Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1823 (28.10.1960)
- Date
- 1960-10-28
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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LA SEMANA ISRAELITA Año XXL — No. IMS T^v terne«, 28 de Octubre de 1988 Ende der ersten Spielzeit If la Vnrc fölInner cL»»r>ilrAn.. ûc Pollan c*ÄuÄ«« ¥ ' Als Vorstellung streikender Schauspieler (auch das gab es schon einmal!) sahen Wir „Elga“ im Jahre 1924 in j^erlin im Friedrich-Wilhelmßtü dt ¡sehen Theater. Seit dieser Zeit haben wir oft vergeblich nach diesem Stück auf den Spielplänen es Rollen, die jeden Schauspieler entzücken, hier sind wirkliche Menschen auf der Bühne, keine Roboter, hier wird geliebt und gelitten. „Elga1', diese ,,Lulu“ von .Gerhart Hauptmann, wie sie : Alfred Polgar einmal nannte, spielte Cissy Henckell. r Bühnen gesucht. Ohne ¡Hier hatte diese grosse Dargen „modernes1- Theater, stellerin endlich wieder einler was man darunter ver- ¡ mal die Rolle, welche ihrer Kunst gebührt, und mit der sie von Szene zu Szene ¡wuchs. Hier endlich, ebenbürtig grossen Vorbildern, kommt auch die Süsse und der Schmelz ihres Organs in ' den Worten eines wahren : Dichters zur hellen Leuchtkraft. Sie trug diesen Einakter auf die einsame Höhe einer grossen Dichtkunst und wurde esm Geist des Stiik- Sáuaio 29. a las 21.30 hs. 1 keg jeder Beziehung ge- Fuucióu Extraordinaria No. i recht. Leider kann man das ¡9. E. pectáculo coreográfico. vcm ihrem Gegenspieler aUc-ts: "La flor del Irupé1', Gert Haucke nicht sagen. Roma. off-Gaite. Con: Serra. Starschenski ist eine kraft- /4N> Erster Geburtstag von CHAIL Der erste Geburtstag der mien der CHAIL-Titel, dar. Steht, eingestellt zu sein, firniss man nach dieser neuertichen Begegnung mit „El- ' feststellen. dass hier ein Wirklicher Dichter ein handfestes Stück geschrieben hat, as bis zum letzten Wort die uschauer fesselte. Hier gibt -TeR-.ro Colón tío.Sciii .»fino, Francés. Cavigioii, Duch. Hirschirg. Lisoj kocsl:/, J. Serrano, Gnavi. : Lomos, Canudas, Yusem, Lestúewsky. — “Don Quijote”, ¡ Evereff-Minkus. Con: Agogli *-Tu;in, “Joan von Zarissa”. j Gso,-.sky-Egk. Con: Agoglia. Heg uj, Moscheni, Dimiare- Tiích Kristel. Lisogorskv. Pinto. Buongiorno, Lesniew- Sfky. P nes. Villar Eleta. D Es. te. Franco, Vicens, Yurekoff. Director Artístico del C. de Bade: A. Truyol. Maestro de Baile: W. Tupin. Director de Orquesta: Reberto Kinsky. Oueipo de Baile Estable del T. Colón y Orquesta Filar- #fió<uca. de Buenos Aires. — Platea $ 80.—. Loe. en venta. strotzende, brutal-liebende und dann in der Enttäu sehung auch brutal reagierende Gestalt, ein Bär im Bauernkostüra, nicht ein leidender, melancholisch Liebender. der im ewig gleichen Tonfall und im Tolstoi-Gewand (auch innerlich) seinen Schmerz und seine Liebe hinsäuselt. Hier wird elementare 'Kraft und triebhafter Aufschrei verlangt. Gert Haucke spielte den Prolog, bzw. Epilog, durch das ganze Stück, ohne die Verwandlung glaubhaft machen zu können. Dagegen war Hans Peters hervorragend in der Chargenrolle des Ti.noska. Er MUSIK IN BUENOS AIRES "DIE WALKUERE" IM COLON Zu den schönsten und zeitlosen Wagner - Werken gehört die „Walküre“, zwei-! te Oper in der Tetralogie l„Der Ring des Nibelungen“, I dessen Gesamt-Zyklus-Auf- ¡führung wir seit vielen Jahren vermissen; und ganz be- 1 sonders der erste Akt — nach Bruno Walter der schönsten Opernakt überhaupt schlechthin — birgt eine Unzahl wundervoller lyrischer Ergüsse, die Ri- ' chard Wagner über den Hörer ausschüttet. | Es ist Ferdinand Leitners unbestreitbares Verdienst, trotz unzulänglicher Probenzahl durch seine Autorität am Pult auch diese Aufführung wieder auf ein ausserordentlich hohes Niveau ' gestellt zu haben, auf dessen derum nicht nur um die Pflege und Ausbeutung der intimen lyrischen Stellen bemüht, sondern es gelang ihm auch die ungleich schwerere Aufgabe, die Bläser |— gerade in der „Walküre“ ¡ist das Blech ausserordentlich stark besetzt — zu ho- (mogenem Gesamt-Klang zu ¡bringen und sogar im Walküren-Ritt Lärm und rauhes Blasen zu vermeiden. ) Auf d r Bühne bewegte sich eine erstklassige Sangerschar, wie man sie in dieser Zusammensetzung selbst bei internationalen ■ Festspielen nicht oft beisam- | men anzulreffen pflegt. Hans Beirer ist der geborene Wag. israelischen Gesellschaft CHAIL wird in der Hebraica unter der Hauptgewinn von 5.000 Dollar, der nach Bueam Dienstag, den 1. Novemnos Aires gefallen ist, feienber, gefeiert werden. Der lieh den Gewinnern überge. Festakt findet kn Welssen ben werden. Es wurden be- Saal statt. Vertreter der neu- { sondere Einladungen an alte en Abteilung der Jewish ¡Mitarbeiter und Freunde von Agency werden das Wort er- , CHAIL gesandt, und ebenso greifen, die sich jetzt in Isj werden alle Freunde der Gerael mit der CHAIL-Abteitung der Jewish Agency in Jerusalem in Verbindung ge. setzt haben. Auf dem Festakt werden auch die Prä- | Seilschaft gebeten, sich an ¡der Feier zu beteiligen. Einladungen können im Büro j der CHAIL telefonisch uo. , ter 40-7106 bestellt werden. sehr wertvolle Bereicherung des Ensembles dieser Saison bedeutet. Die Zentralfigur des Musikdramas, Wotan, machte uns nach jahrelanger Abwesenheit von den Brettern des ¡besser wünschen als von Gre — ' ' uns nach Ebene sich die unvergesse neu Vorstellungen eines Fritz 'Brouwenstjin. die Busch und Erich Kleiber be- ¡Fidelio. Evchen, wegten. Der Stuttgarter Generalmusikdirektor war wie- Einladung zur Subskription! FLAVIUS JOSEPHUS Die jüdischen Altertümer (Uebersetzt und mit Einleitung und Anmerkungen versehen von Dr H. CLEMENTZ Bde. Kl. 8?, 1, 646 Seiten. 2 Tafeln. H. 724 Seiten und Tafeln auf holzfr Papier, in Ganzleinen #eb. DM 52.— rDie „Jüdischen Altertümer’’ sind ein wichtiges Quellenv/erk zur Erforscbun der antiken Geschichte und ganz besonders zur Erkenntnis des nachbiblischen Judentums, seiner politischen Strömungen und religiöser Sekten sowie der Entstehung des Christentum*. Die Funde am Toten Meer haben erneut die Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit seiner Schilderungen bestätigt. Die Werke des Flavius Josephus sind daher ¡für jeden, der sich mit dem für uns wichtigsten Zeitabschnitl der älterer Geschichte beschätigen wiU, unentbehrlich. JAKOB LEVY Chaldäisches Wörterbuch über die TARGUMIM und einen grosser Teil des rabbinischen Schrifttum* •2 Teile ¿0 1 Band. Le . 8?. VI. 429 -f- VIII. 595 Seiten ¡¿(ca. 2.048 Spalten) — Mit Nachträgen von Leberecht ■ [Fleischer — Unveränderter Neudruck der dritten Auflage — in Leinen geh und auf holzfr. Papier gedruckt. Subskriptionspreis DM 130.— Nach Erscheinen (15. Sept. 1959) DM 145.— Dieses seit Jah en vergriffene und gesuchte Wörterbuch ist das bis jetzt erschöpfende Werk zur Erschliessung der jüdischen Bibelexegese. Früher erschienen; Geschichte des jüdischen fühlte sich ganz in die Rolle hinein. Man hat immer das Empfinden, dass nur die Auffassung von Peters die Intentionen des Dichters erfüllt. Lilly Rapp wuchs in der Rolle der Mutter durch eindringliche Profilierung über sich hinaus, während jRolf Mölders als Oginsky 'etwas farblos blieb. In Ne. benrollen fielen noch auf: Gerda Malgut, Horst Eydel, Maria Böhmberger, Fritz Geismar, und Frank Artlich. Jacques Arndt hatte ausser der Regie noch die Rolle des Ritters übernommen, die er lebensvoll und mit behutsamer Eindringlichkeit spielte. Die Regie selbst war dem düsteren Geist des Leonore {(Macht des Schicksals) und ¡Elisabeth nun auch in dieser ¡Rolle bestätigte, dass sie die vollkommene Synthese zwischen Sängerin und Darsiel- Hotter bekannt, der uns in seiner so langen und ermüdenden Rolle eine Meisterlektion dessen gab, was ein Sänger seiner Hierarchie in Spiel, Sang und ur.zähl'gen Nuancen zu b eten imstande ist. Seine imposante Statur lieh dem Göttervater jene Kategorie, die oft erstrebt und nur selten erreicht wird. Die von W’agner vorge- Acht-Zahl der wurde Volksfest in Tiberias | Tiberias. — Die Stadt Tiberias am gleichnamigen ¡See beging das erste Kinne- ¡ret-Fest. an dem tausende Gäste teilnahmen. Dieses von nun ab ner-Tenor, der dem lyrisenen ¡Colon aufs neue mit Hans .Volksfest, das und Heldenpart gleicherweise gewachsen ist und das Theater in jeder SituEtior. beherrscht. Sein Siegmund ¡war unübertrefflich. Sieglin- 'de konnte man sich ni. h'. jährlich stattfinden soll, besteht in Umzügen und Wassersportspielen. D e 18'ährige Rachel Slininsky aus Ramat wurde zur Miss Kinneret gewählt. (ITA) schriebene; übrigen Walküren. ■der Wagner-Materie und verhalt der Aufführung zu vollem Erfolg. j Während man den zweiten ¡und dritten Akt stiliserea kann, da sie im Unwirklilerin ist. Brünhilde wurde ¡von Regisseur Otto Erhardt 'chen spielen, darf man dies im ersten Bild (Hundmgs Hütte) niemals tun. da hier nur Menschen von Fleuch, und Blut auf der Bühne stehen. Daher-waren die Bühnenbilder von Armando Chiesa unzweckmässig. der anfechtbaren Verwandj Das Colon-Orchester spiellung bei „Winterstiirme wi- ' te unter 'Leitners zündendem chen dem Wonnemond“,, die j Taktstack sehr gut. Es gab Detail glaubhaft durch nichts gerechtfertigt ' langen und sich immer noch erscheint, zeigte er seine steigernden Beifall. ,Leien Kenntnisse gerade in | von Mar'a Mödl verkörpert, ¡die eine schwerlich zu iiber- | bietende Darstellung der berühmten Wagnerfigur gab 1 und uns gesanglich restlos überzeugte. Otto von Rohr lieh seinen sonoren Bass und seine szc-! nische Ueberlegenheit dem Hunding. den er uns bis ins j kleinste 'machte, und p j mann zeigte uns in der Rolle der Fr.Civa. uaao „ - . Wagner-Heroia« „par excellence“ ist. Welch ein WapdeL von Mahlers „Lied von der Erde“ über Mozarts „Dorabella“ zu dieser psycholo.! gisch sehw’erigen und ge- Stiickes sehr geschickt ange- ¡sanglich nur dann dankbaren manche Partie, wenn man die dardureh Balletteusen unerklärlicherweise auf zwölf „verstärkt“, die ihre Parts musikalisch einwandfrei und in völlig unverständlichem ¡Deutsch sangen. Abgesehen v-on diesem Fehlgriff und Krieg; FLAVIUS ¡es JOSEPHUS Uebersetzt und mit Einleitung und Anmerkungen versehen von Dr. H. CLEMENTZ Kl 89, 695 Seiten, 2 Karten auf holzfr. Papier Ja Leinen geb. DM 25.— Joseph Melzer Verlag, Koeln MOZARTSTRASSE 13 passt, wenn auch Szenen ein schärferes Tempo erfordert hätten. Der Eindruck auf das Publikum war! ein sehr starker, was sich in langanhaitendem Beifall und vielen Vorhängen äusserte. Als zweiter Einakter sehen wir noch „Der verwandelte Komödiant“ von Stefan Zweig, den wir schon mit der Glanzleistung von Jacques Arndt als Komödianten anlässlich der Aufführung dieses Stücks in der J. K. G. besprachen. Zu erwähnen sei nur noch Tosca Dohnka als Gräfin, prägnant und mit besonders gepflegter Sprache, und wieder Hans Peters stark beeindruckend als Fürst... [ Mit dieser Aufführung hat tdie erste Spielzeit der neuen | Direktion des Deutschen Theaters ihr Ende gefunden. Wenn wir uns ein abschliessendes Urteil erlauben, so kann dieses nur positiv Ausfallen. Man spielte gutes Theater, in äusserlich kultiviertem Rahmen, nicht nur als Unterhaltung, sondern auch als Diskussions-Thema, das zu Anregung und Nachdenken zwingen sollte. Wir erhoffen von der kommenden Spielzeit ein glei|hes Ni. veau. H. D. stellerischen und musikalischen Qualitäten einer Grace Hoffmann besitzt, die eine IFT Der IFT inszeniert das Drama von Anton Tschechow „Die. drei Schwestern” zur Ehrung des grossen Dramatikers, dessen 100. Geburtstag wir vor kurzem feierten. Die Aufführung steht unter der Regie des neuen künstlerischen Leiters des IFT, des montevideaner Regisseurs Atahualpa del Cioppo, der bereits in dieser Saison drei Einakter Tschechows inszeniert hat. Im Ensemble wirken die Künstler Alejandro Marcial, Jordana Fain, Marta Garn, Zipe Linkowski, Elita Aisemberg, Samuel Dam, Carlos A. Lujan, Abraham Wicowski, Alejandro Oster, Pablo Rivera, Pedro Sepiurka, Samuel Heilmann, Mauricio Burak, Isa bei Foradori und Celia Berman mit. Das Drama wird in der spanischen Landessprache aufgefiihrt. Der IFT ist das einzige in Buenos Aires spielende jüdi- *?he Theater und ladet die deutschsprechenden Juden herzlich ein, die Vorstellungen zu besuchen. ATENCION DOS NOMBRES CONSAGRADOS EN TELEVISION ARGENTINA LA OLGA BERG y JACK FELDBAUM tienen para usted y para toda la colectividad LOS PROGRAMAS MAS EXTRAORDINARIOS. 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Tag Chanuka 7. Tag Chanuka 8. Tag Chanuka Chamischa Asar B’Schwat 'Neujahrsfest der Bäume) Fasten Esther Purim Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Yom haátzmaut (Unabhängigkeitstag Israels) Lag b’Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Schiwa asar b'tamua Erew Tischa b’Aw Tischa b’Aw Erew Rosch Haschana 5722