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Jüdische Wochenschau · 1960-08-30 · 1808 (30.8.1960) · p. Seite 5

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* HD , VlTMCT Jüdische Nobelpreisträger uft und 1V.UI1OI ÄiÄ Ä-i- íse: sh&n Jerusalem hank «der eit. AH PETOR 3n al" Anstiege stellen den langen, tchweren Weg zu ihi-en Gip- ■S [ein dar; seine Farben sind ** unwirklich uni wie die schillernden Träume tausen- ^en sich in äer Gläubiger; es ist e'n;st'etl Mala himmlisches Jerusalem, das er verbildlicht. Jacob Steinhardt sieht die Stadt wieder in einem anderen Licht. Er ist erdgebunlener. sieht sie nicht von weitem, sondern taucht in ihr Leben unter. In seinen Oelbildern und Holzschnitten stellt er wieder und wie- und -l! ‘‘kes Le. icht Beispiel d6t lurn, ein Ve. ltadt. Seine allem gj. n der Wirt Sauimlung inerien, des der lie Stadt der Mystiker Fanatiker und Sekm und Weisen dar, gewundene S;rassecek. Sassen, dunkle Torwege und mmenklangs Strassenecken, Bettler und »d Orient - Fromme r ® zahlrei. S«treu daryrobolisieren ern. ion wiedergrossartige, en der heiliinen Bildern ¡-■'denen Anaugedeuiet, ■nntlich: seirtal, jedoch magnetischer end. lai Levanon Jahren in kennt die erklärt sie in Sr s eht sie rieler Glauwie sie viele aus erträuäöhlen und ii ihm nicht iern Allfgo- Knrrien s:ndie steilen chaffen, „und iwert vergiss ■r seinem Geien der Brief in. Auch von und Strafen in harter und «rar der Fürst )N eigt dazu, aniss die Briefe sseren Tagen“ stammen, als Freiheit lebte,;t in Höhle versihanzi ■n Posten seiählten Todesiielleicht? ß iUs auch mög-;e Briefe ehr aus da dickt“ we‘de“ glich ist au* Betar aus m dem getreu® ngten, der d mehr ausfuhenatderAr- :hweigeD 1 . der Die«“ derer - eine Welt von gestern, eine irrationale Welt der Armut, bar aller materiellen Güter. Doch gleichzeitig ist dort eine geistige Freude erkennbar, eine Ueberweltlchkeit, eine tiefe Freude, die der Existenz auf dem Beden dieser Stadt entspringt. Die Gefahr, in Bildern der Stadt Jerusalem sentimental zu werde', ist grors; es gibt daher viele Arbeiten, die den flücht’gen Reisenden ansprechen; aber sie zeigen nicht das wirkliche Jerusalem in seiner verhangenen und doch anziehenden Lieblichkeit. Die Seele dieser Stadt enthüllt sieh der Masse nicht so leicht. DIE BERGE VON JERUSALEM Die Zeichnerin Anna Ticho liefert uns Arbeiten, die ihre Vorliebe für die Berge Jerusalems verraten. Ihre Manier ist streng realistisch; sie wird nicht müde, uns die „Berge rings um Jerusalem"’ zu zeigen, ihr geheimes Leben, ihre Vegetation, ihre einsamen Wohnstätten, die sich so organisch in das Landschaftbild fügen. Die Kohle- und Bleistiftzeichnungen Anna Tichos haben einen hohen künstlerischen Wert und hinterlassen einen starken Eindruck. Allgemein bekannt sind auch die Zeichnungen des verstorbenen Leopold Krakauer. Er gibt uns die Berglandschaft in unzähligen Variationen wieder, aber auch ihr Leben, die niedere Distel, die gewundenen Olivenbäume, seltsam geformte Felsen und Wurzeln. In seinen Bildern gewinnen diese Dinge eine Existenz für sich, werden lebendig und Sie alle zeigen uns die Stadt in ihren vielen Stimmungen, ihre breiten, modernen Plätze, ihre sonnengetränkten Mauern. Da sind viele andere Künstler, die neue Züge und neue Aspekte in ihr zu entdecken suchen. Es ist bemerkenswert, dass, während die Maler der älteren Generation diese andächtige, ver geistigte Haltung einnehmen, die junge Künstler die Stadt ganz anders sehen Wenngleich sie ebenfalls ihre Gassen, ihre Bewohner die Beleuchtung, sowie das Leben in dieser Stadt wiedergeben, sehen sie ihre Themen alle erdgebundener, weniger mit Gefühl und Gedanken belastet; sie empfinden sie physisch und malen sie so. Man könnte vielleicht sagen, dass sie eine andere Art von Realismus oer.tzen, den sie in Form und Farbe, entsprechend ihrem Zeitalter, ausdriieken. KUENSTLERISCHE ATMOSPHAERE Jerusalem liefert dem Künstler w irklich unerschöpflich virie Themen. Es ist daher Kein Wunder, dass die Stadt iie besten Künstler des Landes anzieht dass ihre Ausstellungsräume gut besucht sin-* Es besteht hier eine typische kiinstleriscne Atmosphäre wie in jenen Orten, die von Malern bevorzugt v eraen, wie etwa das Dorf F-n Hod auf den Abhängen ues Karmel oder bafed n Galiläa. Jerusalem xst ein Zer.tr' m nicht nur fiii den Fromme- oder ü Refrierungsgeschäf te, sondern au«.h fih Künstler aut der Su^he nach Themen für ihre Werke. zeichnet worden waren, waren 15 Juden und 6 „Halb, juden” (11,7 Prozent) — die seinerzeitige Aufstellung im „Philo-Lexikon” 1937 zählte sieben ..Halbjuden” auf, weil Anatole France irrtümlich als solcher betrachtet wor. den war — und heute, im 59. Jahr des Nobelpreises, sind insgesamt 313 Persönlichkeiten mit dieser Auszeichnung geehrt worden; von diesen 313 sind 29 Juden und 8 „Halbjuden”, das heisst 39 Männer jüdischen Blutes. Diese stellen jetzt 12,4 Prozent der Geehrten dar. Auf die fünf Gruppen von Nobelpreisen aufgeteilt, ergibt sien das folgende Bild: Am grössten ist der Anteil der Juden bei den Medizinern: Unter 52 Preisträgern sind folgende 17 (33 Prozent) Juden und „Halbjuden” festzustellen: 1908: Paul Ehrlich (1854 bis 1915), Deutschland. 1908: Ilja Metschnikow (1845—1916), Russland, Halbjude. 1914: Robert Barany (1876 bis 1936), Oesterreich. 1922: Otto Meyerhof (1884 bis 1951), Deutschland (starb in USA). 1930: Karl Landsteiner (1868 — 1943), Deutschland (starb in USA), getauft. 1931: Otto Heinrich Warburg (1883), Deutschland („Halbjude”). 1936: Otto Loewi (1873), Oesterreich (in USA). 1944: Joseph Erlanger (1874), USA. 1945: Ernst Boris Chain (1906), Deutschland, in England. 1946: Hermann Joseph Müller (1890), USA („Halbjude”). 1947: Gerty Theresa Cori geb. Radnitz (1896 — 1957), CSR, (starb in den USA). 1950: Tadeus Reichstein (1897), Polen, in der Schweiz. J-iietatiiehe A oilman men einen entschieden surrealistischen Charakter an. DIE WIRKLICHKEIT UND DER KUENSTLER Da sind noch eine ganze Reihe anderer Künstler, die die Landschaften von Jerusalem malen, wie zum Beispiel Jpna Mach, Rubin, Miron Sima, Isidor Aschheim, Hanna Levi, Kurt Singer. Verfilmung Die ameriKanische Filmgesellschaft 29th Century Fox hat die Vorbereitungen für einen dokumentarischen Film von einer halben Stunde Spieldauer über das Leben von Henrietta Szold be. gönnen. In der Hauptrolle wirkt eine jerusalemer Hausfrau. Blumen und Pflanzen in der Bibel Bis 25. September findet in Rotterdam die „Floriade“ eine internationale Gartenbauausstellung, statt. Im nelK-' Rahmen der Ausstellung werden in Abteilung Pflanzen zeigt; diese einer besonderen Blumen und in de~ Bibel ge- Sonderschau ♦WM***4! D EHHöMyoU' SSE»® , dep-2 I Juedische s Buchhandlung x TALESS1M, MACHSO¬ RIM (span. Uebersetzg.) LUACH 5721, Neujahrs- Glückwunschkarten G. KAPLANSKY Corrientes 2883 T. E. 87-8753 Donnerstag, 1. September, um 19 Uhr 45; Kennen Sie die Milchstrasse?: von KARL WITTLINGER Regie: GERT HAUCKE Rolf Moldéis und Hans Peters Eintrittskarten an der Theaterkasse, Esmeralda 367 1 Tel: 45-3591, werktags von 10—12 u. von 15—20 Uhr J -vird die in der Bibel genannte Flora umfassen und soll die Sphäre des alten biblischen Landes spürbar werden lassen. Zu dieser Floriade planen Swissair und KLM Sonderflüge. Ausstellung In New York fand eine Ausstellung von Werken des 68jährigen Malers Eugen Spiro statt. Weiblicher Schiedsrichter Ein sechzehnjähriges Mädchen in Jerusalem, Tochter eines Fussballschiedsrichters, wurde nach Ablegung der Prüfung, die sie in allen Teilen bestand, zum Fussballschiedsrichter ernannt. 1952: Selman Waksman. (1888t, Russland, in USA. 1058: Fritz Albert Lip mann. (1699), Deutschland, in USA. 1953: Hans Adolf Krebs (1900>, Deutschland, in England. 1958: Joshua Lederberg (19251, USA. 1959: Arthur Kornberg (1918), USA. Bei den Preisträgern für Physik waren von 55 Geehrten 12 Juden, und zwar: 1907: Albert Abr. Michelson (1852—1931), Deutschland, in USA. 1908: Gabriel Lippmann (1845—1921), Luxemburg, in Frankreich. 1921: Albert Einstein (1879 bis 19.5), Deutschland, starb in den USA. 1922: Niels Bohr (1885) Dänemark („Halbjude”). 1925: Gustav Hertz (1887) Deutschland („Halbjude”). 1925: James Franck (1882) Deutschland, lebt in USA. 1943: Otto Stern (1888) Deutschland, lebt in den USA. 1944: Isidor Isaac Rabi (1898), Oesterreich - Ungarn lebt in den USA. 1945: Wolfgang Pauli (1900 bis 1958), Oesterreich, starb in den USA („Halbjude”). 1952: Felix Bloch (1905), Schweiz, lebt in USA. 1954: Max Born (1882), Deutschland. 1959: Emilio Segre (1905), Italien, lebt in den USA. Unter den 52 Chemikern waren nur 5 Juden: 1905: Adolf von Baeyer (1835 — 1917), Deutschland („Halbjude"’). 1910: Otto Wallach (1847 bis 1931), Deutschland. 1915: Richard Willstätter (1872 — 1942), Deutschland, starb in der Schweiz. 1918: Fritz Haber (1868 bis 1934), Deutschland, starb in der Schweiz. 1943: George de Hevesy (1885) Ungarn, in Dänemark (getauft). Unter den 53 Preisträgern für Literatur waren nur 3 Juden: 1910: Paul Heyse (1830 bis 1914), Deutschland („Halbjude”). 1927: Henri Bergson (1859 bis 1941), Frankreich. 1958: Boris Pasternak (1890), Russland, (lehnte den Preis ab). Unter den 43 Friedens- Preisträgern waren nur zwei Juden: 1911: Tobias M. C. Aase*., (1838—1913), Holland. 1911: Alfred Hermann Fried (1864—1921), Oesterreich. (Das erstgenannte Land ist das der Geburt, das zweite das des Wohnsitzes bei der Preisverleihung). Während ein Drittel aller geehrten Mediziner jüdischen Blutes sind, betrugen die Hundertsätze bei den Physikern 20 Prozent, bei den Chemikern 10 Prozent, bei der Literatur 6 Prozent und beim Friedenspreis 5 Prozent. Ob „Halbjuden” in eine derartige Aufstellung aufzunehmen sind, ist fraglich. Ob dem einen jüdischen Elternteil ein entscheidender erzieherischer Einfluss zuzugestehen ist oder nicht, kann wohl nicht generell festgestellt werden. Jedoch selbst wenn man die 8 „Halbjuden"’ abzieht, bleiben noch 31 Volljuden (davon 2 getaufte), das heisst genau 10 Prozent aller Männer und Frauen, die den Nobelpreis erhielten. Von den 39 Preisträgern entstammten 26 dem deutschen Kulturkreis; 17 der 39 mussten emigrieren. Dr. Hans Lamm Teatro Colón Hoy, martes 30, a las 21 hs. Sexta Función del Abono Popular „Andrea Chenier“, de Gioraano. Con: Olvis, Udovick, Mattiello, Cetera, Negroni, Reyes, Falzetti, Ferraccani, Catena, Giusti, De Matthaeis, Gagliardo, Boschetti, Fóscolo, Verazzi. Bailes: Alonso, Pinca, Stankaitis, Franco, Mollajoli, Zambrana. Director de Orquesta: Fernando Previtali. Regisseur: : ’. Poettgen. Director del Coro: T. Boni. Coreografía: A. Truyol. Escenografía: Ortolani . Walter. Director Técnico: T; Capobianco. Or. questa, Coro y Cuerpo de Baile Estables del T. Colón. Sobrantes de Abono en venta. Neuer Filn; über Auschwitz Wien. — Wie verlautet, sind die Arbeiten an einem neuen Film über das Todeslager Auschwitz - Birkenau abgeschlossen. Der Streifen ist ein Dokumentarfilm mittlerer Länge mit dem Titel „Fluchtversuche aus dem Lager”. Gedreht wurde er von einem der ersten Auschwitz-Häftlinge, Wieslaw Kielar. Das Drehbuch schrieb der Schriftsteller Tadeusz Holuj. (AWZ) I Gratulieren Sie zu n allen Verwandten, Freunden and Kunden mit einer Glückwunsch Anzeiqe ♦ e f ♦ ü «m in der <► »► <> <► <► $ n <► n n n n n <► <► <► Bestellungen unter T. E. 83 - 2613 80 - 6930 < I Pueyrredón 2190 1® ■ ► $♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦* _ MAX UNGAR EYA UNGAR, geb. KAHAN VERMAEHLTE Sarmiento 256 Vidal 1718 Die Trauung findet s. G. w. Sonntag, den 4. September um 17 Uhr in der Synagoge Moldes 2449, statt. WIR BUTEN unsere "Leser auf diesem Wege, von der Möglichkeit direkter Ueber« Weisung der fälligen Abono-Gebühren frdl. Gebrauch machen zu wollen. Direkte Einsendung des Abono-Betrages in SCHECK — GIRO — BONO POSTAL LA SEMANA ISRAELITA Pueyrredon 2190, l9 izq. Capital Hierdurch überweise ich Ihnen den Betrag von m$n . aus - an 4 1 inen c cm nachstehender Abrechnung. In Er- L U. t. IjUSnäl I“vJ Rlffl öU, warturg Ihrer Quittung begrüsae Jahr 1959 .. m$n 160. tch Sie 1. u. 2. Quartal 1960 m$n 120, . Jahr 1960 .. m$n 240. (Name) _ (Adresse) N B.: Wir bitten, Einzahlungen zu richten an: LA SEMANA ISRAS- (Nicht gewünschte Zahlung kITA. bitte ausstreichen)

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