Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1960-09-13 · 1812 (13.9.1960) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1812 (13.9.1960)
Date
1960-09-13
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/9616703-9611224-9611835--0715-9611837
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

î — Maries, 13 de Septiembre de I960 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXI. — No. 1812 Die Zeit wird entscheiden (Schluss von Seite 1) rikai -r allzu sicher. Er konnte sehr weit gehen, ohne mit einer Reaktion Washingtons rechnen müssen. Er konnte provozieren und hetzen Verträge schliessen un i brechen, an den Sicherheitsrat anmassende Forderungen stellen und ihn gleichzeitig verhöhnen. All dies konnte er machen, und noch mehr, nur weil die Amerikaner ruhig blieben, jedem Druck nachgaben, um ihren Schützling Nasser nicht stolpern zu lassen. Es bedurfte der Bestätigung des früheren britischen Premiers Anthony Eden in seinen Memoiren nicht, um zu wissen, dass nur die Amerikaner unter der Leitung und auf der Linie Eisenhower-Dulles es gewesen sind, die den bereits krachender Thron Nassers notdürftig stützten und ihm die Chance gaben, weiterhin seine antiwestliche Politik zu verfolgen. .Freundschaft und Sympathie Amerikas zu Israel »nd zur Zionistischen Organisation sind bemerkenswerte Faktoren für ein kleines Land, das auch jetzt noch und wahrscheinlich für alle Zukunft hart - für seine Existenz kämpfen muss. Die Worte der Sym- -S , pathie und der Freundschaft **** einer Weltmacht können besonders für ein kleines Land von Gewicht sein, wenn die übrigen Staaten Veranlassung zu der Annahme haben, dass es sich nicht nur um Werte, sondern um ech- Dr, FREY Abogado PUEYRREDON UM nachm. 16— 19 Uhr Aus eigener Werkstatt Lederkleidung REISE — SPORT GESCHENKE Massanfertig ng in 24 St. Garantiert bestes Leder G. Küchler CONGRESO 2465 faßt Ecke Cabildo 2900 J. Liebling FOURRIERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 al 46 T. E- 43-2349/0340 y 3021 I REAL PENj j ¡Füllhalter ü REPARATUREN Î mv Spezialgeschäft CORRIENTES 569 . TE. 49-5850 ¡j Optica DIPL. OPTIKER Sarmiento 82^ T. E. 35 - 735 te Verpflichtungen oder Bemühungen, um die Bereitschaft zur Hilfe handelt. Wenn aber die versprechende Grossmacht schon des öfteren versagte, und wenn die übrigen Völker wissen, dass den schönen Worten keine Taten folgen, dann werden Zusagen zu hohlen Phrasen. Wenn man die Rede Kennedys einer genauen Analyse unterziehen wollte, dann wird man zu dem bedauerlichen Ergebnis gelangen, dass auch er nichts über eine konstruktive Mittelost- Politik zu sagen wusste. Dass die Amerikaner entschlossen sein müssten, Israel wie die Araber zu einer Besprechung einzuladen, ist nichts Neues. Bisher haben zwar die Amerikaner keine Anstalten gemacht, einen solchen Schritt zu unternehmen. Dagegen ist Kennedys Idee, Amerika solle die Völker des Nahen Ostens der amerikanischen Sympathien versichern, grotesk. Die ame. rikanischen Juden sind sicherlich zu grosse Patrioten, um die Dinge beim rechten Namen zu nennen. Kennedy hat nichts gesagt, wodurch er weitgehende Zusagen für eine Politik gemacht hätte, die etwa Israel einseitig begünstigen könnte. Wenn man die Subjekte und Objekte in den Kennedyseben Ausführungen vertauscht, sodass einfach die Worte Araber und Israel umgewechselt werden, dann bleibt die Phrase die gleiche, die Sympathie wird nicht kleiner und nicht grösser¬ und die amerikanische Politik kann sich in derselben Richtung bewegen wie bisher. .. Die Freiheit des Suezkanals hätte schon längst auch von Kennedy, z. B. kn amerikanischen Senat, durchgesetzt werden können. Erst die Tatsache, dass Kennedy für die Präsidentschaft kandidiert, veranlasste ihn, das Suezproblem anzuschneiden. Dabei hat diese Frage die Weltöffentlichkeit in regelmässigen Abständen beschäftigt, war Ge- \ Matt ha Chapeaux HUTSALON Jetzt in B e 1 g r a n o MOLDES 2 5 6 1 T. E. 73-9229 73-9155 Judith Schenkolewski Kullucstickereien Schabbosdecken Tallisbeutel . Käppchen Maszot-Taschen - Hand- und Maschlnenstickere: von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 73-9155 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSER GESCHAEFTEN Manuela Pedraxa 2539 pl. b. Dp. B T. E. 70-7244 genstand zahlreicher UN. Debatten und muss als ein besonders krasser Fall des Bi uches internationaler Bestimmungen und Beschlüsse durch einen Mitgliedstaat der UN angesehen werden. Aber Kennedy war vorsichtig genug, nur generell die Durchfahrt durch den Kanal zu fordern, ohne mit einem Wort auf den Rechtsbruch Nassers hinzuweisen. Auch die Flüchtlingsfrage wurde von Kennedy ' erwähnt. Bekanntlich nimmt zu diesem Punkt die israelische Regierung eine ausserordentlich versöhnliche Haltung ein, die sogar dazu führt, dass israelische Politiker für eine „Entschädigung“ der Araber eintreten. Die Meinungen sind geteilt. Viele sind der Auffassung, dass Israel des lieben Fradens willen ein Opfer bringen solle, ohne erst in eine Debatte einzutreten, ob eine Zahlungsverpflichtung überhaupt vorliege oder nicht. Dieser Standpunkt wird von den „Realpolitikern“ vertreten; für sie bedeutet Politik die Kunst, das in einem bestimmten historischen Augenblick Mögliche zu erreichen. Andere sind wiederum der Meinung, dass man‘nicht Verpflichtungen übernehmen solle, für deren Anerkennung keine Rechts- oder sonstige Grundlage gegeben ist. Die Debatte zu diesem Punkt trägt bis heute einen theoretischen Charakter, denn die Araber haben es stets abgelehnt, die Frage überhaupt ¿u erörtern. Was Kennedy also in diesem Zusammenhang sagt, ist völlig aus der Luft gegriffen und nur Musik für die Ohren, einiger Interessierter, aber kein politischer Weg aus einer lang anhaltenden Krise zwischen Völkern, die seit vielen Jahren im Kriegszustand miteinander stehen. Damit kommen 'Wir zum letzten Punkt der Kennedyschen Ausführungen. Kennedy sagte u. a.: Friede sei die Aufgabe der USA, Friede ist die Aufgabe Israels und für den Frieden seien die USA ganz besonders verantwortlich. Frieden zu stiften und Frieden zu halten, ist aber wohl die Aufgabe aller Völker in einer gemeinsamen Anstrengung. Jedoch unterstellen wir, dass es eine Sonderaufgabe der USA wäre, den Frieden zu schaffen und zu bewahren, also auch den Frieden im Nahen Osten, dann darf man wohl weiter fragen, was eigentlich die USA für die Erfüllung dieser selbstgestellten Aufgabe in den letzten Jahren getan Kanadische Hotels wünschen keine Juden Toronto. — Von insgesamt 100 Hotels in der Provinz Ontario haben 30 Gaststätten gegen vermutliche jüdische Gäste „diskriminatc.risi.he Praktiken” angewandt, wie ein vom Kanadischen Jüdischen Kongress durchgeführtes Experiment erwiesen hat. An ein jedes der 106 Hotels wurden zwei gleichlautende Schreiben gerichtet, in denen die Reservierung eines Zimmers erbeten wurde. Eines der beiden Schreiben war Sol Cohen und das andere Frau Douglas unterschrieben. „Herr Cbhen” erhielt von 30 Hotels die Antwort, dass alle Zimmer besetzt seien, während die gleichen Hotels „Frau Douglas” ihre Dienste anboten. (ITA) haben. In jeder Situation haben die Eisenhower-Dulles-Politiker die israelische Regierung allein gelassen. Jahre hindurch haben sich die verschiedensten Emissäre und Vermittler Israels in den USA vergeblich darum bemüht, einige Waffen zu erhalten. Man hat sie ihnen nicht gegeben. Aber die Waffen, die man den Juden verweigerte und vorenthielt, diese selben Waffen hat man zum gleichen Zeitpunkt an die Feinde Israels in den arabischen 'Ländern geliefert. .. Bedeutete eine solche Politik etwa dem „Frieden zu i dienen”? Diese Frage zu i stellen, heisst sie zu ver- J neinen. 1 Israel hat immer wieder seinen Willen kundgetan, in Frieden leben zu wollen. Dieser israelische Friedenswillen ist echt, weil Frieden für das Land eine Notwendigkeit bedeutet. Die Entfaltungsmöglichkeiten, die sich Israel eröffnen würden, wenn es endlich zum Frieden käme, wären sehr grosse. Hierin sind sich alle einig, die internationalen Politiker, die Wirtschaftler und die Handelsexperten. Sogar Nasser glaubt an diesen Friedenswillen; auch er kennt die Perspektiven, die vorhanden sind, wenn Ruhe und Ordnung, Eintracht und Beziehungen zwischen den orientalischen Völkern her. gestellt werden. Und weil Nasser von der Richtigkeit dieser israelischen These überzeugt ist, deswegen ist er gegen Ruhe una Oranung und deswegen unternimmt er alles, um den Kriegszustand aufrechtzuerhalten und .iade Friedensregung im Keime zu ersticken. Als Kennedy vor kurzem sagte, Israel sei er.cgiiUig ein Teil unserer Welt, wurde er von den Arabern wegen dieser Bemerkung argegriffen. In der bekannten üblen Weise wurde polemisiert und verkündet, dass Israel „zu existieren aufhören“ werde. Die Zeit werde der Richter sein, bemerkte Radio Kairo. Diese offene arabische Kriegsdrohung, aus der ein rücksichtsloser Vernichtungswillen spricht, der mit den Prinzipien der UN-Charter nicht in Einklang gebracht werden kann diese Kriegsdrohung wurde von Kennedy überhört. Warum? Muss der Wahlkandidat auf alle, also auch auf die Araoer, Rücksicht nehmen? Wird er also weiter zwischen zwei schroffen Fronten, zwischen zwei unversöhnlichen Gegnern jonglieren? Wozu kommt er dann und macht Versprechungen? Das sind wicht:ge Fragen, die nicht beantwortet wurden. Kennedy meinte nur, er könne die arabische Bemerla Semana Israelita Bisemanario — aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredcn 2190, 19 iZq. T. E. 83-2613 Abon. -Preise: Argentinien: $ 60.— pro Quartal Mohel N. Plaksin Super! 2719 T. E. 76-6794 u. 76-2312; NERVENu. GEMUETS-1 [ KRANKHEITEN j Dr. M. J. Kuhn | [ BULNES 193C. pl. b., 1? i | T. E. 80-0249 j ’ Mont., Mittwoch Freitag 1 ¡17—20 Uhr. Tel. Anmel-1 \ düng erbeten. | Jüdischer Friedhof geschändet I Strassburg. — Der jüdische Friedhof der elsässischen Stadt Tann ist von I Unbekannten geschärdet ¡worden. Von den 113 Grabi steinen wurden 30 von ih- I ren Sockeln gerissen. Die I Polizei hat umfangreiche Er. | mittlungen eingeleitet. —! (AWZ) I kung, dass die Zeit unser Richter sein werae, beruhigt annehmen. Die Zeit werde j entscheiden, dass Israel wei- . ter bestehen wird. Und dessen ist sich Kennedy sicherer als seiner Präsidentschaft, wie er geistreich hinzufügte. Hoffentlich können wir auch seiner sicher sein, dass er als Präsident seine Macht dazu benutzt, der Gerechtigkeit und dem Frieden endlich zum Siege zu verhelfen. ESTUDIO JURIDICO I 9t : Dr. Isidoro Kraut - Dr. Oscar Rabee i ABOGADOS * Ehescheidungen . Erbschaftssachen - Konkurse und Vergleiche - Verträge - Inkasso . etc, Neue Adresse: TE. 35-0796 MONTEVIDEO 451 35-0901 piso 5. ofic. 53/54 35-0823 VARICES — ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL LMANSKY f SARMIENTO 3116?. E. 87 1362 Dr. B. Sdiwarcz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 52-8214 j RAYOS X I PAR./5 DENTOSE f TELEF.! VORANMELDUNG i ESTUDIO JURIDICO w Dras. Silvia Ruth Weissberg — Luisa Graetzer Bürge*'jChaft — Räumungsklage Ley 14.821 Inkasso von Dokumenten — Familienrecht Scheidung — Nachlass Sprechstunden von 18—20 Uhr HIPOLITO YRIGOYEN 2570, 4o piso. T. E. 47-7740 BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTLICHER Malerarbeiten CONDE 2318 S. E. 7S 7533 » miu« r i_i nBri~¡ifni:nTaiii5i»ijú»i3b? }Dr. BENJAMIN LIPN1ZKY! ZAHNARZT! ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN - BE- | HANDLUNG Mn GASBETAEUBUNG - REGU- | LIERUNG DER ZAHNSTELLONG i Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. I JOSE HERN ANDEZ 2518 T. E 76-86*3 und 73-0500 Dr. L. KLEIN Medico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen - Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: ¡¡Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhrj; «Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden | ¡SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542* i S « ■ i- « ■ i ■ > - *; Dr. Bernardo Goldstein MEDICO CARDIOLOGIA — HOSPITAL FERNANDEZ Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiograma» Cuba 2141 T. E. 73.8782 u. 73-6817 Consultas: Montags bis Freitagt: 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.