Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1830 (25.11.1960)
- Date
- 1960-11-25
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Viernes, 25 de Noviembre de 1960 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXI. — Wo 1830 Ein Erfolg der Wissenschaft ): < Schluss von Sehe 1)!in- .yci.- ihrer politischen fW iilen durch.ttzan Scann, ttlier liegt t Ursache für (das — man möchte sagen: jjaatniTicUe — Misstrauen, •faass fait d ie neuen Staaten |ideii ökonomisch Stärkeren, ,<len alten M ächten entgegen- ,'jbrir gen und dass bis heute ¡nirgends überwunden werden konnte. |i .Die holle der Wissenschaften in aen n eh.entwickelten ¡Ländern rauso m Zukunft eijine beherrschend-• werden. Denn es bleibt die Tatsache jjbe stehen, dass trotz allen technischen Fortschritten jlmd trotz aller sonstigen beeindruckenden Erfolge der ■■Wissenschaft, die sicti nun Kur Eroberung des Weltraums anschickte, der weitaus ■grösste Teil unserer Erde in {unsäglicher Armut uüd in einem Elend lebt, das — wie auf der Konferenz in Rechojvmt festgestellt wurde, — ■unsere Vorstellungskraft;fü berste igt. Mehr als die .Hälfte der Kinder in der tiWelt sind unterernährt und Sterben zu früh, ohne — wie •ine Zeitung es jüngst bepchrieb. — ,,ein Glas Milch getrunken zu haben oder von einem Arzt behandelt worden zu sein“. ' Elend nicht zu beseitigen i wesen sein. Für Israel, das vermag. So ist es nicht ver- ¡mit dieser Konferenz keine wunderlich, dass man in die- ¡diplomatischen Erfolge suchsen Ländern zu Experimenten schreitet, Auswege sucht und sich in politische Abenteuer stürzt, durch weiche ein grosser Teil der Welt „zu ¡einem Niemandsland zwischen Demokratie und Dikjtaur" gemacht wird. Der belgische Kongo ist nur ein Beispiel für diese Situation. Hin- und hergeschleudert zwischen Ost und West findet das Land, soeben erst zur selbständigen Nation geworden. nicht die Möglichkeit, an seinen eigenen Aufbau zu schreiten da es nicht die Ruhe findet, seine Sorgen zu bewältigen und seine Probleme zu lösen. [ Ein guter Stern waltete über dieser Konferenz in Rechowot, weil keiner der teilnehmenden Staatsmänner aus den jungen Ländern, kein Experte und kein Wissenschaftler ein Interesse dar. an hatte, seine Auffassungen durchzusetzen und politische Vorteile für sich ödei sein Land zu ergattern, wie; dies auf den kleinen und grossen Gipfelkonferénzen stets der Fall ist, die mcht ¡mit den Gipfeln des mensch-! liehen Lebens, sondern nur |rtiit seinen Niederungen, mit i seinen Machtg'eiüsten und zu te, lag in der Festlegung von ¡Rechowot als Konferenzort ¡zugleich eine Genugtuung und ein Hinweis auf einen sichtbaren politischen Wanj dei, der sich mit der Unabjhängigkeit so vieler asiatischer und afrikanischer Na- ' tionen vollzogen hat. | Im April 1955 trafen sich die Vertreter von 30 Staaten Asiens und Afrikas in Bandung. Damals herrschte eine Atmosphäre der Zufriedenheit über das Ende des Kolonialismus. Zugleich aber musste man feststellen, dass Fünf Fischer freigelassen Stambul. — Fünf israelische Fischer, die im vergangenen Jahr angeklagt wurden, in türkischen Gewässern gefischt zu haben, und kürzlich zu.je-5 Jahren Gefängnis verurteilt .worden sind, wurden aufgrund eines neuen Amnestie-Gesetzes in Freiheit gesetzt. Sie dürfen, nachdem sie 14 Monate in einem türkischen Gefängnis verbracht haben, nach Israel zuriiekkehren. Im vergangenen Dezember wurden sie zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, wogegen sie Berufung erlegten. Der Oberste Gerichtshof wies nicht nur die Berufung ab, sondern erhöhte die Strafe erheblich. In der vergangenen Woche wurden die Israelis in ein Gefängnis in Ankara überführt, um die längere Strafe dort zu verbüssen. Ihre Freilassung erfolgte nach der jetzigen Bekanntgabe der Amnestie. (ITA) ¡la Semana Israelita Bisemanario — aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Lufa Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 219Ü. P-* izq. T. E. 83-2613 Argentinien: 60.— pro Quartal Abon-Preise: ist die Stunde nicht fern, wo ebenfalls alle Länder ihre ,_ Souveränität erhalten werdiese Bandung - Konferenz 'den. Aber diese Unabhängig von einem tiefen Misstrauen Die selbstverständliche Fol Ige dieses Zustandes ist eine Machtaspirationen etwas Soziale Unsicherheit, die das j tun haben föeben dieser Nationen belastet und .sie an ihrer norfna len Entwicklung hindert, feine Vielzahl von Problemen ^ritt auf, die nicht gelöst werden können, weil man das Dr FREY I Abosa d o PUEYRREDON HM 1* ts* nachm. 16—16 Uh* gegen die weissen Völker ge. tragen war, die für das herrschende Elend in den beiden erwachenden Kontinenten verantwortlich gemacht wurden. Später* erkannten ’ die meisten Teilnehmer, dass gerade Bandung noch völlig im Zeichen der Reaktion auf den Kolonialismus stand und deswegen von jenen Problemen beherrscht blieb, die man überwunden zu haben glaubte. Der Ost—West- Konflikt überschattete die ¡Verhandlungen, der jede ernste gemeinsame Aktion lahm, legte. Die arabischen Natio- ■ nen hatten es erreicht, dass Israel daran gehindert wur-! de, den ihm gebührenden Platz einzunehmen. Der Hass und die Macht Nassers, der immer wieder mit dem Verlassen der Konferenz drohte, falls Israel zugelassen wer- | den sollte, warfen ihre Schatten auf die Konferenz, die in keinem Punkte ihre! Absichten und Vorhaben rea_ •lisieren konnte und deswekeit sei für die neuen Staaten nur ein Beginn. Noch bestehe ein beträchtliches materielles „Gefälle“ zwischen, diesen nichtentwickeljten Ländern und den anderen, vor allem den europäi-! sehen Ländern. Dieses Gefälle bilde für den Weltfrieden 1 eine ernstere Gefahr als der : Ost—West-Konflikt. Solange : die reichen und hochentvyikr (kelten Staaten .nicht.die not- ' wendige, materielle und industrielle Hilfe leisten,, um ' die Unterschiede auszugleichen,. hleibt der Frieden .auf wirklichung der erforderlichen Arbeiten wurden in Rechowot Pläne aufgcsteiU, die sich vor allem mit der Erziehung und der-Ausbildung ■ von Wissenschaftlern beschäftigen, 'die in den Dienst dieser grossen nationalen und Menschheitsaufgagen gestellt werden sollen. Bis die neuen Staaten über eigene Experten verfügen, sollen ihnen Fachleute aus anderen Ländern zur Seite, stehen. Gerade bei der Realisierung dieses Vorhabens wird Israel eine wichtige Rolle spielen, dessen Experten und Wissenschaftler heu. , te bereits in' Ländern wie Burma und Ghana ein Werk der Ende .dauernd bedroht, (des Aufbaus unddes Frie- Dabei dürfe man nicht von dens vollbringen. ,wvw < REAL PEN ji Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 í TE. 49-5850 i Alle waren in dem Wunsch vereint, praktische Lösungen der kardinalen Frage tu suchen und zu finden, um das Leben ihrer Völker zu verbessern, den Hunger und das Leid zu bekämpfen und damit die gesamte menschliche Gesellschaft auf gesündere Grundlagen als bisher zu stellen. Nirgends tauchte bei; gen bedeutugslos blieb, den Teilnehmern der lauernde Verdacht auf, dass hier ei-; tanten von genntitzige Interessen des ei- ^Rechowot, in nen die berechtigten Belange eines anderen ausschalten würden. Die Tatsache aber, dass die- Konferenz gerade am Schnittpunkt dreier Kontinente stattfand, wurde von is. raelischer Seite unterstrichen und dürfte auch für das Gelingen und die Deutung diejAlmosen reden, das die Reichen gewähren, noch von einer edlen Geste, die von den Starken den Schwachen. gegenüber bewiesen wird. Diese Hilfe sei eine Verpflichtung. j Die andere grosse Revolution, so führte Ben Gurion Dass Israel " in der Lege ist, auf diesem Gebiet Pionierarbeit im Dienste der ganzen Menschheit zu leisten, ist eines der Ruhmesblätter unserer jun Konflikt in Tokio Tel Aviv. — Der israelische Delegierte David Haco. heil hatte in seiner Ansprache auf der kürzlichen Ta-"'" gung der parlammtarisc.ien ' ' Union in Tokio auf die Rede Nassers in den UN Bezug " genommen, die mit den unaufhörlichen Deklarationen, die zu’rn Kriege hetzen! nicht iti Einklang gebracht werden ' könne, da er sich auch jetzt noch weigere, in Friedensgespräche nuf Israel einzüfreten,; Der arabische Vertreter iGalan verlangte sofort dag' Wort zur' Entgegnung, was! der Vorsitzende abiehnte. Galan Könne in der iKm zustehenden Redezeit darauf zu sprechen kommen. Es gab ein Geplänkel, dem scbliesslieh der japanische Vorsitzende ein Ende machte." — negativen Faktoren bestimmt grossen ¡ sein wird, sondern auf dem Gedanken der Kooperation ¡gen Nation. Durch diese Mit- .aller Staaten und Volker aus. bilden die wissenschaft- I Wirkung ¡Aufbau Freunde beim ' friedlichen ¡ aufbaut. hat sich Israel der Welt gelichen Erkenntnisse. „Bisher ¡schaffen, die an der Stelle war es zwar nur möglich, ¡^es von gen Arabern gepre- <eine kleine Anzahl von Eie- (gigtefi Hasses eine echte Ver- J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 *1 «6 T. E 42-2349/0340 y 3021 Jetzt kamen die Repräsen- 40 Nationen in Israel, zusammen, um nicht gegen Kolonialmächte zu polemisieren, ¡sondern, um gegen die ärg- , sten Gegner der Menschheit, j gegen Hunger, Armut, Krankheit und Seuchen, gei gen Unwissenheit und Riickj schritt im gemeinsamen Kampf anzutreten. In seiner Eröffnungsrede ser Beratungen von Wert gej sprach der israelische Mini- -—¡“¡“ü- ~ j sterpräsident, David Ben Gurion, von den beiden grossen Revolutionen, die das Bild unserer Zeit bestimmen. Die eine Revolution besteht in der Schaffung der vielen neuen Staaten: denn alle Völker der Welt drängen auf Freiheit und Unabhängigkeit. Es gibt schon keine Nation in Asien, die heute noch von einer fremden Macht beherrscht wird. Und in Afrika Jmenten durch Kernspaltung ¡in Energie zu verwandeln; ■ aber der Tag ist nicht fern, an dem die Energiemengen, die durch die Veränderung der Stoffe gewonnen werden können, millionenfach grösser sein werden.“ Das sind die Perspektiven, die von der Wissenschaft einer hoffenden Menschheit eröffnet werden. Zur Verj bundenheit mit Israel-emp- 1 finden und deswegen nicht! unwesentlich dazu beitragen I werden, eine bessere Zujkunft für alle asiatischen |Und afrikanischen Völker vorzubereiten, die nicht von Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSER ÖESCHAEFTEN Manuela Pedraza 2536 pl. b. Dp, B T. E. 70-7244 A(ú.tthú. HUTSALON Jetzt in B e I g r a u ö MOLDES 256 1 T. E. 73-9229 73-9155 NERVEN, u. GEMUET3- KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn prov. RIVADAVIA 2625 III Tel. 48-7524 Mont., Mittwoch Freitag 17—20 Uhr. Tel.' Anmeldung erbeten. I Das jüdische' Volk kann jstolz darauf sein, dass in die- 'sera edlen Wettstreit um den ¡Fort -hritt der Staat Israel einen hervorragenden Piatz einnimrnt und einen geistigen, sozialen und wissenschaftlichen Beitrag leisiet, der nicht hinter -dem der grossen und mächtigen Nationen dieser Erde zurücksteht. VARICES - ULCERAS DE LA PIERNA - ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL IMANSKY SARMIENTO 3116 T. 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