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Jüdische Wochenschau · 1960-09-02 · 1809 (2.9.1960) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1809 (2.9.1960)
Date
1960-09-02
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Año XXI — No« 1809 — 3 de Septiembre de Viernes, émulos-Erlaubnis für .Lina (IPN). — Das Aus- Beerland, das Zentrum der von der SS vor dem Zusammehbruch des Dritten Reiches geplanten „Alpenfestung“ birgt noch allerlei Schätze in sich. Wer im Dritten Reich durch Partei, ¡Wehrmacht und SS geraubtes Gut besass und es nicht verlieren wollte, zog damit in die „Alpenfestung“. Dort bestanden Uebergabe- und Viele Gründe sprechen für Carlton-Kleidung! Verantwortungsbewusste Vorlieferanten für Ober und- Futterstoffe, lange Jahre auf Carlton-Kunden eingestellte Modellisten und Facharbeiter, individuelle persönliche ¡Bedienung und Entgegenkommen bis zum Aeusserten. Eigener Import englischer Stoffe. Eine Neueinführung für besonders stark beschäftigte Herren : Anproben ,,a domicilio” Carlton Kleidung ist Kleidung guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewöhnliche Kleidung. Fertigkleidung Masskleidung ABTEILUNG FUER AUS. BESSERUNGEN. In Vorbereitung: Feine Herrenausslaltung! MAIPU 484, 1. St. MAIPU 982 T. E. 31-0357 Uebernahmekommandos, die Kisten mit Gold und Juwelen in unwegsamen Gebieten zu verstecken suchten; vieles zweigten die Räuber für sich persönlich ab und verbargen es auf eigene Faust, um es zur gegebenen Zeit hervorzuholen. Aber nicht nur Gold und Geld, sondern auch Rauschgifte gelangten in dieses Gebiet, das nach dem Kriege eines der wichtigsten Versorgungszentren für Kokain und Heroin wurde. Die SS und die grossen Nazis haben den Krieg überlebt. Die Dummen begingen Selbstmord in Erkenntnis ihrer Schuld oder aus Angst vor der Sühne. Viele Eingeweihte, die von den Verstecken wussten, liessen sich gleich nach Kriegsende im Ausseerland nieder, um dabei zu sein, wenn die Zeit der Hebung I kommt. Es ist schwer feststellbar, was in den Jahren 1945 us 1955 im Ausseerland gehoben und abtransportiert wurde. Der Kompetenzstreit zwischen den Besatzungsbehörden und der österreichischen Exekutive liess für die Bewohner des Ausserseergebietes oder für die Zugereisten Spielraum genug, um in Form von illegalen Hebungen Nutzen zu ziehen. Die Sicherheitsbehörden kamen immer zu spät und konnten nur friedliche Löcher in der Erde entdecken. Die Zeit der illegalen Hebungen scheint vorbei zu sein; in den Reihen der SS denkt man heute an „legale“ Mittel. Diese legalen Mittel sind Berge-Genehmigungen, um die bei der steirischen Landesregierung anzusuchen wäre. , Die Berge-Genehmigungen stützen sich auf ein Gesetz, das älter ist als die SS und das zur Zeit seiner Schaffung Situationen, wie sie im Kriege vorkamen, nicht voraussehen konnte. Der Gesetz, geber konnte nicht ahnen, dass im Herzen Europas ein Räuberstaat entstehen wird, der den grössten Teil Europas beraubt und ausgepliin- Mumis _ Wok’imaiuv JETZT AUCH IN BELGRANO CABILDO 774 an der Fed. Lacroze im Zentrum: SARMIENTO 1147 AUTO - REPARATUR - WERKSTATT BEÑO" I i hutschnecker? Anim. CONSTITUYENTES 4902 dert hat, um dann diese Schätze irgendwo zu verstecken. W er nun um eine solche Genehmigung zur Bergung dieser Schätze einreicht, muss sich der Tatsache bewusst sein, dass er um die Bewilligung der Bergung eines Diebes, und Raubgutes ansucht; vor allem aber müssen auch die Behörden wissen, dass sie einer Privatperson eine solche Bergungsj. Genehmigung überhaupt nicht geben sollten. Wie kann die Behörde es sonst verhindern, dass ein SS - Mann, der geraubte Schätze im Ausseergebiet versteckt hat und den Ort des Versteckes genau kennt, über einen Mittelsmann um die Berge-Genehmigung an. sucht, um auf diese Weise legal Zu besitzen, was er einst geraubt hat? Blut und Tränen haften den geraubten Wertgegenständen an, die im Ausseer, gebiet lagern; sie können niemals das Eigentum von Privatpersonen werden, die diese Sachen versteckt haben, oder von Personen, die durch Zufall von dem Versteck Kenntnis haben. Durch die Presse ging die Meldung, dass Angehörige der WTassow-Armee im Ver. ein mit SS-Offizieren um Genehmigung der Bergung eines „Tataren-Schatzes” im Ausseergebiet angesucht haben. Ein gewisser Arabskij soll zusammen mit einem gewissen Gustl Frosch aus Graz, der Ausbilder der Tatarischen SS-Legion war, diesen Schatz versteckt haben. Der Name Arabskij ist nicht unbekannt. Bei der Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghe'to waren Wlassow-Einheiten mit dabei und auch ein Name Arabskij kommt dort /or. Möglicherweise ist es ein und derselbe Mann, und vielleicht stammt auch der „Tatarenschatz’’ aus dem Warschauer Ghetto. Mörder laufen frei herum, weitreichende Amnestien und Begnadigungen haken ihnen ihre Strafen erlassen. Die Zahl dieser Unholde übertrifft sicherlich die der Ueberlebenden, und die heutige Politik ist doch „realistisch“. Andererseits gibt es Hinterbliebene und unversorgte Waisenkinder der Opfer, sowie unheilbar Kranke, die noch immer darauf warten, dass ihre Not gelindert werde. Wäre es nun nicht ein Akt der Gerechtigkeit, wenn dieses versteckte Raub- und Plündergut, da es nicht den rechtmässigen Besitzern übergeben werden kann, zur Linderung der Not der Naziopfer Verwendung fände? Im Ausseerland ist nach dem Kriege allerhand passiert; diejenigen, die es wissen, schweigen jedoch. Durch dieses Gebiet zieht sich im wahrsten Sinne des Wortes ein „goldenes Band”, das quer durch die Mitglieder verschiedener Parteien verläuft. Sie alle wissen, warum sie schweigen, denn sie sitzen an der Quelle, aus der noch so manches fliessen kann... Die Behörden des Ausseer. landes haben diesem Treiben keinen Einhalt geboten. Es ist allerhöchste Zeit, dass die österreichische Regierung die Vorgänge im Ausseerland aufmerksamer beobachtet. Den dortigen Behörden, die scheinbar durch ihr langes Zusammenleben mit der „Blüte des Dritten Reiches” die ihnen erteilten Verhaltungsmassregeln vergessen haben, sollten diese eindringlich wieder in Erinnerung gebracht werden. n BENO (Ecke Monroe) T. E. 5i - 2205 I KINDER. GEBURTSTAGE^ Unterhaltung — Cotillon Kasperletheater Gesellschaftsspiele RUTH LEWINBERG 73 . 4202 Israel - Marken I to grÖMlei Auswahl: u, a. VIERERBLOCKS — MARKER MIT PLATYENKUM- % MIT BAKD “ KOMPLETTE BOGER tplaachac) - VOLL. $ BTAERDIGE SAMMLURGER - WERTVOLLE AUSGABER - ERBTE SEROS I VORHARDER — VERTU AUERS WUERDIGE BERATURG Alfons AiORITZSON LA SEMANA ISRAELITA BISEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires — PUEYRREDON 2190, 1? iaq. —tT. E. 83-26 la 10. Elul 5720 2. September 1960 Anklage gegen Massenmoerder Gegen den 56 Jahre alten Kaufmann Albert Layer aus. Hannover hat der Oberstaatsanwalt in Hannover Anklage erhoben. Layer, der bereits seit dem 12. Dezember 1958 in Hannover in Untersuchungshaft ist, wird angeklagt, sich von Oktober 1941 bis Ende 1944 als SS- Aufseher in einem Konzentrationslager in Gross-Rosen (Niedersehlesien in 14 Fällen des Mordes an KZ-Häftlingen und russischen Kriegsgefangenen schuldig gemacht zu haben. Ausser, dem wird Layer beschuldigt einen Häftling, der in dem elektrisch geladenen Zaun des Langers hing, mit einer Pistole in den Kopf geschossen zu haben. In 27 Fällen soll laut Anklage Layer auch Lagerhäftlinge mit einem Knüppel, Fusstritten und mit einem Ochsenzie- BEWEGUNG VON TRUPPEN London. — Sowohl Israel wie die VAR sollen längs der transjordanischen Grenze Truppen postiert haben, nachdem der transjordanische Premierminister durch eine Zeitbombe getötet worden ist. Aus Jerusalem stammende Nachrichten besagen, Ben Gurion habe einen Ministerrat einberufen, bei dem die neue 'Lage zur Sprache kam. Obwohl Transjordanien theoretisch ein Feind Israels ist, so betrachten die Israelis doch die Sicherheit dieses Landes als wichtigen Faktor in ihrer politischen und militärischen Strategie, nämlich als eine Art von Stossdämpfer an der Ostgrenze des jüdischen Staates. Nachrichten aus Beirut beziehen sich auf einen UN- Beamten, der über die Bewegung israelischer Truppen als Vorsichtsmassnahme berichtet haben soll. „Times” schreibt, König Hussein sehe sein Reich jetzt von zwei Seiten bedroht, einmal von einem durch den VAR-Präsidenten Nasser geschürten Aufstand und zweitens von der Möglichkeit, dass „Israel den ersten Schritt tun könne, um eine Vereinigung von Aegypten und Syrien durch transjordanisches Territorium zu verhüten.” Die „Times” betont, Israel mache kein Geheimnis aus seiner Entschlossenheit, keinem anderen Land zu gestatten, die palästinensische Zone zu besetzen, die Transjordanien 1949 in seinem Krieg gegen Israel sieh einverleibt hat. Tel Aviv. — „Das Attentat in Amman hat Israel erneut aus seiner relativen Ruhe aufgeschreckt und in eine Spannung verwickelt”, erklärte der stellvertretende Verteidigungsminister, Shimon Peres, in einem Meeting der Mapai.Jugend. „Wir müssen alarmbereit sein, denn wir wissen nicht, welche Wendung die Situation nehmen kann.” (ITA) mer so schwer misshandelt haben, dass sie starben. Beihilfe zum Mord wird Layer in einer nicht mehr festzustellenden Anzahl — mindestens aber in 261 Fällen — zur Last gelegt. Er soll Häftlinge, die durch Einspritzen und Eingaben von Gift unter Vortäuschung einer medizinischen Behandlung und durch Erschiessen zur Tötung bestimmt waren, den SS-Kommandos zugeführt haben. Dabei soll er neben der Bewachung auch Dolmetscherdienste geleistet haben. In allen diesen Fällen soll ihm bekannt gewesen sein, dass die Befehle der Vorgesetzten Mordhandlungen bestraft. In der Anklage zu den vier, zehn Mordfällen heisst es,- dass er zwei Häftlinge wegen Disziplinwidrigkeiten in einen 80 bis 100 Meter tiefen Steinbruch gestossen habe. Auf Arbeitsstellen aus.. serhalb des Lagers habe er* bei sieben Häftlingen den* Mord dadurch begangen, dass er die Mützen der Leifc* te hinter die SS-Postenkettfe geworfen und die Häftlinge dann gezwungen habe, ihre Mützen zurückzuholen. Da-1 bei seien sie von den Posten wegen Ueberschreitung der Postengrenze erschossen worden. Fünf russische Kriegsgefangene, die bei einem Fluchtversuch ergriffen worden seien, habe Layser laut Anklage gemeinschaftlich mit zwei anderen SS- Angehörigen so lange mit Stiefeln getreten, bis sie tot waren. Von der Anklage sind 72 Zeugen und drei medizinische Sachverständige benannt. Layer hat bisher bestritten, sich schuldig gemacht zu haben. Er erklärte, dass die Belastungszeugen ihn mit einem anderen SS-Mann verwechselt hätten. Die Hauptverhandlung vor dem Schwurgericht Hannover soll noch in diesem Jahr stattfinden Guanacache 2351, dcp. 2 M«> CABILDO : ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL $---- Í Dr. Hardi Swarsensky j Asuntos Europeos exclusivamente | Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—18 Uhr I __ t \ Dr. Günter Frey J Asuntos Argentinos y Sudamericanos; testamente - Erbschaftssachen i VERTRAEGE - VERWALTUNGEN 0 i BUEROZEIT: 10-12 und 15-18 Uhr PUEYRREDON 2190 es*,. Av. LAS HERAS — T. E. 83.2613 i m.4

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