Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1804 (16.8.1960)
- Date
- 1960-08-16
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Martes, 16 de Agosto de 1960 L A SEMANA ISRAELITA C Año XXI. — No. 1804 — 3 DIE EREIGNISSE DER WOCHE Kampagne für Bonos Die Kampagne iür den Verkauf der israelischen Staatsanleihe, Israel-Bonds, hat soeben ihren Anfang genommen. Die ersten Resultate für den Absatz der Staatsanleihe waren ausserordentlich zufriedenstellend. Als Ehrengast der Bonds- Aktion weilt der bekannte zionistischen Mitarbeiter, Herr Julius Ginsburg aus Chikago, zur Zeit unter uns, ein Veteran der zionistischen Bewegung und einer der hervorragendsten Repräsentanten der Bonds-Kampagne in den USA. Zu Ehren des Gastes veranstaltete der israelische Geschäftsträger, Mosche Avida, in den Räumen der Israel-Botschaft einen Emp- CARLTON, der wirkliche Qualitätsanzug „stabiloformverarbeitet” fertig und nach Mass CARLTON-KLEIDUliG, die Kleidung mit der textilen Eigenschaft, die allen Forderungen und Anforderungen entspricht MAIPU 484, 1. St. MAIPU 982 Tel. prov, 31-0357 fang, an dem zahlreiche Persönlichkeiten des jüdischen Lebens und Mitarbeiter der hiesigen Bonds-Aktion teilnahmen. In ehrenden Worten begrüsste der Geschäftsträger den Gast, der auf die wachsende Bedeutung und Popularität der Staatsanleihe hinwies, die heute bereits im Wirtschaftsleben und beim konstruktiven Aufbau des Landes eine beachtliche Rolle spielt. Grosser Erfolg des JWK Anfang des Monats fand der 3. Kongress der Akademie der spanischen Sprache in Bogotá iKolumbien) statt. Die lateinamerikanische Exekutive des Jüdischen Weltkongresses hat sich seit Monaten mit der Frage beschäftigt, ob nicht die Anregung auf diesem Kongress gegeben werden solle, zu einer Bereinigung der spanischen Wörterbücher zu gelangen, die noch immer viele mittelalterliche, unwissenschaftliche, falsche, entstellende und irrtümliche Erklärungen von Wörtern enthalten, die sich auf die Juden und das jüdische Leben beziehen. Nach längeren Beratungen der Exekutive und einer ad hoc gebildeten Kommission von Fachleuten wurde ein Antrag an den Präsidenten der Kolumbianische Sprachakademie gerichtet, den R. Padre Félix Restrepo, S. J., und der folgende Antrag unterbreitet: „Der 3. Kongress der Akademien für die spanische Sprache empfiehlt, dass in allen spanischen Wörterbüchern die entstellenden, falschen oder beleidigenden Erläuterungen der Worte „Jude”, „Judenschaft”, „He¬ 4Vtu£BUS Woleiimàmî JETZT AUCH IN BELGRANO CABILDO 774 an der Fed. Lacroze im Zentrum: SARMIENTO 1147 Restaurant »Paso Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259J Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS, und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten AUTO - REPARATUR . WERKSTATT j „BENO“ B0<O HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 tdScke Komm) T. E. 51'2205 -. ■ , - -.. bräer”, „Synagoge”, „Cohen”, „Pharisäer”, „Marrane” sowie jedes andere Wort, das einen herabwürdigenden Sinn für das jüdische Volk enthält, eliminiert werden, und dass die Königliche Spanische Akademie aufgefordert werden solle, solche Bezeichnungen aus ihrem offiziellen Lexikon auszuschliessen.” — Der JWTK wies in seiner Eingabe darauf hin, dass manche dieser Erklärungen von Wörtern, die sich auf Juden oder jüdische Interessengebiete beziehen, noch aus den Zeiten der Inquisition stammer. und als solche den Prinzipien widersprechen, die insbesondere für die Völker Lateinamerikas bestimmend sind, und mit den Grundsätzen der Gleich, heit, der Toleranz, des friedlichen Zusammenlebens aller Menschen auf lateinamerikanischer Erde nicht in Einklang gebracht werden könnten. Das ausgezeichnet begründete und wissenschaftlich ausgearbeitete Memorandum, das der JWK diesem Antrag beifügte, wurde von der kolumbianischen Akademie angenommen, die diesen Antrag zu ihrem eigenen machte. Dr. Goldman als Delegierter Die lateinamerikanische Exekutive des Jüdischen Weltkongresses beschloss, ihren Präsidenten, Dr. Moisés Goldman, in Anbetracht der hohen Bedeutung, die einem solchen Antrag und einer solchen Initiative beizumessen sind, zum 3. Kongress nach Bogotá zu entsenden. Ist doch die Bereinigung der Wörterbücher von diffamierenden und entstellenden Erklärungen in erster Linie für die Erziehung der heranwachsenden ' Jugend, insbesondere auf den Gymnasien und Hochschulen, von erheblicher Wichtigkeit. Ueber seine Tätigkeit beim Kongress berichtete Dr. Goldman ausführlich und unterstrich die gewaltigen Probleme, die ein solches Unternehmen überwinden müsse, das vom JWK eingeleitet worden ist, da insbesondere die Spanische Sprachakademie als höchste Autorität für die spanische Sprache angesehen und geschätzt wird. Diese Akademie ist eine patriarchalische Institution, in der natürlich viele „traditionelle”, für uns reaktionäre Kräfte rfiitwirken. Dank der Hilfe, die vor allem der Padre Restrepo den Bemühungen des JWK schenkte, gelang es schliesslich einen Antrag zur Annahme zu bringen, der in vollem Umfang der Initiative des JWK entsprach. Der Erfolg war im Prinzip gesichert, als die Kolumbianische Akademie auf Vorschlag ihres Präsidenten den Weltkongress . Antrag sich zum eigenen machte und ihn im Namen der Kolumbianischen Akademie vorlegte. Manche harten Hindernisse mussten trotzdem ausgeschaltet werden, da alteinge- Israel - Marken! ¡.IT“ - MARKE» MIT PLATTEMNUMj MER — MARKE» MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN »~i—_ «Ol I * STAEMDIGE SAMMLUNGEN — WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE 1NFRIF * VORHANDEN - VWimMIENSWUERDIGE BERATUNG? 4 MORITZSON GuM,.c.ch™351, de», i t *M|. CABH.DO ..... fressene Vorurteile zu überwinden waren. Dr. Goldman betonte, dass sich insbesondere der frühere Präsident Mexikos, Dr. Alemán, sowie die Expräsidenten von Perú und Costa Rica für den Weltkongress . Vorschlag im Dienste einer Befriedung des bürgerlichen Lebens in Lateinamerika einsetzten. An alle Akademien ist vom Kongress der Ruf ergangen, die Wörterbücher im Sinne des angenommenen Antrages zu bereinigen. Die gesamte lateinamerikanische Presse hob den besonderen Erfolg des Jüdischen Weltkongresses lobend hervor. Juden in Kolumbien Der Präsident der lateinamerikanischen Exekutive des Jüdischen Weltkongresses, Dr. Moisés Goldman, benutzte seine Anwesenheit beim 3. Kongress der Akademien für die spanische Sprache, um sich der Lösung eines alten und schwierigen jüdischen Problems in Kolumbien zu widmen. Wie er mitteilte, war der Grund für die völlige Zerrissenheit der Judenheit Kolumbiens vor allem in der eigenartigen Geographie und Zerklüftung des Landes zu suchen. Jedenfalls hat es Dr. Goldman verstanden, eine Frage zu regeln, die bisher alle Besucher zentraler Organisationen vergeblich zu klären suchten: die Einheitsorganisation der kolumbianischen Juden wurde geschaffen. Dieser kolumbianischen „DAIA” gehören alle Gemeinden und Organisationen in Bogotá, Barranquilla, Cali *und Medellin (sowie in einigen kleineren Plätzen) an. Anlässlich eines Besuches, den Dr. Goldman dem kolumbianischen Staatspräsidenten auf dessen Einladung hin machte, stellte er die neugewählten Repräsentanten der kolumbianischen Juden vor. Dr. Goldmann berichtete, dass in Bogotá und in anderen Städten jüdische Schulen bestehen, die von allen Gruppen gemeinsam unterhalten und von allen Kindern besucht werden, dass aber die Synagogen von den einzelnen Sektoren getrennt, entsprechend ihrer Tradition, aufrecht erhalten und geführt werden. In diesem Zusammenhang erwähnt er auch die Gemeinde Monte, fiore, die Gemeinde der zentraleuropäischen Juden, die in Bogotá leben. — Abschiedsabend für Hans Silber Der von der Theodor Herzl Gesellschaft gemeinsam mit den centraleuropäischen Comités der „Campaña Unida” und des „Keren Kajemet Lejisrael” geplante und durchgeführte Abend der Ehrung für den nach Montevideo übersiedelnden langjährigen Sekretär der C. U., Herrn Hans Silber, fand am 8. August im Festsaal der „Nueva Comunidad Israelita” statt. Die Veranstaltung wurde von etwa hundert Freunden und Mitarbeitern besucht und nahm einen sehr harmonischen und festlichen Verlauf. In ihren Ansprachen würdigten von den verschiedensten Gesichtspunkten aus die Herren Hermann Levy, Enrique Heilborn, Benito Pincuss, Dr. Günther Ballin, Dr. Hardi Swarsensky und Curt Wilk die jüdische und zionistische Aktivität von Hans Silber, der es verstanden hatte, eine bei uns nicht oft anzutreffende Sympathie in den weitesten Kreisen zu erlangen, sowie durch sein verbindliches Wesen und seine Gesinnungstreue den Respekt auch solcher Manschen zu gewinnen, von denen er sieh ideologisch getrennt weiss. In den Reden kam auch zum Ausdruck, dass unser Jischuw es nicht immer versteht, wertvolle Aktivisten an die Arbeit zu fesseln; man sollte, so wurde treffend gesagt, sich nicht auf „despedidas” beschränken, wenn man wertvolle Mitarbeiter ehren will, sondern alles tun, um ihnen die Ar¬ Besuch in Israel' Jerusalem. — In Israel weilen zu sechstägigem Aufenthalt 73<) Mitglieder des „Cercle Richelieu’^ der französischen katholischen Jugend-Organisation, wie das israelische Verkehrsbüro mitteilt. Wie es heisst, ist dies die grösste Gruppe christlicher Besucher, die jemals nach Israel gekommen ist. Die katholischen Kreise in Israel haben bei der Vorbereitung des Programms für die jungen französischen Katholiken aktiv teilgenommen. — beit zu erleichtern. Alle Ansprachen stimmten darin überein, dass die Kollektivität einen unserer wertvollsten Menschen unseres Sprachsektors nun an die Nachbargemeinde abgibt, dass aber diese Trennung sich für das interkontinentale Zusammenwirken in der „Centra” günstig auswirken könne. Im unterhaltenden Teil des Abends trug J. Meyer- Keyt eine witzige Parodie vor, die ihren liebenwürdigen Spott auf alle engeren Freunde von Hans Silber und auch ihn selbst ausgoss. Zum Schluss dankte der Gefeierte für all die Ehrungen nach zwanzigjähriger glücklicher Gemeinschaftsarbeit für Israel und die jüdische Kultur und versprach, auch von der neuen Wirkungsstätte aus den Kontakt mit dem alten Freundeskreis zu wahren. Eine Sammlung zugunsten des KKL ergab einen namhaften Betrag, durch den die Mutter des Herrn Silber in das Goldene Buch eingetragen werden konnte. c. w. CATECA S. A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 _ 1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma STUDIO JURIDICO MI í Dr. Hardi Swarsensky Asuntos Europeos exclusivamente Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—18 Uhr Dr. Günter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN BUEROZEIT: 10—12 und 15—18 Uhr PtTEYRREDON 2190 csq. Av. LAS HE RAS — T. R. 83.2613