Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1825 (4.11.1960)
- Date
- 1960-11-04
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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t — Viernes, 4 de Noviembre de I960 LA SEMANA ISRAELIT AS® XXL — No IUS Unvergleichlich viel grösser (Schluss von Seite 1) . gegenüber gegeben hat. Wo würde, dass die Jude« sie Aber eir. Thema schreibt h*«^be Wahrdurch Urne „Terrororganisa- Meinu . n äussert und Werturteile fällt, dürfte wohl der Verpflichtung unterworfen sein, über die Fragen hinreichende Informationen einzuholen, zu denen er Stellung nimmt. Dieser selbstverständlichen Sorg- , „ , - .. , . , . .; Beschluss respektiert? Haben faltpfhcht wurde in keiner | . „ , , v . ¡tionen” aus; dem Lande ge- Was geschah nach dem trieben hätten, kann man Beschluss der United Na- ,wohl nicht behaupten. Imtions, dass ein jüdischer (und wterhin hat Hitler die Eng- Demonstration gegen Kennedy Washington. — Vor dem i* Hauptquartier der demokratischen Partei fand eine Demonsti'ation der Anhänger des Naziis Lincoln Rockwell ein arabischer) Staat auf dem länder nicht aus Nordafrika [behkeiten, in deren Verlauf Boden Palästinas geschaffen vertreiben können, trotzdem ¡Bockwell und sechs Angehöwerden Araber ungünstige Position gegenüber Israel bezieht. Merkwürdigerweise haben das einige UN-Komniandedre trotz der Ansicht des Artikel- \Schreibers in den »Frankfurter Helten" getan und... leben. Offensichtlich handelt „ , .. es sich dabei um einen Re-?!f ««fehler des Herrn Knauss... Der ganze Aufwand dieses sollte? Haben die "er über glänzend ausgerüseiner Partei verhaftet Vreise er prochen. Dass die I lganp e -e „Terrororganisa. tion"’ gt . jsen sei, haben bisher nur die “rgsten Hetzer j behauptet. O-, ist auch diej Ser Autor der Auffassung, dass die Juden in Israel oder im israelischen Mandatsgebiet Palästina Unrecht taten, als sie ihren Selbstschutz organisierten, um nicht das Opfer der Pogrome zu werden. deren Praxis die Araber von der christlichen Welt, vor allem von den Deutschen, gelernt hatte«?! Diese Formulierung von der Terrororganisation „Ha. gana"' kann nicht durchgelassen werden. Sie beweist entweder die Ignoranz oder d*e Böswilligkeit des Verfassers, sie deutet aber auch darauf hin. dass diese Alternative bei der Leitung der ^Frankfurter Hefte” angenommen werden muss, was wir sehr bedauern. Aber sehen wir einmal selbst von dieser beleidigenden Klassifizierung der Hagana ab. jener wunderbaren Selbstverteidigungsarmee, die der Welt ein - Beispiel von Mut und Treue des Bürgers seinem Staat und seinem Volk in Palästina diesen stete Armeen verfügte und jwur<ien. Die Nazis führten einen Rommel hatte. Die Spruchbänder mit, auf de- Hagana aber vermochte die , en 7.u lesen stand: „Die Na- Engländer zu vertreiben? ¡zi‘s mit Nixon” und „Die Jusie Vorkehrungen zur Schaf fung eines eigenen Staates getroffen? Haben sie irgendwelche Schritte unternommen, um zu einer friedlichen Lösung der Palästina- Frage zu gelangen? Sie setz- 1 ten ihre Ueberfälle und Terrormassnahmen fort, die kur, ze Zeit nach dem Abschluss des zweiten Weltkrieges wieder aufgelebt waren. Oder haben Juden die Pogrome gegen sich veranstaltet? Haben die Juden ihre , Ernten in Brand gesetzt und sich gegenseitig überfallen, ausgeplündert und ermordet? Haben-die Juden Messer gegen jüdische Frauen und Kinder geworfen oder jüdische Omnibusse aus Hinterhalten beschossen? Wie kann man die Geschichte der Entwicklung des jüdisch-arabischen Konfliktes in und um Palästina in dieser Weise entstellen? Ist das eines Kulturmenschen würdig? Sollen -wir schon wieder auf das Niveau nazistischer Geschichtsfälschungen herabsteigen? Haben die Engländer nicht einen Beschluss der UN erfüllt, als sie sich aus Palästina zurückgezogen haben? Bisher waren wohl alle objektiven Beobachter der Meinung, dass die englische wird als ein Akt der In- Verwaltung in Palästina aufhörte, weil die UN dies so wollten, und nieht weil man einem Terror nachgab. I Man wird zugeben, dass dies alles ein bisschen zu viel ist. Truman wurde unter Druck gesetzt, die Engländer durch die Hagana aus Palästina vertrieben, die Neutralen mussten gezwungenermassen pro-arabischen Ergusses hat einen reichlich realen Hintergrund. Dev Artikelschreiber hält es für richtiger, die Bundesrepublik würde keine Sympathien für Israel beweisen, dafür aber sich stärker für die arabischen . Länder interessieren. Diese Meinung kann im Rahmen ’einer politischen Konzeption durchaus vertreten werden. Hierfür hätten wir Verständnis. wenn wir auch einen solchen Standpunkt bebisher ereignet (dauern würden. Wir fragen den mit Kennedy”. I Eine 500 Menschen zählende Menge griff die Demonstranten an. sodass die Poli-!zei und Kriminalbeamte einschritten. Dieser Zwischentoleranz bezeichnet, wie er sich noch niemais in einem W ahlkampf hat. (ITA) nur, aus welchen Gründen diese Auffassung mit Argumit Sicherheit bewiesen 'menten belegt werden muss. '¡wurde, dass es Juden waren, 'die B°rnadotte töteten. Ina I übrigen aber dürfte die ¡Weltöffentlichkeit, soweit sie gutwillig ist, wissen, dass jefür die Juden . der Mord, auch dieser, von stimmen, das alles und manches andere mehr wird unallen Juden, insbesondere i von der Jewis.i Agency, verter dem Motto „Märchen an! abscheut worden ist. Uner arabischen Kaminen” von einem deutschen Schriftsteller I in einer angesehenen deutschen Zeitschrift dem erstaunten, wohl aber meist unvorbereiteten Leserpublikum präsentiert. Die Frage dürfte angebracht sein, ob hört und beleidigend ist die -sichtspunkte ¡Formulierung die der Artij kelschreiber über die Hal-; tung der UN-Kommandeure | findet;: „Dagegen fürchten ' sich, seitdem Graf Bernadotte am hellen Tage in den I Strassen Jerusalems ermordie sowohl . die historischen Fakten verdreht, wie die Eh_ i re des jüdischen Volkes antastet. Hierfür läge durchaus keine Veranlassung vor, zumal der Autor selbst darauf hinweist, dass für seine Ueberlegungen ausehliesslich Zweckmässigkeits - Gemassgeb. nd doch selbst Truman oder die Zionisten; ^et worden ist, selbst hohe I Man muss sich wundern, ¡(oder vielleicht gar die HajUN-Kommrndeure, ihre Gedass eine ernste Zeitschrift gana?) die Oststaaten unter danken auszusprechen, wenn Dr, FREY Abogado PUETRREDOH 1198 1*!M|. nachm. 16—16 Ohr ¡Sätze wie den veröffentlicht. ¡dass der zionistische Terror sowohl die Araber wie die Engländer aus dem Lande getrieben habe. Selbst wenn man von den Engländern ¡gar, hierüber von dem Verwenig oder garnichts halten fasser nichts zu erfahren. Si. -— j eherlich gibt es doch auch ffir diese russische Haltung der Führung von Stalin gezwungen oder erpresst haben, ihre Stimme der Schaffung eines jüdischen Staates zu geben. Man vermisst so- REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 TE. 49-5850 * Aus eigener Werkstatt Lederkleidung CAMPER AS — JACKEN MAENTEL Umarbeitung - Aenderung Massanfertigung in 24 St Garantiert bestes Leder G. Küchler CONGRESO 2465 fast Ecke Cabildo 2900 I Mattka. (2k J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZER OIAZ VELEZ 5224 al 46 T. E. 43-2349/0340 y 3021 apeauxi hutsalon Jetzt in B e 1 g r a n o MOLDES 256 T. E. 73-9229 73-9155 1 I i! sie dabei zu einem für Israel | nicht sehr schmeichelhaften | Ergebnis kommen. .Bitte zij tieren Sie mich nicht in der 'Presse!’, hfess es beim Abschied vom UN-Hauptquar- . tier in Jerusalem.” — j Es wäre wirklich interessant. einmal eine Untersuchung hierüber anzustellen, ob diese Aeusserung und unter welchen Umständen jemals gefallen ist. Immerhin wird damit der Verdacht gegen den Staat Israel ausgesprochen, dass ein UNleugnen können ¡Kommandeur nur deswegen damals Gromyko j bereits Gefahr läuft umgeeine seiner besten Reden gezü werden, weil er eine ihalten, in welcher er das 'Martyrium des jüdischen | Volkes und seine heldenhaf-! te Renaissance besungen hat Wir jedenfalls haben das I nicht vergessen. , Dass der Autor von nicht : sonderlich ehrlichen Motiven! bei der Abfassung seines Ar. tikels getragen war, beweist der Hinweis auf den Mord am Grafen Bernadotte. Wir wollen uns mit diesem Hinweis begnügen. Es ist müssig. noch einmal besonders hervorzuheben, dass niemals eine arabische Deutung, die uns nun aber vorenthalten worden ist. Oder haben die J heutigen Verbündeten der t Araber nicht ihre Stimme! für die Schaffung Israels ge-; geben? Man wird dies wohl j schwerlich Hat doch sind. Sagte I folgendes: | „Wenn man sich bet. der Behandlungen -dieser Probleme auf die Frage von Recht und Wahrheit nicht «lehr . einlässt, sondern lediglich ' die gegebenen Tatsachen ¡und Macht Verhältnisse berücksichtigt sehen will, so kann nur darauf hingewiesen werden, dass sich die | Machtverhältnisse gersde I aufgrund der gegebenen Tatsachen verändern, und bestimmt nicht zuungunsten der arabischen Länder. Gerade auf lange Sicht ist das arabische Potential unvergleichlich viel grösser.“ | Gewiss können heute, und vielleicht auch in späterer Zeit, die arabischen Länder der Bundesrepublik bessere La Semana Israelita Bisemanario — aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich; Dr. H, Swarsensky Pueyrredón 2190, 1? izq. T. E. 83-2613 Argentinien: $ 60.— pro Quartal Abom-Preise: Verdienste sichern. Diese Vermutung ist nicht neu, und Foster Dulles hat diese politische Linie verfolgt. Ganz sicher ist in der Weltpolitik nur der stete Wandel. Im übrigen wird das pol tische Leben in weitem Umfang, aber nieht ausschliesslich von Erwägungen der Nützlichkeit -abhängig gemacht. Hier stossen d e Prinzipien einer materia istisch - utilitaristischen Gesinnung mit denen einer umanistisch-idealistischen Ge Schichtsauffassung zu-&m- 'men. Unter dem Ges.ch s- ' punkt einer vermeintlich realen Politik wäre eHe Allianz Westdeutschlands mit den Russen sicheitico. 'viel-praktischer als die Bildung an den Westen. Tto zj dem hat sich die Bundesrepublik für den anderen Weg entschieden und hierfür sicherlich auch gute Grün e gehabt. Dieselben Erwägungen dürften auch der Ocientpolitik zugrunde legen... 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