Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1830 (25.11.1960)
- Date
- 1960-11-25
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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— Viernes, 25 de Noviembre de I960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No. IBM „LA VOIX HUMAINE UND B ALLETTS IM COLON Im Jahre 1930 schrieb Jean Coct m sein Monodrama „La Voix Humaine'- tdie menschliche Stimme). Später verfilmte er den spannenden Suitf, iu dem die verlassene Geliebte versucht, am Telephon den sich nunmehr Veriiuii ateten in ihre Arme zuruckzuziehen. Im März 1959 wurde das Monodrama mit der Musik von Fiancis Poulenc ais lyrische Tragödie in Paris uraufgeuihrt, wobei die Opernsängerin Denise Duval die Rolle kreierte, die ste inzwischen an vielen Opernhäusern in aller Welt interpretiert hat und auch uns hier am Colón brachte. •Eie Vertonung des Stückes erscheint uns jedoch ein ¡Fehlgriff. Während Drama und Film konzis und direkt zu uns sprechen und uns die "Tragödie unmittelbar miter- Jeben lassen, stellt sich die übrigens mit viel Geschick und Dramatik, keineswegs jnodern konzipierte "Musik Poulenes zwischen uns und die Darstellerin. Statt auf-. Kuwöhlen, schwächt sie eher ab. Dass das Werk dennoch einen grossen Erfolg hatte, Spricht gegen den Komponi- Geschäftliche ’Mitteilung Der Teilhaber und Admini- *t rator der Organisation Con- ■¿icitos Gérard, Herr G. Ulfelder, begibt sich auf eine feuropareise, um mit den [tätlichen Büros in Bonn, Paris und Rom in Kontakt treten, damit Tourneen jon Gruppen deutscher, fränkischer und italienischer rtistén durch Südamerika ibventioniert werden Solen. Herr Ulfelder wird auch Holland. England. Spanien, der Schweiz, Belgien Jnd Schweden alte Beziehungen aurfrischen, und so jrird es seiner Organisation liöglich sein, in den nächten Spielzeiten interessante ¡länger und Musik nach Bue. tos Aires zu verpflichten. sten und für Cocteau, am meisten jeaoeh für die grossartige Denise Duval, die allein 45 Minuten die Szene atemberaubend beherrscht und uns ihre Verzweiflung miterleben lässt. Theodor Fuchs — wir freuen uns, dass es einem Meister aus unserem Kreis gelungen ist, im Teatro Colon nun auch ' „im Graben” zu dirigieren — : beherrschte Lyrik und Dramatik gleicher.massen; er hatte das gut spielende Colon-Orchester fest in der Hand und vermied, ein schwieriges Unterfangen, das ' „overplay”. So konnte man der vorzüglichen Diktion der grossen französischen Sängerin mühelos folgen, ohne dass der musikalische Ein- | druck geschmälert worden j wäre. I Die Bühnenbilder wurden genau nach Cocteaus Angaj ben hergestellt. ' Es war interessant, als Abschluss der Jubiläumssaison ein derartig interessantes Programm geboten zu beikommen, das mit zwei Balletts vervollständigt wurde: '..Pillar of Fire” in der unpersönlichen und uninteressanten Choreographie von Antony Tudor, getanzt auf die „Verklärte Nacht” von Arnold Schönberg (meisterhaft von Theodor Fuchs dirigiert), und „Opus 34" in der sehr originellen Choreographie von Antonio Truyol, 'der sich der „Variationen j und Fuge über ein Thema ¡von Purcell” von Benjamin i Britten bediente, und das 'von Antonio Tauriello gut dirigiert, einen grossen Erfolg hatte. c.n Film in Berlin j In Berlin wurde der als besonders wertvoll bezeihh-; nete Film „Verschwörung j des Herzens“ aufgeführt, der im faschistischen Italien des Jahres 1943 spielt: Nonnen verhelfen jüdischen Waisenkindern zur Flucht, wobei zwei deutsche Offiziere getötet werden. Gedanken nach einem Ausfluß .. n r T BOLOGNE SUR MER 547 T. E. 88-943« “LAS TRES HERMANAS“ de ANTON TCHECHOW Dirección: Atahualpa del Cioppo ULTIMAS FUNCIONES VIERNES. SABADO 22 hs. — DOMINGO 18 hs. HOTEL LAGOnt^D 1 EROEFFNUNG AM. 15. 12. RESERVIEREN SIE FUER IHRE FERIENZEIT SCHON JETZT. Im Dezember ermässigte Preise Anfragen u. Bestellungen unter HOTEL LAGO Rio Ceballos SIERRAS DE CORDOBA — Casilla Correo 34; tHWWWWWWWWWtMWWWWWWW Vor Jahrzehnten gab es! garnicht wenig Juden, die , der Ansicht zuneigten, das | Judenproblem sei ein rein „territorinlistisches”. Gäbe jinan den Juden nur Boden — j irgendwo auf der Welt —, den sie urbar machen würjden, um auf ihm zu ‘eben; so ■sei die Sicherheit dieser Gemeinschaft g. geben. Zum j Glück ist das Problem heute I zugunsten Israels entschieden. Das von den Briten vorgeschlagene Uganda, oder , die ,,’Lösimg.sversuche” des j Baron Hirsch, in Argentinien, der „Judenstaat Biroj bidjan”, sie alle gehören jheute in den Bereich histoj rischer Diskussion! Was .macht denn das Bedeutsam- I Einzigartige Israels aus? ¡Dass Israel kein geistiges ¡Vakuum ist. [ Gewiss sehr einsichtige ¡Persönlichkeiten nichtjüdi- ' scher Abkunft empfinden ,vor allem diesen Punkt als ¡den sehr entscheidenden. In j den Diskussionen, die wir 'vor geraumer Zeit mit dem indischen Sozialreformer aus dem Kreise Ghandis, Herrn Joyaprakrush Narayan, hatten, drehte sich die Frage immer wieder darum, was bedeutet Euch „historisch” Israel, ist sein neues Siedlungswerk seelisch-traditionell gebunden oder nur ein am Schreibtisch ausgearbeitetes System? Die abendländische Kultur hat immer zwei Quellen besessen: Athen und Jerusalem; um es auf eine kurze Formel zu bringen! Was fänden wohl christliche Pilger heute in Israel, zöge man aus dem Christentum den jüdischen Bestandteil ab? So gut wie nichts! Will der wahre Christ zu dem Ursprung seines Glaubens gelangen, so muss er schon den Weg zuriieksohreiten, zu den Propheten, zu den Königen Judas und Israels, so muss er schon Landschaft und Brauchtum der jüdischen Antike in sich aufnehmen. Was aber bedeutet es, wenn der „Felsendom”, die „Omarmoschee“ auf dem Platz des alten Tempels steht, dass auch der Araber seine geistesgeschichtliche Legimitation auf einen „Urnenner“ zurückführen muss, und das ist der Tempel Salomons! Was veranlasst einen frommen Christen sein Kirchlein gerade an die Stelle zu bauen, wo einst die Bundeslade stand, in Kirjat-Jaarim, ehe sie David in seine neubegründete Residenz Urusalim ¡einholte? Dass er, dieser Christ, sieh noch hinter Jesus zurücktasten möchte, invoii Dr. CONRAD N ROSENSTEJN | Restaurant »Paso* ntw Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259,, Unter Auiiicht des Vaad Harabonim der Kehilla 1;; MITTAGS- und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten dem er jetten Platz heiligt, auf dem das grosse Gesetz stand, van dem Jesus sagte, kein Jour möge von ihm genommen werden, er selost; sei gekommen, nicht von ihm j wegzugeht-n, sondern es getreulich zu erfüllen! I ...Die Reise ging dieses Mal nach Bet-Sheiutm. unjWeit dem Gartenstäatchen Tivon, halben Wegs etwa zwischen Haifa und Nazaret. Die Ausgrabungsstätten sind seit langem bekannt, aber erst in den letzten Jahren sind diese Fundorte in eine Sehenswürdigkeit für die Touristen verwandelt worden. Es kommt ja nicht nur darauf an, dass „man Dinge hat”, sondern auch, wie man , sie hat und vorweist! I Die Ausgrabungsstätten gehören in die Mischnazeit, ins grosse Zeitalter talmudistischer Gelehrsamkeit. Es handelt sich um Katakomben, aber nicht im „Syhedrionstil” — wie etwa in Jerusalem —, wo die Richter der ', zweiten Tempelperiode in I ■relativ engen, oft in Stockj werken übereinandergebau- | ten Grabnischen beigesetzt ( wurden, die wie Stollen in I den Felsen getrieben wuri den, sondern es handelt sich I um sehr geräumige Höhlen, die Hallencharakter - haben, in denen Sarkophagen sehr 1 kostbarer Art aufgestellt wurden. Diese Hallen wurden den Touristen in grossziigiger Art zugänglich gemacht. elektrische Beleuchtung ist so angelegt wirden, ‘dass die besten Beispiele der Grabkunst sichtbar werden, ¡alt-hebräische Inschriften, * zuweilen sogar farbig, helle- [nistische Tier- und Pflanzen, ornameme, ja sogar — man staune ' — „Zeusköpfe“, -die ■den Marmorsarkophag zierten! Eine Kultur Überschneidung: Judentum—Hetlenisi mus, ähnlich wie in Dura- Europos irn Syrischen, wo man eine Synagoge fand, -die mit herrlichen alttestamenta rischen Fresken geschmückt war, etwa irn. Stil von Pompeji. Verlässt man die Katakombenhallen und auch -die mächtigen Wasser zysternen die heute als Ortsmuseum dienen, so steht man in einer iiberhellen Landschaft, deren Hiigelrund von zwei Amphiteatern römischer Herkunft überbaut ist, um die sich jetzt eine neue Zy- ■ Pressenanlage herumzieht, | das Ganze in ein unvergessliches Bild zusammenfas- Isend. Omnibusse auf Omnibusse treffen ein, Gäste und Einheimische: Israel beweist sich in einem tieferen Sinn, als es jedes „Territorium" vermocht hätte! Die Fahrt führt nach Nazaret. Die hübsche Passtrasse g'.bt den Blick auf das Envek frei, auf dessen bebaute, geregelte Flächen man hinabschaut wie aus der Vogelperspektive. Und da liegt ja der Hügel „Tabor”. Wer würde da nicht an Sauls Feldzüge erinnert? | Nazaret? Wir machen zunächst bei den christlichen Ausgrabungsstätten unsere i Aufwartung. Ein fliessend hebräisch sprechender Araber, Christ, berichtet uns vom Engel Gabriel, zu dem wir geschichtsnotorische Beziehungen. sozusagen verwandtschaftlicher Art, haben! Er also kündigte in der unterirdischen Grotte der Jungfrau das grosse Ereignis an. . . Dass diese Art Grotten in die Geschichte des zweiten ■ Tempels reicht, ist kaum bestreitbar. Einstmals lag das [Strassenniveau in Höhe der Grotte, der Schutt von zwei Jahrteausenden, hat das Strassenniveau Nazarets be. deutend gehoben. Doch schon gleich dahinter, sozusagen um die historische Ecke gebogen, findet sich der orientalische Markt mit den offenen Bazaren, vor denen die Esel ihre markerschütternden Schreie ausstossen, drängt sich der farbige Haufen feilbietender Händler und feilschender Käufer! Sie glauben die orientalische Schönheit der Mutter Maria, was sage ich unsrer Mutter Rahel, Saras und anderer unvergänglicher Weiblichkeit sei garnicht mehr auffindbar? Sie irren sich! Sie schwatzen noch heute „am Brunnen*, reichen ihren Säuglingen unter einen! schattigen Oelbautn die Brust... Sie finden zu den Ihren zurück! Sie sind ganz unte» sich! Die BARMIZWO unseres Sohnes RAUL ALBERTO findet s. G. w. am 3. Dezember 1-960 um 9 Uhr in der •lynagoge Lamroth Hakol, Caseros 1450, Florida, statt. David Lerner und Frau Safira Julia geh. Cohen Empfang am gleichen Tage von 16,30 bis 19 Uhr Balcarce 2744, Martinez (FCNGBM) Auf diesem Wege danken wir allen Verwandten. Freunden und Bekannten sowie Organisationen für die uns so zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche zu unserer GOLDENEN HOCHZEIT Siegfried Baruch und Frau Else geh. Matzdorff Echeverría 3360. pl. b. dpto. B MAX SANDMANN (fr. Danzig-Berlin) feiert s. G. w. am 29. November seinen 85. GEBURTSTAG Empfang. Sonntag, 4. Dezember, von 17—20 Uhr Quesada 4148, dept. 2 Oie Bücherstub liquidiert WEGEN ABRISS DES GESCHAEFTSLOKALS: LEIHBIBLIOTHEK SAEMTLICHE LAGERBESTAENDE AN NEUEN UND GEBRAUCHTEN BUECHERN SCHAUFENSTER MIT UNTERBAU UND TUER Reconquista 424 Buenos Aires ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFXR — ALLE NEUAUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica «ficial del Estado de Israel, VIAMONTE 55«, I/B — Simm* Airea, Ra* ggaasasaag VIA îsesetsasmmitÿK Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, die meiner zu meinem 90. GEBURTSTAG so liebevoll gedachten, danke ich auf diesem Wege aufs herzlichste. HELENE BRUMMER San Miguel, FCNGSM WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE? Dienstag, den 13. Dezember Mittwoch, den 14. Dezember Donnerstag, den 15. Dezember Dienstag, den 20. Dezember Mittwoch, den 21. Dezember Mittwoch, den 1. Februar 1961 Mittwoch, den 1. März 1961 Donnerstag, den 2. März Freitag, den 31. März Sonnabend, den 1. April Sonntag, den 2. April Freitag, den 7. April Sonnabend, den 8. April Freitag, den 21. April Donnerstag, den 4. Mai Sonnabend, den 20. Mai Sonntag, den 21. Mai Montag, den 22. Mai Sonntag, den 2, Juli Erew Chanuka 1. Tag Chanuka 2. Tag Chanuka 7. Tag Chanuka 8. Tag Chanuka Chamischa Asar B’Schwat ’Neujahrsfest der Bäume) Fasten Esther Purim Erew Pessach 1, Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8, Tag Pessach Yom haátzmaut (Unabhängigkeitstag Israels) Lag b’Omer Erew Schawuot 1, Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Schiwa asar b’tamu»