Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1817 (4.10.1960)
- Date
- 1960-10-04
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Marte«, 4 de Octubre da I960 LA SEMANA ISRAELITA Aña XXI. — No. 1917 Well, wir leben (Schluss von Seite 1) ssen. Mit eii,etu weiteren Ife.--n .en der Existenz aer Fek -»er Regierung dürfte riu , a weiterer Konflik^sstoif grossgezüchtet werden. Krutschew. der erstmalig selb.t ar. einer Generalversammlung der UN teilnimmt, muss doc.i irgendeinen tieferen, gewichtigen Grund für sein Erscheinen bei den UN gehabt haben. Die von ihm zur Schau getragene Unversöhnlichkeit macht keinen echten Eindruck. Vielleicht wollte er durch den Druck, der von ihm selbst ausgelöst wird, seine Vasallen an sich fesseln und die vielen unentschiedenen Länder gewinnen. Es besteht die Gefahr, dass er durch seine, nicht ungeschickte Taktik die Verantwortung für einen noch tieferen Bruch zwischen den beiden „Welten” nunmehr durch das einfache taktische Manöver in der Chinafrage dem Westen überträgt. Jedenfalls dürften viele der „.Neutralen" dieser Auffassung zuneiger., was aus ihrem Vorgehen geschlossen werden muss. Sonst hätten «ie doch nicht bei Eisenhower, sondern bei Krutschew Interveniert, um ihn zu einer grösseren Nachgiebigkeit zu veranlassen und um Ihn zu bewegen, seine persönlichen Angriffe gegen einzelne Persönlichkeiten, vor allem gegen Eisenhower, nicht erneut zu lanzieren. Da sie dies nicht taten, sondern alles daran setzen, um Eisenhower zu einem Entgegenkommen zu bestim- Dr FREY Abogado PUETRREDON UM 1* tat nachm. 16-10 9bi Aus eigener Werkstatt Lederkleidung CAMPERAS — JACKEN MAENTEL Umarbeitung - Aenderung Massanfertigung in 24 St. Garantiert bestes Leder G. Küchler CONGRESO 2465 fast Ecke Cabildo 2900 men, muss man zu dem Ergebnis gelangen, dass die Krutschewsche Taktik Erfolg gehabt hat und die Verantwortungen bereits verlagert worden sind. Zum Sprecher der Neutralen hat sich der ägyptische Diktator Nasser gemacht, der doch unter den gleichen Gesichtspunkten, die Anlass zur Nichtaufnahme des Roten Chinas abgaben, aus der Versammlung ausgeschlossen werden muss, te. Aber so ist die Welt: Nasser erntete den grössten Beifall, als er sich zum Friedensapostel aufwavf, um im Namen der „Neutralen” an die Grossmächie zu appellieren, sie sollten sich untereinander verständigen, Eisenhower und Krutschew j sollten sich zu seiner Aussprache bereit finden und damit den Weg für eine bessere Zusammenarbeit unter den Völkern eröffnen. Diese Forderungen hören sich gut an, sie entsprechen in der Tat dem Wunsch aller Menscnen. ihren Hoffnungen für ein besseres Zusammenleben und für den Aufbau einer fried-! licheren Welt. I Vielleicht ist es nur Israel und dem jüdischen Volk i aufgefallen, dass ausgereeh. 1 net Nasser für den Frieden eintritt, obwohl er doch selbst gegen einen Beschluss der gleichen UN. zu denen er gesprochen hat, von seinem Land behauptet, dass es sich immer noch im Krieg mit Israel befindet. Warum ist auch nicht ein Staatsmann aufgetreten, der Nas. ser an seine Verpflichtungen erinnert hat, die ihm der UN-Beschluss z. B. m der Frage des Suezkanals auferlegt. Ohne Zweifel könnte Aegypten sehr viel zur Befriedung der ganzen Welt beitragen, wenn es seinen unhaltbaren Standpunkt aufgibt, durch den nicht nur Israel noch immer gezwungen ist. seine volle militärische Stärke aufrecht zu erhalten, durch den vielmehr alle Nationen als Mitglieder der UN betroffen werden. Nur der Aussenminister Israels, Frau Golda Meir, richtete an I Nasser diese Frage, die sicherlich viel wirkungs- und eindrucksvoller von einem anderen, nichtisraelischen Staatsmann an Nasser gestellt worden wäre. Und dann sprach Nasser für die „Neutralen". Seit wann ist Aegypten neutral? Hat Nasser nicht immer wieder mit dem Ostblock kooperiert und damit die westliche Politik durchkreuzt? Hat er nicht den Russen die Tore zum Mittleren Osten geöffnet? Trat er nicht auch in dieser Debatte als ein Schrittmacncr des Ostens auf. obwohl er den ungeteilten Beifall der Versammlung erntete? Das sind keine miissigen Fragen, sondern Zweifel, die an den Kern der aktuellen Probleme heranführen. Geht es den Mächten, die als Antipoden oder als „Neutrale” in diesem Disput aufgetreten sind wirklich um den j Faschist verurteilt Frieden, der alle Volker obj ne Ausnahme beglücken soll, oder handelt es sich darum, Machtpositionen fiir Ein Protest der Demokraten Washington. -— Das demokratische Nutionalcomite verurteilte die Beschwichtigung des VAR-Präsidenten Nasser durch die USA-Verwaltung. Die demokratische Partei greift in einem offiziellen Manifest die Verwaltung an, weil sie sich im Jahre 1956 mit der USSR verbunden und während der Sinai- Kampagne Nasser gerettet hat und stellt fest, dass Nasser seitdem tat. was er wollte, und die sowjetische Durchdringung im Mittelosten fortgeschritten ist. — Es wird zu verstehen gegeben, dass die demokratische Verwaltung diese Politik zu ändere, entschlossen ist. In der von der demokratischen Partei im ganzen Lande verteilten Broscruire wird darüLer berichtet, wie Nasser sich in den Besitz des St ezkarals gesetzt hat. Die Verhandlungen der USA uaver. ..nutzlos, weil es ihnen an Festigkeit gebrach”, so heisst es. „Als Israel, England und Frankreich 1956 sich veranlrsst sahen, militärisch einzugreifen da verband sich die amerikanische Verwaltung mit der USSR, um d n Rückzug der Truppen unserer Alliierten zu c-rzw'ngen la Semana israelita BLemanario —— aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1<? izq. T. E. 83-2613 Argentinien: Abon -Preise: $ 60.— pro Quartal Delegation aus USA Bonn. — Auf Einladu-g der Deutschen Bundesre. u- Seitdem hat man Nasser erlaubt, nach seinem Gutd 'n- | blik kam eine Delega.ioa ken zu schalten, und Moskau hat aus dieser S.tuat on der nomanr.enkan.scr-en Li- Vorteil gezogen. (ITA) ga gegen Diffamierung c er _ I Bne Br.t mch Westdeutsc.i. ’ lano. Sie will in Gespräc. en sich selbst zu sichern, Für den 'mit Politikern, der Presse dpnt«<'fcpn Markt ‘ und der Ju3end den Au£b u ueu(.seiten iTiarivi der Demokratie in der Butt- Köln. — Eine Einkaufsdesrepuolik kennenlernen. Hetze gegen andere Rassen * ¡mission der be den deut- Der Sprechet der Gruppe, Bonn. — Wegen „Verherr. lichung des Faschismus und |! wurde der 35jährige Tech- ¡schen Firmen Kaufhof und Alexander J. Mille-aus New!uhiAronri r nn/f mit AiaAncn i no£o§e Gottfried Gärtner iKaufhille ist von einer Be- York, ninnte als Aufg .:e phierend und mit eigenen . vorn Kreisgericht Bautzen Erfolgen herausgehen? | zu ejnem Jahr Gefängnis Grell wurden durch diese ' verurteilt. Wie die „Sächsi- I UN-Debatte die bestehenden sche Zeitung“ (SED) berichtete, hatte der Angeklagte Gegensätze reflektiert. So sieht die Welt aus, in der wir leben, in der noch immer nicht der echte Willen zum Frieden die Grossmächte und alle an den Auseinandersetzungen beteiligten Länder beseelt, um mit dem Wettlauf zur Macht und zum Tode endlich Schluss zu machen. In dieser geteilten Völkergemeinschaft muss endlich der Versuch unternommen werden, durch eine echte Bereit. Schaft zur Zusammenarbeit sichtigungsreise in Israel in der Liga den Aufbau eirer die Bundesrepublik zurück- Gesellschaft, die frei von gekehrt. Die Konzernvertre- Rassenhass und rel gii scn ter ze gten sich vor al’en Vorurteilen ist. Dei Besten . , . .Dingen am Import von friin der Bundes epublik solle S Unter 'scbem Gemüse und Ob-t, geeinen Gedankenaustausch frorenen Hühnern, Siisswaeinleiten, der zum besseren verheizt (AWZ) worden seien. — nach einer „Bierreise“ in einer haltung geäussert, dass „Im . Kriege noch zu wenig Juden irer* uni Texnhen interesgegenseitigen Kennenlernen siert. | beitrage. D:e Bne Brit sei Die beiden Firmen, d'e be- Deutschland besonders verträchtliche Versuchsbesteibunder., denn hier habe de Jungen aufgegeben haben, .heute 560 900 Mitglieder um. wie Norwegen z B wären! Planen die Ausstellung israefassende löge vor der P. tberufen ihre Stimme deutj bischer Waren, um die deut- (Ierzeit ihre zweitgrösste lieh zu erheben, sie, die be- ¡sehen Käufer mit ihnen bejLandesgruppe (nach den reits einmal zum ’blutigen 1 kanntzumachen (AWZ) I USA) gehabt. (AWZ) SpielbaU der Interessen einer vom Machtrausch er. | j fassten Diktatur geworden i ] die Gegensätze zu überwinsjncj |. J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 al 46 T. E. 43-2349/0340 y 3021 tvwwwwwvvww REAL PEN I ]! Füllhalter i i REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 56? TE. 49-5850 °ptiea REX DIPL. OPTIKER Sarmiento 82^ T. E. 35 - 735<| Ainttke. ('ka.paaux HUTSALON Jetzt in Belgrano MOLDES 2 5 6 1 T. E. 73-9229 73-9155 den die bisher ein Einvernehmen unter allen Nationen unmöglich machten. Nur ein flüchtiger Blick auf die chaotische Entwicklung in Afrika beweist die Notwendigkeit, die alten Bahnen der Diplomatie und die Politik der einseitig gebundenen Interessen aufzugeben. Junge Völker, kaum zur Selbständigkeit gelangt, werden in einer bis heute unbekannten Form zum Spielball der grossen Weltinteressen gemacht und verbluten sich sofort in Bürgerkriegen. die nichts mit ihren eigenen politischen Bestrebungen zu tun haben und nur den Weg für neue Konflikte öffnen. Nasser ist nicht der Sprecher einer nach Frieden drängenden Welt; vielleicht könnte er es sein, wenn er zunächst bei sich selbst beginnt und die von ihm aufgestellten Forderungen für seine eigene Politik als verbindlich anerkennt. Die wirklich Neutralen haben bisher geschwiegen. Länder Auch Israel hat noch nicht das Wort gesagt, das in dieser Situation auszusprechen vielleicht anderen Völkern leichter fallen würde. Das jedoch kann kein Hinderungsgrund sein, der Welt die alte jüdische Weisheit zuzurufen, die Lehre von der Versöhnung und vom Rechte aller Menschen und Völker, in Frieden und Freiheit zu leben. Judith Schenkolewski KulluMlickereien Schabbosdecken . Tallisbeutel - Käppchen Maszot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 73-9155 Mohel N. Plaksin Supon 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 NERVENu. GEMUETS- KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn BULNES 193C. pl. b., 1’ T. E. 80-0249 Mont., Mittwoch. Freitag 17—20 Uhr. Tel. Anmeldung erbeten. 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