Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1827 (15.11.1960)
- Date
- 1960-11-15
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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ft, und KUNST r Slident in Japan v°ö ^RY Ej»STEIN Iso, zu Jlomatis^l! *4 hebräischem und engli- •scheu m , )ea und j. «hem Text, kligioo st. shlreichen versehen mit japanischen ID|1' Heistift-Notizeo, die bewieän, dass die Leute den Text eftea aufge, engehend studiert hatten; Achten, «h sah weiter israelische * Ut*enten ia Unstgewerbliche Gegen. Srn 30 den Sinde, eine Sammlung israedes Staates «eher Briefmarken und an- In Problem, ¿re Dinge, die das ehrliche;t 10 Japan hteresse dieser Japaner für ■fä aktuell inser Land bewiesen, das ® fast alle sinen Ursprung in einem letzten ®r sieben Jahren begonnenen Stuin Briefwechsel mit einer itionen wa. isngen Israelin hat. s ^*r Mb- Es wiederholte sich hier in referieren, feinerem Masstab das, was ’ Studenten zh einige Wochen früher •kr neuen fei einem japanischen Proverschie. itssor erlebt hatte: ein älteetl zur Ver. ttr Herr, Dozent für Ges hg nahe, sthichte, einer der Teilneh- ‘nheit den ner an meinen Hebräischwenig von Kursen (alles nicht-jüdische der neuen Japaner), hatte mich schon ■ Dies verwiederholt aufgefordert, mir ‘Ustralierin. seine Bibliothek in seinem eh, mit Be- Hause im Dorfe Yumoto an- Ueo, dass Zusehen. Es ergab sich dazu Bereitschaft wirklich eine Gelegenheit, eiwillig an und der Professor zeigte mir hngen mit eine Sammlung von Judaica. inger sei. Es war das Ausserordent r Kongress lichste, das man in einem ab- Yokohama gelegenen Nest am Ufer eifiir Unternes japanischen Gebirgs-Sees vathäusern hätte erwarten können: Ein ¡er gab es Zimmer mit dicht aneinanreitere Ue- (iarstehenden , an die Decke l Gastgeber reichenden Regalen, in weleiner japaeben nach Themen und Kain, die sich tegorien geordnet, hunderte israelischen wissenschaftliche Werke in last erbeten den verschiedensten Sprahung zu Iseben — japanisch, hebräisch, aus einer englisch, französisch, deutsch jr.gs-Inserat usw. — über alle erdenklirrespondenz eben Aspekte des Judentums rsönlichgar. standen; Bibel, Geschichte, l Mädchen hebräische Literatur, Zior.is. ckelt. Man m,s< darunter auch längst use mit viel »ergriffene Bücher und ein -Album aus ich.Haggada vom Besitzer selbst angelegtes Archiv aller Zeitungs- Ausschnitte über jüdische und israelische Themen in der japanischen Presse — kurz, eine Bibliothek, die jedem jüdischen Gelehrten Ehre gemacht hätte. — ’Leider musste ich für einen Tag meine Teilnahme am Kongress unterbrechen, um nach Tokio zurückzufahren. Dort hatte ich dem oben erwähnten Kreis, zu dem auch Prinz Mikasa gehörte, die letzte Hebräisch-Stunde vor den Ferien zu geben, und eine Absage war mit Rücksicht auf den Prinzen, einen Bruder des Kaisers, nicht möglich. Inzwischen war der Kongress von Yokohama nach Nagoya verlegt worden, und ich musste ihm nachreisen. Die Studenten hatte mir, ehe wir uns trennten, gesagt, wo ich sie in Nagoya finden würde; man hatte mir die genauesten Aufzeichnungen mitgegeben, es konnte also nichts fehlgehen. Als ich dann in Nagoya ausstleg, kam schon am Zuge ein japanischer Student auf nvch zu, um mir das Suchen zu ersparen, zu dem so genau beschriebenen Platz. Derartige Aufmerksamkeit ist, wie ich jeden Tag aufs neue erlebte, eine typische japanische National-Eigenschaft. Auf dem Kongress gab es trotz aller Bemühungen um eine freundschaftliche Atmosphäre dennoch einen kleinen Zwischenfall im Zusammenhang mit einer Rede des Irakers zum Thema: ..Rassische Diskriminierung”. Er bemerkte, die Araber könnten durch die Schuld Frankreichs und Israels nicht in Frieden leben. Das führte zu einer Erwiderung von Seiten einer Japanerin und veranlasste auch mich zu einer entsprechenden Reaktion. MUSIK IN BUENOS AIRES ■DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN" IM TEATRO COLON Vor einem Jahr erlebten wir die argentinische Erstaufführung d.eser entziikkenden Märchenoper von Serge Prokofieff, die seinerzeit ..trotz“ reiner „producción nacional“ einen Bombenerfolg hatte. Wenngleich die Oper in der Besetzung von 1959 über die Bretter ging und auch Dirigent (Ferruccio Calusio) und Regisseur (Tito Japobianco) dieselben waren — nicht zu vergessen der von Tulio Boni ebenfalls wieder prachtvoll geleitete, vielfach geteilte Chor — hatte die „Gran Qft (Ei lender) Abono-Vorstellung seltsa merweise nur einen sehr lau en Beifall. Lag es an de: plötzlich ersetzenden Som merhitze, oder war es ein fach nur das Snob-Publikum das nach der soeben beende ten „temporada alemana“ of fenbar glaubte, es könne nui gut sein, was „von draussen’ kommt...? Künstlerisch stand dii Opernaufführung trotz eine: fatalen „Schmisses“ des In nenorchesters auf der glei eben hoher künstlerische! Stufe wie in der Saisot 1959. und es erhebt sich wie der einmal 1er Wunsch, das sich unser Colön endlich it ein durchspielendes Opern haus verwandeln möge, da: den „Staggione* -Betrieb eii für allemal abschafft. e-n Die Stimme von Rechowot Die Welt hat sieh daran gewöhnt, Konferenzen mit milder Resignation zu verfolgen. Zu oft ist die menschliche Hoffnungsfreudigkeit überfordert worden. Zu oft hat sich das Erreichte als Trugbild, der Erfolg als Schein erwiesen. Es zeigte sich, dass die Menschen zu weit von der Welt entfernt . waren, die sie schaffen wollten, und nicht nahe genug der, in der sie zusammentrafen. Wenn die Internationale Konferenz von Rechowot über die Rolle der Wissenschaft in der Förderung neuer Staaten mehr als gewöhnliche Beachtung beansprucht, so lieg, das an einer Reihe von Faktoren; einmal am Thema selbst. Die Beziehung zwischen alten und neuen Staaten stellt ein Kernproblem dieser unserer Welt dar, deren weitaus grösster Teil in unsäglicher Armut und in einem Elend jenseits unserer Vorstellungskraft lebt. Mehr als die Half, te der Kinder in der Welt sind unterernährt und sterben zu früh, ohne, wie eine Zeitung es jüngst beschrieb, „ein Glas Milch getrunken zu haben oder von einem Arzt behandelt worden zu sein.” Die gewaltsame soziale Gärung in diesen Gebieten führt zu einem Experimentierenmit Staatsformen und „Regimen”, die einen grossen Teil der Welt zu einem „Niemandsland zwischen Demokratie und Diktatur” machen. Der zweite Faktor ist die Literarische Notizen Pionier der Rör.tgenologie Dr. Gustav Bucky, ein Pionier der Röntgenologie, beging in New York seinen achtzigsten Geburtstag. Dr. Bucky war vor seiner Auswanderung Leiter des Zentralen Röntgen nstituts am Virchow - Krankenhaus in Berlin. Ethrogim nach den USA Mehr als 40.000 Ethrogim sind von Israel in diesem Jahre in die Vereinigten Staaten geschickt worden. Die Jüdische Gemeinschaft in den USA ist der grösste Kunde auf diesem Gebiet; Ehrende Ernennung Sid Buckwold, Bürgermeister von Saskatoon, wurde nationaler Präsident des Kanadischen Verbandes der Bürgermeister und Stadtverwaltungen. Hcrrr y Belofonte in Israel Der bekannte Sänger Belafonte weilte zu Besuch in Israel. Er betonte seine ge- -fühlsmässige Verbundenheit mit dem Lande, da sein Grossvater ein französischer Jude gewesen sei, seine Frau, seine Schwiegermutter jüdisch seien. Art der Behandlung, die dieses Thema bei der Konferenz in Rechowot erfahren hat. Führende Staatsmänner der jungen Staaten trafen sich mit erfahrenen Experten und Wissenschaftlern, getragen von dem Willen, praktische Lösungen zu erörtern. Die Konferenz bewies, dass mindestens in der Führerschicht der neuen souveränen Staaten ein altes Ressentiment nunmehr dem Willen zur Zu. sammciiarbeit Platz gemacht hat. Machtpolitische Interessen warfen keinerlei Schatten aut die Beratungen, Gleichzeitig Doten die Erfah. rung und Kenntnisse der Teilnehmer eine Gewähr da. für, dass die Konferenz nie den harten r öden der Wirklichkeit verl ess, und ihr ernstes Bemühen Hess auch keinen Verdacht der Eigennützigkeit aufkommen. Dadurch entstand keine Gefahr vertauschender Kompromisse, verkleideter Gegensätze und leerer Formeln. Und schliesslich ist der Umstand bemerkenswert, dass die Konferenz am Schnittpunkt dreier Kontinente stattfand: in Israel. Das war kein Zufall una von Bedeutung für den Inhalt und Verlauf der Konferenz und verdient eine gewisse Erläuterung. Werfen wir den Blick zurück! Im April 1955 trafen sich die Vertreter von 30 Staaten Afrikas und Asiens in Bandung in einer Atmosphäre der Bitterkeit einerseits und andererseits in der freudigen Erregung darüber, dass das Ende des Kolonialismus gekommen sei. Die beherrschende Rolle sp'elte damals ein tiefverwurz-eltes Misstrauen gegen die weissen Nationen, die für die Uebel verantwortlich ge. macht wurden, unter denen die Kontinente Asien und Afrika zwei Jahrhunderte hindurch gelitten hatten. Nasser predigte Hass gegen Israel, das seinen ihm zukommenden Platz in dieser Konferenz unabhängiger Staates Asiens nicht einnehmen konnte. Vor kurzem trafen sich nun die Vertreter von ü^er 40 Nationen, ein grosser Teil eben dieser Länder im Weiz. maim-Institut in Rechowot. Die Feinde, die es diesmal zu verdammen galt, waren nicht die Kolonialmächte, sondern Armut, Unwissenheit, Krankheit, Moski-.os und die Anopheles-Miicke. Israel erstrebte mit dieser Konferenz keine diplomatischen Erfolge. Nicht politische oder materielle Macht und Stärke waren für den Ort der Konferenz bestimmend. Der einzige Zweck, den Israel verfolgte, war, einen Beitrag zu der Bildung einer Gesinnungs. und Willensgemeinschaft zu liefern. Kennzeichen dieser Ge. meinschaft soll der Wille sein, die für die Zukunft junger Staaten entscheidenden Probleme ihrer inneren Entwicklung mit Hilfe befreundeter Natione z-u meistern. Israel kennt diese Probleme aus eigenster Erfahrung. Es war Empfänger und Geber zugleich. Es hat am eigenen Leibe die Not gespürt, die es zu lindern gilt. Selber ein sich entwickelnder Staat, der natürlichen Mangel und die Begrenzungen einer geizigen Geographie zu überwinden hatte, hat es sich als Mithelfer in der Schaffung neuer und fruchtbarer Kontakte zwischen den Besitzenden und den Entbehrenden angeboten. Das noch -immer der Feind. Seligkeiten seiner Nachbarn ausgesetzte Israel hat s cb im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten, in vollem Bewusstsein seiner Begrenzungen, mit Eifer und in Demut, mit dieser Konferenz noch stärker in die Front des Kampfes gegen Hunger und Elend eingereiht. Es oekämpfr. damit die Fende, die auch die Feinde se ner Nachbarn sind, ist es vorstellbar, dass die^e k are Frontstellung von inner auf die Dauer verkannt wird? Die Konferenz von Rec owot wurde mit der Einsetzung eines ständ g<=-n Comités beschlossen. Dieses ..Comité von Rechowot” wird die begonnene Arbeit f <rtsetzen und vertiefen. Es st unsere Ueberseugutig. dass die Stimme der ehrlichen Be. miihung von Rechowot auf die Dauer sich ais lauter erweisen wird, als der L':rm der Explosionen, der je‘zt durch den Nahen Osten hallt. Tf5i; REISEN j leicht gemacht durch Viajes Globus j Alsina 1418, 6" piso i T. E. 38-5860 j 38-1447 — 38.8304 Israel - Marken ln grösster Auswahl: u a. 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Dr, Isidoro Lichtmann und Frai Empfang Samstag, den 19. 11., von 17—20 Uhr Callao 353 II/B, TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAECE - VERWALTUNGEN BUEROZEIT: 10—12 und 15—18 Uhr _, __ __ ... ji $ ... - | $ PUEYRREDON 2190 esq. Ar. LAS HERAS — T. g. 822613 8