Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1823 (28.10.1960)
- Date
- 1960-10-28
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes. 28 de Octubre de I960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No. 1823 — 5 DIE EREIGNISSE DER WOCHE (Fortsetzung von Seite 3) Prinz, Prof. Simon und die Doctores Reichmann, Leschnitzer und Swarsensky beteiligten. Auch die Sitzung des Leo Baeck.Instituts wurden unter der ebenso sachkundigen wie geschickten Präsidentschaft von Dr. S. Moses (Jerusalem) abgehalten. Interessant war eine Auseinandersetzung zwischen Benno Cohn und Ernst Simon, in der Fragen der hi- Storischen Wahrheit beim Untergang des deutschen Judentums eine Rolle spielten und Ausführungen Simons in seiner kurzen Schrift über Erwachsenenbildung angegriffen wurden. Be'm Baeck-institut Zu einem besonderen Ereignis gestaltete sich der Besuch des Leo Baeck-Instituls, das unter der Leitung von Dr. Max Kreuzberger eine Leistung vollbracht hat, für die jedes Wort des Lobes und der Anerkennung zu schwach ist. Vorerst noch unzureichend untergebracht — über, das neue Haus wurde bereits gesprochen —, haben es Kreuzberger und seine hervorragenden und sachkundigen Mitarbeiter verstanden,. nicht nur ein ungeheures und ungeheuer wertvolles Material zu sammeln, sondernauch zu sichten, um diese Fundgrube des- Wissens über unsere . Vergangenheit zu einer -lebendigen und schöpferischen Quelle für die Zukunft zu machen. Alte- und interessante Bilder, Zeitschriften, Briefe, Urkunden, Dokumente, Auf- Manuskri.pte, be. Da haben wir eines der ¡sondern auch durch se ne (wenigen Exemplare des ¡Tat seine Worte realisieren Baeckschen Buches „Aus 'muss. Für uns hat es eine Gv. (drei Jahrtausenden“, das inugtuung bedeutet, dass diese ¡noch 1938 erschien, dann ¡Leistung der Jüdischen Woaber eingestampft werden 'chenschau in diesem doppelmusste. Alte Zeitschriften, jten Sinne auf der Tagung Stiche, Briefe berühmter ¡des Council und des Instituts Persönlichkeiten lassen Ver- .anerkannt worden ist. unä gangenheit wieder aufleben zwar als der einzigen jüdi- I und geben dem „Erbe des! deutschen Judentums“ eine gegenwartsnahe Gestalt. Anerkennung einer Arbeit i! Bereits vor der Entstehung des Leo Baeck-Instituts hat die Jüdische Wochenschau verstanden, dass die Sammlung des Materials aus unserer Vergangenheit eine wich, tige jüdische Aufgabe ist. Der Ruf, alte Dokumente und Schriften, Bilder und sonstiges Material zur Verfügung zu stellen, der von der Jüdischen Wochenschau an alle Juden in Lateinamerika erging, ist nicht ungehört verhallt. Wir haben das Material, das uns damals über die alten, untergegangenen Gemeinden übermittelt wurde, dem Leo Baeck-institut übergeben, in dem es gesichtet und verwertet wird. 1 Die Jüdische Wochenschau hat auch in ariderer Welse ‘die Tätigkeit des Instituts unterstützt, indem sie unei- Jgennützig auf die Publikationen des Instituts hinwies und-die Oeffentlichkeit zur : Mitgliedschaft im Institut und zur Mitarbeit aufgerufen hat. Die Jüdische Woj ehenschau hat diese Funktio- I nen erfüllt, weil sie da von j überzeugt war, dass dieses ¡Leo Baeck-institut eine Auf-; gäbe von höchster Bedeuerfiillt. sehen Zeitung in der Welt, die sich in den Dienst d eser Aufgabe geste.lt hat. Da die- I se Worte von Persönlichkei- ¡ten wie Prof. Ernst Simon und Adltr.Rudel kamen, die | durch ihre TäLgkeri in den lateinamerikanischen Ländern die Verhältnisse ge au kennen, dürften sie von besonderem Gewicht sein. Künftige Arbeit Von der Tagung und dem „Lokaltermin“ im Leo Baeck Institut werden neue Impulse ausgehen, die bereits aufgrund in New York geführter Besprechungen einen konkreten Niederschlag gefunden haben. Das Institut braucht Mitglieder, denn „eigentlich“ sollte wohl jeder der am Erbe des deutschen Judentums interessiert ist, Mitglieder dieser einzigartigen Schöpfung sein, de Leo Baeck-Instiiut heisst, und die den Namen eines ¡der grössten zeitgenössischen ¡Juden trägt. Vorläufig ist : der Kreis der -Mitglieder 1 noch klein. Aber alle, besonders die Mitglieder der Gemeinden, die sich mit Leo Baeck besonders verbunden fühlen, sollten dem Institut als Mitglieder ibei eir em Jahresmindestsata von 12 Dollar) beitreten. Anmeldungen können an die Jüdische Wochenschau gerichtet werden, bis das Comité gebildet ist, das seine Tätigkeit in Argentinien im Zusammen- «eichnungeh, _. Fotografien, Broschüren, itun«? <*le, “n?frea Pamphlete, Flugblätter. Prolurh wenn di« m't .... pagandasehriften, Hefte. Büve *nf. \fuc we 1 han<» mit der Centra ausüben eher,".Werke unk Lexika - I Persönlichen und auch mahan, m,t der Centra ausuben wobei-nicht der Anspruch j teriellen Opfern für die Zei. auf vollständige Aufzählung tun« verbunden ist. Die Jüdi allen Materials besteht -! Wochenschau, obwohl bilden einen ersten Ausals ZeitunS dazu verpflichtet und verurteilt —, ihre einen schnitt und Ueberblick über die Sammlungen, . die vom Leo Baeck-institut als Erbe des deutschen Judentums be. hütet werden. Untec diesen Büchern und Schriften befinden sich seltene und sehr wertvolle Materialien. Da ist ein Buch des christlichen Theologen Eccius,- der eine Streitschrift für die Juden gegen seinen Zeitgenossen Martin 'Luther herausgegeben, hat. Es handelt sich um eine Erstausga- Stimme zu erheben, vertritt die Auffassung, dass dies allein nicht genügt, obwohl es , im Wesen einer Zeitung liegt: auch hier muss die Tat i hinzu treten. i Dies wird oft verkannt, ( weil nur die wenigsten Menschen über das Wissen, die Einsicht und das Mass an Selbstkritik verfügen, um die Leistungen anderer zu erkennen und zu begreifen, dass man nicht nur reden, Restaurant »Paso Paso 452 (al fondo) — T, E. 87-9259 wird. Die Jüdische Wochenschau wird ihre Bemühungen zur Sammlung von Material fortsetzen, wobei wir. die Anzeigen zu beachten bitten, die wir als unseren besonderen Beitrag für diese Arbeit zugunsten des Instituts veröffentlichen werden. (Aus technischen Gründen kann der Bericht über die Tagung . der CENTRA. .die unmittelbar, an die Tagung des Council und des Leo Baeck-Instituts stattfand, erst in der nächsten Ausgabe der J. W. erfolgen.) Tag der Vereinten Nationen! der Krieg kann das Ende der j Zivilisation bedeuten. Die Vereinten Nationen, die ständig für den Schutz der Gerechtigkeit und die Menschenrechte kämpfen, müs-!sen tagtäglich eine neue ¡Stärkung erfahren, denn sie {sind das geeignete Instrument fiir den Fortschritt, für das Zusammenleben der Völker und den Sieg all jener Prinzipien, welche das Leben lebenswert machen und den Menschen edeln. . Archäologie — ein : spannendes Abenteuer ' Berechtigt die Archäologie den Aufwand an Menschen, Zeit, Geld? G.bt es zufriedenstellende Methoden zur Deutung der archäologischen Funde? Worin bestehen die 'Aufgaben der Archäologie? ¡Wie muss die Verwaltung ei- 1 nes archäologischen Instituts aussehen, damit die Arbeit wirksam bewältigt wird? ' Diese und eine Reihe anderer akademischer und praktischer Fragen wurden von Professor Kahane, Direktor der archäologischen Abteilung von Israel und Leiter der hier stattgehabten Ausstellung, im Rahmen eines Vortrags in . deuts her Sprache in den Räumen der Gemeinde Lamrot Hakol in ' Vicente Lopez behandelt. | Prof. Kahane begann au schildern, welcher Mut dazu gehörte, praktisch, ohne Mittel nach der Staatwerdung Israels zu beginnen, da die Mandatsmacht alles mitnahm oder zerstörte; allerdings, die während der Mandatszeit gesammelte Erfahrung konnte sie nicht mitnehmen, und so bildete diese Erfahrung den Grundsteih des zu errichtenden Gebäudes; der Prozess der Konsolidierung ist aber bei weitem noch nicht abgeschlossen, und es gibt immer Neues zu lernen. Nach dieser Einleitung begann der eigentliche Vortrag; dieser wurde zum Teil mit vor einigen Tagen aus Israel eingetroffenen Lichtbildern erläutert. Zu der Frage, ob es zufrie- Wenn zwei das Gleiche tun... Wien. — Wie man jetzt erfährt, wurde das Verfahren gegen den seinerzeit wegen neonazistischer Betätigung verhafteten Graf Allberti von der Staatsanwaltschaft eingestellt; der Ver- I haftete war bereits vorher aus der Haft entlassen wor- 1 den. Aufgrund einer nach ' Albertis Verhaftung bei ihm , vorgenommenen Hausdurch suchur.g. wurde laut Polizeibericht festgestellt, dass er im Besitz einer gro.-sen Anzahl von Hetzschriften aus der Giftküche von F,;nar Arberg war, und dass eine Anzahl von Mitgliedern verbotener Jugendbewegungen bei ihm eingeschuH wurden. Ein Kölner Gericht v% •*! teilte vor kurzem einen wissen Hermann Luckow einem Jahr Gefängnis. D:-* Verurteilte hatte Druckschriften des Einar Alt etg an Jugendliche in Kein verteilt. i Der Gerichtsvorsitzerde j bezeichnete diese Tat als I „Verbrechen gegen die I Menschlichkeit“. | Der Staatsanwalt hat a'htzehn Monate Gefängnis beantragt. (1PN). densteilende Methoden zur Deutung der Funde gäbe, erwähnte der Redner zwei We. ge, um sich der Archäolog e zu nähern: a> die kritische Betrachtung der Geschichte, also die wissenschaftliche und b) die subjektive Einstellung zum historischen Geschehen, also die humanistische Betrachtung. Prof. Kahane meinte, keiner der beiden Wege allein ¡führe zur Interpretation der! Archäologie: die wissenschaftliche Methode sei zu trocken und die humanisti- Ische zu unfrei. Folglich miis. ¡se es dem Archäologen, dem Wissenschaftler, gegeben sein, sich, von einem magi- I sehen Hauch der Geschichte umwehen zu lassen, um beide Methoden zu kombinieren uad so die Deutung der Fun- 'de in das richtige Licht zu rücken. Zu den Aufgaben der Altertumskunde gehört u. a. die Rekonstruktion der Vergangenheit; zu diesem Punkt meinte Prof. Kahane,. dass es 'nicht,so wichtig sei, einzel- ' ne Stücke .zusammenzutragen, sondern die Zone, in der diese Stücke gefunden wurden. zu prüfen und Grabun. 1 gen vorzunehmen, .denn-jedes gefundene Objekt erhal- ' te seinen historischen Sinn erst innerhalb seines Rahmens. 1 Bei. der Verwaltung einer archäologischen Abteilung gibt es eine Menge kleiner und grosser Probleme zu lösen: von dem Augenblick an, da von einem der unzähligen, über das ganze Land verstreuten Freunde der Ar- 1 chäologie — dies ist in Israel ein „Nationalsport“ — der Fund z. B. einer Scherbe, gemeldet wird, nimmt ein Inspektor der archäologischen Abteilung den Fund in Augenschein, und wenn es sich um einen Platz handelt, auf dem zur Zeit der ¡Entdeckung der Bau e nes Hauses vor sich geht, muss der Inspektor den Bauunternehmer bitten, zeitweise die Arbeiten einzustellen, bis die Wichtigkeit des Fundes geklärt ist. Dieses Verfahren ist natürlich mit Problemen verbunden: Wer ist verantwortlich bei Nichteinhaltung der vertraglich festgelegten Bauze't? wer bez-ahlt die Arbeiter während der Einstellung der Arbeiten?, u. ä. 1 Die Lichtbilder ergänzten gewissermassen die Ausstellung: es wurden Stücke gezeigt, die in den meisten Fällen Bibelstellen illustrierten. j Der Vortrag war. so interessant gestaltet, dass die Anwesenden überrascht waren, als der Redner sein Exposé schloss. i R W. Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS- und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten isiUE L B RIEF MARK EN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, I/B — Buenos Aires, Rep Argentina H. ROSENZWEIG TAILOR HENRY Tucumán 563, piso I | Neues Telefon: 32.0913 ] «rtisste A mwah] in imp. and hiesigen Stoffen J — ■aeaaeaaMi Am Tag der Vereinten Nationen, der am 24. Oktober begangen ward, wurde in diesem Jahr einem entscheidenden Ereignis gedacht, das sich vor genau 15 Jahren zu-; trug, nämlich die Utiterferligung der UN-Charter. Zu diesem Gedenktag gab die DAIA ihrem Anschluss im Namen der Judenheit Arigentiniens Ausdruck und un- * terstrich ihre Ueberzeugung, dass die Menschheit heute mehr denn je dieser Weltorganisation bedarf, um die Ideale aller Nationen und Völker der Erde zu verwirklichen. Die Judenheit Argentiniens, die durch Bande des Geistes und Ursprungs mit dem Staat Israel verbunden ist, kann nicht vergessen, dass die Verkündung dieser Charter eines der grössten Werke ist, welche die UN vollbracht haben, denn sie liefert den Beweis, dass die Menschheit mit vereinten Kräften unbegrenzte Möglichkeiten hat. So benutzte die DAIA diese Gelegenheit, erneut dem Wunsch nach Frieden unter den Menschen ■ i Ausdruck zu verleihen, denn DIE DRITTE ZIEHUNG DER CHAIL-TITE1 FAND IN JERUSALEM STATT Die dritte Ziehung (Einlösung der Titel) fand am 15. September in Jerusalem statt, bei der hundert Titel eingelöst wurden. mit 10.000 Dollar wurde die Nummer 003536 prämiiert 5.000 Dollar wurde die Nummer 001019 prämiiert 2.500 Dollar wurde die Nummer 003630 prämiiert 1.000 Dollar wurde die Nummer 001492 prämiiert Mit 400 Dollar wurden folgende Nummern prämiiert: 012544 018208 001176 012296 007983 010114 007823 008891 011754 012310 008505 007025 001170 011606 007266 011086 012215 014569 005795 002854 003372 004742 002703 011271 000771 012177 007834 003283 008987 007588 010189 011322 003885 006951 004309 005966 005129 014500 010821 010195 006228 005774 000124 008707 013824 008380 007903 006504 098244 009513 009343 010625 009351 013990 007134 011459 008061 014198 013653 000854 005572 007066 009451 003729 007198 007579 008438 013777 003682 012655 014733 000476 002021 013683 001579 010798 000358 013741 010029 003111 008812 009884 009279 014948 012614 011469 012019 004367 007614 006442 001886 000643 004605 014029 000432 001507 Viele Titel von Besitzern von CHAIL-Titeln in Argentinien, Uruguay. Mexiko und Venezuela wurden bei dieser Ziehung gezogen, und die Inhaber konnten ihre Prämien in Dollar ausgezahlt erhalten Die Nummer 001019 mit einer Prämie von 5000 Dollar fiel auf einen Inhaber eines Chail-Titels. der in Buenos Aires wohnt. Die nächste Ziehung findet am 15. Januar 1961 statt. Legen Sie Ihr Geld an und sparen Sie in Dollar durch eine Zeichnung von CHAIL-Titeln! Durch einen Kauf von CHAIL-Titeln arbeiten Sie zu Gunsten Israels und haben auch für sich und Ihre Familie grosse Vorteile.