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Jüdische Wochenschau · 1960-11-18 · 1828 (18.11.1960) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1828 (18.11.1960)
Date
1960-11-18
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 18 de Noviembre de I960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXL — No. 1828 — 3 Eine Krise wurde überwunden Wieder einmal hat,sich erwiesen, wie iestgeiügt und krisensicher die Regierungskoalition Israels ist. Wer erwartet hatte, dass die Auseinandersetzung zwischen Pinchas Lavon, dem Generalsekretär der Histadrut, und Ministerpräsident Ben Gurion parlamentarische Weiterungen haben werde, der hat die in der Mapai herrschende Pateidisziplin und die feste Entschlossenheit aller ihrer Führer und Funktionäre, das Prestige der Fraktion zu wahren, unterschätzt. Die Mapam unternahm einige Anläufe, Lavon in seinem Kampf zu sekundieren; als aber Ben Gurion, der die von Lavon angegriffene jüngere Gruppe in seiner Partei ausoerordentlich weitgehend unterstützt, demonstrativ zu verstehen gab, dass er leichten Herzens bereit sei, auf die Mapam als Koali- NEU EROEFFNET LA CHAUX DE FONDS Grosse Auswahl in SCHMUCK UND UHREN aller Marken — Eigene Werkstatt fiir Reparaturen. Geschenkarlikel. 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E. 31-0357 tionspartner zu verzichten, da verringerte sich die Angriffslust der Mapam sofort merklich. Schliesslich weiss man sehr wohl, dass die Koalition, auch wenn die Mapam mit ihren 9 Abgeordneten zur Opposition übergeht, immer noch mit Mapai (47), den Re. ligiös-Nationalen (12), Achdut Awoda (7), den Progressiven (6), den nationalen Minderheiten (5) und den Poalej Agudat Jisrael (3) achtzig Sitze in der Knesset behält und damit auch weiterhin noch eine parlamenta. rische Dreiviertelmehrheit besitzt. So kann Ben Gurion leichter auf die Mapam als Regierunspartner verzichten. als diese bereit ist, sich aus der Regierung hinausdrängen zu lassen, nachdem sie so viele Jahre darunter gelitten hatte, an der Regierung nicht teilnehmen zu können, in der sie jetzt über zwei Minister verfügt, nämlich das Gesundheits- und das Entwieklungs _ Ministerium. Der Ministerpräsident selbst war mit dem Kompromiss, das Ende Oktober zustande kam, zwar nicht zufrieden, fand sieh aber schliesslich damit ab. Er hat. te die ganze „Affäre“ mit ihrem sicherheitspolitischen Hintergrund aus der politischen Sphäre entfernt und ei. «er kompetenten Untersuchungs-Kommission überantworten wollen, gab aber der Regierungsmehrheit nach, die einen aus Ministern bestehenden Untersuchungs- Ausschuss einsetzte. Ursprünglich sollte dieser Ausschuss aus drei Ministern bestehen, aber Mapam und Achdut Awoda bestanden darauf, dass auch ein die Mapam vertretender Minister, Barsilai, dem Ausschuss angehöre, und so beschloss man schliesslich, sieben Minister in den Untersuchungsausschuss zu wählen, wodurch die beiden Vertreter der Mapam und Achdut Awoda (Barsilai und J. Ben Abarom zu einer aussichtslosen Minderheit werden. Die anderen Mitglieder der Kommission sind Justizminister P. Rosen als Vorsitzender, L. Eschkol und B. Scbitrit (Mapai), Mosche Chaim Schapiro (Religiös-Nationale) und B. Minz (Poalej Agudat Jisrael). Diesen Kommissionsmitgliedern wurde nun auch der Bericht des bisher mit dieser Affäre befassten Cohen-Ausschuss zur Kenntnisnahme übergeben. Mit den allgemeinen Aspekten der Verhältnisse im Miiitär und der Frage, inwieweit die zivile Verwaltung das Militär beaufsichtigen und beeinflussen kann, befasst sieh auch weiterhin die Aussen- und Sieherheitskommission der Knesset, die bereits den Ministerpräsiden, ten und Sicherheitsminister Ben Gurion, den im Jahre 3955 Ministerpräsident gewe. senen Mosche Sharet, den damaligen Sicherheitsminister Pinchas Lavon, den damaligen Generaldirektor des Sicherheitsministeriums und jetztigen Vize-Sicherheitsminister Schimon Peres u. a. als Zeugen einvernommen hat. Ben Gurion hat in diesem Falle zwar nachgegeben und die Auseinandersetzung zwischen ihm und Lavon wird gewiss gelegentlich noch ein Nachspiel haben, aber die Mapai war klug genug einzusehen, dass sie sich trotz ihres grossen Wahlsieges im vorigen Jahr aufsehenerregende innere Kämpf« nicht leisten darf, wenn sie oder führende Funktionäre, die sie für zukünftige Einsätze Suche nach Erz London. — Sowjetische Experten sind im Irak einge. troffen, um mit einer auf zwei Jahre vorgesehenen Su. I ehe nach Erzvorkommen zu ¡beginnen. Dies wurde in eijnem vor kurzem getroffenen ¡Abkommen zwischen dem I Irak und der Sowjetunion l zur wirtschaftlichen und I technischen Zusammenarbeit vereinbart. (AWZ) FERIEN IN URUGUAY n ¡Unter NEUER LEITUNG von E. Klein und S. Berkovitzl * VOLLSTAENDIG RENOVIERT — WARMWASSER STRENG “J 3 UNTER AUFSICHT DES + RABBINERS J. WIESEL Kinder werden auch ohne Eltern angenommen. Rechtzeitige Bestellungen erbeten. Auskunft unter Tel. Montevideo: 8-41-13, Soriano 785 p. 3^ Jüdische Wochenschau in Montevideo/Uruguay Einzelnummer 40 Centesimos Jahresabono 25.— $ urug. ABONOS — AVISOS Sra. L. Löblowitz Paraguay 1164, piso 2, apt. 9 DISTRIBUIDOR: KIOSK TUREK, Constituyentes 1757 Tel. 42—640 noch brauchen wird, keinen weiteren Prestigeverlust riskieren wollen. Lavon hat sich als Generalsekretär der Allgemeinen Arbeitergewerkschaft in der Durchführung der Reorganisation der Wirtschaftsunternehmungen der Flistadrut als konsequenter Kämpfer erwiesen und durch die Aufspaltung des grossen Solei Bone-Konzerns, den er der Histadrut untergeordnet und gefügig gemacht hat, eine Machtposition erobert, die auf lange Sicht auch eine bedeutende Kräftigung der Mapai bedeutet und ihren Einfluss auf die Grossbetriebe unmittelbar gemacht hat. Nun bereitet sich Lavon auf die nächste Phase dieses Rin. gens vor, in dem er auch die grossen Handelsorganisationen, die Vermarktungsgesellschaften Tnuva und Hamaschbir Hamerkasi der Histadrut enger hörig machen und ihre Selbstberrlicbkeit beschränken will. Da muss auch der Ministerpräsident und allgemein anerkannt Führer der Mapai, Ben Gurion, im Parteiinteresse Rücksicht nehmen, selbst wenn ihm vieles an Lavon nicht gefällt und er dieses Missfallen schon sehr deutlich — auch der Oeffent. lichkeit gegenüber — zum Ausdruck gebracht hat. LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO INDER EN DIENTE Bs. Airei — PUEYRREDON 2190, 1* i*q. — T. E. 83-261* 28. Marcheschwan 5721 15. November 1960 aus Jerusalem. — Im abgelaufenen Jahre sind 1.200 Olim aus Südamerika eingewandert, aber im kommenden Jahre darf man mit einer Verdoppelung rechnen, erklärte B. Duvdevani von der Alija-Abteilung der Sochnut auf einer Pressekonferenz in Jerusalem, nachdem er über ein viertel Jahr in Lateinamerika verbracht hatte. In Südamerika leben heute 750.000 Juden, davon über die Hälfte in Argentinien. Israel bei Messen Tel Aviv. — Auch dieses Jahr beteiligt sich Israel an einer Zahl internationaler Messen, so in Bari, Saloniki, Izmir und Chikago. In Izmir haben über 300 israelische Firmen ausgestelt. In Chikago wurden bisher Aufträge für Waren von über 100.000 Dollar erteilt. Die Exporte nach Westdeutschland sind im Steigen begriffen. Deutschland ist jetzt der drittgrösste Abnehmer, nach England und den Vereinigten Staaten, für israelische Wären. Seit Staatsgriinoung sind 10.000 Juden aus Laieinamerika in Israel eingewandert; hiervon 35 Prozent Chaluzim, deren Eltern und Ge. sehwister heute AJija-Kandidaten sind. Tausende bereiiten sich auf Alija vor, insbesondere kleiner Milteli stand, für den besondere Vergünstigungen vorgesehen sind, die der kommende Kongress bestätigen soll. Fachleute erhalten bis zu ihrer Einordnung 250 PL als Anleihe von der Sochnut pro Monat. 5.000 1L werden für Wohnungserwerb zur Verfügung gestellt, und Hotels in Beer Sehewa und anderwärts nehmen die Neueinwanderer auf. Nunmehr ist aber auch der Bau billiger Mietswohnungen vorgesehen und die Errichtung eines Anleihefonds, der es neuen Olim dieser Art ermöglicht, Anleihen ohne die banküblichen Bürgschaften aufzunehmen. Heute schon haben sich 200 Aerzle. aus Argentinien in Grenzbezir-, ken vorzüglich eingeordnet, und diese Erfahrungen berechtigen zu schönen Hoffnungen für die Zukunft. MONTEVIDEO - FERIEN IN PIRIAPOLIS Cervecería VIENA BACACAY 1326 ENTRE SARANDI Y BUENOS AIRES Wiener Küche Mittags- und Abendessen j Angemessene Preise. 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