Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1810 (6.9.1960)
- Date
- 1960-09-06
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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ïk Gemeinden und Vereine Circulo Religioso Israelita BET ISRAEL Buenos Aires Conde 1345 KULTURARBEIT — VOR¬ TRAG Dr. SWARSENSKY Im Rahmen der Vortragsreihe „Beitrag der Juden zum Kulturleben der Völker während der letzten 100 Jahre” spricht am Mittwoch, 7. September 1960 um 21 Uhr pünktlich Herr Dr. Hardi Swarsensky über „Juden in der Weltpolitik”. Saaleinlass ab 8 Uhr 30. Gäste herzlich willkommen. VERKAUF DER SYNAGO- GENPLAETZE ZU DEN HOHEN FEIERTAGEN AN NICHTMITGLIEDER Nichtmitglieder, die an unseren Gottesdiensten an den Hohen Feiertagen teilzunehmen wünschen, können Karten in unserem Sekretariat Sucre 1896 (Tel. 73- 1929) erhalten. Ausserdem ■werden am Mittwoch, den 7. Beptember I960 von 19 Uhr •9 bis 21 Uhr im Saale Conde 1345 unsere Vorstandsmitglieder allen Wünschen auf weitere Plätze gerecht zu werden versuchen. Ebenso werden am Sonntag, den 11. September 1960 von 10 bis 12 Uhr im Sekretariat Sucre 1896 noch Karten ausgegeben werden. Wir bitten unsere Freunde, von diesen Gelegenheiten Gebrauch zu machen. FRIEDHOFSBESUCH IM MONAT ELUL Am Sonntag, den 11. September 1960, werden wir gemeinsam die Gräber unserer Angehörigen in Tablada besuchen. Ein Spezialautobus wird um 15 Uhr von der Conde 1345 abfahren. Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung in unserem Sekretariat Sucre 1896 (Tel. 73-1929) möglich. ATENCION JUVENTUD! Los grupos “jóvenes” y “cadetes” participarán los domingos 11 y 18 del corriente, de 9 a 12 horas, en la tradicional Acción de Tischri que el KKL realiza todos los años. A tal efecto se reunirán en las fechas indicadas Hier stand eine Synagoge T. H. g. n. c. i. Gemeinsamer Gottesdienst AN DEN HOHEN FEIERTAGEN ALLGEMEINE KARTENAUSGABE: nur Sonntags von 10—12 Uhr im Salon Sarmiento 2523 LETZTE BEITRAGSQUITTUNG MITBRINGEN! Glückwünsche zu Rosch Haschono Sie können Ihren Freunde Ihre Wünsche zum Neuen Jahr übermitteln und gleichzeitig dabei ein gutes Werk tun. Wenden Sie sich an uns, damit Sie in unserem nun schon traditionellen Glückwunschheft erscheinen. Die Spende, die sie uns dafür machen, kommt unseren Armen zugute. Auskünfte: ASOC. FILANTROPICA ISRAELITA CANGALLO 1479 40-4900 40.9535 KEH1LLA PASTEUR 633 T. E. 47.9096—9« Die Kehilla bittet alle Mitglieder, ihre Beiträge entsprechend erhöhen zu wollen. Die Jüdische Gemeinde fordert alle deutschsprechenden Juden auf. der Kehilla als Mitglieder oder Protektoren beizutreten, Es ist die Pflicht eines jeden Juden, der Jüdischen Gemeinde von Buenos Aires als Mitglied anzugehören. Informationen und Antragsformulare in unserem Büro, Pasteur 633, 1. Stock. LU ACH (Kalender) Eine kleine Notiz in den berliner Tageszeitungen kün_ digte an, dass in der Levetzowstrasse, im ehemaligen Hansaviertel, eine Bronzetafel eingeweiht werden sollte, und zwar an der Stelle, wo einst die Synagoge Lewetzowstrasse gestanden hat. Diese kurzen Zeilen berührten uns tief, denn hier, wo heute eine von Ruinen befreite Fläche liegt, wurde unsere eigene Jugend jüdisch geformt. Voll Wehmut und bitterer Erinnerungen und — warum es nicht gestehen? — mit bangem Herzklopfen machten wir uns an einem milden Sommernachmittag auf den Weg. Bei den wenigen Juden, die heute noch in Berlin leben, dachten wir, dass es sich um eine kleine Weia las 9 horas en Vidal 2957 (Hogar Infantil) donde recibirán material e instrucciones. STRICKEN Unsere Damen stricken am Mittwoch um 15 Uhr 30. IVRITKURSE Zwei Anfängerkurse um 17 und um 20 Uhr am Montag, und um 17 Uhr 30 und um 20 Uhr am Mittwoch. — Neuanmeldungen unter 76- 7452 erbeten. Aráoz 2854 T. E. 71-9059 GENERALVERSAMMLUNG AM 7. 9. 60 UM 20.30 U*HR Tagesordnung: 1. ) Tätigkeitsbericht des Vorstandes über das 23. Geschäftsjahr vom 1. 6. 59 bis 31. 5. 60. 2. ) Vorlage der Bilanz für das Geschäftsjahr 1959/60. 3. ) Neuwahl: 1 Vizepräsident, 1 Schatzmeister, 7 Beisitzer für 2 Jahre und 4 Ersatzbeisitzer für 1 Jahr. 4. ) Neuwahl von 2 Buchprüfern und 2 Ersatzbuchprüfern für 1 Jahr. " 5. ) Bestimmung von 2 Mitgliedern zum Unterzeichnen des Wahlaktes. Art. 26 der Statuten: Wenn nicht die Hälfte aller Wahlberechtigten um 20 Uhr 30 anwesend ist, wird eine neue Generalversammlung zu 21 Uhr einberufen. GOTTESDIENST Die restlichen Eintrittskarten werden von heute bis Donnerstag von 18—20 Uhr abgegeben. Wir bitten, die restlichen Karten baldmöglichst abzuholen. JUGENDGOTTESDIENST Eintrittskarten für den Jugendgottesdienst werden an Mitglieder und Gäste unentgeltlich zu den gleichen Zeiten ausgegeben. hestund-e der jüdischen Gemeinde handeln würde, wenn auch die offizielle Einweihung durch den Bürgermeister des Bezirks Tiergarten angekündigt war. Aber schon einige hundert Meter vor der Strassenkreuzung mussten wir anhalten, weil die ganze Strasse polizeilich abgesperrt und der Verkehr umgeleitet worden war, denn Massen von Menschen hatten sich hier eingefunden. Am meisten jedoch erstaunte uns die grosse Beteiligung von Jugendlichen, die stumm und ernst dem Lauf der Veranstaltung folgten. Gespannt hingen sie an den Lippen des Redners. Still wurde es auf der breiten Strasse, als der Kantor, vom Chor der Synagoge Pestalozzistrasse begleitet, das El mole racha. mim sang. Von weitem drang das Geräusch eines fahrenden Autos herüber. Neben uns hörten wir leises Weinen, als der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Heinz Galinski, mit I bewegten Worten die letzten Jahre der Synagoge schilderte. „Dieses Haus“, führte er aus, „das dem Dienst an Gott und der Liebe zu den Menschen untereinander geweiht war, wurde die letzte Station unserer berliner Juden vor der Fahrt in den unerbittlichen Tod. Hier fanden sie sich noch einmal zusammen, ehe sie als ungenannte Zahl mit den Transporten ihren letzten Weg antreten sollten. Hier wurde das Heiligste zum Teuflischsten. Nie wurde ein Ort auf der weiten Erde so geschändet, nie gab es eine Stätte, die von höchster Weihe so tief in die dunkelsten Niederungen bestialischer Gesinnung stürzte.“ „Wir werden nicht aufhören“, erklärte der Bürgermeister, an diese schmachvollen Jahre unserer Geschichte zu erinnern und uns zu bemühen, von uns alles zu tun, um in unseren jüdischen Mitbürgern das Gefühl zu stärken, dass all dies eine Vergangenheit ist, die sich niemals wiederholen darf. Denn wir verstehen immer mehr, was wir an den Juden unserer Stadt verloren haben, die ein Element waren, welches unentbehrlich zum Leben unserer Stadt gehörte. Mögen es Aerzte, Anwälte, Kaufleute oder Wissenschaftler gewesen sein, ihr Verlust hat uns in unserer eigenen Existenz schwer getroffen. Allen un- Unser Landsmann. Dr. Saul Umansky, war einer der TeiL nehmer am 4. Lateinamerikanischen Kongress für Gefässleiden (Angiologia), der in Rio de Janeiro sialifand und an dem Spezialisten von Weltruf über ihre Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet der Medizin berichteten. Dr. Umansky hielt drei Vorlesungen und führte seine chirurgische Technik vor. Er wurde von seinen Kollegen für die von ihm angewandte Behandlung von Beingeschwüren, Krampfadern und Arieriosklerosis beglück, wünscht, hei der neue, von ihm selbst erfundene Appa. rate verwendet wurden. Dr. Umansky wurde zum Präsidenten der Sektion über freie Themen und Tilularmitglieder des 5. Lateinamerikanischen Kongresses für Gefässleiden gewählt. j ter uns, die wir diese Menschen kannten, steige die Schamröte hoch, wenn wir daran denken, dass sich derartige Greuel in unserem Volke ereignen konnten.“ Langsam begann die Sonne unterzugehen, als der Kinderchor einer Schule des Tiergartenviertels ein Lied von Mozart anstimmte, das schwermütig getragen über die weite Strasse klang und so ein würdiges Begleitmotiv zu der Szene der Steinenthüllung bildete, die nun vom Vorsteher der Jüdischen Gemeinde vorgenom. men wurde. Wir verliesscn schweren Schrittes diese Stätte, an der wir einst unsere Andacht verrichteten, an der Grossvater, Vater und Enkel zu Gott flehten und wir unsere Weihe der Barmizwa erhalten hatten. Nun erhebt sich statt eines stolzen Gebäudes ein Stein mit einer Tafel an diesem heiligen und später entweihten Ort. Möge er endgültig entsühnt sein! H. D. yAfiArLrirJ'JiJU>JiJWt«uwwVMVirri-i—vi—.... Die BARMIZWAH unseres Sohnes PEDRO ENRIQUE findet s. G. um 9 Uhr, 2319, statt. w. am Sonnabend, den 10. September 1960, in der Chaim Weizmann-Synagoge, Arcos Manfredo und Hanni Cahn Larrea 716, II, A WIR BITTEN ser Dienstag, den 6 September 14. El ul Mittwoch, den 7. September 15. Elul Donnerstag, den 8. September 16. Elul Freitag, den 9. September 17. Elul Sonnabend, den 10. September 18. Elul Schabbat KI TAWO — Haft.: Yesehayahu LX 1 —22 Sonntag, den 11. September 19. Elul Montag, den 12. September 30. Elul Dienstag, den 13. September 21. Elul Mittwoch, den 14. September 22. Elul Donnerstag, den 15. September 23. Elul Freitag, den 16. September 24. Elul Neuer Präsident Strassburg. — Das Internationale Comité der Internierten von Auschwitz, das in Warschau eine Tagung durchgeführt hat, wählte Professor Robert Waitz von der medizinischen Fakultät an der Strasburger Universität einstimmig zum neuen Präsidenten. Professor Waitz war aktiver Widerstandskämpfer in der Auvergne und wurde nach Auschwitz deportiert, wo er sich durch seine tapfere Haltung und durch seine Fürsorge für die Mithäft. linge die Achtung und das Vertrauen aller Leidensgenossen erworben hatte. Im vergangenen Jahr wurde er von der französischen Regierung zur Kommandeur dev Ehren,cti.oi. ernannt. (AWZ) auf diesem Wege, von der Möglichkeit direkter Ueber« Weisung der fälligen Abono-Gebühren frdl. Gebrauch machen zu wollen. Direkte Einsendung des Abono-Bctrages in SCHECK — GIRO — BONO POSTAL LA SEMANA ISRAELITA Pueyrredon 2190. 1* izq. Capital Hierdurch flberwei«e ich Unsen de» Betrag von m$a .*0* nachatehender Abrechnung. In Erwartung Ihrer Quittung begrOsn* i«* Sie (Name) (Adrette) N Wir bitten, Einzahlungen m richten an: LA SEMANA ISRAE¬ LITA. 1. it. 2. Quartal 1959 m$n 80.- Jahr 1959 . m$n 160.- 1. u. 2. Quartal I960 m$n 120.- Jahr 1960 .. m$n 240.- (Nieht gewünec: ie kette ftusstreicbee) Aakltwg - ' ¡&\ MV