Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1821 (21.10.1960)
- Date
- 1960-10-21
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 21 de Ociubre de ttéAEJI ♦CfcyÉmcT £ëf$*M*££ I960 jüdische Wochenschau trío XXI. — No. 1821 — 7 iirwsif Die israelische Forstwirtschaft COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI Stock — T. E. 48-3695. 48-5683 iVERGROESSERUNG DES LANDWIRT¬ SCHAFTLICHEN BODENS IM GALIL Die Urbarmachung von 5.000 Dunam Boden im Unteren Galil wird gegen Ende Oktober beendet sein und an acht landwirtschaftliche Siedlungen vergeben werden, um die Bodenzuteilung zu vervollständigen und Boden, der diesen Siedlungen nur provisorisch zur Verfügung gestellt wurde und weit von ihren Dörfern entfernt ist, zu ersetzen. Der Keren Kayemelh versprach 1.000 Dunam Boden für die Erweiterung des alten Dorfes Sejera bereitzustellen, wo nur noch 11 der ursprünglichen Siedlerfamilien wohnen und weitere 38 neue Einwandererfamilien hinzukamen. Während Journalisten 'durch dieses Gebiet geführt wurden, wurden neue Methoden der Entsteinung demonstriert, wie auch der Gebrauch von Bulldozern und ¡Entwurzelungs - Maschinen. Früher brauchte man, wenn ¡man mit der Hand arbeitete. ' drei bis vier Arbeitstage, um 1 einen Dunam Land von Steinen zu befreien, während man bei der neuen Methode zwei Dunam in einer Stunde . entsteint. | Die Kosten, einen Dunam Beden von Steinen zu säubern, ■ belaufen sich auf 180 bis 200 IL, wobei bereits das Pfiügen eingeschlossen ist. Aus unserer Arbeit Anlässlich der Barmirwahfeier von Tommi Hess, Oiivos, fühlten Cariota Goldschmidt und Raquel Giesfcerg eine Sammlung zu Gun_ sten des KKL unter den anwesenden Gästen durch, welche die Summe von :$ 1.000.— ergab; auf den Namen des Barmizwab werden Bäume in Israel gepflanzt. DIE BESTEN BLAUEN BUECHSEN IM MONAT SEPTEMBER Enrique Berlowitz, Frau Susi Brüll, Max Callmann, Curt Donig, Rodolfo Ebel, Frau Ilse Emanuel, Federico Fleischmann, Frau Grete Friedmann, Juan Genrich, Dr. Norberte Gold, David Goldberger, Martin Gronich, Guiilermo Grünebaum, Dr. (Carlos Hendel, Hans Jacobi, Max Juda, Arturo Karpeles, Max Karlsberg, E. Katzen- Stein, Enrique Kiesel, Jacobo Kleinfeld, Herman Kluger, Norbert Korn, Frau Elsa Lewinsky, Leopolde Maier, Fe- Fremdenverkehr in Israel Tel Aviv. — Ein Bericht, der den sofortigen Bau von tausend zusätzlichen Hotelzimmern in Tel Aviv für die Unterbringung der Touristen empfiehlt, wurde dem staatlichen Fremdenverkehrs-Büro von einer nordamerikanischen Gruppe unterbreitet, die die Fremdenindustrie im Bande studiert hat. Auch in Ostgaliläa werden dringend 250 Hotelzimmer benötigt ¡und die gleiche Zahl in Beer ßchewa. Aus der Statistik für das Jahr 1959 ergeht, dass die Touristen im Durchschnitt 189 Dollar pro Kopf ausgeiben und 17 Tage im Lande bleiben. (ITA) derioo Mayer, B. Mehl, Daivid Neuberger, Ernesto Neu- ■mann, Frau Hedy Reich, Ni- ' colas Rosenberg, Werner ■ Rosenberg, Heini Rosen - I zweig, Rodolfo Rubin, Frau Irma Schlesinger, Eduardo ' Schönfärber, Alex Sielsky, ' j Eduardo Stier, Federico Stock, Alfred Strauss, Arie Szpilfidel, Alex Süsskind, F. Tentler, Ricardo Weiss, Ernesto Wertheimer, Siegfried Wolff, José Wosner, Georg Zellner. Wir danken allen unseren Spendern und Milarbeitern. Anfertigung von Jahrzeitstafeln * Wir beanchrichtigen unsere Freunde, dass wir die jAnfertigung von Jahrzeitsta-! fein übernehmen, welche im Sekretariat oder bei unserem Vorstands _ Mitglied, Herrn Strauss, T. E. 40-8442, zu bestellen sind. Unser Telegrammdienst Telegramme und Bau naspenden bei jeder Gelegenheit, bitten wir, unter nachfolgenden Telefon-Nummern aufzugeben: 70-, l 40-8442 73-4916 68-7004 64-2966 54-3209 76-1396 (Fiambreria Coghlac) i 48-3695 Sekretariat 48-5683 Wer jetzt durch Israel reist, kann junge Wälder und Baumschulen, Obstplantagen und neue Olivenwäldchen sehen, die sich über Täler und Höhen erstrecken. Sie sind die Resultate des grossen Bewaldungsplans zur Verschönerung der ¡Landschaft und die Vorar-! beit zur Verwirklichung des ¡grossen 'Landwirtschafts. Programms. Seit Staatsgründung wurden ungefähr 200.000 Dunam in Waldland umgewandelt, ausserdem wurden etwa 750 km längs der Landstrassen rtul Bäumen bepflanzt. Im vorigen Winter wurden neun Millionen Bäume in bereits bestehenden Wäldern nacäigepflanzf; ebenfalls wurden sieben Millionen Bäume neu gesetzt. Das Endziel dieses Unternehmens ist die Verj Wandlung von tausend Quadratkilometern in Waldland j Bisher wurden jährlich etwa 1 30.000 Dunam bepflanzt. Im Lande existieren neun Baumschulen; etwa 7000 Arbeiter sind bei der Bewaldungsarbeit beschäftigt. NOCH IMMER BRACHLAND Trotz dieser Geschäftigkeit besteht die Hälfte des Territoriums noch immer aus unfruchtbarem Hügelland. Doch wir wissen, dass das Land in biblischen Zeiten bewaldet und von einer emsigen Bauernschaft besiedelt war. Die Worte der Bibel sind die beste Quelle unseres Wissens; sowohl ln den Worten der Propheten, als auch in den Psalmen und in vielen anderen Kapiteln finden wir Anspielungen auf das Landleben und die Existenz fruchtbarer und bewaldeter Gegenden, auf denen viele Arten von Bäumen gediehen. Wer die historischen Stätten Israels besucht oder sich ein Bild über die Lebensweise der damaligen Bevölkerung machen will, muss sich daher eine ganz andere Landschaft vorsfceli len. Fachleute Ln der Forstwirtschaft erklären uns, dass das Klima sich seit der Antike nicht verändert hat; ihre Hypothesen stützen sich auf die noch hier bestehenden Waldreste sowie auf Funde von Wurzeln und Knochen von Waldtieren kn Boden des Landes. Das von HANNAH PETOR Vorhandensein von Wäldern' würde heutzutage jedoch eine wesentliche Verbesserung des Klimas mit sich bringen, denn Bäume bewahren Tau. Regen und Luftfeuchtigkeit in ihren Wipfeln. Es wäre auch wünscheftswert, dass im Zuge der Bewaldung das Waldleben wieder erwacht und Vögel und allerlei Tiere zurückkehren, ebenfalls dass der Boden Beeren, Pilze und viele Arten von Gewürzpflanzen liefert. Prinzipiell werden Wälder nur dort gepflanzt, wo keine andere Form der 'Landwirtschaft möglich ist. Die Pflanzung geschieht in den ersten Monaten des Jahres, unmittelbar nach den ersten starken Winterregen. Es wird nicht gesät, sondern die Setzlinge werden nach zwei Jahren aus den Baumschulen gebracht und in die Erde gesenkt. Die in dieser Hinsicht gemachten Experimente ergaben gute Resultate, denn etwa 80—90 Prozent der jungen Bäume fassten Wurzel. VERSUCHE UND MISSERFOLGE Dieser intensiven Aufforstung gehen natürlich Jahre von Versuchen und Irrtümern voraus. Die Fachleute waren ursprünglich der Meinung, dass der Olivenbaum am besten im Boden des Nahen Ostens gedeiht; doch es stellte sich heraus, dass er sich für Anpflanzung in Bergland nicht eignete, während die Kiefer, die Akazie und andere nicht Früchte tragende Bäume hier gut fortkamen. Die Aka. zie und die Tamariske sind wegen ihrer grossen Genügsamkeit vorzüglich für den Negew geeignet. In den neuen Entwicklungsgebieten werden jetzt grosse Mengen von Johannisbrotbäutnen get werden nun gesammelt u:‘d sollen den neuen Wäldern ^zur Bewässerung dienen I MASSNAHMEN GEGEN WALDFEUER Es werden strenge Massnahmen zur Verhinderung der gefürchteten Waldfeuer ergriffen. Jedes Jahr gehen, etwa 23.000 Bäume in Flammen auf; dies bedeutet schwere Verluste an mühsamer Arbeit und Werten. zogen, deren Früchte ein erstklassiges Futter für Haustiere darstellen; von den Schoten wird ausserdem eine Art Melasse gewonnen, die dem Menschen als vita-' minreicher Honigersatz dient. In den judäischen Bergen werden vorzugsweise Zypressen gesetzt, ebenso die sogenannte jerusalemer Kiefer, ein schöner hoch und gerade;Es wurden Beobachterposten aufwachsender Baum. Bejin den Wäldern eingerichtet, sondere Sorgfalt wird den | ausgestattet mit Löschappajungen Schösslingen der wil- ¡raten, Autos, Telegraphenden Eichen und anderer und Telephonlinien und mit Bäume zugewandt, die einst Kurzwellensendern. Die isra. hier einheimisch waren und; elischc Radiostation sendet Wurzeln schla- DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BÜCHSE DES KKL Geben Sie Ihre FAMILIEN -ANZEIGE TELEFONISCH auf] Sie ersparen sieh Zeit und Arbeit. Rufen Sie uns an 832613 Jüdische Wochenschau nun wieder gen. Der Eukalyptusbaum hat seinen riesigen Nutzen für Israels Forstwirtschaft bewiesen. Er wird in langen Reihen in unfruchtbares Erdland gesetzt und dient als Wiudbrecher. In Sumpfland dagegen saugen seine Wurzeln überschüssiges Wasser auf. An der Küste wiederum hält er die gefährlichen Wanderdünen auf. Er ist ein rasch wachsender Baum, der letzthin auch in der Holz- und Papierindustrie Verwendung' findet. Vor einigen Jahren wurden auch Experimente mit der Anpflanzung von Pappeln gemacht, deren aus Italien eingeführte Samen im Boden Israels gut gediehen. Augenblicklich macht man Versuche mit Pappelsetzlingen aus Chile. Die Bepflanzung mit Pappeln hat den Vorzug, dass auch andere Baumwolle und Mais gedeihen. Es ist interessant, dass bei Rodungen der Abhänge von wildem Buschwerk kleine Wasserläufe und Quellen entdeckt wurden, die Jahrhundertelang unbekannt und ungenutzt vom Erdreich auf. gesaugt worden waren. Diese den ganzen Sommer über derartige Warnungen an das Publikum. Nicht zuletzt liefert der kostbare, so sorgsam geschützte Waldbestand wertvolles Holz für die Fabriken. Die Wälder Israels sind vorläufig noch jung und nur zehn Prozent sind „erwach, sen“, doch diese liefern bereits 20.000 Tonnen Holz. Dies bedeutet etwa acht Prozent der Ausgaben für den Holzimport In ausländischer Währung! Diese Zahl wird sich in nächster Zeit verdreifachen. So werden grosse Strecken einst öden Landes durch die Anstrengungen der israelischen Regierung sowie des Jüdischen Nationalfonds mit Wäldern bedeckt, meistens in symbolischer Form zu'Ehren eines geehrten Gastes, zu einer besonderen Gelegenheit, in Erinnerung eines hiunter ihnen! sterischen Ereignisses oder Pflanzen wie einer hohen Persönlichkeit. Israels Wälder tragen zum Teil stolze Namen wie: B_alfour-Wald, Herzl-Wald, Märtyrerwald, Wald der Helden. Sie haben das Gesicht des Landes verändert und geben der durch Jahrhunderte hindurch vernachlässigten Landschaft die Schönheit wieder, die sie einst besass. •—e NB ———— 90 <B eegOBBB— BBBBKP i > Gegen Lederhosen Wien. Das österreichische Innenministerium bereitet zwei Gesetzentwürfe vor, die ein wirksameres Vorgehen gegen neonazistische Umtriebe ermöglichen sollen. Durch ein Uniform, schutzgesetz soll den Behörden die Möglichkeit gegeben werden emzuschreiten, wenn eine organisierte Gruppe in Kleidungsstücken aufmarschiert, die an Uniformen der verbotenen NS-Orgaoisationen erinnern. Auch ..Ersatzumiormen' sollen von den Verboten betroffen werden. Strafbar soll daher auch das demonstrative Tragen von i^ederfaosen und weissan Strümpfen sein, wenn eine Gruppe •dadurch die Absicht hat, öffe-nttlieh ihre .SalklsK-täi mit verbotenen faschistischen ■Organisationen zum Ausdruck zu 'bringen. Lederbösen und weisse Strümpfe waren in den dreissig«. ,Jahren die „Uniform“ der il legalen Nationalsozialisten in Oesterreich. (AWZ) ist Pflichterfüllung ISRAEL gegenüber Amiahmestclien: CAMPANA UNIDA PRO ISRAEL, | COMITE CENTROEUROPEO I Sarmiento 237«, 39 — T. E. 47-3820 % und sámtliche Sekretariaíe der ange- I schtossenen Grg&iusationen und f Gemeinden I MM4NN