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Jüdische Wochenschau · 1960-10-04 · 1817 (4.10.1960) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1817 (4.10.1960)
Date
1960-10-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Maries, 4 de Octubre de 1960 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año xxr. — No. 1817 — a in „Nicht zu freundlich mit Israel* Die Verhandlungen über die Zukunft Zyperns sind abgeschlossen, und die Vertragspartner haben sich auf Belassung britischer Militärbasen im Umfang von 99 Quadratmeilen geeinigt. England hatte ursprünglich 240 Quadratmeilen verlangt und hat sich nach und nach von diesem Verlangen zurückgezogen. Doch erhält Grossbritannien ausserhalb der 99 Quadratmeilen, die britischer TONANGEBEND Stimmt der Grundton, dann stimmt die ganze Melodie.— Dies gilt auch für Herrenkleidung. Denn gut gewählte Grundstoffe und die qualitätsvolle Verarbeitung sind die Grundlagen der unübertrefflichen CARLTON. Kleidung. Masskleidung Fertigkleidung Wer etwas auf sich hält, trägt Carlton-Kleidung, die Kleidung guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewöhnliche Kleidung. In Vorbereitung: Herrenaussialiung Individueller Kund*-,-»--* Aenderungen. n '¿** ««MM» MAIPU 484, 1. St. MAIPU 982 T. E. 31 0357 Souveränität unterstehen, noch weitere 30 Anlagen, die zwar im Gebiet der Republik von Zypern liegen, jedoch von den Engländern benutzt werden können. Bei der Debatte im Unterhaus wurde ein Antrag der Labour Party abgelehnt, der es Grossbritannien unmöglich machen sollte, die Basen für Atom-Aktionen zu verwenden. Die Ablehnung zeigt, weshalb Grossbritannien an diesen Basen interessiert war, und dieses Interesse beschränkt sich nicht auf England allein, sondern die NATO . Partner Griechenland und die Türkei möchten ebenfalls sehen, dass die Basen auf Zypern notfalls für gegen Russland gerichtete Atom-Operationen benutzt werden können. Damit sind jedoch nicht alle Gründe aufgezählt, die die Engländer zur Unterhaltung ihrer Basen auf Zypern veranlassten. Zypern ist die nördliche Ecke des Rest- Dreiecks, das England noch im Mittleren Osten verblieben ist. Die beiden anderen Ecken liegen am Persischen Golf in Kuweit und auf den Bahrein-Inseln und der anderen Seite der arabischen Halbinsel in Aden. Zypern soll die Engländer in ihren verbliebenen Positionen unterstützen. wenn diese etwa bedroht sein sollten. Interessanterwe.se erwarten politische Kommentatoren. dass eine solche Bedrohung zuerst am Persischen Golf auftritt, wo Nasser oder Kassem den reichen Oel- Scheich von Kuweit unter Druck nehmen können. Tatsächlich zeigen sich jedoch Bedrohungen gerade ln Versicherungen jeder Art — JUNCAL 2170 »♦* Waleumfliuv Moderne Wohn- und Schlafzimmer- Einrichtungen — Sesselgarnituren Sarmiento 1147 Cabildo 774 Restaurant »Paso Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259 Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS- und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten; und Banketten ± AUTO - REPARATUR - WERKSTATT „BENO“ BEÑO tfOTSCHNECKER Awém. CONSTITUYENTES 4ML (Ecke Mtwwroej t. e. *t * saos —*» * fcwejgaauMei Aden, obwohl es den Englän." dern in der letzten Zeit gelungen war, durch Verhandlungen mit dem Yemen eine gewisse Beruhigung in Aden und dem Hinterland der Stadt zu erreichen. Jetzt wird jedoch die Verleihung der „Unabhängigkeit für Somalia ansteckend” und ein erfahrener britischer Verwaltungsbeamter in Aden erklärte, dass man die Kolonial-Herrschaft in Aden wohl kaum mehr als fünf Jahre aufrecht erhalten könne. Somalia hat den Forderungen nach einem „unabhängigen Aden“ grossen Auftrieb gegeben. Zwei politische Parteien, die Vereinte Nationale Front und die südarabische Liga setzen sich für Umwandlung des Kolonialregimes zumindest in eine autonome Regierung ein. Die Parteien werden vom Gewerkschaftsbund unterstützt. Dieser gehört dem westlichen Internationalen Bund Freier Gewerkschaften an, zugleich hat er sich jedoch der „Internationalen j arabischen Arbeiterföderajtion“ angeschlossen, die den .Kampf gegen den Cleopatra- I Boykott führte. Ein Angestellter der Fluglinie in ¡Aden Abdalla el Asnag fun- , giert als Sekretär der Gej werkschaften und bemüht ¡sich, sie zu einem Instrument des Nationalismus und Panarabismus im Stile Nassers zu machen. Einige seiner Mitarbeiter sollen kommunistisch beeinflusst sein. Bis heute haben in Aden nur diejenigen Einwohner Stimmrecht, die die britische Staatsangehörigkeit be. sitzen; der Gewerkschaftsbund fordert, dass alle .anderen Einwohner (vor allem die Zuwanderer aus dem Yemen) Stimmrecht erhalten sollen. Wie überall hört man die Sendungen von Radio Kairo und die von „Saut el Arab“ (Stimme der Araber), und der Rundfunk stachelt die nationalistischen Aspirationen immer mehr an. Bis jetzt ist es den Engländern gelungen. Ruhe in Aden zu | Zeugen gesucht Kassel. — Die Kasseler Staatsanwaltschaft und die Zentralstelle zur Verfol. gung von Nazi verbrechen in Ludwigsburg suchen Zeugen für bevorstehende Prozesse gegen Naziverbrecher. Einmal werden Angaben von Personen benötigt, die im Ghetto von Bialystok waren, wo Tausende von Textilarbeitern lebten. Zum anderen geht es um Aussagen über die Erschie. ssung im Gebiet von Sluzk. In Kassel wird demnächst ein Verfahren gegen die ehemaligen Polizei - Offiziere Leehthaler und Papenkort stattfinden, die die Massenerschiessungen in Sluzk geleitet und durchgeführt ha. ben. Da der Staatsanwaltschaft bisher nur Zeugen zur Verfügung stehen, die dem Bataillon angehört haben, wird dringend um Aussagen von Ueberlebenden aus diesem Gebiet gebeten. 398 Rabbiner in Israel Tel Aviv. — Von 398 Rabbinern in Israel sind 224 Aschkenasim und 174 Sefarden. In den letzten Monaten erhielten II Rabbiner verschiedene Posten durch den Oberrabbiner: es handelt sich hier um 10 Sefarden und einen Aschkenasen. — (AWZ) halten, und die einheimischen Arbeiter verstehen auch, dass die Beschäftigung in der Oelraffinerie von Aden für sie ein wirtschaftlich wichtiger Aktivposten ist. Doch man weiss, dass wirtschaftliche Ueberlegungen in politisch aufgeregten Zeiten weit zurücktreten. England will zwar von Zypern aus das Gebiet am Persischen Golf und am Roten Meer mitkontrollieren, aber die Engländer sind sich der Begrenztheit der Möglichkeiten absolut bewusst. Manche englische Wirtschaftskreise glauben auch nicht, dass es Sich lohnt, um die Raffinerie von Aden zu kämpfen. Für den Augenblick hält England an Aden fest und hat einen besonders befähigten neuen Gouverneur dorthin entsandt, aber niemand weiss, wann die Totenglocke auch für diese Position läuten wird, die im Rahmen der früher geltenden politischen Begriffe von erstrangiger Wichtigkeit war. Die Basen auf Zypern dürften jedoch — auf längere Sicht gesehen —ihre Bedeutung nicht im Zusammenhang mit den Positionen im Mittleren Osten, sondern eher als Ausgangspunkt für Atom-Aktionen geigen Südrussland haben. Das ist die Anweisung der polnischen Regierung an die Zeitungen. Mit der Gefangennahme Eichmanns ist. das Prestige Israels gestiegen, nicht nur bei der jüdischen Bevölkerung, sondern im ganzen Lande. Das passt der Presseabteilung des Zentralcomités nicht recht. Von hier aus gehen täglich Anweisungen an alle Blätter des Landes, wie man sich in jedem einzelnen Fall zu verhalten habe. So hiess es in einer solchen Instruktion, es bestehe kein Anlass, die Aktion der jüdischen Freiwilligen zu loben. Die Regierung Ben Gurions sei eine reaktionäre und die Tendenzen der Regierung Israels seien denen Polens entgegengesetzt. Aus den polnischen Zeitungskommentaren habe man im Ausland den Schluss gezogen, dass Polen seine Haltung gegenüber Israel geändert habe. Die Redakteure werden aufgefordert, sich genau an das zu halten, was die Regierung zum Konflikt im Sicherheitsrat vorgebracht habe: weitere Artikel ausser den offiziellen, wurden verboten. ,Man hält in eingeweihten Kreisen die Ansicht aufrecht, diese Stellungnahme sei ein Zeichen der Verschlechterung der polnischen Situation. Man sprach in letzter Zeit wieder von der Versetzung jüdischer Beamter und von ähnlichen Massnahmen wie zur Zeit dos Slansky- Prozesses. Es geht offensicht-'- lieh \üWr,eino Angleichurrg* der Tendenzen aller volksdemokratischen Staaten an die von Russland verfolgte Linie nach dem Zusammenbruch der Gipfelkonferenz. Die Einheit der Pclit k der kommunistischen Staaten steht im Vordergrund, und auch in der Stellungnahme’ gegenüber der jüdischen Bevölkerung sind keine Extra-’ touren ertaubt. In Lodz wurde ein polnischer Kaufmann zu zwei Jahren Gefängnis verui teilt, weil er zwei Juden angriff, als sie miteinander jiddisch sprachen. Der Staatsanwalt erklärte, es sei unvorstellbar, dass 15 Jahre nach der Katastrophe überlebende Juden in üen Strassen einer polnischen Stadt belästigt würden. Die Kultur, und Sozialunion der polnischen Juden erliess einen Aufruf an alle jüdischen Gemeinden, besondere Arbeitsgruppen zu bilden, um die jüdischen Friedhöfe zu erhalten. Die lokalen Behörden wurden aufgefordert, die Friedhöfe in Ordnung zu erhalten, auch wenn keine Juden mehr atl diesen Orten wohnen. Eii gibt in Polen über 10(TO Friedhöfe, die jetzt von eC ner jüdischen Arbeitsgruppe gereinigt und wieder instand gesetzt werden! I -H ^%i/A$ Dl í ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL! Dr. Hardi Swarsensky Asuntos Europeos exclusivamente Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—18 Uhr ¡ Dr. Gunter Frey $ Asuntos Argentinos y Sudamericano*! TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN ¡ VERTRAEGE - VERWALTUNGEN $ BUEROZEIT: 10-12 und 15—18 Uhr I _ t t PUEYRREDON 2180 ím». Av. LAS HERAS — T. E. 83.2013 I I i i t i $ % í i % t t i I i M t í $ t i t i

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