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Jüdische Wochenschau · 1960-11-04 · 1825 (4.11.1960) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1825 (4.11.1960)
Date
1960-11-04
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes, 4 de Noviembre de 1960 LA SEMANA ISRAELITA A'o XXL — No. 182S Ein Kästner Im Kreis der „zweiten Generation hebräischer Dichter', nach den um einige Jahrzehnte älteren Bialik, Tschernichowsky. Schneur, die nach inrem Tode zu unseren grossen Klassikern geworden sind, nimmt Nataan Alterman, der fünfzigjährige, als Poet und Publizist einen Platz völlig eigener Art ein. Als Dichter konnte er den „ziornigen jungen Literaten" der beginnenden drei. BS-ger Jahre zugerechnet werden, als 1931, etwa ein Jahrfünft nach seiner Einwanderung, seine eisten Schöpfungen in den „Ketuwitn' zu erscheinen begannen. der kämpferischen Revue A. Steinmanns und Abrahams Schlonskys, der ihm an Temperament und weltanschaulicher Gesinnung er^.aunlich ähnelt. Es folgten Altermanns erste schriftstellerische Versuche in der Tagespresse. und in den Jahren 1938 und 1941 zwei Gedichtbände, „Kochawim Bachuz” Und ..Simchat Enajim”. Den Höhepunkt dieses poetischen Genre erreichte er mit den •945 erschienenen Balladen •bei die „ägyptischen Plagen", seinen „Sehirej Makot lttizrajim". E'n erzählerischer Schwung lag darin und «ine auf den Mythos unseres Volkes zucückgehende Phan. %»sjc, die dies Werk in die Hä he der erschütternden Epik Uri Zwi Grünbergs atiickt. Von der gleichen Gestaltungskraft zeugen Altermans Vorbildliche Uebersetzungen l Albert Einstein- Büste Berlin. — Eine Büste Albert Emsteins wurde in der Eingangshalle zur Ausstellung der westberfiner Stadtverwaltung enthülLt. Der Bildhauer Harald Isenstein hatte im Jahre 1926 eine Büste Einsteins in dessen Haus herge S!ellt. Als Isenstein nach Dänemark auswanderte, nahm er die Originalentwürfe mit. Die neue Bü ste ist dem ursprünglt chen Modell ähnlich und wurde von der Munizipa (ität für 1.000 Dollar angekauft. (IT Al grosser Bühnenwerke der Weltliteratur, so der „Phaedra” Racines, und des „Othello-’ und „Julius Caesar" Shakespeares. Dazu aber trat als das, was dem Jubilar seine eigene, einzige Note gibt, seit etwa 1943 sein berühmter „Tor Schwiij" im „Dawar-’, der t allwöchentliche Beitrag, zu Fragen des Tages auf den letzten Spalten der zweiten j Seite in den Freitagnumi mern dieses israelischen J Blattes. Noch niemals hatte in unserer neuhebräischen 1 Literatur jemand das Wag- ] nis unternommen, „die Toga des Dichters anzubehalten und gleichzeitig die blaue Bluse des links eingestellten Arbeiter-Kämpfers anzuziehen”, um eine soeben publizierte. gewagte und dennoch absolut zutreffende Metapher seines Freundes Schlonsky fast wörtlich anzugreifen. Fremdworte wie „Minister”, „Mapsut’-, aber auch Ausdrücke aus der Begriffswelt der Politik und Politiker, wie das hebräische „Zionut” — noch niemals war es jemandem eingefallen, sie belletristisch zu verwerden. Alterman brachte diese Synthese des gehobenen, 1 dichterischen Hebräisch und der Umgangsprache, wie sie sich in Israel besonders in der Jugend entwickelt hat, ungezählte Male brillant zustande. Er dichtete in diesen Glossen seiner „Siebenten Rubrik”, die in zwei Sammelbänden erschienen sind, ähnliche wie in der deutschen Sprache der ihm wahlverwandte Kästner, ja. wenn man will, wie Tucholsky. Da. bei nahm er sich, was den Inhalt dieser seiner Zeitgedichte betraf, niemals ein Blatt vor den Mund, ob es vor der Staatsgründung um scharfe Kritik an den englischen Mandatsherren des Landes ging, während des Befreiungskrieges um kritische Bemerkungen zu einzelnen, im Eifer des Gefechts erfolgten Uebergrtffen, und später bis heute um jene vielen nohkonformistischen Aeusserungen, mit denen er sich in Poesie und Prosa — in der letzten Zeit leider vorwiegend in Prosa — zu Massnahmen der Regierungspolitik und auch zur Mapai bezieht. 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Ihre einfühlsame Begleiterin am Flügel war Carola Arias Blanco, die Hilde Mattauch auch im dritten Teil der Spielfolge sekundierte, der ausser dem „Mailied“ von Nacamuli, „Die Rose blüht” und „Ein Lied” von Uray fünf wenig bekannte Lieder von Gustav Mahler brachte: „Um schlim. me Kinder artig zu machen”, „Frühlingsmorgen”, „Blicke mir nicht in die Lider--, „Liebst Du um Schönheit" und „Verlorne Müh-’. Hilde Mattauch zeigte sich hier nicht nur musikalisch wieder von ihrer besten Seite sondern bestätigte aufs neue ihre vielseitige Sprachbegaj bung. | Im Mittelpunkt des schönen Konzerts standen die I „Sechs Gesänge aus der (Tang-Dynastie” aus der Feder des argentinischen, in USA ansässigen Komponisten Wilding-White. Diese halb psalmodierenden, halo mitteilenden, melancholi- | sehen Lieder fanden in Frau ■ Mattauch ihre ideale Interpretin, die sich in den Geist 1 der Poesie zu versenken wusste und kongenial vom Flötisten Pablo Levin be- , gleitet wurde. Es gab ehrlichen und ani haltenden Applaus. 1 c-n 80. Geburtstag tNew York und Israel zu be- ) Seinen achtzigsten Gekünden. Gouverneure aus 45 bur’stag beging in New York Staaten haben die Mitglied- Moritz Goldstein. den Lesern .schaft im Comité des Freider „Vossischen Zeitung“ heitswaldes angenommen, durch seine Gerichtsberichtdas unter dem Präs dium des erstattung unter dem Pseudonym Inquit in Erinnerung, der aber auch an anderen Stellen des berühmten Blattes schrieb. Vorher sc’on hatte er sieh durch die Herausgabe der „Goldenen Klassiker-Bibliothek“ einen Namen gemacht. i Goldslein hat sich tapfer in der Emigration durchgeschlagen. Heute schreibt er wieder in der „Deutschen früheren Gouverneurs steht II FT ■ Der IFT spielt das Drama von Anton Tschechow „Die drei Schwestern” zur Ehrung des grossen Dra- ¡matikers, dessen 100. Ge- ¡burtstag wir vor kurzem fei- ■erten. Die Aufführung steht ¡unter der Regie des neuen künstlerischen Leiters des DAUNENDECKEN - GARDINEN IMPORT. CHINTZ tutd VOILE BENNO DE LEVIE &RJ- T E. 7M1SI MUR: ECHEVERRIA 2242 H. ROSENZWEIG wwmmwww l t » > i J TAÏLOR HENRY Tucumän 562, pbo I; > » » » > NetMS Telefon: 32.0913 toÏHfa XmmwahU m Jw* mm* Mm*»— itiMiaaaaa—¡I me ERGEBUNG (Der 92jährige Autor dieser Verse ist erblindet. Er lebt in Israel! Motto: Vor Dir oh Herr ist Finsternis kein Dunkel, sie leuchtet wie der helle Tag (Psalm 139, 12) Nachdem die Augen mir versagen den Dienst, kein Schimmer mehr durchdringt versuch ich in Geduld zu tragen, was Schicksal mit sich bringt. Ich muss ein Licht in mir entzünden, das leuchten möge Tag und Nacht, um Gram und Furcht zu überwinden, und so das Sein erträglich macht. Ich sehim Geiste meine Lieben sie alle die vergess’ ich nicht. Die Lebenden und die Verschied’nen erscheinen mir im hellen Licht. Ich schaute still das Heer der Sterne in Ehrfurcht vor des Höchsten Macht und folgt’ der Bahn des Mondes gerne manchmal sogar die ganze Nacht. Aus Sehnsucht nach des Lenzes Wehen stieg mühsam ich den Berg hinan. Wollt’ Glöckchen zwischen Schnee erspähen, die lösen stets des Winters Bann Ich wanderte durch mächtige Wälder, sah Quellen rieseln silberklar und freute mich der üppgen Felder sowie der bunten Vogelscbar. Beglückt sah ich die Frucht der Bäume des Gartens reiche Blumenpracht. Jetzt ruf ich wach der Jugend Träume, wenn Schlaf mich flieht so manche Nacht. ~ So will ich vom Erlebten zehren vom Glück und Schönheit der Natur dem Unmut schon im Keime wehren, dass er nicht folgt der Leiden Spur. Will dankbar sein für alle Tage und Gaben, die mir noch verblieben, will Leid ertragen ohne Klagen und Treue halten meinen Lieben. Oh möchte doch ein gütig Walten den Mut zum Leben, dieses Licht, mir für des Tages Rest erhalten, bis endlich doch das Auge bricht. Wenn ich auch sitze stumm in Träumen und weil mir’s oft an Kraft gebricht, so herrscht doch in des Hauses Räumen der Geist, der aus dem Herzen spricht. — SIMON GRUENEWALD Rundschau“ und für andere j deutsche Publikationen. j Neues Gemeinde -Zentrum J In Charleroi in Beigen | wurde ein neues Gemeindezentrum durch Mittel der (Claims Conference errichtet. , Die Stadt hatte vor dem Krieg eine jüdische Bevöl- * kerung von 400 Familien. Jetzt leben dort 125 Familien. i F reiheiisstatue! Der Bürgermeister von New York. Robert F. Wsgj ner, schlug vor. eine Kopie der Freiheitsstatue im newyorker Sektor des Amerika- IFT, des montevideaner Regisseurs Atahualpa dei C.op. po, der bereits in dieser Saison drei Einakter Tschechows inszeniert hat. Im Ensemble wirken die Künstler Alejandro Marcial, Jordana Fain, Marta Garn, Zipe Lin. kowski, Elita Aisemberg, Samuel Dam, Carlos A. Lujän, Abraham Wicowski, Alejaru dro Oster, Pablo Rivera, Pedro Sepiurka, Samuel Heilmann, Mauricio Burak, Isabel Foradori und Celia Berman mit. Das Drama wird in der spanischen Landessprache aufgeführt. Der IFT ist das einzige in ¡Buenos Aires spielende jüdi- I sehe Theater und ladet die nischen Freiheitswaldes bei ' deutschsprechenden Juden Jerusalem aufzustellen, um 1 herzlich ein. die Vorsteilundie Freundschaft zwischen I gen zu besuchen. Die BARMIZWAH unseres Sohnes TOMAS RICARDO findet s. G. w. am 12. November 1960 um 9 Uhr in der Synagoge Lamroth Hakol. Caseros 1450, Florida, statt. Empfang dortselbst nach dem Gottesdienst. Sigberto und Inge Ramsfelder geb. Rüben Monasterio 1646, Vicente Lopez T?iir die uns anlässlich der BARMITZWA unseres Sohnes MARIO RÜBEN erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir allen auf diesem Wege herzlichsi. ARTURO FLEISCHER u. Frau CILLY Ciudad de ia Paz 2630 IFT BOLOGNE SUR MER 547 T. E. 88-9420 “LAS TRES HERMANAS“ de ANTON TCHECHOW Dirección: Atahualpa del Cioppo FUNCIONES: VIERNES, SABADO 22 HORAS DOMINGO 18 HORAS Botschafter Arieh Eshel und Frau Tamar Shoham Dr. Hardi Swarsensky und Frau Eva, geb. Laboschin geben bekannt, dass die VERMA.EHLUNG ihrer Kinder MIRIAM und JE HU DA 9. G w. am Dienstag, den 15. November, in f%nfecl stattfinden wird. Givatayim, Israel, Hameristreet 40 - WIE LIEGEN DJE FEIERTAGE? Dienstag, den 13. Dezember Erew Chanuka Mittwoch, den 14. Dezember 1. Tag Chanuka Donnerstag, den 15. Dezember 2. Tag Chanuka Dienstag, den 20. Dezember 7. Tag Chanuka Mittwoch, den 21. Dezember 8. Tag Chanuka Mittwoch, den 1. Februar 1961 Chamischa Asar B’Schwat (Neujahrsfest der Bäume) Mittwoch, den 1. März 1961 Fasten Esther Donnerstag, den 2. März Purim Freitag, den 31. März Erew Pessach Sonnabend, den 1. April 1. Tag Pessach Sonntag, den 2. April 2. Tag Pessach Sonnabend, den 8. April 7. Tag Pessach Freitag, den 7. April 8. Tag Pessach

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