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Jüdische Wochenschau · 1960-09-06 · 1810 (6.9.1960) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1810 (6.9.1960)
Date
1960-09-06
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Maries, 6 d« Septiembre de 1960 J Ü D I S C*H E VÍO CHENSCHAO Año XXI. — Mo. 1810 Neue Krise droht im Orient (Schluss von Seite 1) entscl. .dende Rolle, als sich Damaskus bereit fand, mit Kairo zu kooperieren und das Primat Aegyptens anzuevkennen. Sehr bald sollte sich heraussteilen, dass diese drei Zk’e nicht realisierbar sind. Syr'en war ernüchtert, als er ernannte, dass Nassers Stärke in seinen Drohungen und Reden, nicht aber in seinen Taten liegt. Die syrischen Politiker machten — zunächst vergebliche — Anstrengungen. sich von der Nasserschen Umklammerung zu befreien. Inzwischen aber versuchten die Russen, durch ihre Agenten die kommunistische Front in Syrien zu stärken, zumal einige hervorragende syrische Politiker und Offiziere ihre Ausbildung im Kreml erhalten hatten. Das wiederum rief die westlichen Politiker auf den Plant, die sich plötzlich erneut in die Zwangslage versetzt sahen. Nasser zu hellen, um eine Entfremdung Syriens und dessen Wendung gen Osten zu vereiteln. War doch in der Zwischenzeit Irak vom Bagdad- Pakt abgefallen und in die russische Einfluss-Sphäre geraten! Eine wahre Tragikomödie hatte sich im Nahen Osten abgespielt. Der Bagdad-Pakt, von Dulles inspiriert und ins Leben gerufen. hatte entscheidend dazu beigetragen, die arabische Front zu spalten und Irak gegen Aegypten auszuspielen, nachdem Nasser zu Dr. FREY Abogado PUEYRREDON 2190 1* tt«. nachm. 10—18 Uhr Aus eigener Werkslall Lederkleidung REISE — SPORT GESCHENKE Massanfertig ng in 24 St. Garantiert bestes Leder G. Küchler CONGRESO 2465 fast Ecke Cabildo 2900 stark geworden war und eigene Wege zu gehen beschlossen hatte, die ihn nach Moskau führten. Der Irak war zu einem der kardinalen Punkte des westlichen Verteidigungs - Systems im Orient geworden, Verbündeter der Engländer und Amerikaner, der Türken und des Pakistan, kurzum aller Länder, die einen festen Gürtel der Abwehr gegen den Kom. munismus in dieser Wetterzone der Weltgeschichte bildeten. Aegypten fühlte sich überspielt und wandte sich skrupellos den Russen zu. die dankbar durch das Tor in den Orient schritten, das ihnen Nasser aufgestossen I hatte. | Als dann Nuri Pascha, der j Freund westlicher Politik, i und der junge irakische Kö- I nig ermordet wurden, stieg aus dem Chaos der inneren I Kämpfe im Irak Kassem zur I Macht empor, gegen den be- | kanntlich auch ein Attentat [verübt worden ist, an dem i Nasser nicht unbeteiligt ge- I wesen sein soll. Plötzlich | änderte sich wieder die Szene. Alles wurde ins Gegenj teil verkehrt. Kassem paktierte mit Moskau, und Nasjser kehrte nach Washington I zurück, ohne damit endgültig mit den Russen zu brechen, die nichts verlieren können, wenn sie selbst nur in abgekühlter Freundschaft Einfluss auf Aegypten zu nehmen vermögen. Welch’ deprimierende Zeichen einer Dekadenz der Weltpolitik. Hemmungsloser Stellungswechsel wird von den Grossmächten des eigenen Vorteils wegen mitgemacht, unterstützt, geschützt und finanziert... Die Zahl der Opfer, alle Mitwirkende an diesem teuflischen Vorgehen, steigt und steigt. Jetzt ist der transjordanische Ministerpräsident gefallen; niemand dieser „Staatsmänner" weiss, wer der nächste sein wird. Wird Syrien, wird die VAR, wird ¡Irak, wird Transjordanien marschieren? Unberechenbar zücken alle die locker sit-! zenden Messer, gewissenlos 1 werden sie ihre Gefolgsleute \Alattka <?k J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZEB DIAZ T. E. VELEZ 5224 al 46 43-2349/0340 y 3021 REAL PEN J i Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 », T E. 49-5850 °ptica REX DIPL. OPTIKER Sarmiento 82§j T. E. 35 - mà » apeante HUTSÄLON Jetzt in B e I g r a n o MOLDES 2561 T. E. 73-9229 73-9155 in den Bruderkrieg jagen, in ihrer Verzweiflung und Ratlosigkeit können sie aber auch eine andere Richtung nehmen. Israel hat bereits gewarnt, den Grenzschutz verstärkt, sich vorbereitet. Nassers „glänzende" Laufbahn ist von einer Fülle politischer Misserfolge begleitet. Die Suez-Niederlage war einer der Höhepunkte. Alle wissen es, Nasser wäre längst gefallen, wenn er nicht von beiden Seiten, von Washington und von Moskau gestützt werden wäre. Ein skrupelloser Politiker -wie er, der seine Haitung ständig zu ändern bereit ist, kann den Intentionen der Weltmächte nur gelegen sein. Während Nasser sich dem Wahn hingibt, den Lauf der Ereignisse zu bestimmen, ist er ein leichter Spielball in der Hand der Blöcke. Während er glaubt, zwischen den beiden Erdhälften zu jonglieren, wird er allmählich zerrieben. Seine Uhr ist bald abgelaufen. Er wird das gleiche Ende finden, das er bereits so vielen anderen bereitet hat. In Transjordanien wird Nasser gehasst, wenn er auch viele Agenten eingesetzt hat, die für ihn wirksam Propaganda machen. Der frühere englische Kommandant der Arabischen Legion, Glubb Pascha, ein Ibis zur Ungerechtigkeit bereiter Hasser Israels schreibt über Nasser: „Oberst Nasser ist persönlich ein reizender Mensch. Er gibt sich erfreulich offen und Aufrichtig' aber leider ist fast alles, was er sagt, erlogen.“ In Aman sieht man in Nasser den Feind Nr. 1 Transjordaniens, und er dürfte es wirklich sein. Die Einbeziehung dieses Königreichs von Englands Gnaden in die VAR ist Nasser Nahziel. Auf diesem Wege hofft er, den Revanchegedanken gegen Israel zu realisieren. Um diese Idee zu verwirlichen, muss Nasser aber nicht nur .Transjor*, danien überwinden, sondern alle arabischen Länder, obwohl die führenden Cliquen sich sämtlich durch eine „zweite Runde“ bereichern wollen. Wenn Nasser auch seiner — ihm aufgezwungenen — Reserve durch die ELnberu. fung der Konferenz der arabischen Aussenminister herausgetreten ist, jene Konferenz, die in der Ermordung des transjordänischen Ministerpräsidenten ihren Höhe, punkt gefunden hat, dann war hierfür ein konkreter Anlass vorhanden: die Aufnahme diplomatischer Beziehungen Irans (Persiens) zu Israel. Wenn auch der Iran kein arabisches Land Mehr Petroleum Tel Aviv. — Das zweite Petroleumfeld in Israel wurde jetzt in Negba erschlossen, wo ein neuer Brunnen sprudelte. Dieses Feld liegt im Norden von Cheletz, dem ersten israelischen Petroleumgebiet, aus dem 10-% des Gesamtkonsums des Landes an Rohöl gefördert wird. Die Sachverständigen prüfen die Möglichkeit einer dritten Bohrung in der Negbazone, um die Lage und Ausdehrurg der neuen Quellen festzustellen. (ITA) ist, so gehört er doch zur mohammedanischen Front gegen Israel. Die Aufnahme der Beziehungen zu Israel lieferte der W’elt den Beweis dafür, dass man sich in Teheran jedenfalls nicht mehr durch die Nasserschen Drohungen und die arabischen Boykottforderungen einsChüchtern lassen wolle. Die arabischen Länder zum Kampf ^egen Israel und gegen Iran aufzurufen, das war der politische Hintergrund für die neueste Nassersche Kombination, die gescheitert ist, nicht nur gegenüber Persien oder Israel, sondern gegenüber seinen eigenen arabischen „Verbündeten“. Jetzt ist ein weiterer politischer Faktor hinzugetreten. Die Israel benachbarte Insel Cypem hat ihre nationale Unabhängigkeit errungen. In unserer Zeit sind wir daran gewöhnt worden, neue Nationen entstehen und neue Staaten geschaffen zu sehen. Im Trubel der afrikanischen Ereignisse wurde der Sieg der Cyprioten über dag britische Weltreich nicht gebührend beachtet. Und doch hat die Staatwerdung (Zyperns gerade für Israel eine erhebliche Bedeutung. In diesem Zusammenhang soll nicht die Geschichte der Juden auf Cypern dargestellt werden, die bereits vor Jahren an dieser Stelle eine ausführliche Würdigung gefunden hat, obwohl diese Geschichte voller interessanter Einzelheiten ist. Cypern wurde bekanntlich durch Lord Beacor.sfield- Disraeli dem briti:chen Weltreich gesichert, mit dem der Inselstaat auch weiterhin verbunden bleibt. Bereits in den letzten Jahren hatten sich enge Beziehungen zwischen Cypern und Israel entwickelt, vor allem auf handelspolitischem Gebiet. Die neue cypriotische Regierung bekundete ihren Willen, diesen freundschaftlichen Kontakt mit Israel fertzusetzen. Diese Haltung rief Nass-sr auf den Plan, der seinen Angriff gegen Persien mit aller Schärfe lanzierte, um damit zugleich auch Cypern zu warnen. Die.e Bemühung war vergeblich. Denn Cypern hat bereits offizielle Verbindungen mit Israel aufgenommen und ein eigenes Konsulat in Jerusalem errichtet Nassers Einschiichterungs - Versuche hatten auch hier einen Erfolg: aus diesem Grunde suchte er ein Ventil durch die Aussenministerkonferenz zu schaffen... Cypern bekundete offen seine Sympathien für Israel, als kurz vor der Proklamierung der Unabhängigkeit der israelische Staatspräsident eine private Mittelmeerreise unternahm und die „Jerusalem“, an deren Bord Ben Zwi reiste, den cyprischen Hafen Limassol anlief. Obwohl es sich um keinen offiziellen Besuch handelte, wurde Ben Zwi von den staatlichen und städtischen Behörden empfangen. Bei dieser Gelegenheit sagte Israels Präsident: „Die Türkei und Griechenland sind ein Beispiel dafür, dass zwei la Semana israelita Bi semanario — apavece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dt. H Swaxsenslry Pueyrredón 2190, 1? izq. T. E. 83-261J Abon„-Preise: Argentinien: $ 60.— pro Quartal Neuer Patriarch von Jerusalem London. — Yeghesehe Deraenajc wurde zumamsre-! machen orthodoxen Pair archen von Jerusalem gewählt. Der 50jäh rise Le. d«. n übernimmt damit diae Amt des vor zwei Jaiwen weg n angeblicher kenn mu.-: tisch er Umtriebe aus Tratsjordanien angewiesenen Jpu- : triarehen Dyran. (AWZ) > | Völker, die Gegensätze hat* ten, dennoch den Frieden finden und in Frieden miteinander leben können. Wir wollen uns dessen erinnern, dass das Meer nicht nur trennt, sondern auch ebnen Verbindungsweg darstellt.“ Vielleicht werden diese Worte Ben Zwis nicht nur vom altneuen Cypern verstanden werden, sondern auch andere Völker zur Besinnung rufen, um über des Trennende hinweg da« Verbindende zu erkennen. Judith Schenkolewski Kullusstickereien j Schabbosdecken - Tallisbeutel . Käppchen Maszot-Taschen . Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 258» T. E. 73-9155 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSER GESCHAEFTEN Manuela Pedraxa 2530 pl. b. Dp. B T. E. 70-7244 Mohel N. Plaksin Super! 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 NERVENu. 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