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Jüdische Wochenschau · 1960-10-28 · 1823 (28.10.1960) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1823 (28.10.1960)
Date
1960-10-28
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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fi — Viernes. 28 de Octubre de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Afio XXL — Ho. 1823 Neue Kräfte wachsen heran (Schluss von Seite 1) rie und P -axis verhinderte die Inder sich auC die richtige n;:,e zu stellen oder zumindest einen Ausgleich der Interessen zu suchen, der eine friedliche Beilegung des i„±'aiisch-arabischen Konflik. tes ermöglicht haben würde. Eine völlig unterschiedliche Position zu den Indern haben Länder wie Burma und die >' men afrikanischen Petmbli,‘ i eingenommen. In einem . -.deren Zusammenhang wurde bereits bei früherer Gelegt eit auf die Erklärungen ues Vizetninisterpr.'isidenten des Tschad. Gabriel Lizette, hingewiesen, die er bei seinem Besuch in Israel abgegeben hat. Glücklicherweise zeigen diese afri. Ramschen. Länder wenig Verständnis für die Unversöhnlichkeit der Araber, die sie für eine Verirrung der Gefühle halten. 'Lizette gab sr mer Hoffnung Ausdruck, dassdie mohammedanischen nicht - arabischen Staaten Afrikas bald zu einem „Gegengewicht werden können, das die Arabische Liga zu einer Minderheit in der mohammedanischen Welt ma. *hen wird." — .Wenn die anderen Afrikaner so denken wie Lizette. dann eröffnen sich in der Tat grosse Perspektiven für eine bessere Zukunft. Dass seine’Worte nicht Ausdruck leerer Hoffnungen sind, dürf. te sich aus der heutigen Konstellation und dem Verhältnis Israels zu den afrikanischen Republiken ergeben. Dr, FREY Abofado PUEYRREDON S1M 1* ta«. ■■chm, IC—IC Ota iHier wachsen ebenfalls neue J Kräfte heran, die das Bild ,der asiatisch - afrikanischen .Welt zu ändern imstande sein dürften, das durch die •Bantung-Konferenz zu einer Degradierung der befreiten : Völker als „souveräne” Handlanger der einstigen Kolonial, und Weltmächte auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs geführt hat.! Wir stehen vor neuen Entwicklungen. Das bedeutet aber, dass die augenblickliche Lage noch nicht den Zukunftshoffnungen entspricht. Wahrscheinlich wäre die unerbittliche Ablehnung Israels durch die arabischen Staaten längst überwunden, wenn die Grossmächte eine andere Haltung eingenommen hätten und die mittelöstlichen Länder nicht in einen Tummelplatz ihrer kontroversen Interessen verwandelt haben würden. Sie taten es aber, um damit eigene Vorteile zu erhaschen, ein Vorhaben, das keinem der Beteiligten gelungen ist. Vor allem die Nordamerikaner bewiesen eine erschrek kende politische Kurzsichtigkeit, deren Folgen in dem Verlust einer Einflussphäre zu erblicken sind, die bis vor wenigen Jahren ausschliesslich den westlichen Ländern zugänglich war. Wenn man die Reden der arabischen Politiker gegen Israel hört oder liest, muss man an der Möglichkeit zweifeln, doch irgendwann zu einer Verständigung mit ihnen zu gelangen. Dabei kann man davon ausgehen, dass manche arabische Republik durchaus zu einer Zusammenarbeit mit Israel bereit ist. Aber keine arabische n REAL PEN ^Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 . TE. 49-5850 Aus •igsasr Werkstatt Lederkleidung CAMPERAS — JACKEN MAENTEL Umarbeitung - Aanderung Massanfertigung in 24 St. Garantiert bestes Leder G. Küchler CONGRESO 2465 fast Ecke Cabildo 2900 J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZEB OIAZ VELEZ 5224 al 46 T. E. 43-2349/0340 y 3021 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSER GESCHAEFTEN Manuela Pedraxa 2530 pl. b. Dp. B T. E. 70-7244 Ataitfia. Chapeaux HUTSALON Jetzt in B e I g r a n o MOLDES 2 5 6 1 T. E. 73-9229 73-9155 Regierung kann es wagen, in dieser Frage eigene Wege zu gehen. So scharf auch die Gegensätze zwischen Aegyp. ten und Transjordanien, zwL sehen Irak und Aegypten und zwischen sonstigen Staaten dieser Welt sind, in dem einen Punkt Israel finden sie sich immer wieder zu ge meinsamer Aktion zusammen. Kaltblütig würde der eine aiabische Führer den Tod eines anderen hinnehn^en ~~ und es ist schon einiges geschehen, um Gegner zu eliminieren (!1, — auch diese feindlichen Brüder, die sich gegenseitig nach dem Leben trachten, formieren eine I ront, wenn es heisst, gegen Israel zu protestieren! zu demonstrieren, zu hetzen und zu marschieren. Nunmehr treten Kräfte in Erscheinung, die diese arabische Haltung entweder erschüttern oder unwichtig machen könnten: die neuen afrikanischen und asiatischen Völker, unter ihnen zum Bei. 1 .spiel Nepal, dessen Ministerpräsident B p. Koirala ebenfalls vor kurzem Israel einen Besuch abgestattet hat.! „Wenn ich in Israel bin. füh. le ich mich nicht als Fremder", sagte Koirala. . Es ist ( interessant, darauf aufmerksam zu machen, dass die gemeinsamen Interessen beider Länder im gemeinsamen Fortschritt liegen. Nicht hochtrabende politische Programme, sondern der Willen, sich gegenseitig zu helfen! bestimmen eine Freundschaft. die dem Frieden dienen soll. I Das kleine, um seinen Aufbau ringende Israel wird , wegen seiner Leistungen von .alletl neuen Völkern und j Ländern anerkannt. Israelische Experten arbeiten in Burma und in Ghana, sie werden auch nach Nepal geihen. um Pläne und Grundi lagen für eine enge Koope- I ration auf dem Gebiete der (Landwirtschaft und Industrie aufzustellen. Aehnliche Erklärungen gaben die in Israel erschienenen Staatsmänner und Wissenschaftler anderer neuer Staaten ab. Der Gesundheitsminister Kameruns feierte die israelische Freundschaft und bat darum, dass israelische Experten nach Kamerun kämen, um beim Aufbau des Landes zu i helfen. Aus vielen dieser Länder gehen Ersuchen um j Entsendung von Saehver- I ständigen ein, die als Freunde kommen und keine politi, sehen oder wirtschaftlichen Bedingungen stellen. Der Finanzminister Nigerias, Dr. S. Efem Imoke, er- UNESC0 und Antisemitismus Paris. — Der Antisemitismus und die russische Diskriminierung figurieren auf dem Programm für die 11. Sitzung der Allgemeinen Konferenz der UNESCO, die am 14. November beginnen wird. Desgleichen wird die Konferenz über einen Resolutionsvorschlag zu beraten haben, der die Schaffung einer Studienkommission vorsieht, welche die Grundlagen und möglichen Anlässe für die antisemitische Welle, die im vergangenen Januar die ganze Welt überflutete, untersuchen soll. In Vorbreitung der Sitzung hat die UNESCO in diesem Monat ihr offizielles Mitteilungsblatt Rassenfragen gewidmet. Das Thema Antisemitismus füllt den grössten Teil dieser Publikation, die in 20 Sprachen erscheint. Auf der Titelseite steht ein kürzlich vom Exekutivcomite der Organisation gefasster Beschluss, der die Regierungen aller Mitgliedstaaten auffordert, „alle in ihrer Macht steherden Massnahmen zur Bekämpfung jeder Form von rass'scher Diskriminierung. Antisemitismus. Gewalt und Hass in ihrem Bereich zu ergreifen.” Ferner hat die UNESCO ein Buch von Professor H. Shapiro herausgegeben, das sich mit dem Judentum beschäftigt und auf 45 Seiten verschiedenen Wissenschaftlern von Weltruf Gelegenheit gibt, die Unhaltbarkeit der Rassentheorien zu beweisen. (ITA) la Semana Israelita Bisemanario — aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editoiiai Ltda. Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1? izq. T. E. 83-2613 Argentinien: $ 60.— pro Quartal Abon„-Preise: öffnete die Debatte über Probleme der Medizin auf der wissenschaftlichen Konferenz in Rechowoth, dem Sita des in aller Welt berühmten Weiamann-Instituts. mit Worten tiefer Freundschaftsgefühle für Israel im | Namen des nigerischen Vol- |kes. Er dankte für das be- I sonders grosse Mass an technischer und finanzieller Hilj fe. die Israel seinem Lande i gewähre. Das sind nur einige kurze Beispiele für die Beziehungen. die Israel mit den neuen afrikanischen Staaten auf. J nehmen konnte. Wenn es geilingt. auf diesem Wege fort- zuschreiten. braucht man nicht daran zu zweifeln, dass die neuen Kräfte auch neue Beziehunen im internationalen Leben anbahnen werden. Schon vor längerer Zeit ha- oder Russland, erwartet hatten. — Natürlich wissen wir. dass in der harten Welt der Wirklichkeit die meisten afrikanischen Länder in Abstimmungen oft nicht für, meist sogar gegen Israel vojtieren. Man darf aber damit |rechnen, dass sich dies mit ' dem Wachsen des eigenen Bewusstseins dieser Länder grundlegend ändern wird. Der Mut zur« Bekenntnis ist von der inneren Kraft ab- ■ den erzwingen, anhaltei), so kann sich sehr leicht und in garnicht allzu ferner Zukunft die Voraussa. .ge erfüllen, dre der Vxzemi- [ nisterpräsident des Tschad, .Gabriel Lizette. den israelischen Presseleuten gemacht hat: der Einfluss der mojhammedanischen, -n.cht-ara- . bischen Völker wird d-e ¡Arabische Liga in der mohammedanischen Welt in eij ne Minderheit verwandeln, j Wenn sich diese beiden, so 1 verschiedenartigen Entwicklungen zu einem macht gm Strom vereinen, wenn . die Tendenz der afroasiatisch en Völker zu einer engen Freundschaft mit Israel eine ¡politische Potenz erhält, und wenn die Devaluierung des ' arabischen Petroleums zu einer Normalisierung in der internationalen Politik führt, dann werden sich-die neuen [Kräfte ihren Weg zum Friedureh den ■hängig, die kn Anfangssta- 'sie zu Freiheit und Frieden, dium einer Entwicklung noch aber auch zu Wohlfahrt und nicht voll entfaltet sein kann. i Anzeichen deute-n darauf hin. dass die Macht der arabischen Länder, die im wesentlichen auf leumreichtum ^Sinken begriffen ist. Auch - dieser Prozess vollzieht s'ch ben-afrikanische Staatsmännicht von einem Augenblick ner. beieiner Pressekonfej zum. anderen. Sollte er aber renz gefragt, welches Land ihnen am meisten helfe und mit welchem Lande sie die engsten Beziehungen aufzunehmen wünschen, geantwortet: mit Israel, obwohl die Reporter eine ganz andere Entscheidung, Amerika Fortschritt im Dienste einer ¡besseren Zukunft’ihrer Völker gelangen-werden. In diesem Kampf um die Gestaltung einer neuen -afro-asiatiihrem Petro- ' sehen Welt ist dem kleinen beruht, im j Israel eine »hervorragende Rolle zugefallen. - die dem. Werden und Sem des jüdischen -SU-ates eine neue weltweite Bedeutung verleih :n. Judith I Schenkolewski! i KuIluMückereien i Schabboadecken . Tallis-' beute] . Käppchen . Maszot-Taschen . Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 73-9155; . « . « , Confitería NIZA Conde 2 02 0 76.0286 Servidos de lunch de categoría Jacobo M. Lapidus dipl. Mohel TUCUMAN 2396. 49 J T. 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