Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1824 (1.11.1960)
- Date
- 1960-11-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Martes, 1* de Noviembre de 1960 LA. SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No. 1824 Sympathien und Vorurteile (Schluss von 'Seite 1) Staatsmän r, für die der Autor . - herzliche Sympathica zu haben scheint, sind mit dieser primitiven Raubpohldc nur grösseren Vorbildern gefolgt. Die westliche ¡Welt, nie nach dieser neuesten Version so viele Vorurteile gegen die Araber haben soll, diese westliche ¡Welt ist c m „Gesetz der W üste“ , ihrhundert um Jahrtium c gefolgt und hat mit der Parole des Raubes una des Mi?s z-u allen Zeitläuften ihre Hassfeldziige gegen die Juden geführt, das lel-zte Mal vor wenigen Jahren in einem Lande, aus dessen Mitte dieser ahnungslose Autor hervorgegangen ist. Man darf auch nicht verschweigen, dass diese Pogrome und Plünderungen in der ganzen und ungeteilten westlichen Welt vor sich gingen, bevor der Eiserne Vorhang herunterfiel und zu fener unglücklichen Zweiteilung führte, die niemandem in einem so starken Umfang zugute kam, wie den arabischen Ländern. Die Judenverfolgungen in Russland fanden in der „westl ch-n Aera" statt, wenn man einmal diese Diktion anwenden will, die uns die Vergangenheit im Lichte der Gegenwart erscheinen lässt. Im Zeichen des Westens, wss im Zeichen des Christentums folgungcn gegen die Juden ' auf die besser Verzicht begründet worden, denen zu! leistet werden würde. ge- Aufklärung über Naziverbrechen allen Zeiten Unschuldige zum Opfer fielen, nur weil sie Juden waren. I Die Bedrohung des Abendlandes wird schliesslich als Schreckgespenst heraufbeschworen! Plötzlich sollen es die Sarazenen, die Türken und gar die Araber sein, die das Abendland bedrohen. Offensichtlich rechnet der Autor mit einer enormen geschichtlichen Unkenntnis seiner Leser, sonst hätte er die Sarazenen und Türken, die Türken und die Araber nicht alle in einem Atemzuge genannt. Es gibt ganz andere Gefahren für das Abendland, wenn man sich schon damit einverstanden erklären will, den Begriff „Abendland”, der im übrigen einer vergangenen Epoche angehört, noch heute gelten zu lassen. Es gibt wohl ausser dem Verfasser dieses Aufsatzes in den Frankfurter Heften kaum einen halbwegs gebildeten Menschen, der die Ansicht vertreten würde, die Araber gefährden das Abendland. Selbst die entschiedenen Gegner der Araber haben sich zu einer so törichten Auffassung nicht verleiten lassen. Dies würde auch eine völlige Verkennung des New York. — Der Ueberwachungs-Ausschuss für das 'Schulwesen von New York hat 100 Verleger in den ¡USA ersucht, Lehrbücher jherauszugeben, in denen die Nazi verbrechen und Massen- ¡hinrichtungen, sowie ander« Aspekte des totalitären Systems klar beschrieben wergen Frage angesehen wer- '¿cn Diese Diese Form der Darstellung. die zu einer Umkehrung der historischen Fakten und ihrer Interpretation führen muss, kann nicht als ein konstruktiver Beitrag zur Lösung einer schwieri- I den. Es dürfte schon nicht am Platz sein, von „Arabern“ zu sprechen und die Problematik auf dem Gedanken der Einheit eines arabischen Vol. kes aufzubauen. Gerade durch die Hochzüchtung von Vorurteilen und falschen Vorstellungen durch die interessierten Machthaber ist es wenigstens für den Augenblick gelungen, in der arabischen Welt eine Art psychopathischer Neurose herzustellen, die dann wie ein Geschwür auf bricht, wenn es sich um eine ad (brechen muss, da die Ckgen- ■ sätze zwischen den einzelnen 'arabischen Länder schwerwigender sind, als die ihnen vielleicht gemeinsame Gegnerschaft gegen Israel. Damit muss einer Formuhoc-Aktion gegen Israel han- 'lrerung widersprochen werdelt. Länder, die unter sich den, die nur geeignet ist, e verfeindet sind, marschieren nen falschen Eindruck zu eran einer Front, wenn es ge- 'wecken: „Vor aller W?elt is. gen Israel geht. 'Hier kann ¡damit deutlich geword n. es sich wohl nicht um einen Normalzustand handeln. Der ägyptische Diktator Nasser '¡arabischen Staaten über alle jben unendliches Iieid erduldet. gerade weil man uns das ¡Recht, anders zu denken und unserer Anschauung gemäss zu leben, versagt hat. Wir werden also diese Fehler nicht begehen, unter denen viele jüdische Generationen geseufzt haben. Diese Toleranz kann jedoch nicht dazu führen, die Tatsachen zu entstellen. In der Frage der arabischen Gegen, sätze kann man es jedoch 'der künftigen Entwicklung; überlassen, ob diese Verschiedenavtigkeit der Interessen zwischen den einzelnen Ländern — etwa zwischen Aegypten und Irak — auf dir Dauer stärker sein wird als die gemeinsame Ablehnung der Anerkennung Israels. In dem Bestreben, das vermeintliche Vorurteil der westlichen Welt gegen die Araber zu zerstören, versucht der Autor in den Frankfurter Heften die „arabischen“ Führer vom Od:um des Kommunismus zu befreien. Dass es völlig abweg:g ist, vor. den „arabischen“ Führern in diesem Zusammenhang zu sprechen, ergibt sich bereits aus der Tatsache 'dass in den wesentlichen ¡dass die Aegvpter e'gentlich Aufforderung .wurde in einem Schreiben!an die Verleger ausgesprochen, in dem festgestellt .wurde, dass die in dieser - 'Hinsicht vorhandenen Manla Semana Israelita B ¡semanario — aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. V erantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190, T? izq. T. E. 83 2613 Argentinien: 60.— pro Quartal Abon„-Preise: ^gel der heutigen Lehrbücher ' scharf kritisiert worden sind.! (ITA) . arabischen Lebensfragen die verfolgt seit Jahren den transjordanischen König, auf den bereits eine Serie schwerster Attentate verübt worden sind. Niemand zweifelt daran, dass Nasser selbst Kräfteverhältnisses bedeu- ¡der Inspirator dieser Versu ten, zu der ein ernster „Arabergegner” nicht bereit sein bedeutet, ist das Vorurteil ,dürfte. Nachdem einer der Juden und nicht j merkwürdigsten Denker ungegen-die ¡gegen die Araber gewachsen. sind aus diesem Vorurteil die furchtbarsten Ver- Dr, FREY Abogado PUEYRREDON UM 1* is* nachm. M—I® Oh» Aus eigener Werkstatt Lederkleidung CAMPERAS — JACKEN MAENTEL Umarbeitung - Aenderung Massanfertigung in 24 St Garantiert bestes Leder G. Küchler CONGRESO 2465 fast Ecke Cabildo 2900 seres Jahrhunderts, der tech I nologische Philosoph Oswald 'Spengler, sein alarmierendes und bestechendes Werk über der. „Untergang des Abendlandes” vor mehr als 40 Jahren veröffentlicht hat, wurde die studentische Jugend diesen zündenden Gedanken, der in dem Titel des Spenglersclien Buches gleichsam als Parole zu den neuen Generationen sprach, nicht mehr los. Aber Spengler sah deutlicher als der Autor in den Frankfurter Herften. welche Gefahren heraufzie. hen. Diese Spehglersche Vision durch billige politische Phrasen des Augenblicks ersetzen zu wollen, | ne unglückliche che ist, den König Hussein wie alle seine anderen, vielen Gegner auf diese Weise zu eliminieren. Die Presse in Amman, der transjordanischen Hauptstadt, behauptete unumhüllt, dass das letzte Attentat auf Befehl Nassers verübt worden sei, der den König umbrrngen lassen Interessengegensätze hinweg einig sind.” Bisher waren sie sich in der Frage Israel einig. von der man vielleicht sagen kann, dass die arabischen Länder die Existenz Israels als eine ihrer Lebensfragen ansehen. Dass sie aber über ihre Interessen gegengar keine Araber sind. Aber wir wollen diese Gesichtspunkte nicht in die Debatte einführen, da die Auseinandersetzung durch die unzusammenhängenden Argumente in den Frankfurter Heften ohnedies erschwert worden ist. Mit dem Brustton der Ueberzeugung ruft der Autor aus: „In seinem Sätze in allen anderen Fraj Herzen ist keiner der Mängen, die für sie lebenswichj ner von Bagdad bis Conakry tig sind, einig wären, ist eine 'ein Kommunist, und sie sind izens offensichtlich nur Bemerkung „In seinem Herzen...“ sehr wenig antangen. Auch der Autor düifte die Herzen dieser Staatsmänner nicht näner untersucht naben. Wenn man z B. Nasser betrachtet, so hat er sicherlich mehrere Herzen iti seiner Brust, wie wir in leichter Variante an das Goethe-Wort: „Zwei Seelen Wonnen, ach! in meiner Brust“ annehmen dürfen. Zu dieser i Ueberzeugung müsste man Iwenigstens gelangen, wenn man die Zick-Zack-Linien der Nasserscben Polit.k betrachtet. ... Wir wissen auch nicht, was dazu gehört, um als Kommu- 1 nist bezeichnet zu werden. Mitunter wird bereits aerjej nige 'n der westlichen Welt zum Kommunisten erklärt, de" mit den Auffassungen eij ner Regierung oder der K rche nicht übereinstimmt. Wenn aber Nasser eine gegen den Westen gerichtete Politik als Gefolgsmann I Krutschews verfolgt, dann ist er im Grunde seines Herdeskühne. durch nichts bewiese, ne Behauptung. Wir können verstehen, dass nicht alle Menschen unserer Auffassung sind oder unsere politiwill. Das aber hindert die ¡sehe Position anerkennen wollen. Wir haben sogar ein absolutes Verständnis dafür, dass ein Gegner unserer Gedanken und Bestrebungen ei. nen anderen Standpunkt geschickt verteidigt oder plausibel machen möchte. Auch das gehört nun einmal zum Recht der freien Meinungsäusserung und der Demokra. tie. in der Toleranz herrschen muss. Wir Juden habeiden arabischen Führer nicht daran, eine gemeinsame Erklärung' abzugeben, wenn es gegen Israel zu demonstrieren gilt. Ohne zu unterschätzen, was diese Ta .cache für Israel bedeutet, dürfte es dennoch verfehlt sein, hieraus ¡nun vernichtende Rück- ' Schlüsse auf Israel und sei- , ne Verbündeten zu ziehen. | Mit dem gleichen Recht dürfte ei- ¡könnte man zu der Auffasr _i_* Idee sein, j. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 a) «6 T. E. 43-2349/0340 y 3021 REAL PEN! j [ Füllhalter II REPARATUREN Spezialgeschäft * CORRIENTES 563 * TE. 49-5850 $ @ll<tpQCLlDC HUTSALON Jetzt in Belgrano MOLDES 2 5 6 1 T. E. 73-9229 73-9155 I sung neigen, dass eine nur auf negativen Fakten aufge- : baute Allianz wie die zwi- 1 sehen den verschiedenen arabischen Staaten auf die Dauer nicht aufrecht erhal-! ten werden kann, sondern es umso weniger, je geringer i der Einfluss europä:scl_en Gedankengutes bei ihnen ist.“! Sehr viel kann man mit 1 dieser Feststellung nicht anfaugen. Handelt es sich um ein halbreligiöses Bekenntnis, wir wollen den Glauben keines anderen antasten. Soll hier eine politische Meinung mitgeteilt werden, so kann man mit der einleitenden , wegen kein Kommunist, weil | dies in das Konzept eines ' Berichterstatters nicht hin- 1 einpasst! I Es ist für uns wicht'g, diese Fragen nach allen Seiten hin zu überlegen und zu ¡erwägen, weil wir die Kraft des Sentiments kl der Politik sehr wohl einzuschätzen wissen. Sympathien können Brücken bauen. Vorurteile reissen sie nieder. Optica R£X DIPL. OPTIKEN Sarmiento 8291, T. E. 35-7351 Judith Schenkolewski Kultusstickereien Schabbosdecken . Tallisbeutel . Käppchen Maszot-Taschen . Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 73-9155 Jacobo M. Lapidus dipl. Mohel TUCUMAN 2396, 4-? J T. E.: 48-2124 Dr. B.Sdiwarcz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 52-82)4 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG Í VARICES - ULCERAS DE LA PERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY T SARMIENTO 3116 T. E. 87 1362 Mohel N. Plaksin Superi 2719 T. E. 76.6784 o. 76-2312 NERVENu. GEMUETS- KRANKHEITEN Dr. M. 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