht für dieses Einkommen 9 Israel gegenüber besteht? SIND SIE dieser Verpflichtung nachgekommen? HABEN SIE sich selbst durch Leistung an die CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL entsprechend hoch besteuert? Für N eueinWanderung Aufbau und Kulturarbeit IN ISRAEL A V V A H M F S T F ï L E N * CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL. Comité Centro- A A ‘ A * europeo. Sarmiento 2376. 3’. T. E : 47-2320 (neue Arbeitszeit: Montag bis Donnerstag: 12 bis 19 Uhr 30. Freitag: 12 bis 18 Uhr 30) und sämtliche Sekretariate der nngeschlossenen Organisationen und Gemeinden.

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