Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1960-12-02 · 1832 (2.12.1960) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1832 (2.12.1960)
Date
1960-12-02
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/9616703-9611224-9612031--0913-9612035
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

4 — YUrne», X d« Dicierobr* d« 1969 L ft. ÜKilAKft ISRAELITA Año XXL — No. 183* Die Hebräische Universität Von unserem Sonderkorrespondenten nik die Schaffung eines klei. Ina abgelaufenen Jan« 572» hat die Hebi'äische Universität in Jerusalem ihr 35. Jahr vollendet Sie war zu Pes- , ...... TT . sach 1925 auf de<n Skopus ^» archäologischen Umverüber Jerusalem feierlich ein. j^tsmuseums. hat sich in- ... , r~v■ «p .-f 'Zwischen auch realisiert, wo. geweiht worden. Die Eroif-!. . ,. „ 7 ... , . , „ bei die Rollen vom Toten nungofeier hat nicht nur der .. , , ,, . _ . „„ , „ , , , Meer als kostbarster Besitz verewigte Maler Pilchowsky :. . . in einem oft reproduzierten Gemälde festgehalten, man kann es heute und hier auch in der etwas putzigen Diorama-Ausstellung im Bet-Ha. arn-Saal in Jerusalem in der 23. Vitrine bewundern: Jh'of. Weizmann und l.ord Balfour und . all die anderen Teilnehmer jenes historischen Ereignisses, von denen heute nur noch Lord Samuel. damals High Commi--sioner von Palästina, lebt. in einem sicheren besonderen Keiler-Raum ausgestellt wurden. . Die Hebräische Universität zu Jerusalem hat sich das Wort Proverbia 24,3 zum und Technik. Die medizinische Fakuit'T wird so gemäss der grossen Tradition der Juden in der Medizin eire die grosse wissenschaftliche Sensation der Universität und des Landes bildete. Die grosse Studentenschaft Jerusalems hat ein erstes Zentrum im Bet Hillel der „Es waren ihrer Zehn nen noch nicht dagewesenen :Bene Berit gefunden. Da es Wahlspruch erkoren: „Durch! Sonderplatz Aufschwung erleben. Innerhalb der judaistischen Fakultät hat in diesem Jahr das neue Institut für Zeitgenössisches Judentum unter Leitung von Prof. Mosche Davis aus Amerika einen Weisheit wird ein Haus erbaut" — aber die Alma mater, die Mutter der Weisheit ir. Jerusalem, hat ihr Haus zweimal gebaut, denn im 24. Jahr ihres Bestehens musste die Hebräische Universität Aus kleinsten Anfängen-"Praktisch nochmals von neu. entwickelte sich in zwei em beginnen und in Givat Ram in Jerusalem ihr „Bayit-Scheni”, ihr zweites Haus i errichten Und da nach ei- Inem anderen Wort der Sprüche Salomos die „Gottes- Ifurcht aller Weisheit Anfang" ist (Pi'ov. 9,10), fehlt heute auch nicht die Universitäts - Synagoge in Givat- Ram, die äusserlich einem Planetarium so sehi gleicht, dass man die beiden Bauten manchmal verwechselt. Unablässig gehen die Neubauten auf dem Kampus der Universität weiter. Die Freunde der Hebräischen Universität in Amerika haben einen Fünf jahresplan mit 12 Millionen Dollar zur in Jahrzehnten auf dem Skopus eine staatliche Universität mit Lehrsälen, Seminaren, Laboratorien, Verwaltungsbauten und der Universitätstmd Natior.albibliothek in dem David Wolflsohn-Gebäude, wozu schliesslich noch die prachtvollen modernen Bauten der Hadassa kamen. Aber all dies ist heute verwaist, wenngleich unvergessen, schläft einen Dornt öschen-Schlaf in der Enklave zwischen Isiael und Transjordanien, die heute der Har-Hazophim der Skopus oder Späherberg darstellt. Dc-ch der ungebrochene Aufbauwiile des jüdischen Vollendung des Bauprojekts Volkes hat inzwischen auf , aufgestellt, dem Kampus der Universität! Zugleich wächst weiter im Westen Jerusalems eine : entfernt, in 8er Gegend von neue Universitäts-Stadt er- Ejn-Karem, die neue Hadassiehen lassen noch weit grösser und prüchtigei als die AnLgen auf dc-m Skopus. Wiederum gibt as ein Amphitheater wenngleich nicht mit dem unvergleichlichen Blick auf die Berge Moabs. wiederum steht die Judaistisrhe Fakultät mit ihrem Ma Sa - Universitätsklinik und medizinische Fakultät unablässig und geht der Kom-; plettierung entgegen. In ' diesem Sommer wurde dort das grandiose Fest der Dedijkation gefeiert. Eine Univerjsitätsklinik, wie sie der ge-! samte Mittlere Osten nicht jser.Gebäude im Mittelpunkt 'kennt, ist hier entstanden, und der auf dem Skopus unverwirkliehte Traum des verewigten Professors Sukej mit hochmoderner Ausrü- ■ stung und allen Errungenschaften von W issenschaft Pension Familiär M Flamm unter Aufsicht I. Ehrw., der Rabbiner Dr. J. Fink und Dr. J, Oppenheimer CHASCOMUS — Cordoba 38 Eröffnung 15. Dezember | ZIMMER MIT PRIVATBAD — Telefonische Auskünfte 5 ♦ in Buenos Aires: 76-2312 T eingenommen, 'da es seine Tätigkeit über jden rein akademischen Rali- 'men hinaus auf breitere Basis stellen konnte: Beamte der Sochnut und des Aussenministeriums, die im Begriff stehen, ins Ausland zu gehen, erhielten erstmalig ihre spezielle Schulung in diesem Institut, das so ein wichtiges Bindeglied zwischen Israel und der Gola | darstellt. | Die Zahl der Studenten an ¡der Hebräischen Universität ist heute auf 7 000 gewachsen. davon 5.000 ständig in Jerusalem, während sich der [Rest in Tel Aviv und Recho- [wot auf die angegliederten ¡Institute verteilt. Bedenkt man, dass vor 35 Jahren mit drei kleinen Instituten für ¡Judaistik, Mikrobiologie und Chemie begonnen wurde und nur drei Professoren und einige Dutzend Studenten den Auftakt bildeten, so wird man mit Stolz und Dankbarkeit auf einen Lehrkörper von 850 Professoren, Dozenten und Instruktoren blikken, die den Ruf der Hebräischen Universität weit über die Grenzen des Landes hinaus und über die Reihen des jüdischen Volkes in die Gremien internationaler Wissenschaft trugen. Vor allem aber besitzt die Hochschule heute schon einen Stab akademischer Lehrer und Gelehrter, die aus der Hebräischen Universität selbst hervorgegangen sind. Besonders bekannt wurde der Archäologe Prof. Jigal! Jadin, dessen Entdeckung!wailreni der Barkoehba-Briefe in der Wüste Judas in diesem Jahaber in Taibije weit entfernt (vom Campus in Givat Ram; ist, war es besonders zu be-;grussen. dass die „Frauen- Liga für Israel" den Grundstein zu einem neuen Studentenzentium in Givat Ram legen konnte, das mit einem Aufwand von 375.000 Dollar erbaut werden soll und auch die Räume des Studenten- DeKans Rabbi Casper umfassen wird. Die gr\*sse Zahl auswärtiger und ausländischer Studenten erfordert weitere Wohnräume für die Studenten, die durch einen akademischen Zimmernachweis zu hellen suchen. Aber die Studentenschaft lässt sich durch Misslichkeiten ihr Leben nicht vergällen. Wenngleich es in Israel keine buntbebänderte Bar- ¡schenheiriiehkait gibt und 'allgemeine fleissig stuaiert jwird, und obwuhi daneben an 70 Prozent det Studenten noch irgendwie und irgendwo für ihren Unterhalt arbeiten sind doch die Studententage um Lag-Beqmer eine heitere Tradition Jerusalems geworden: der mit Büchern bepackte Esel mit dem Gelehrten-BargU, das ^Symbol der Studentenschaft, und ihre avantgardistische neue Zeitschrift „Pi Hajathon” iDer „Mund der Ese Tin’’.. frei nach Bijeanv zeugen von dem frischen Geist, der die studentische i Jugend beherrscht.! An der Spitze der Universität stand auch -in abgel -u- .fenen Jahre als Präsident (und Rektor in einer Pets. n Prof. B. Mazar, det bekannte Archäologe, dem es nicht 'nur gelungen ist, die Universität bei den vielen gesellschaftlichen Anlässen immer I wieder geistvoll zu reprii- . sentieren, sondern auch den inneren Hausfrieden zu obwohl es mehrere Male zu ernsten Spannungen zwischen Universität und Ein israelischer Film aus der Anfangszeit jüdischen Fioniertums, „Es waren ihrer zehn“, produziert und injszeniert von Baruch DL-nar, ist in Jerusalem in Gegenjwart des Staatspräsidenten Ben Zwi zur festlichen Uriaufführung gelangt — ein Film voller poetischer Schönheiten und einer feinen. atmosphärischen Fotografie. Hier ist versucht , worden, eine echte zioni.-tische Botschaft aui kün-tlerischer Ebene, ohre Pathis und ahn# Propaganda, in die Welt zu schicken. Ob das nichtjüdische Publikum die Geschichte jener zehn Menschen versteht — neun Männer und eine Frau — die am Ende des vorigen Jahrhunderts aus Russland und Pomn nach Palästina kommen, ohne Ausbildung, ohne Vorkenntnisse, und auf einem einsamen, öden Berg im Galil ein Dort gründen wollen, bleibt zweifelhaft — vielleicht setzt die Erzählung manches voraus, was das allgemeine Publikum nicht ohne weiteres würdigen kann: aber in der jüdischen Welt dürfte dieser Film einen tiefen und nach- Ihaltigen Eindruck machen.! Die Zeit ist die der Türkenhevrschaft; die Typen 'sind atne Mischung aus Goila-Judentum und Chaluzim; ¡die Schwierigkeiten sind je- .ne, die auch in den folgenden sechzig Jahren immer ¡wiedergekehrt sind. Wildnia ides Bodens. Wassermangel, ¡Malaria und unfreundliche ¡Nachbarn. Aber gerade in!den Beziehungen jener Zehn zu den arahisch. n Dörflern ¡schlägt der B’iim eine versehnliche Note an (auch einer d r Schauspieler ist em Araber). Von den zehn bleiben am Ende nur sieben - für zwei war die Prüfung zu schwer,!und sie begenen „Fahnenflucht" — der eine geht m ¡die Stadt; der andere in emo schon bestehende Kolon e; ¡und die Frau untei liegt oen ¡Hart o und Entbehrungen. | Lionel Banes ist der Kam» ¡ramann, det subtile und nuancierte Wirkungen in Isehwarz-weias erzielt (wieviel dichterischer als ein Farbenfilm!) Unter den I Spielern, van denen manche eine humarige Nott mit bringen, fällt Oded Teomi als der ungewollte Fühier der 'Gruppe auf — ein unherot* ¡scher Hero und urigentimenjtuler Liebhaber. 1 Man sieht gern über sehleppende Te-mpi, ein paar Moi mente des Uebersp.elen* 'und einige Unebenheiten im! Schnitt hinweg: ein FJra,!wie gesagt, mit einer Bot- | schaft. | Herbart Freeden Studentenschaft kam, da die Frage det Erhöhung der Hörg.lder ein schweres Problem bildete. Leider kann dieser Rück blick nicht geschlossen werden, ohne derer zu gedenken, die aus den Reihen der akademischen Lehrer der Universität abberufen wurden. Hier sind vor allem drei ihrer bewährtesten Professoren zu nennen; det Zoolog# iprof. Bodenheimer. der Na- ■ tionalökonom Prof. Alfred Bonne und der Archäologe Prof. A. L. Mayer Autori- (täten auf ihren Gebieten, die tiefe Lücken im Gefüge der Universität hinterlassen naben, welche die kommende akademische Genei ation nur ¡langsam im Lauf* der Jahre Iwird schliessen können. Jlítetatiicke A oihen Auf diesem Wege danken wir allen Vei wandten Freunden und Bekannten für die anlässlich der BAR MIZWA unseres Sohnes MARCELO so zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten. Manfredo Grad wohl und Frau Hanna'geb. Heymann Ciudad de la Paz 2634 0TEL LAC0-1tP3 EROEFFNUNG AM. 15. 12. RESERVIEREN SIE EUER IHRE FERIENZEIT SCHON JETZT. Im Dezember ermässigte Preise Anfragen u. Bestellungen unter HOTEL LAGO Rio Cebailos \ SIERRAS DE CORDOBA — Casilla Correo 34 Zahnärztliches Institut In Jerusadem fand die Grundsteinlegung für das Gebäude des zahnärztlichen Instituts statt. Zahnärzte aus konnte er nach Beendigung des Krieges verschiedene Synagogen, darunter das Gotteshaus in Stuttgart, wieder errichten. Kanada und den Vereinigten Internationaler Staaten waren zu dieser Feij _ Frauonrat i JEHUDA ESHEL und Frau MIRYAM geh, SWARSENSKY danken zugleich im Namen ihrer Eltern allen Freunden und Bekannten für die ihnen zur Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten . f Givatayim, 40 Hamen Str. (Israel) Restaurant »Paso” "ItW : | Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259 Unter Aufsicht des Vaad Harahonim der Kehllla; MITTAGS- und ABEJNDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten i und Banketten f er erschienen. Das Gebäude wird auch als Forschungszentrum und zur Weiterbildung bereits promovierter Zahnärzte dienen. 80. Geburtstag Der Architekt Prof. Ernst GuggenheLmer beging in Stuttgart, seiner Geburtsstadt und der Stätte langjährigen Wirkens, seinen achtzigsten Geburtstag. Im Jahre 1954 erh:elt er das Bundesverdienstkreuz. Nur durch eine schwere Krankheit war er von der Deporta. tion verschont worden Nachdem viele seiner Bauten zerstört worden waren. Bei der Tagung des Internationalen Frauenrates in Istambul wurden Frau Zena Harman, die Frau des israelischen Botschafters in Washington. und Beba Idelson, Mitglied der Knesset, in die Exekutive des Rates gewählt. Theaterpreis Die telaviver Stadtverwaltung gewährte einigen Kunst, lern Preise für besondere Leistungen: Tamar Robins von der Habima, Zalman Leviusch vom Kammertheater und dem Direktor Josef Milli». WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE? ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER - ALLE NEUAUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMOHTE 559, I/B — Bu«nog Airea, Rap. Argentia# Dienstag, den 13. Dezember Mittwoch,.den 14 Dezember Donnerstag, den 15. Dezember Dienstag, den 20. Dezember Mittwoch, den 21. Dezember Mittwoch, den 1. Februar 1961 Mittwoch, den 1. März 1961 Donnerstag, den 2 März Freitag, den 31. März Sonnabend, den 1, April Sonntag, aen 2. April Freitag, den 7. April Sonnabend, den 8. April Froitag, den 21. April Donnerstag, den 4. Mai Sonnabend, den 20. Mai Sonntag, den 21. Mai Montsg, den 22. Mai Sonntag, den 2. Juli Sonnabend, den 22. Juli Sonntag, den 23. Juh Sonntag, den 10. September Erew Chanuka 1. Tag Chanuka 2. Tag Chanuka 7. Tag Chanuka 8. Tag Chanuka Chamischa Asar B’Schwat 'Neujahrsfest der Bäume) Fasten Esther Purim Erew Pessach 1. Tag Pi-caach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Yom haátzmaut (Unabhängigkeitstag Israels) Lag b’Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Schiwa asar b’tamu* Erew Tischa b'Aw Tischa b'Aw Erew Rosch Haschana 5722

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.