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Jüdische Wochenschau · 1960-11-15 · 1827 (15.11.1960) · p. Seite 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1827 (15.11.1960)
Date
1960-11-15
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Spanish
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6 — Maries, 15 de Noviembre de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Alio XXI. — No. 1827 Araoz 2854 T. E. 71-9059 CAMPAMENTO Wir laden alle Eltern ein, ■welche ihre Kinder in unser Campamento schicken, zu ei_ ner Reunion heute, den 15. November, um 21 Uhr, da wichtige Fragen zu besprechen sind. Wir bitten nochmals dringend, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. UNSER ERSTER GROSSER „ASADO" ist vorüber. Um es vorweg zu nehmen: es war ein grosser Erfolg, wie wir ihn uns kaum in den kühnsten Träumen auszudenken wagten. Weit mehr als 1.000 Personen nahmen an diesem brüderlichen Fest teil, und wenn auch diese unerwartet hohe Zahl uns vor kaum zu überwältigende Probleme stellte, war es im grossen und ganzen möglich, dank der ausgezeichneten Organisation auch diese Fragen zu lösen; die wenigen, die das schwarze Los traf, ..Opfer der Masse” geworden zu sein, werden sicherlich für diese Sachlage Verständnis gehabt und uns entschuldigt haben: angelockt von dem Ereignis bei so schönem Wetter kamen ca. 30 Prozent mehr Leute, als wir uns nach dem Kartenverkauf ausrechnen konn. ten. Ihnen allen wurde vielerlei geboten. Nachdem unsere Omnibusse immer neue v Scharen Menschen auf dem schönen Platz abgeliefert hatten, gab es ab 10 Uhr 30 wunderbare „chorizos” in rauhen Mengen, ab 12 Uhr 30 ein reichhaltiges Mittagsbrot und am Nachmittag Kaffee und wahre Kucbenberge. Inzwischen war auch unsere „pileta” in Betrieb genommen worden und wurde reichlich benutzt. Rasch wurden die Lose der reich be- , schickten Tombola verkauft, während die von unserer Jugend geleitete und durchgefiihrte Kermesse nicht nur auf die Jugendlichen, son- , dern auch auf die Erwachsenen einen starken Anreiz; ausiibte. Zu allem spielte die Kapelle Hallenstein, die Stimmung brachte, so dass besonders die Jugendlichen gegen Abend zum Klang der Musik im wahrsten Sinne des Wortes das Tanzbein „schwangen”. Die wirklich grossartige Organisation zeigte sich bis ins Wetter hinein: kaum hatten die lezten "Wagen den Platz verlassen, begann du: Regen... Es war ein grosses Ereignis für uns, das uns viele neue Freunde zuführte, die nicht erwartet hatten, dass es so nett bei uns sein würde. Aber es war! Wir können unseren kurzen Bericht nicht schliessen, ohne allen denen und be- EREIGNISSE (Fortsetzung von Seite 3) und Maschinenpark waren ca. 500 Millionen Pesos erforderlich, an deren Aufbringung die israelische Regierung bedeutend beteiligt war. Es liegen Angebote der peruanischen Judenheit vor, sich an dem Objekt in grossem Masstab zu beteiligen, aber die Leiter wollen sich auf die argentinische Gemeinschaft beschränken. Dieses Projekt wurde ohne grossen Aufwand von Propa_ ganda und Werbungen durch, geführt. Die vorliegenden sonders auch unserer Jugend die alle mithalfen, den Tag so schön zu gestalten, unseren herzlichsten Dank auszu. sprechen. Mitglieder des Vorstandes, der Kommissionen, oder auch nur ganz „private” Mitglieder und ihre Damen arbeiteten tage- und wochenlang am Erfolg mit. Unsere Jugend machte bereits am Sonnabend vorher ein Zeitlager in Banfield und arbeitete den ganzen Tag mit Hingabe und Verzicht auf eigenes Amüsement. Eine wirklich schöne Kameradschaft zeigte sieh bei allen Teilnehmern, was uns ermutigen mag, bald wieder einen Asado ins Auge zu fassen, vielleicht diesmal in Olivos. SOMMERBUEHNE IN OLIVOS Operelien-Abend mit Lilianelle. Bruno Arno und Victor Parlaghy in Dezember auf unserer Freiluftbühne Im bezaubernd schönen Rahmen alter, hoher Bäume und Scheinwerferlicht werden Lilianette und Bruno Arno mit den Conferencen von Victor Parlaghy aus der Fülle weltbekannte Operetten- Melodien singen und tanzen, die zu den schönsten dieser Art leichter, beschwingter Musik gehören. Die Vorstellungen werden voraussichtlich am 7., 10., 14. und 7. Dezember stattfinden. Näheres folgt. DEZEMBER: JUGEND IN BANFIELD Die Aciba beabsichtigt, im Dezember viermal wöchentlich (von Montag bis Donnerstag) unter der Leitung von zwei Instruktoren Jugendliche bis zu 14 Jahren in Omnibussen nach Banfield zu bringen und dort den ganzen Tag mit Spiel, Sport und Schwimmen zu beschäftigen. Alle Auskünfte bekommen interessierte Eltern in unserem Büro. Der notwendigen Vorbereitungen wegen ist baldige Anmeldung dringend erwünscht. Fotos von der fertigen Fabrik zeigen die modernsten Anlagen, Laboratorien und Wohnungen für die leitenden Angestellten. Die Fabrik steht unter der Leitung eines ungarischen Juden, der vor kurzem nach Nordamerika engagiert werden sollte und einer der besten Fachleute auf dem Gebiet der Textilerzeugung ist. Im Negew wird das Rohmaterial hergestellt, das mit den besten ägyptischen Fasern konkur. renzfähig ist. Es liegen be, reits Angebote vor. die ganze Produktion zu übernehmen. Die Fabrik besitzt gro sse Kühlanlagen und ist eine der modersten im Vorderen Orient. Sie bedeutet einen Beitrag zum Plan der israeli. sehen Regierung, den Negew zu industrialisieren, und ist ein Beweis jüdischer Energie und jüdischen Fleisses, die hier in der Wüste ein solches Werk schaffen. Büro in Buenos Aires Die hiesigen jüdischen Textilfachleute stehen der Fabriksleitung in Israel m:t ihrer jahrelangen Erfahrung zur Verfügung. Unter den Aktionären finden wir die angesehensten jüdischen Fabrikanten, die hier in Buenos Aires ein Büro eröffnet haben, von wo aus die Finanzierung des Projekts geregelt wird, um den weiteren Ausbau und eine Vergrösserung der Fabrik baldigst verwirklichen zu können. Der Präsident des argentinischen Büros, Herr Melej Glosser, berichtete über die Vorarbeiten zur Errichtung der Fabrik, deren Eröffnung der israelische Industrie- und Handelsminister Pinchas Sapir, der jetzt in Argentinien erwartet wird, hier symbolisch vornehmen soll. Bei der Eröffnung in Israel werden Staatspräsident Jizchak Ben Zwi, Mitglieder der Regierung, und vor allem Prerr.ieriminister Ben 1 Gurion anwesend sein, der sich am stärksten für die . Erschliessung des Negew ein. i setzt. Die neue Textilfabrik ist bisher die grösste Leistung der argentinischen Juden in Israel. Die Spinnerei-Abteij tung verfügt über 15.000 Spulen, und die monatliche I Produktion dürfte sich auf ] eine halbe Million Dollar belaufen. Die bebaute Fläche beträgt fast 9.000 Quadratmeter, und die „Whitin”-Maschine.i sind die'modernsten des Jahres 1960. Die Produktion steht unter der Leitung von Ing. Michael Fleissig. Die Fabrik liegt in der kleinen Stadt Ofakim, welche annähernd 9.COO Einwohner zählt und durch die Fabrik neu aufblühen wird, da deren Produktivität nach Meinung aller Fachleute noch bedeutend gesteigert werden kann. Tagung der ICA! Wie das hiesige Büro »er! Jewish Colonization Association (ICA) mitteilt, gab der Verwaltungsrat dieser Gesellschaft anlässlich seiner kürzlichen Tagung in London ein Pressecommuniquö über den Verlauf der Sitlien von Landwirten und 20 zung heraus. Vor Eröffnung unterentwickelte Kolonien, der Beratungen bat der Prä- 'die ursprünglich von der sident Sir Henry D'Avigdor Jewish Agency gegründet Goldsmid um eine Minute wurden, Unterstützung zuteil des Schweigens zur Erinnerung an den jüngst verstorbenen Marquis von Reading, der von 1934 bis 1951 Präsident und Ratsmitglied war. Zum ersten Mal wohnte der Versammlung der Exbotschafter Israels in England. Eliahu Elat bei, der zu diesem Zweck nach England gekommen war. Auf die war. me Begriissung durch seine Kollegen entgegnete er, er fühle sich geehrt, in einen | Organismus gewählt worden I zu sein, der nicht nur in der jüdischen Kolonisation in I Palästina eine bedeutende 'Rolle gespielt hat sondern heute am Aufbauwerk Isrn-! eis aktiven Anteil nimmt. ¡Er berichtete von seinem kürzlichen Besuch in den j ICA-Kolonien in Israel, wo er die besten Eindrücke empfangen habe. Ferner wurde ein Bericht aus Israel vorgelegt, der Angaben über den Fortschritt in der Durchführung eines Konsolidierungs - Programms in Gemeinschaft mit der Jewish Agency enthält. Zu diesem Projekt hat die ICA eine Million Pfund beigetragen, um über tausend Fami- , werden zu lassen. Mehrere Referenten berichteten über das Werk der ICA in den verschiedenen Ländern. Bankett und Ball der Israel-Botschalt Am Sonnabend, den 26. November, um 21 Uhr wjrd im Plaza Hotel das traditionelle Bankett mit Ball stattfinden, das die Israel-Botschaft in jedem Jahr zur Fei_ er des Jahrestages der UN- Resolution \ om Jahre 1947 veranstaltet, durch die der unabhängige Staat Israel gegründet wurde. Die Einladungen ergehen im Namen des Geschäftsträ. gers Israels. Dr. Mordechai Awida. Als Ehrengäste werden in diesem Jahr Israels Handels, und Industrieminister Pir.ehas Sapir, der zu dieser Zeit in Buenos Aires weilen wird, sowie der neue argentinische Botschafter in Israel. Dr. Rogelio Tristany„ anwesend sein. Wie es ebemalls Tradition ist. wurden zu diesem Fest offizielle argentinische Persönlichkeiten geladen. Der Grabstein für BRUNO S. ADLER wird am Sonntag, den 20. November 1960, um 11 Uhr auf dem Friedhof von La Tablada enthüllt. MARIA ADLER PRESSEL ihre und Kinder und deren Familien CAMPAÑA ISRAEL FERIENK0L0N1F in Olivos von der ASOC. FILANTROPICA ISRAELITA für .Tungen und Mädchen von 4—14 Jahren. Montags bis Freitags 8—18 Uhr; Gymnastik, Baden, Spiel und Sport unter fachmännischer Anleitung. Omnibusdienst ab Plaza Once (evtl, auch Nordstrecke) Telefonische Auskünfte: 70-5527 t ISRAEL - BRIEFMARKEN Aff WIEDERVERKAEUFBR — ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agenda Filatelica,j>ficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, I/B — Bumms Aires, Re». Arf«a«bw DIEEINHEITSKAMPAGNE erwartet Deinen WUERMGEN BEITRAG fuer: N eueinwanderung Aufbau Kulturarbeit ISRAEL Annahmestellen: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL, COMITE CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 3’ — T. E. 47-3820 und sämtliche Senretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden ungWWHt»

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