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Jüdische Wochenschau · 1960-12-13 · 1835 (13.12.1960) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1835 (13.12.1960)
Date
1960-12-13
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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^Maries13 de Diciembre de I960 t- L A SEMANA ISRAELITA Año XXI, — No. 1835 — 3 SIE EREIGNISSE Zum Tag der Menschenrechte Die DAIA erklärte ihren Anschluss an den Tag der Menschenrechte anlässlich eines neuen Jubiläums der 'historischen Deklaration der ¡Vereinten Nationen, die vor 32 Jahren abgegeben wurde. 3m Namen der jüdischen Gemeinschaft Argentiniens ädentiiiziei te sich die DAIA neuerlich mit den darin festgelegten Prinzipien und wiederholte ihre Bereitschaft, ■an dem Werk teilzunehmen, das für die Sicherung der Grundrechte aller Menschen, ohne Unterschied der Rasse, Farbe, Geschlecht, Religion oder politischen Ueberzeugungen durchgeführt wird. Gleichzeitig gibt die DAIA an ihrer Erklärung ihren heissesten Wünschen für ■wachsendes Verständnis und ■Üarmonie zwischen allen Menschen und allen Völkern Ausdruck, denn nur so wird der Frieden und die Zivilisation in der Welt den Sieg davontragen und über Hass, Verfolgung und Vorurteile triumphieren können. Minkowsky-.fi usstellxmg Das Jüdische Wissenschaftliche Institut veranstaltet anlässlich des 30. Todestages des jüdischen Malers Moritz Minkowsky eine Gedächtnis- Ausstellung m.t 58 Gemälden in den Räumen des Jüdischen Museums im Haus der Kehilla in der Pasteur «33. Minkowsky malte den einfachen Juden aus dem Volk. Unter dem Eindruck der furchtbaren Pogrome in Russland zu Ende des vorigen Jahrhunderts wurde er aus einem Porträt- und Landschaftsmaler zum Darsteller jüdischer Not und Pein. Seine Bilder sind stark naturalistisch in Ausdruck und Farbenkomposition und verraten den Einfluss der religiösen russischen Schule mit ihren Ikonen. Er stellt das menschliche Antlitz in den Vordergrund, ja, er kennt keinen Hintergrund, wie auch die menschliche Not keine Perspektiven kennt. Hierdurch erzielt er Eindringlichkeit ohne Ablenkung. Minkowsky, der sich einen typischen Stil zu eigen gemacht hat, zeigt das jüdische Leben in Polen von einst, vor allem die religiöse Atmosphäre in den Synagogen, die damals Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens Lebens waren. Ueberzeugend wirkt er besonders in Massenszenen und von überwältigender Wirkung sind seine Bilder aus den, jüdischen Milieu, in denen sich die grosse Kunst dieses taubstummen Malers offenbart, der seine dichterische Ausdrucksform in der Malerei gefunden hat. Diese einzigartigen Bilder jüdischen Brauchtums und jüdischer Folklore haben heute einen historischen Wert, da das jüdische Leben in Polen nicht mehr existiert. Minkowskis Bilder betender jüdischer Frauen und der jüdischen Flüchtlinge sind Meisterwerke jüdischer Kunst, doch auch die Porträts und Landschaftsbilder verraten ein grosses Talent. Minkowsky kam im Jahre 1930 nach Argentinien, wo er kurz danach einem Unfall zum Opfer fiel. Seine Bilder schmücken heute die Museen von Paris, Amsterdam, Brüssel und Berlin. Diese Gemäldeausstellung verdient höchste Beachtung. Sie soll der Anfang einer verstärkten Arbeit der IWO sein. Zur Eröffnung waren Vertreter aller jüdischen Organisationen und bekannte Kunstkritiker erschienen. Der Präsident der IWO, Dr. Shitnitzky, würdigte das Werk des Malers, und betonte, dass die Ausstellung sich auch an die jüdische Jugend wendet, um ihr einen Begriff vom einstigen Leben der Juden in Osteuropa zu geben. Die IWO hat vor 2 Jahren einen Kunstalmanach mit vielen Reproduktionen der Gemälde Minkowskys herausgegeben, der einen kurzen Ueberblick über das Schaffen des Künstlers vermittelt. Jugendliche gehen nach Israel Arn"*vergangenen Wochenende reiste eine ungefähr 100 Jugendliche umfassende Gruppe mit dem Schiff nach Israel. Diese jungen Menschen sind für Bar Mitzwa- und Studentenkurse eingeschrieben, die das Institut für argentinisch-israelischen Kulturaustausch veranstaltet. Eine zweite Gruppe von ca. 50 Teilnehmern wird am 2. Januar mit dem Flugzeug folgen. Zum ersten Mal fand eine ähnliche Reise im vergangenen Jahr statt. Israel Botschafter ein getroffen Gestern traf der neue Botschafter Israels in Argentinien, General Joseph Avidar, in Begleitung | seiner Gattin, Jermina | Tschernowitz. die eine be- _ kannte israelische Schrift- | Seguros ScHaender Versicherungen jeder Art — JUNCAL 2170 T.E.: 82-1732 HCl UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKNÜPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichterimgen j; MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus Calle ANDONAEGUI 2083 i: 4 Quader vor Station Urquiza i ....I m filer legend Für die Jugendseite wurde ein Preisausschreiben durchgefiihrt, an dem sich alle Jugendlichen beteiligen konnten. Prämiiert wurde die beste Zeichnung lür den Titel der Jugendseite, die zwei Mal monatlich von der Jüdischen Wochenschau in spanischer Sprache herausgegeben wird. Der Preis bestand in einem „Radio Pc-riaiil" neuesten Modells der Fa. ARTELCO S. A. Dieser Preis wurde durch Don Alejandro Wohlgemuth, den Direktor dieses Unternehmens, zur Verfügung gestellt wofür wir auch an dieser Stelle unseren besten Dank im Namen der Jugend aussprechen. Der Gewinnei in, Fräulein Ruth Schweitzer, wurde der Preis inzwischen in den Räumen der Redaktion feierlich übergeben. stellerin ist, und seiner beiden Kinder, in Ezeiza ein. Auf dem Flughafen wurde General Avidar von hohen argentinischen Funktionären empfangen. Das gesamte Personal der israelischen Botschaft, an seiner Spitze Geschäftsträger Mordechai Avida, hatte sich zur Begrüssung des neuen Botschafters, ebenso wie führende Persönlichkeiten der jüdischen Institutionen und zahlreiches Publikum eingefunden. Die Schuld wird immer grösser München. — IPN berichtete seinerzeit über das Verfahren gegen den ehemaligen SS-Sanitäler Gottlieb Muzikant, der im Konzentrationslager Melk — einem Aussenlager des KZ Mauthausen — sein Unwesen trieb. Muzikant hat in der Voruntersuchung fünfzig Tötungen durch Giftinjektionen oder durch Marter zugegeben. Jetzt hat er die Zahl der Getöteten widerrufen und sie „nur” mit sechzehn bezeichnet, davon zwölf Ermordungen durch Injektionen. Ueber fünfhundert Zeugen wurden bereits einvernommen und das Belastungsmaterial ist auf mehrere Bände mit einigen tausend Seiten angewachsen. VERZERRTE GESCHICHTE ** I jfeTV* MODERNE WOHN. UND SCHLAFZIMMER¬ EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN Sarmiento 1147 Cabildo 774 AUTO - REPARATUR - WERKSTATT] ,, B E N 0 “ BENO HUTSOHNECKEk Avda. eONSTITlJYENTKS mit (Ecke Monroe) T. E. »i * 2m i Graz. — In der Novembernummer der „AULA“, dem Organ der Burschenschaften, findet man einen Artikel unter dem Titel „Wer begann den Bombenkrieg?” Dieser Artikel stützt sich auf Untersuchungen, die ein „Komitee zur Wiederherstellung der historischen Wahrheit” in Hannover angestellt hat. Es handelt sich darum festzustellen, welche Seite als erste — die Deutschen oder die Alliierten — die Bombardierung offener Städte begonnen habe. Nun lesen wir, dass als erste die Engländer am 4. September 1939 Wilhelms- Ihaven bombardiert haben. Dann war später lange nichts und erst am 25. April 1940 wird laut deutschem Wehr- | machtsbericht die Ortschaft Sylt bombardiert. Man greift sich an den Kopf. Schliesslich gibt es noch Millionen Menschen, die den deutschen Ueberfall auf Polen erlebt haben, als gleich am 1. September 1939 zahlreiche polnische Städte von den Deutschen bombardiert und in Schutt und Asche gelegt, flüchtende Zivilisten mit Bordwaffen beschossen und massenweise getötet wurden. England ist ja in den Krieg erst getreten, nachdem es eine Garantieerklärung für die. Sicherheit Polens abgegeben hat. So also wird Geschichte gemacht. In der ganzen Welt wird die Geschichte des Zweiten Weltkrieges mit dem 1. September 1939, das heisst, mit dem Ueberfall auf Polen begonnen! Aber dieses Komitee in Niedersachsen, das „historisches“ Material für die „AULA“ liefert, beginnt den Krieg erst einige Tage später, der Ueberfall Hitlers auf Polen zählt nicht. Tn letzter Zeit wurde von vielen Seiten das Fehlen des Unterrichtes über die Zeitgeschichte bemängelt. Die Unkenntnis der historischen Tatsachen innerhalb der akademischen Jugend wurde bereits anlässlich zahlreicher Befragungen, auch durch iden österreichischen Rundfunk, als sehr krass beschrieben. Nun, die „AULA“, das Blatt für die akademische Jugend, will hier anscheinend die Dolchstosslegende dvTrcb Pseudowahrheiten untermauern und eine „verzerrte Geschichte“ verankern. (IPN) Internationale Kammermusik-Wochen Tel Aviv. — Die Eisten Internationalen Kammermusik-Wochen. von der isiaelischen Zentrale für Fremdenverkehr organisiert, sollen im Herbst nächsten Jahres stattfinden Bedeutende Solisten Ensembles und Komponisten haben ihre Teilnahme bereits zugesagt, darunter Isaac Stern, Darius Milhaud, Rudolf Serkin, Maureen Forrester, Leonard Rose, Eugene Istomin und das Budapester Streich- Quartett. Die Konzerte finden in Jerusalem* TelAviv und Haifa sowie in, einigen Kibbuzim statt. Im Rahmen dieser Wo.-; chen werden israelische BhId nen Werke biblischen und historischen Inhalts inezemeren. Volkstanzabende sind ebenfalls geplant, (AWZ) INDUSTRIAS YUVENA S. A Fábrica de calzado y zapatillas ANDONAEGUI 1270 Buenos Aires T. E.: 51 - 4810 JURIDICO Dr. Hardi SwarsonskyJ Asuntos Europeos exclusivamente 0 Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—18 Uhr Dr« Günter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericano« TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN BUEROZEIT: 16—19 Uhr PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS — T. JE. 93-2613

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