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Jüdische Wochenschau · 1960-12-06 · 1833 (6.12.1960) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1833 (6.12.1960)
Date
1960-12-06
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Martes. S de Diciembre de I960 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXI. — Mo. 1833 Fortschritt oder Untergang (Schluss yon Seite 1) entfaltet wernicht weit den Uom -n. Wenn man es so auSdfükkennen, dass durchaus :ui dass es ein Unrecht ist, einen verschiedenen Zeiten verjKrieg zu führen, dann wäre sucht worden ist, durch Uedie Forderung nach Weitberwindung des Krieges dein frieden bereits -sc. einem Fortschritt zu dienen. Im - Allgemeingut der Menschken will. kann, man in dem Laufe aller Jahrhunderte haheit geworden, gegen das zu siet ibzuen historischen Pro- 'jjen — bewusst oder unbe- .versiossen von allen Menzel den Versuch der v'usst — zwei Grundprinzisehen und Völkern als ein Merv-chheit erblicken, die ipien miteinander gerungen, ."Verbrechen betrachtet wer- Leideuschatten. zu bezähmen, jj)ie Predigt der Nächstenlieden würde. Die Tötung' eines um nicht dem Regiment des Le und das hohe Lied des;Menschen durch einen ande- Triebhaften z-u folgen, son- Friedens, wie sie in ihren ¡ren Menschen, der etwa eine de..a im L.. t der Erkennt-! ethischen Forderungen vomj „Privatrechnung" begleichen u®*». Di® -schiedenen groljudentum verlangt wurden wollte, ist nach der heutigen ssen Gesetzgebungen sind j— Und dann von allen ande- |allgemeingültigen Autfas- Meilensteine a' i diesem We- \ren übernommen worden sung ein Verbrechen. Die ge. Und wieder', n dürfte es sind —sind von den mensch- |Tötur.g eines Menschen im ebenso eigenartig wie auffalliehen Leidenschaften und Krieg dagegen ist nach der lend sein, dass diese grossen dem hemmungslosen Streben - Meinung und dem Empfin- Gesetzgebungen längst ver- 'nach Macht immer wieder den der überwiegenden Massunkenen Epochen angehözur Seite gespült worden, sen eine „heilige“' Pflicht, ren: Das grossartige Rechts- ¡Aber es setzten sich doch 'eine nationale Notwendigsystem des jüdischen Volkes, unverkennbar gewissen Erkeit, eine heroische Tat. .. wie es sich in der Bibel ma- Kenntnisse durch, die heute I So empfinden und so denniiestiert, das einzige Rechts- .bereits als Selbstverständ- |ken die Massen, So wurden System, in welchem nationa- ¡lichkeiten ins allgemeine Besie auch erzogen. So sagten le und religiöse, ethische und | wusstsein aufgenemmen wor- , es auch die Priester, dieselmoralische, politische und den sind. Denker wir z. B. >ben Priester, die immer bepraktische Prinzipien zu ei-;an die ethischen Forderun- ¡reit waren, die Waffen, mit nem grandiosen Ganzen ver- |gen „Du sollst nicht stehlen“ ¡denen Menschen getötet wur. schmolzen worden sind; hier joder „Du sollst nicht, töten", den, zu segnen. Dabei heisst linden wir bereits — um nur .¡die heute als Staatsgesetze es doch klar: „Du sollst nicht Antisemitismus in Russland New York. — ' Philip Klutznik wurde neuerlich zum Präsidenten der Bne Brit und Egon- Glücksmann aus Buenos Aires zum Vizepräsidenten des regionalen Ausschusses gewählt. Klutznik sprach in der jährlichen Sitzung und verwies darauf, dass die Vorurteile gegen die Juden, welche im europäischen Teil der USSR überall fühlbar sind, nicht geringer geworden seien. Nach Prüfung einer Reihe von Unterhaltungen mit sowjetischen Füichtlir gen und Emigranten müsse man feststellen. dass nach so vielen Jahren des kommunistischen Regime? der Antisemitismus, der tief im Volk verwurzelt ist, überall in der sowjetischen Kultur zum Ausdruck kommt. (ITA) I werden, darin bewährt sich jeine Rechtsordnung nicht. ¡Wenn sich die Grossen. ■ wenn sich die Russen und jChinesen oder die Amerika- ■ner und Engländer dem internationalen Recht unter-! ordnen, dann hat es sich; durchgesetzt, dann ist es in das Bewusstsein und Emp- ,finden der Völker eingedrungen. | In diese Ricntung allein müsste sich der menschliche Fortschritt entwickeln. Die Führung der Menschheit ist schwach, unsicher und rich- .tungslos. Es ist nicht nötig, dass der Lebensstandard der; höchst entwickelten Völker ¡noch gesteigert werde. Für .die Bequemlichkei La Semana Israelita Bisemanario — aparece ' los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verántwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190. 1? izq. T. E. 83-2613 Argentinien: $ 60.— pro Quartal Abom-Preise: gert. Deswegen wächst die,, Kriminalität ger.aae in den , haben „fortgeschrittenen“' Ländern, _ wobei man allerdings über nug getan. Die Mechanisie- Auslegung dei Wertes jrung des Lebens is* beinahe .fortgeschritten debattieren ¡unerträglich, weil die Makann. ¡schine nicht nur die mensch- Dass die Menschheit vor. ¡liehen Empfindungen reguder Alternative „Fortschritt, jlieit, sondern das menschliodeF Untergang“ steht, wird: jehe Denken weitgehend kaum noch bestritten. Auch ¡überflüssig macht. Aber die über den -Wahnsinn und.die menschlichen Leidenschaften Gefahr eines neuer Krieges :haben weder Technik noch sind sich alle einig. Ob aber: Mechanisierung ausschalten diese ITeberzeugungen. . und ¡oder bändigen können. Im Erkenntnisse austeichen. um .Gegenteil, diese das Leben ¡die Menschheit vot der Ka- Gedenken an Gurs ~~—0- --— „-...— ¡(eg internationalen Le erniges herauszugreifen von allen zivilisierten Völ- ¡töten“, und nirgends ist ein 'lbea m einer allgemeinen beherrschenden Leidenschafitastrophe zu bewahren - das «in soziales Arbeitsgesetz. ■ kern der Erde aufgenom- ¡Hinweis vorhanden der die- Erkenntnis geworden ist. ¡ten werden du re r Technik 1 bleibt das grosse Geheimnis Bodenrechte. Abgrenzungen men worden sind und als ses Gebot einschranken Zu jeder Rechtsordnung “und Mechanisierung gestei- 1 unserer Zukunft zwischen den Rechten und -Selbstverständlichkeiten gel- ¡würde. ¡gehören neben den Rechts- Pf.ichten des einzelnen zur ten. W ürde es einen „Welt- ¡ Niemand wird bestreiten. Inormen auch das Rechtsbe- Gemeinschaft wie_ der Ge Straikodex" geben. dann dass ein Mensch das Recht ¡wusstsein und das Rechtsmeinschaft gegenüber dem würden wohl diese beiden haben muss einen Angreifer [empfinden. Zur Ordnung einzelnen Daneben steht das Bestimmungen als erste und abzuwehren; dieses Recht des internationalen Rechts Recot des Hamurabbi. das ohne jede Debatte ihren isteht auch einem Volk zu. fehlen noch die meisten! manche Aenhlichkeiten in Platz fir.den. Gewiss wird es immer Voraussetzungen. Es man- | seinen Fragmenten aufweist, rjjcht zu jeder Zeit waren schwieriger sein, nun zu eritigelt an der klaren Erkenntjed infalls-aber beweist, dass diese beiden Postúlate scheiden, ob ein Angriff vor-!nis der Notwendigkeit einer in dieser frühen Vergangen- ^Selbstverständlichkeiten“, liegt oder nicht. Das ist frag- 'internationalen Rechtsordheit bereits Rechtsnormei denn sonst wären sie wohl log. Dagegen ist es nicht Jnung, die mindestens so wertes Leben der Bürger eines scjjweriich in einen Sittenko- 'schwer klarzustellen, in (nig abdingbar ist wie jede Staates regulierten. dessen dex aufgenommen worden, welcher Form die Entschei- [nationale Rechtsordnung Pflichten und Aufgaben der Forderungen enthält und düng darüber gefällt werden selbst des kleinsten Staates. Düsseldorf, — Am 22. Oktober jährte sich zum zwanzigsten Mal -der Tag. an dem die badischer. Juden nach .Gurs deponiert wurden. Aus diesem Grunde veranstaltete der Oberrat der badischen Juden eine Reise nach Frankreich, . um die Gräber der dort verblie benen Märtyrer zu besuchen Es beteiligten sich etwa 20 Personen an dieser Fahrt. ebenfalls Gegenstand gesetz nicht Zeitgeschichte schreibt. S!>u, ob Angriff und Not- ¡Vor allem sind noch nicht licher Fixierung waren. Und Das Bestehen dieser Gebote wehr vorhanden sind. Im -die Voraussetzungen für ein schliesslich haben wir das und jbre Verankerung in albürgerlichen Leben dürfte ¡allgemeines (internationales“ berühmte römische Recht. j€n Strafgesetzbüchern der es zweifellos sein, dass hier- ¡Rechtsbewusstsein und das bis heute in wesentli- Erde deutet darauf hin, dass über nur die zuständigen Rechtsempfinden geschaffen. ¡Man besuchte die Gräber in chen Teilen die Grundlage es aucb heute noch notwehstaatliciien Gerichte ein Ur- ¡obwohl sich allmählich die .Gurs sowie in Noe und Pordes praktischen bürgerlichen dig ist. diese Forderungen teil fällen können. Um ¡Erkenntnis durchsetzt, dass;tet Saint Simon. Auf den- Lebens geblieben ist. Seit durch Strafbestimmungen zu Konflikte unter den Völkern der Krieg das Ende der ZI- Friedhöfen Gurs und Noe den Tagen des Kaisers Justiätzen, weil hiergegen verbeizulegen, dürfte es auch jvilisation darstellen würde, sind in der Zwischenzeit einnianus wurde kein Gesetzesgrossen wird. Abet die Er- Möglichkeiten geben, sobald j Die Grösse einer Rechts- (druckvolle Mahnmale errich. werk geschaffen, das sich kenntnis des Unrechtes, das die Notwendigkeit der Uelordnung liegt darin, dass sich tet worden. (AWZ) mit dem vergleichen könnte, ejnem Verstoss gegen berwindung des Faustrech- ¡ihr auch der Mächtige, der ____ ¡Starke, der Fürst, der Kai- Jser, der Priester unterwer- , . - |fen muss. „Gleiches Recht Modisch praktisch ¡für alle“, das ist der Massstab für den inneren Wert NERVEN, u/ GEMUETS-j KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn prov. RI V AD AVI A 2625 in i Tel. 48-7524 f Mont., Mittwoch Freitag * 17—20 Uhr Tel. Anmel \ düng erbeten. f Dr. B. Sehwarcz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 52 8214 RAYOS X PARA DENTOSE TELEF. VORANMELDUNG ■selbst nicht die Kompilatiodiese Forderungen liegt, dienen Napoleons. . se Erkenntnis ist allgemein Dennoch müssen wir er- Und hierin liegt ein Fortschritt. Wäre bereits heute die Erkenntnis allgemein, dass es ein Unrecht ist, ein anderes Volk anzugreifen. Dr FREY A b a d o PUEYRREDON 21*0 1* u«. nachm. 16—19 Uhr Dr. I Ai&lth (2k J. Liebling j fourniere — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 «1 46 t. E. «3-2349/0340 y 3821 REAL PEN; Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 568 TE. 49-5850 jj Optica ¡{£X DIPL. OPTIKER Sarmiento 825j IT. E. 35-73 speaux f HUTSALON | Jetzt in | C e I g r ä n o MOLDES 256 1 t T. E. 73-9229 t 73-9155 und vielseitig für die Jugend und die reifere Jugend der Weisse Sakko Er ist. ob Sie es glauben wol. len oder nicht, das meistgefragte Kleidungsstück für den Sommer. 1 Vorrätig in grosser Auswahl, stabiloform verarbeitet. Maipü 484, 1. Stock T. E 31-7845 eines Gesetzes und Rechtssystems. 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