Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1810 (6.9.1960)
- Date
- 1960-09-06
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Martes, 6 de Septiembre de 13S0 S. RAELITA Alio xxr. — No, 1810 — 7 Weltkonferenz jüdischer Journalisten Während der vierten Konferenz des Jüdischen Weltkongresses in Stockholm, im August 1359 fand auch eine Zusammenkunft von jüdischen Journalisten statt. Ue- VOtt JOSEF FRAENKEL, wurf der Statuten für den Weltverband, die von erfahrenen Journalisten ausgearbeil'-i wurden, er halten. Int ber 70 Journalisten aus 40 | neuzugründenden Weltver- Ländern hatten einstimmig ' band werden alle Mitglieder beschlossen, eine Weltkonferenz zur Zeit des Zionistenkongresses in Jerusalem (Dezember 1960) abzuhalten, um einen Weltverbar.d jüdischer Journalisten zu schafob sie in Israel oder in der Diaspora leben, ob sie in polnischer oder in holländischer Sprache schreiben, gleichberechtigt sein. Jüdische Journalisten aus den fen. Um diese Aufgabe zu j kommunistischen Ländern sollen auch eingeladen werden. realisieren, wählte die Stockholmer Zusammenkunft ein Comité, bestehend aus 14 Personen, darunter vier aus Israel, nämlich, Mordechai Chalamisch, Isaac Eisenberg, Isaac Remba und Schalem Yedidyah. Die Idee eines Weltverbandes jüdischer Journalisten ist nicht neu. Seit dem ersten Zionistenkoi.gress wurden öfters Versuche unternommen, aber ohne Erfolg. Nun scheint es, dass der P,an noch in diesem Jahr verwirklicht werden wird. GLEICHBERECHTIGUNG Mosche Ron, Sekretär des Journalistenverbandes in Tel Aviv hat kürzlich einen Artikel „Soll ein Weltkongress jüdischer Schriftsteller und Journalisten stattfinden?“ veröffentlicht. Er plädiert und protestiert, er ist dafür und dagegen, er irrt sich und führt andere irre. In seiner Vorrede schildert Ron seinen Kampf gegen die Diskrimination. Die Israel- Regierung, so schreibt er, habe nicht jüdische Journalisten aus dem Ausland bevorzugt, dagegen jüdische Journalisten aus der Diaspora ignoriert. Auch trat Mosche Ron gegen die Diskriminierung der jiddischen Sprache in Israel auf. Herr Ron verdient Anerkennung, — aber was hat das mit der beabsichtigten Gründung eines Weltver. bandes jüdischer Journalisten zu tun? Er hat den Ent- DAS STOCKHOLMER TREFFEN Mosche Ron kritisiert die Stockholmer Zusammenkunft, weil unter den 70 Journalisten auch Meir Grossman, der den Vorsitz ‘geführt hatte, Wolfgang von Weist und Rabbi Dr. M. Nurock dabei waren. Herr Ron eha-akterisiert sie als „Klaltuer“ und nicht als Journalisten. Er selbst als Sekretär sollte wissen, dass Grossman zu den Pionieren des jüdischen Journalismus gehört. Er ist Gründer oder Mitgründer der Jewish Telegraphie Agency und einer Reihe von jüdischen Zeitungen. Weisl ist seit vierzig und Nurock seit fünfzig Jah. ren journalistisch tätig. Ron vergleicht den noch nicht gegründeten Weltverband — mit einer alten Weltorganisation, die ihren Sitz in Zürich hat, mit einem Stab von Angestellten und einem Budget. Dann erteilt er eine Lektion, wie man eine Zusammenkunft jüdischer Journalisten organisieren soll. Man gehe zu der Israel-Regierung und anderen Institutionen, um festzustellen, wieviel Hotelzimmer notwendig sind und um „Bequemlichkeiten für die Delegierten, wie Communiqués, offizielle und nichtoffizielle Empfänge, Unterhaltungen, Ausflüge, usw.“ zu besprechen. Und er schliesst: „So, Herr Fraen- Plötzlich und unerwartet entschlief sanft am 2. September 1960 mein innigstgeliebter Mann, unser herzensguter Vater, Bruder, Kousin, Schwager und Onkel, Herr Gustav Kahn im Alter von 70 Jahren. Im Namen der trauernden Angehörigen: HEBMINE KAHN. geb. GRITZ HEINZ HAMBURGER und Frau ELLEN geb. KAHN Buenos Aires, den 3. September 1960 Juramento 1823, 5. Stock A. Die Beerdigung hat bereits in Tablada stattgefunden. WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE DER JUEDISCHEN JAHRE 5720/21 Mittwoch, den 21. September Donnerstag, den 22. September Freitag, den 23. September Sonnabend, den 24. September Sonntag, den 25. September Freitag, den 30. September Sonnabend, den 1. Oktober Mittwoch, den 5. Oktober Donnerstag, den 6. Oktober Freitag, den 7. Oktober Sonnabend, den 8. Oktober Mittwoch, den 12. Oktober Donnerstag, des 13. Oktober Freitag, den 14. Oktober Erew Rasch Haschono 5721 Rosch Haschono 5721 2. Tag Rosch Haschono Schabat Schuwoh Zorn Gedaljah Erew Jom Kipur Jom Kipur Erew Sukot 1. Tag Sukot 2. Tag Sukot 1. Tag Chol Hamoed Hoschano Rabo Schemini Azeret Simchat Tora kel, soll man einen Weltkongress organisieren“. Nun, Stockholm ist natürlich nicht Jerusalem, In Stockholm konnte man nicht einmal an den Israel-Botschafter herantreten, um etwa 5.000 Pfund oder mehr für die Organisierung einer Konferenz, für Hotelzimmer und Unterhaltungen, zu verlangen. Und obzwar die Konferenz im Parlamentsbäude, im grossen Sitzungssaal der Regierung', getagt hatte — so hat die Organisierung nichts gekostet, nur freiwillige Arbeit und Begeisterung der Journalisten für die Sache. Freilich war das nur möglich, weil wir die günstige Gelegenheit der Konferenz des ' Jüdischen Weltkongresses in Stockholm, zu der Journalisten aus aller WTelt,kamen, benutzt hatten. Wollen Sie überzeugt sein, Herr Mosche Ron, dass alle Journalisten in Stockholm Hotelzimmer hatten, bei offiziellen Empfängen anwesend waren und manche sogar Ausflüge unternommen haben. MEMORADUM AN Br. GOLDMANN Herr Ron veröffentlicht den vollen Tetxt eines Memorandums von Dezember erhalten. Dr. Goldmann, in seiner Antwort von Dezember 1959, schrieb, dass seine Sympathien den Versuchen einen Weltverband ji d! scher Journalisten zu sei» -.!- fen, gehören. Und er füg.e hinzu: „Soweit ich helfen kann, werde ich es mit Freuden tun’-. ZUSAMMENARBEIT Aus vielen Ländern kamen Zustimmungs-Erklärungen für die Gründung eines WTeltverbandes. Professionelle Journalisten wollen die Weltkonferenz haben. Sie wird zur Zeit des Zionistenkongresses in Jerusalem stattfinden. Es ist anzunehmen, dass 200 bis 250 Journalisten aus etwa 60 Ländern, wo jüdische Zeitungen erscheinen, im Dezember 1960 in Jerusalem sein werden. Eine Weltkonferenz jüdischer Journalisten ist nur während eines Zionistenkongresses möglich. Anders — ist es unmöglich. Weder Israels Regierung, noch die Zionistische Organisation werden 15.000 bis 20.000 Pfund hergeben, um eine besondere Weltkonferenz von Journalisten im Jahre 1961 oder 1962 zu organisieren. i Wir hoffen, dass die Zio- Vom Aufbau Israels!•- 1959, an Dr. Goldmann. Eijnistische Organisation wäh gentlich ist es nur ein Brief von zwölf Zeilen, unterschrieben von den Herren M. Asaf und M. Ron. Beide versichern im Namen des Verbände: der israelischen Journalisten, dass sie im „Prinzip dafür seien, den Vorschlag der Organisierung eines jüdischen Weltkongresses von jüdischen Schriftstellern zu unterstützen“. Aber, nun kommt die „Bedingung“, die wie ein Ultimatum klingt, nämlich „unter der Bedingung, dass die Zionistische Weltorganisation und der Jüdische Weltkongress finanziell die Schaffung des Kongresses (der jüdischen Journalisten) fördern werden. Wir sind sicher, dass auch die Regierung Israels diesen Kongress stützen wird.“ Mosche Ron kritisiert Dr. N. Goldmann, weil er diesen Brief nicht beantwortet hätte. Es ist überhaupt Sitte. Dr. Nahum Goldmann zu attackieren. Und nun erklärt Herr Ron, dass er dagegen ist, dass die Weltkonferenz der jüdischen Journalisten zur Zeit des Zionistenkongresses stattfinden soll, — weil er von Dr. Goldmann keine Antwort erhalten habe. Aber Herr Mosche Ron, — Dr. N. Goldmann hat geantwortet! Alle Mitglieder des Kommitees, und auch Sie, haben sofort eine Kopie rend des Zionistenkongresses in Jerusalem alle Erleichterungen für die Weltkonferenz gewähren wird. Aber in erster Reihe erwarten wir Verständnis vom Die israelische Regierung hat in dem hauptsächlich von Drusen bewohnten Kfar Horfesh neue Häuser bauen lassen Verband der israelischen Journalisten. Es hat keinen Sinn, Herr Mosche Ron, eine Polemik, die Sie eröffnet haben, fortzusetzen. Wir alle wünschen eine enge Zusammenarbeit mit dem Israel - Verband in allen Fragen der Weltkonferenz, Und der Tag der Weltkonferenz wird ein bedeutendes Datum in der Geschichte des jüdischen Journalismus sein. Theodor Herzl Gesellschaft VORTRAG am Mittwoch, den 7. September, Im Rahmen der Kulturarbeit der Gemeinde BET ISRAEL spricht am Mittwoch, den 7. September, um 21 Uhr (pünktlich) Dr. Hardi Swarsensky über das Thema: „JUDEN IN DER WELTPOLITIK'' im Saal von Bet Israel, Conde 1345. Der Vorstand der Gemeinde Bet Israel hat die Mitglieder der Theodor Herzl Gesellschaft zu diesem: Vortrag ihres Präsidenten herzlich eingeladen. Sowjetische Techniker Tel Aviv. — Eine Gruppe von sowjetischen Technikern aus Moskau traf in Kairo ein, um die Arbeiten der ersten Stufe der Errichtung des Assuanstaudammes zu beschleunigen. Aegyptische Arbeiter an der Baustelle des neuen Assuandammes weigerten sich, bei den sowjetischen Technikern und Ingenieuren Unterricht au nehmen. In einer Sendung des Moskauer Rundfunks in arabischer Sprache zitierte der Sprecher einen Bericht der „Iswestija”, wonach die sowjetischen Techniker einen regelmässigen technischen Unterricht für die ägyptischen Bauarbeiter einführen wollten. (AWZ) CAMPAÑA UNIDA ISRAEL Ein befriedigendes Gefühl FIER JEDEN JUDEN ZU DEN HOHEN FEIERTAGEN > : seine Beitragspflicht für die EINHEITSKAMPItGNE erfüllt zu haben. Annahmestellen: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL, COMITE CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 3? — T. E. 47-3820 und sämtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden MttMMieWWMWMffltHWWMNOWSWÜWl