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Jüdische Wochenschau · 1960-11-25 · 1830 (25.11.1960) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1830 (25.11.1960)
Date
1960-11-25
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 25 de Noviembre de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Afio XXI. — No. 1833 — 3 Handel mit Westdeutsch Dr. Shinar, der Leiter der i Israel Mission in Köln, er- . klärte kürzlich, dass nach Ablauf des Reparations-Abkommens zwischen Israel ¡»und Westdeutschland ein > Handelsvertrag zwischen den beiden 'Ländern ohne jede •Uebergangsperiode geschlossen werden könnte. Nach seinen Schätzungen werden die von Deutschland auf- Grund des Reparations-Ab-' kommens gelieferten Maschinen, Waggons, Schiffe usw. jährlich etwa 25 Millionen Dollar an Ersatzteilen erfordern. Dieser Betrag liesse eich mit Hilfe israelischer Exporte, aufbringen. Mr. Leron, der Handels- Attache der Israel-Mission in Köln glaubt sogar, dass dieses Ziel sehr bald erreicht und überschritten sein wird, möglicherweise sogar schon dun laufenden Jahr. Denn ■während im vergangenen Jahr Israel bereits 15,5 Millionen Dollar an Handelsgeschäften mit Deutschland verdiente, waren es bereits ■ln den ersten sechs Monaten dieses Jahres 14,5 Millionen Dollar, und es ist anzunehmen, dass der Betrag in der zweiten Hälfte dieses Jahres wesentlich grösser sein wird «Ls in der ersten. An erster Stelle auf der Liste der Han. delspartner Israels steht zwar England, aber Deutschland 'st bereits an die zweite Stelle gerückt und Amerika auf die dritte zurückgefallen. Das beoeutet nun allerdings nicht, dass Amerika von Israel weniger gekauft bat als früher. Es zeigt nur, dass Deutschland mehr gekauft hat. Trotz der hohen Transport, kosten von Israel nach 1 Deutschland sind die Preise ¡israelischer Waren verglichen , mit deutschen Preisen konkurrenzfähig. Dazu kommt dass die Warenpreise in : Deutschland heute von zweitrangiger Bedeutung sind; viel wichtiger sind Qualität und pünktliche Lieferung. Eine Zeitlang entsprach die Verpackung von Waren aus Israel nicht dem internationalen Standard. Das hat sich aber längst geändert. Ein Besuch bei der kürzlich veranstalteten „Interpack”-Ausstellung in Düsseldorf hat die zuständigen Fachleute in Israel das Neueste auf dem Gebiete sorgfältiger und ansprechender Verpackung gelehrt. Auf dem Lebensrnittelmarkt hat Israel gegen schwere Konkurrenz anzukämpfen. Gleichwohl wer. den immer mehr Fruchtsäite von Assis und Jaffa Gold abg'esetzt, seit das Weizmann- Institut ein Mittel gefunden hat, um den Zinngeschmack auszumerzen, der z. B. allen Fruchtsäften aus Florida an. haftet. Erdnüsse in Büchsen sind ebenfalls überall in Geschäften in Deutschland ausgestellt; sie sind billiger als aus den afrikanischen Ländern. und in Zukunft werden sie sogar noch billiger werden, da sie auf den Rat von Dr. Leron in Papiertüten verpackt zum Versand gelangen werden. Die entsprechenden Maschinen wurden bereits nach Israel geliefert. — Dass sich Erdnüsse aus Israel den deutschen Markt erobert haben, war übrigens einem Zufall zu verdanken. Dr. Leron begleitete seinerzeit die Kaufhof-Einkaufsmission auf ihrer Reise nach Israel. Beim Flug schob der Führer der Delegation eine Tüte Erdnüsse als vollkommen schlecht beiseite. Dr. Leron versprach ihm darauf bessere Nüsse, die im Kibbuz Givat Chaim produziert werden, und wo dann die Einkaufs-Delegation tatsächlich den ersten Auftrag gab. Lebensmittel aus Israel sind auch durch die kürzlich in München veranstaltete in- UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKNÜPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. 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Für Modewaren und Regenmäntel (umgeändert auf europäischen Stil) besteht ein guter Markt, ebenso für blaue Niethosen, die Tracht der Halbwüchsigen von heute. Auch Badeanzüge werden sich immer in Deutschland absetzen lassen. Die israelischen Textilfirmen haben nach Ansicht von Dr. Leron in Deutschland grosse Export-Aussicblen, weil Geld 1m Ueberfluss vorhanden ist. Man merkt es auch am Absatz von Gold, und Silberjwaren aus Israel. Goldschmiede in Kleinbetrieben VSS Gern gesehen, gern getragen, gern gekauft, gern geschenkt DENN. T.S» U IST ETWAS BESONDE¬ RES... BESONDERS ZU DEN FEIERTAGEN. 'Leinenanzüge — Poplinanziige — Aipaecaanziige — Tropicalanziige — Daeronanziige — Fiocccanzüge — Kammgarnanzüge — Sportsakkos (leicht und mittelschwer) — Weis.se Sakkos — Cardigans — Tropicalhosen — Leinenhosen — Kammgarnhosen — Flanellhosen — Regenmäntel (federleicht) — Regenmäntel (mit ausknöpfbarem Wolliutter) —■ Gabardinemäntel — Sportmäntel — Autocoats. Und wenn Sie Masskleidung wünschen, erst recht zu uns! Auch Junioren kaufen gern bei Carlton HERREN- AUSSTATTUNG Oberhemden — Sporthemden —• Unterwäsche — Krawatten — Socken — Schlafanzüge — Schlafanzüge mit Short — Morgenröcke — Rauchjacken usw. Wer praktisch denkt kauft ein (Bariton- Geschenk! Werktags durchgehend geöffnet von 8—21 Uhr i «£fvt£i€wi Spezialgeschäft für Qualitätskleidung: MAIPU 484, 1. St T, E. 31-7845 Spezialgeschäft für Qualitäts-Ausstattung: MAIPU 982 T. E. 31-0357 gibt es heute nur noch selten, sodass sich für Gold- und Silber-Handarbeiten aus Israel in Deutschland ein grosser Markt eröffnet hat. Das gleiche gilt für Diamanten und synthetische Steine. Vor kurzem wurden aus Deutschland Stoff - Ballen nach Israel verschifft, um in Israel zu Damenkleidung verarbeitet zu werden. Der Grund für diese „Transaktion” liegt darin, dass die deutschen Firmen nicht in der Lage sind, neue Aufträge zu akzeptieren. Die Lieferzeiten mussten aus Mangel an Arbeitskräften und Maschinen bis auf zwei Jahre erstreckt weiden. Dies Arrangement mit der Verschiff ng der Ballen zur Verarbeitung in Israel könnte, wenn weiter ausgedehnt, den Kleinbetrieben viel Arbeit verschaffen und vielleicht sogar auf anderen Gebieten naehgeahmt werden, da '.ist jeder Zweig der deutschen Industrie unter denselben Schwierigkeiten wie die Textilbranche leidet: Mangel an Menschen und an Maschinen. Das ist auch mit ein. Grund dafür, dass sich israelische Waren in Deutsch, land so gut verkaufen. Deutsche Firmen, die dieselben Waren hersteller wie diejenigen, die die Israelis anzubieten haben, kaufen sie von Israel, um sie an ihre eigenen Kunden zu liefern, von denen sie Bestellungen aufgenommen haben. Diese Art des Handelsverkehrs bietet grosse Aussichten für die Zukunft für Israel. Es könnte nämlich sein, dass in einem späteren Zeitpunkt israelische Fir. men ganz offiziell Aufträge übernehmen, die die deutschen Firmen nicht auszuführen in der Lage sind. Beide Länder könnten davon profitieren: Israel könnte seine Industriebetriebe ausbauen und mehr Arbeitskräfte einstellen, während sich für Deutschland der Vorteil ergäbe, dass bei Lieferung nach verschiedenen Ländern die Transportko. sten von Israel aus niedriger wären als von Deutschland Ueberdies könnte Israel für Deutschlad einen neuen LA SEMANA ISRAELITA BISEMANAJRIO INDEPENDIENTE Bs. Aire* — PUEYRHEDON 2190, 1* izq. — T E. 83.2813 25 November 1960 6. KjsI.cw 572J Markt erschliessen, einen Markt, den Israel erobert, aber Deutschland durch Krieg und Nachkriegszeit verloren hatte. Dr. Leron glaubt, dass sich hier grosse Perspektiven für die Zukunft ergeben, 'und dass damit ein Weg zur Eröffnung von Filialen deutscher Firmen in Israel geebnet würde. Dr. Leron wies ferner darauf hin. dass er versucht habe, deutsch-jüdische Firmen zu Investitionen in Israel zu veranlassen. Frühere jüdi. sehe D. P.’s haben Fabriken in München gegründet und würden unter Umständen bereit sein, in Handelsbeziehungen mit Israel zu treten. Dasselbe könnte für einige jüdische Rückkehrer nach Deutschland (Rückkehrer aus allen Teilen der Welt) gelten, die sich jetzt wieder geschäftlich betätigen. Sie werden wahrscheinlich die einzigen Menschen sein, die heute in Deutschland leben und zu Investitionen in Israel bereit sind. Denn von der deutschen Industrie kann man das nicht erwarten. Sie steht unter starkem Druck, sich in Afrika und Asien zu engagieren, und erhält dafür auch Regierungs-Subventionen. Die einzige Hoffnung Die Joden feie t Iben. London. — Beim Jahres- Kongress der Juden Rhodesiens erklärte E. Eiiasuw a s Präsident, d. js zwar unbestritten sei. dass Israel das Ziel aller Jude weide, aber es bestehe kein Zweifel, dass die Mehrheit der Juden einstweilen hier bleiben weide. Es sei deshalb die Pflicht der Gemeinden, dafür zu sorgen, dass hier deu jüdischen Gemeinden ade möglichen Er leichter ungen gewährt werden. Eliasow erklärte ferner:, der Boar d of Deputies sei» keine politische Kör per.schaffe und lehne es deshalb ab, in den politischen KonfeUkten zu intervenieren oder eine Meinung zu äussern. (AWZ) auf ihr Engagement in Israel ist die erwähnte Zu,som- H.-i menarbeit bei der Frodute- .u tion. .. Der Handel mit Deufsch-- land, so betonte Dr:. Leron,; hat jedenfalls grosse Zur-"’ kunft, wie israelische Kaufe-’ - leute und Vertreter, die jetzt’ -’' das Feld in Deutschland sondieren, schon festgestellt haben. Qualität und piMakttk •*•••» che Lieferung aber sind au»- ”- J scblaggebend. "'/■ COLONIA DE & (>< f: VACACIONES CON PILETA de NATACION (Olímpico) Petisos, Caballos, Patinaje, Basket, Volley, Pelota a Paleta, Pelota al Cesto, Cine Sonoro, Jardín Zoológico, Grandes espacios de Juegos Infantiles. Todo en los Grandes Parques del Colegio Británico Z.ona llamada “Córdoba Chica”. Peí sonal adecuado para cada especialidad. Varones y niñas de 4 a 12 años. .INFORMES: Av. Úob, VFRGARA 850, MORON Teléf. 659-0282 y 1701 F/> Capiial' Bolívar 579 * 7olef. 33-1721 y 30 0062 Dr. Hardi Swarsensky ¡ 0 Asuntos Europeos exclusivamente 0 g Sprechstunden: Dienstag', Mittwoch u. Freitag v. 15—18 Uhr \ É * 2 — * —. i 1 i i t $ \ Dr. Günter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos 0 0 1 TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN \! VERTRAEGE - VERWALTUNGEN! S BUEROZEIT: 10-12 und 15-18 Uhr $ Y$ g PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS — T. E 83.2613 0

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