Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1811 (9.9.1960)
- Date
- 1960-09-09
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Vier aes. 9 de Scpiitmbn de I960 J O O I S c HE WOCHEHSCHA1 Schwere Kämpfe in Afrika Afio XXI. _ Ko. «U (Schluss von Seite 1) Grenzen und überfallen von der oi ¿animierten Kraft von sieten arabischen Ländern, die gegen alle Grundsätze des Völkerrecht;, und gegen die Ln [Schliessungen der Vereinten Nationen das blutige Bai r. er ihres bedingungslosen Krieges entfalteten in der zuversichtlichen Erwartung, die Juden ins ^leer zu werfen und den gerad». erst proklamierten Staat wieder zu beseitigen. Was hatten die Juden all diesen feindlichen Mächten entgegenz-ustellen? Sie wussten. dass sie für ihr Leben kämpfen mussten, sie hatten ein Ziel, eine Idee, ein Ideal, eine Hoffnung, nur einen Ausweg. Sie vergassen den Bruderkampf, der auch ihre eigenen Reihen erschüttert hatte. Sie schlossen sich zu einer Einheit zusammen, nur GOO.QöO Menschen gegen eine ganze Welt, und sie siegten. Warum siegten sie? Ihre Bewaffnung war unzureichend, Von allen Seiten waren sie Von unerbittlichen Feinden umgeben, keine ausländische Macht rührte sich, um ihnen hilfreich beizustehen, nur schöne Worte fanden die Grossmächte für den Heroismus, fii. den Opfermut, iür die Bereitschaft einer sehr kleinen Nation. Ohne Waffen, ohne Lebensmittel, ohne Hinterland, ohne ausreichende Finanzen, ohne geordnete Armee, ohne einen festgefügten Staatsapparat waren die Juden auf sich angewiesen, auf ihren Dr. FREY Abolido PUEYRREDOW UM 1* um { nachm. IS— IS 01*x | REAL PENI f Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 CT E. 49-5850 $ fr*- J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZEB DIAZ VELEZ 5224 al 46 T. E. 43-2349/0340 y 3021 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSER GESCHAEFTEN Manuela Pedraza 2530 pl. b. Dp. B T. E. 70-7244 Glauben an ihr Recht, auf ihren unbeugsamen Freiheitswillen, auf ihre über Jahrtausende bewahrte Liebe zum Lande der Väter. Dann aber geschah das Wunder, oder es vollzog sich jene von uns allen miterlebte Wandlung der Verhältnisse, die von der gan. zen Welt, der gutwilligen wie der boshaften, als ein Wunder betrachtet worden ist. Aber dieses Wunder war keine überirdische Erscheinung, kein metaphysisches Phänomen, sondern dieses Wunder lag in uns, lag in den Juden, die um ihrer Freiheit und um ihrer i Zukunft willen zum äussersten Einsatz entschlossen ge. wesen sind. Dieses Wunder war der Mensch selbst, der kämpfende, der hoffende, der ringende Mensch. Damals und in den schweren Folgejahren konnte man erkennen, dass nicht der natürliche Reichtum eines Landes oder dessen geographische Grösse, dass nicht die internationalen Beziehungen oder die Hilfe des Auslandes, dass nicht die ökonomischen Bedingungen oder die militärische Macht die letztlich gestaltenden Faktoren in unserem Leben sind, sondern der Mensch selbst. — Das Kapital eines Landes ist also niemals der äussere Reichtum, sondern ist der Mensch, der aus den objektiven Gegebenheiten sein Leben, die Zukunft seines Landes und seines Volkes zu gestalten weiss. Das ist die grosse Lehre, die Israel einer Welt erteilte, die im Materialismus erstickt, die von äusseren Machtfaktoren be- Aus eigener Werkstatt Lederkleidung REISE — SPORT GESCHENKE Massanfertig ng in 24 St. Garantiert bestes Leder G. Küchler CONGRESO 2465 fast Ecke Cabildo 2900 I I At&ïtka I t?k ajaeaux I HUTSALON! Jetzt in I Belgrano {MOLDES 2561 f T. E. 73-9229 t 73-9155 .herrscht und von dem phyisischen Uebergewicht der 1 gigantischen Grossmäehte erdrückt, bedroht, gelenkt und belastet wird. Die nationale Bewegung, die seit einigen Jahrzehnten die bisher unterdrückten Nationen erfasst hat und sie zu staatlichem Eigenleben drängt, entspringt nicht nur politischen Interessen oder dem Stolz eines Volkes, unabhängig zu sein. Sie wächst aus einec tiefen Sehnsucht nach einer neuen gesellschaftlichen Ordnung, nach Neubeginn und Umgestaltung der bisherigen Lebensbedingungen und anderen als den bisherigen Beziehungen zwischen Mensch und Mensch und zwischen Volk und Volk. Nur tendenziöse Betrachter, die von politischen oder sonstigen Interessen geleitet werden, versuchen, die jungen Nationalismen als den Ausdruck einer verfehlten chauvinistischen Hoffnung nach Macht und Geltung zu interpretieren. Es geht nicht nur um Manifestationen „nationaler” Bestrebungen, die nach Unabhängigkeit in Politik und Wirtschaft drängen, es geht nicht nur um die Realisierung alter Parolen wie „Amerika den Amerikanern”, die nun einfach auf Asien oder Afrika, auf Indien oder Ghana, auf Burma oder Israel übertragen werden, sondern um ein weit tieferes Bestreben nach der Entfaltung religiöser, kultureller und gesell schaftli- - eher Eigenvt, die aus dem, Bestreben erklärbar ist, das Leben jedes Volkes seinen eigenen Vorstellungen gemäss einzurichten und aufzubauen, ohne irgendwelchen fremden Gesetzen oder , Vorstellungen Folge leisten zu müssen. ) Auch hierfür können wir wieder Israel als Beispiel ant führen. Schon Theodor Herzl : träumte und forderte ein na- Jtionales Leben des jüdischen j Volkes in seinem eigenen : Lande, in dem nicht bedin- | gungslos die gesellschaftlichen Verhältnisse Europas in den Orient übertragen werden sollten, indem nicht die Kulturen von Paris oder London, von St. Petersburg oder Warschau, von Berlin oder Wien verpflanzt werden sollten mit dem einzigen Unterschied, dass nun alles nur Juden seien, die in diesem Herzischen Traumstaat leben würden. Dieser Ge- ' Fallschirm- Uebuitgen Tel Aviv. — Israel.sche Fallschirmspringer veranstalten im Hügelland des Negew ausgedehnte Uebungen, wie das Verteidigungs . Ministerium mitteilte. Generalstabschef General Chaim Laskow besuchte die Truppen, zu denen nicht nur die regulären Einheiten sondern auch Reservisten gehören, und lobte ihre Ausbildung und Stosskraft. Wie es heisst, wird Verteidigungs, und Premierminister Ben Gurion ebenfalls zu diesen Manövern kommen. (ITA1 Judith Schenkolewski Kalluisiickereien Sch abbosdecken . Tallisbeutet . Käppchen Maszot-Taschen . Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 258» T. E. 73-915» Confitería NIZA Conde 2020 76.0286 Servicios de lunch de categoría ff ^ffrr frffjrñr-~iu n ~rl—rrr^ripT^^ Dr. B. Seliwarcz ZAHNARZT! ESTOMBA 2283 — 52-9214 RAYOS X PARAMENTOSE i TEL EF. VORANMELDUNG danke einer anderen, neuen, ereehteren und dadurch besseren Gesellschaft wurde von den grossen Erziehern Israels, von Männern wie A. D. Gordon und Trumpeldor und vielen anderen, in den jüdischen Alltag übertragen. In dieser Gesellschaft wurde das Lied der Arbeit j gesungen, der Schöpferkraft, des jüdischen Genius, der nicht mehr von einer bestimmten dominierenden Schicht getragen sein sollte, sondern geistige Grösse mit physischem Einsatz verband. Weil der Faktor Mensch der Reichtum Israels wurde, konnte aus dem Nichts und ohne jede Tradition oder Erfahrung im eigenstaatlichen Leben Israel in wenigen Jahren zu einer echten Demokratie werden, in der trotz aller feindlichen Widerstände und internationalen Schwierigkeiten eine wahre brüderliche Gesellschaft der Arbeit, des Geistes, der Kultur und des Rechtes geschaffen worden ist. Natürlich bedeutet das nicht, dass bereits das messianische Zeitalter angebrochen ist; viele kontroverse Kräfte ringen miteinander, die Normalisierung des nationalen Lebens mit allen seinen Licht- und Schattenseiten ist auch in Israel zu finden, mit allen menschlichen Fehlern und Schwächen, von denen kein Volk frei ist. Aber dass in Israel ein neuer Weg des Lebens und der Arbeit, der Gesellschaft und ihres Denkens beschriften worden ist, kann nicht zweifelhaft sein. Von dieser Umwandlung und Andersartigkeit des gesellschaftlichen, des staatlichen und des wirtschaftlichen Lebens geht eine geheimnisvol- NERVENu. GEMUETS-I KRANKHEITEN j Dr. M. J. Kuhn BULNES 133C, pl. b., 1? { T, E. 80-0249 J Mont., Mittwoch Freitag I 17—20 Uhr. TeL Anmel-1 düng erbeten. f ESTUDIO JURIDICO Dras. Silvia Ruth Weissberg — Luisa Graetzer Bürgerschaft — Räumungsklage Ley 14.821 Inkasso von Dokumenten — Familienrecht Scheidung — Nachlass Sprechstunden von 18—20 Uhr HIPOLITO YRIGOYEN 2570. 4o piso, T. E. 47-7740 BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTUCHER Malerarbeiten CONDE 2318 T. E. 76 7533] le Kraft aus, die alle Besucher fasziniert. Hier liegt der „Anziehungspunkt” Israels für alle neuen Staaten und jungen Nationen. Technik und Wirtschaft, staatliche Institutionen und wissenschaftliche Einrichtungen könnten die jungen Völker von den alten und mächtigen Ländern gewiss viel besser erlernen, zumal sie alle über ganz andere Mittel und Möglichkeiten als das kleine Israel verfügen. Aber sie suchen keine Technik, sie suchen kein Mehrwissen, sie suchen keine Demonstrationen von Macht und Grösse, so sehr sie alles dies bewundern und für sich selbst wünschen mögen. Sie suchen weit mehr: sie suchen einen Weg zur Neugestaltung und zum besseren Ausgleich der sicherlich auch in Israel vorhandenen Interessengegensätze, wie er sich in Israel deutlich als gangbare Lösung der schwersten Menschheitskonflikte anbahnt. Natürlich besteht die Gefahr, dass diese Ansätze für die Neuwerdung einer besseren menschlichen Gesellschaft von den gewaltiger» Interessen der verschiedenen Machtkolosse erdrückt werden. Vielleicht ist es heute noch zu viel gesagt, dass sich diese Bestrebungen schliesslich doch durchsetzen werden. Wir wissen es nicht. Entscheidend hierfür wird die Haltung sein, die von den neuen Völkern Asiens und Afrikas eingenommen werden wird. Sicherlich besteht die tödliche Gefahr, dass sie in den zerreibenden la Semana Israelita Bisemanario — aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrvefión 21S0, 1” izq. T. E. 83-2613 Abon.-Preise: Argentinien: 3 60.— pro Quartal Prozess der allgemeinen Machtpolitik hinemgeschkudert und dort zermalmt werden. Das traurig-blut-ge Schauspiel im Kongo liegt j auf dieser destruktiven Linie, weil dort noch nicht die! menschlichen Voraussetzun- [ gen geschaffen werden konn. iten, um den neuen, den ei- [genen Weg zu gehen. { Ohne Zweilel sind auch I* die endgültigen Formen der neuen menschlichen Gesellschaft noch nicht voll entwickelt. Wir stehen am An. fang. Nur eines dürfte sieher sein: hier liegt eine Hoffnung der Menschheit. Hier ist die Quelle eines neuen Lebens. Wenn diese Bewegung an Kraft' gewinnt, dann wird sie zu einer wahr, haften Revolution führen, die uns die Schlacken der Vergangenheit überwinden helfen wird und die Aussicht auf einen dauerhaften Frieden eröfft et. Was dies im Atomzeitalter bedeutet, dürfte ohne viel Phantasie für jeden verständlich sein. — ESTUDIO JURIDICO Dr. Isidoro Kraut . Dr. Oscar Rabee ABOGADOS Ehescheidungen - Erbschaftssachen - Konkurse und Vergleiche - Verträge - Inkasso . etc. Neue Adresse: TE. 35-0796 MONTEVIDEO 451 35-0901 piso 5. ofic. 53/54 35-0623 VARICES — ULCERAS DE LA PIERNA - ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY i SARMIENTO 3116 7. E. 87 1362; Dr. BENJAMIN LIPMIZK Y ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. I JOSE HERNANDE2 2518 T. 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