Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1819 (12.10.1960)
- Date
- 1960-10-12
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Miércoles, 12 de Octubre de 1960 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXI. — No 1819 DIE EREIGNISSE DER WOCHE Eine Botschaft der Solidarität Eine Versicherung menschlicher Brüderlichkeit erhielt die jüdische Kollektivität mit Hinsicht auf die jüngsten antisemitischen Kundge. bungen von Seiten einer religiösen Organisation. Die Evangelisch - Methodistische Frauen-Organisation Argentiniens hat sich mit der Bitte an die DAIA gewandt, sie möge — wie es heisst — „unseren jüdischen Brüdern in Argentinien unseren Ausdruck der Solidarität und Sympathie angesichts der Manifestationen von rassischer Diskriminierung, die das Leben unseres Landes betroffen haben”, übermitteln. In der Botschaft, die mit einer entschiedenen Verur. Kein weibliches Privileg ist die Freude an vollendeter Kleidung. Bei aller Schlichtheit des modernen Anzugs, das ist im Wandel der Zeiten geblieben: Anspruchsvolle lieben es heute noch, sich durch Nuancen des Schnitts, des Stoffes und der Verarbeitung abzuheben. Auffallen ohne „auffallend” angezegen zu sein. — Das ist der Stil der Carlio-n.Kleidung. Beste Massarbeit — Feinste Fertig- Kleidung Fiir Herren und ihre Söhne feine Herren. Ausstattung C A R L T O N Maipu 982 TE. 31-0357 cm Tu&d MAIPU 484, 1. St. MAIPU 982 T. E. 31-1643 — T. E. 31-0357 teilung der kürzlichen Vorfälle schliesst, ist folgender Satz enthalten: „Als christliche Frauen wollen wir betonen, dass wir den Wensch hegen, auf dieser Erde möge sich ein jeder sicher fühlen, nicht wegen seiner Ansich, ten und seines Glaubens belästigt zu werden, und uns allen möge es gegeben sein, in diesem Geist brüderlicher Toleranz den Anbruch einer glücklichen Zeit für alle Völker zu erleben.” Von der archäologischen Ausstellung Die Ausstellung biblischer Archäologie, die unter dem i Motto „Israel, Land der Bi-!bel” im Museo Nacional de Bellas Artes gezeigt und von der Regierung Israels im An. Schluss an die 150 Jahrfeiern der argentinischen Unabhängigkeit veranstaltet wird, ist schon von rund 20.000 Menschen besichtigt worden. Zu der Rekordzahl von 7.800 Personen, die am Sonntag, den 25. September, d. h. am ersten Tag, an dem die Ausstellung für das Publikum geöffnet war, verzeich.;net wurde, gesellt sich jetzt die Zahl von 7.200 Personen, welche die Ausstellung am Sonntag, den 2. Oktober, besuchten. In Anbetracht dieser hohen Besucherzahlen wurde die Besuchszeit des Museums erweitert, und die Ausstellung ist nunmehr täglich von 15 bis 20 Uhr, jeden Donnerstag von 15 bis 22 Uhr und Sonntags von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 20 Uhr geöffnet. An den Dienstagen und Donnerstagen finden von 10 bis 13 Uhr Führungen für Schulen und Sondergruppen statt. Besuch des Gouverneurs von Buenos Aires Auf besondere Einladung des Geschäftsträgers der israelischen Botschaft, Dr. Mordechai Awida, besuchte der Gouverneur von Buenos Aires, Dr. Oscar Alende, die Archäologische Ausstellung in Begleitung seiner Gattin. Der Gast besichtigte eingehend alle ausgestellten Gegenstände und erhielt ausführliche Erklärungen von WoWimanii Moderne Wohn- und Schlafzimmer- Einrichtungen — Sesselgarnituren Sarmiento 1147 Cabildo 774 AUTO . REPARATUR . WERKSTATT „BENO“ BENO HUTSCHNECKER Arda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 2205 Srwi i i I t > » > * J > ¡L H. ROSENZWEIG TAELOR HENRY Tucumán 583, piso 2 ] Neues Telefon: 32.0913 «raute Auswahl in imp. hÎMÎgen Slofieu ‘****a**-- ———--- - Dr. Penuel Kahane, dem Direktor des Instituts für Altertümer in Israel, welcher die hiesige Ausstellung organisiert hat. Dr. Alende wurde auf seinem Rundgang ferner vom israelischen Geschäftsträger Dr. Mordechai Awida und Botschaftsrat Dr. Joel Barromi begleitet. Vorlesungen über die Ausstellung Am vergangenen Sonnabend eröffnete das Institut für argentinisch-israelischen Kulturaustausch in seinem Sitz in der Paraguay 1535 einen Zyklus von Vorlesungen über die Themen der Archäologischen Ausstellung. Dieses Programm ist im Rahmen des Bestrebens, die 'Kultur der Bibel zu verbreiten, aufgestellt worden. I Die Eröffnungsrede hielt 'der Geschäftsträger der Is- 1 rael-Botschaft, Dr. Mordejchai Awida. Nach ihm ergriffen der Kopräsident des! Kultur-Instituts, Dr. Moises Goldman, der Direktor der Ausstellung, Dr. Penuel Kahane, sowie der technische Direktor der Kommission für die 150 Jahrfeiern, Prof. Pedro Catelia, das Wort. Die erste Vorlesung hielt anschliessend Presbyter Ale- Ijandro Regazzio über das ' Thema „Die historische Bejdeutung der Rollen vom Toten Meer”. Der zweite Vortrag wurde gestern von Dr. Juan A. Soggin über „Die israelische Eroberung des Heiligen Landes und die archäologischen Funde” gehalten. Die noch stattfindenden Vorlesungen liegen ebenfalls fast alle in Händen von katholischen Geistlichen. Das Programm ist folgendes: Sonnabend, den 15. Oktober, 19 Uhr: “Hatsor, ein Modell für archäologische Ausgrabungen”; Redner: R. P. José Severino Croatto. — Dienstag, den 18. Oktober, 21 Uhr, in Rodriguez Pena 1062: „Beitrag der Archäologie im Heiligen Land zur Exegese verschiedener biblischer Stellen”; Redner: F.. P. Jorge Mejia; am gleichen Tage, um 21 Uhr in Caseros 1450, Floroda (für das deutschsprechende Publikum): „Die Archäologie in Israel”; Redner: Prof. Penuel Kahane. Verlag Candelabro Der Direktor des jüdischen Verlages „Editorial Candelabro”, Dr. Asher Mibashan, veranstaltete anlässlich zweier Neuerscheinungen, „Ben Gurion” von Robert St. John und „A la Llegada de Jash” von Jakob Glattstein, die kürzlich von uns besprochen wurden, ein literarisches Mittagessen, um mit Vertretern der jüdischen Presse und jüdischen Schrifstellern über die neuen Bücher und jüdisches Verlagswesen im allgemeinen zu debattieren. Das Buch über Ben Gurion, der heute zu den am meisten diskutierten Politikern der Welt zählt, ist besonders interessant, weil es von einem Engländer geschrieben ist, der das Wirken dieses genialen Kämpfers vom Standpunkt des Nichtjudçn sieht, und weil es zum ersten Mal eine derart umfangreiche Darstellung der Leistung Ben Gurions vermittelt. Es wurde betont, dass die jüdische Ju¬ IHR INSERAT in der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU bringt immer Erfolg Auskunft: T. E. 83-2613 gend das Leben dieses Staatsmannes kennenlernen müsse und es nicht genüge, nur Bücher über Theodor Herzl und Chaim Weizmann herauszugeben, sondern auch die Gestalt Ben Gurions, der soviel für die Schaffung und Entwicklung des jüdischen Staates getan hat, dem breiten Leserpublikum in Lateinamerika näherzubringen. Jakob Glattstein ist dem spanisch lesenden Publikum ein Unbekannter, obwohl er heute als der grösste jiddisch schreibende Dichter und Romanschriftsteller einzuschätzen ist. Hier ist ein grosser Leserkreis unter den spanisch sprechenden Juden vorhanden, der an Neuerscheinungen sehr interessiert ist, und auch der argentinische Leser bevorzugt heute Bücher über Israel und seine Politiker, zumal durch die jüngsten politischen Ereignisse und den bevorste. henden Eichmann _ Prozess das Isteresse für die israelischen Belange gewaltig gestiegen ist. Der Verlag bereitet jetzt die Herausgabe von Novellen der kleinen Anne Frank vor. Diese Kurzgeschichten sind in holländischer Sprache geschrieben und verraten ein grosses schriftstellerisches Talent. Verschiedene deutsche Zeitungen haben sich über die aufgefundenen Novellen recht abfällig geäussert und an ihrer Echtheit Zweifel ausgesprochen. Doch anhand von Schriftproben konnte einwandfrei Bs. Aires — PUEYRREDON 2190, 1’ izq. — T. E. 83.261;- 21. Tischri 5721 LA SEMANA ISRAELITA BISEM AN ARIO INDEPENDIENTE nachgewiesen werden, dass die Novellen von Anne : Frank geschrieben worden |sind, deren Genie sich in der I Enge des Verstecks in der Prinsengracht von Amsterdam nicht entfalten konnte. I Ausser den Vertretern der 'jüdischen Presse waren bei! dem Essen auch der Geschäftsträger der Israel.Botj schaft, Dr. Mordechai Awii da, der Leiter der Presseabj teilung der Botschaft, Herr •Gregorio Verbitzky zugegen, ¡sowie Frau Smilg-Benario, die Uebersetzerin des Buches „Ben Gurion”, welches dem Andenken von Dr. Abraham Mibashan s. A. gewid met ist.! Der Verlag „Candelabro” plant, ein Buch über hebräische Poesie und Prosa herauszugeben. Das Problem liegt darin, einen geeigneten Uebersetzer aus dem Jiddischen ins Spanische zu finden. Bei der allgemeinen Aussprache betonten alle, die das Wort ergriffen, dass das Buch von Robert St. John über Ben Gurion ungemein wichtig für das Verständnis dieser dynamischen Persünlichkeit ist und seine Lektü-; re unbedingt notwendig sei, um sich einen Begriff über diesen fähigen Politiker und die Schwierigkeiten zu machen, mit denen Israel zu kämpfen hat. Anschliessend verwies Herr Gregorio Verbitzky, der Presse-Attaché der israelischen Botschaft, auf die Bedeutung des „Editorial Candelabro”, der heute zu den bedeutendsten jüoischen Verlagen in 'Lateinamerika gehört, und dankte Dr. Asher Mibashan für seine wertvolle literarische Arbeit. Preisgekrönt Der in Berlin gebürtige, von polnisch-jüdischen Eltern abstammende Bildhauer Martin Blaszkowski gewann im diesjährigen Sak» Municipal de Bellas Artes von Buenos Aires den „Grap Premio de Honor” für sein Bronzewerk „El Vuelo”4. Gleichzeitig konnte Blasi kowski in Córdoba im Salm» Provincial de Bellas Artes den ersten Preis fiir seine Skulptur „Júbilo I960” erringen. SEIGNEUR '//, VA P U ¡¿Kl I 11 ETC 4 ú [Neuer Luxus-Borddienst der Lufthansa Erhöhter Komfort durch zusätzliche Lounge. Entspannung durch “Comforette'’-Liegesessel. Bordkoch für internationale Menus./ 'Höchste individuelle Bordbetreuung? LUFTHANSA CORRIENTES 315 - TEt,, 3t . 6063 BUENOS AIRES