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Jüdische Wochenschau · 1960-10-21 · 1821 (21.10.1960) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1821 (21.10.1960)
Date
1960-10-21
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 21 de Octubre de I960 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXT. — No. 1821 — 3 Israels Rolle in Afrika Noch bevor der Quay d’Orsay oder Whitehall oder Brüssel die afrikanischen Staaten zu ihrer neugewonnenen Selbständigkeit beglückwünschten, waren israelische Ratgeber, Techniker und Unternehmer in jenem Kontinent gern gesehen. Mehr und mehr Afrikaner kamen nach Israel, überzeugt davon, dass sie uneigennützig in Theorie und Praxis in lebenswichtigen Berufen unterrichtet werden, die ihre Landsleute noch auf altmodische Weise unrentabel betrieben. Es liegt atwas Eindrucksvolles in diesem Planen und der Ausführung und etwas Gesundes in dem Geben und Nehmen, in dem gegenseitigen internationalen Austausch. Was Israel am wenigsten will, ist seinen Anteil ■ungebührlich zu verherrlichen oder sich magischer Tugenden zu rühmen. Diese Einstellung hilft Israel, die Umklammerung des arabischen Boykotts und der arabischen Blockade zu überspringen und zu einem freundlicheren Verhältnis zu Völkern zu gelangen, die letzten Endes Israels Nachbarn zu einer Aenderung ih- Rundfunk-Sendungen in Swahali Jerusalem. — James Simba aus Tanganjika traf in Israel ein, um den Posten des Direktors der jetzt eingeführten Sendungen in der Swahali-Sprache der Radiostation Kol Israel zu übernehmen. Swahali wird in Ostafrika gesprochen. Während seines Aufenthaltes in Israel wird Simba gleichzeitig das israelische Bundfunkwesen studieren. Seine Gattin, die geprüfte Krankenschwester ist, wird im Hadassa-Krakenhaus an einem Sonderkurs teilnehmen, (ITA) rer Haltung bewegen können. Die Entwicklung ist parallel und zyklisch. Zu gleicher Zeit sind Israels Techniker damit befasst, zu organisieren und in Afrika etwas zu schaffen, was in Israel mit Erfolg ausprobiert wurde, ein Hospital, eine Marine- Akademie, den Bau eines Dammes, während die afrikanischen Kandidaten, die eine eventuelle Kontrolle übernehmen sollen, eine intensive Ausbildung in Israel erhalten. Wenn die neuen afrikanischen Aerzte oder Ingenieure oder Krankenschwestern oder Angehörige anderer Berufe ihre Ausbildung vollendet haben, gehen sie in ihre Heimatländer zurück, um dann das Hilfspersonal in der Leitung der Geschäfte zu ersetzen. So gründete ein Professor für Aulgenheilkunde der Hebräischen Universität mit einer Oberin seines Personals, eine Augenklinik in Monrovia, während liberisches medizinisches Fersonal und ausgebildete Krankenschwestern in Israel lernten, es zu übernehmen. Und sie übernahmen es bald. I Israels Technologelt wer-! den nach Afrika geschickt, um Probleme des Ingenieurs. und Bauwesens sowie der Landwirtschaft zu prüfen. Gegenwärtig sind rund 300 solcher israelischer „Gesandten“ in Ghana, Liberia und Nigeria, in Sierra Leone, Togo und Aethiopien, in Kenya, Tanganjika und der t Mali-Föderation tätig, sei es | als Berater für ein Ministerium oder als Angestellte in israelischen Unternehmungen mit afrikanischen Firmen als Partner. Aufenthaltsdauer und Aufgaben eines Technikers der „draussen“ arbeitet, sind beigrenzt. Er iiberbrückt nur eine Lücke, bis Afrikaner selbst zur Uerbernahme sei- Teppichhaus -1 Hoclb; UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKNÜPFTEN I TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung nes Postens befähigt sind. Das ist es, wozu er in Afrika ist, nicht weniger, aber gewiss auch nicht mehr. Gleichzeitig mit der Entsendung von Technikern nach Afrika richtet die israelische Regierung in Israel individuelle oder Gruppenkurse für afrikanische Studenten über die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Länder ein. Die Afrikaner ziehen eine Partnerschaft und gemeinsame Unternehmungen gegenüber „abstrakten“ technischen Ratschlägen vor. Sie wollen sicher gehen, dass das Interesse des fremden Geldgebers dem Erfolg des Unternehmens gilt, und dass sein nationaler Charakter gewahrt bleibt. So wollen sie die Majorität als Aktienbesitzer bilden, gewöhnlich mit 60 zu 40 Prozent, und Israel geht auf diese Bedingungen gern ein. Die „ZIM“ steht weiter der „Ghana Black Star Line“ mit ihren Diensten zur Verfügung, und die Ghanesen gewinnen so Erfahrungen in der Handelsschiffahrt, aber ihr ursprüngliches Kapital hat die „ZIM" zurückgezo- 1 gen, sobald es ohne Gefahr ■geschehen konnte. In der 1 gleichen Form arbeitet auch | die Solei Bone mit einer 'Firma in Ghana zusammen, j Sie stellt Ingenieure zur Ver ifügung des „Konsortiums“ jund hat zehn Stipendien für j Ghanesen ausgesetzt, die in | Israel lernen. I Die städtischen Wasser- | werke in Akkra und anderen Zentren werden unter israelischer Leitung gebaut. Israelis halten Vorträge jm Technischen Institut oder ¡arbeiten im Bankfach und ¡bei der Hühnerzucht und unterweisen im Gebrauch von ¡landwirtschaftlichen Maschinen. Der Direktor der Schifffahrtsschule von Ghana ist ein Israeli. Ein Beamter des israelischen zentralen statistischen CARLTON- KLEIDUNG TRAEGT SICH STETS GUT! Auf Wunsch Zahlungserleichterungen } ¡g stücke tragen, die sie vor [vielen Jahren kauften und die heute noch tadellos aussehen. Mit Carlton-Kleidung verbindet jeder den Begriff von Qualität und unbeding. ter Zuverlässigkeit. Das gilt für alle unsere Angebote. Büros gibt Ratschläge über die Methode, wie eine erste Volkszählung in Ghana vorzunehmen ist; erfahrene Fliegeroffiziere wurden von Ministerpräsident Nkrumah angefordert, die erste Fliegerschule in Westafrika zu organisieren. In Monrovia (Liberia) ist die israelische „Mayer Investment Company“ Teilhaber in einer örtlichen Baugesellschaft, die mit der Zentralbank von Liberia liiert ist. Dieses gemeinsame Uni ternehmen hat Wohn- und I öffentliche Gebäude errichtet, sowie ein Hotel und ein Hospital und plant die Erschliessung mehrerer Inseln vor der Küste des Landes. Ingenieure der israelischen Gesellschaften Tahal und Mekorot haben die Wasser- Duellen von Westnigeria begutachtet. Dort bestehen Partnerschaften der Solei Bone und der Nigerian Water Resources Development Company, die 16 Städte und 400 Dörfer in West, und Ost-Nigeria mit Vasser versorgt. Ein Kreditabkommen für Ausfuhr nach Israel wur- ' de während des kürzlichen [Besuchs des israelischen Fi- ¡nanzministers in Lagos ab-; geschlossen. Israels INCODE hat mehrere Jahre in Aethiopien gearbeitet, Israel mit Fleischkonserven beliefert und nicht-koschere Produkte nach Europa exportiert. TAHAL unternahm Arbeiten am Blauen Nil, baute einen Damm in Erythräa und bohrte in abseits liegenden | Gebieten nach Wasser. Sie beriet die Stadtverwaltung |von Addis Abeba in Fragen j der Wasserversorgung und ' der Kanalisation. Im Verj kehrs. und Gesundheitswei sen sind israelische Experten , ebenfalls als Berater tätig. I Die Eiinder Fishing Company erforschte die Küstengewässer für die abessini- Fischgründe und erschloss sie ihren abessinischen Auftraggebern. Ein pariser Journalist schrieb nach einem Besuch im französischen Sudan, einem Gebiet, das jetzt zur Mali-Föderation gehört; „Israel! Der Name ertöntj überall, und das ist nicht überraschend. Zu dem Gedanken ' LA SEMANA ISRAELITA BISEMANAJR.IO INDEPENDIENTE 6s. Aires — PUEYRREDON 2190, 1» isq. - T. E. 83-2613 30 Tischri 5721 21. Oktober 1960 eines Landes, in dem Milch und Honig fliesst, hat sich die Wirklichkeit einer beispielgebenden Wirtschaft gesellt. Gestern ein unfruchtbares, fast verlassenes Gebiet, ohne Wasser -,nd ohne Vegetation, — ein grosses blühendes Israel heute ist ein Muster für alle Länder die unter Armut und einer ausgedörrten Erde leiden.“ Das ist eine Wahrheit, die in allen neuen afrikanischen Staaten widerhallt. Fernsehvertrag mit Moskau London. — Zwischen der Vereinigten Arabischen Republik und der Sowjetunion ¡ist ein Fünfjahresvertrag! über den Austausch von ■ Fernsehprogrammen abgeschlossen worden. Wie kai. roer Tageszeitungen melde- |ten, wurden bisher dem kniroer Fernsehen von der Soj wjetzone 90 Fernsehfilme zur Verfügung gestellt. (AWZ) MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND $ GROESSEN. 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