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Jüdische Wochenschau · 1960-08-09 · 1802 (9.8.1960) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1802 (9.8.1960)
Date
1960-08-09
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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Z — Maries, 9 Agosio d* 1968 J901SCBE WÔ'CHEüJfiHi Konflikt Año *XI. — lfo. 1602 tSchluss von Seite I> picht di ciforderliche erzfohcciacru- K._ft über lie Mensche'' -ÄLuiü: i-'ic, sie oStr ..a-ndrot ur. zur E h. al-giiT.-.n gültiger etiuc- . oc.rr moralise-ter Grane ~e ru beweg-en. Solange n >. iviciischheit dieses erstrebenswerte Niveau ncch nicht erreicht, ist das Erziehungsmittel der Strafe bittere Notwendigkeit, unabhängig von. dem alte; Streit,' welche Bedeutung die Strafe haben soll (Abschreckung, Sühne, Besserung usw.). Die durch den Disput zwischen. Argentinien und Israel ausgeloste Bewegung sollte mit der Beilegung des Konfliktes, soweit er diese beiden Länder betraf,, zur Lik sung mancher offener Fragen konstruktiv weitergefu art werden. Es dürfte neben, der Kadifizierur-g einesinternationalen Strafrechtes und einer internationalen Strafverfolgung erforderlich sein, die sogenannten Auslieferungsverträge einer allgemeinen Prüfung und Debatte zu unterziehen. Ohne Zweifel ist dieses Gebiet in internationalen Rechtsbest immungen bis heute wenig entwickelt. Trotz der Vielfalt der Konflikte, die heute die internationale Bitnne ans Zusammenlebens der Völker beherrschen, ist dieser mitunter chaotisch wirkende Zustand der Komplizierung der zwischenstaatlichen Beziehungen nur ein Reflex dafür, dass die Welt kleiner geworden ist. diass sich die einzelnen Na. tionen - "ther rückten, dass die Verbundenheit des Schickse's aller Völker mit- und untereinander viel stärker geworden ist, als dies jemals der Pall war. Wie so oft in der Geschichte stehen wir vor ei. ner paradoxen Situation, vor einem Widerspruch, der letztlich aber doch kein. Wicterspruch ist. Wenn wir nur einen flüchtigen Blick auf die Zerrissenheit und Zerteilung der Völker in Blök- Dr. PREY Abogado PUEYRREDOH 2190 W 1Mnachm. 16—18 öte J. Liebling { FOURRIERE — I SPERRHOEL ZEH ¿ DIAZ VELEZ 5224 al 46 | V. E. 43-2349/0340 y 3021 T REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschält CORRIENTES 5ëô TE. 49-5850 Optka DIPL OPTIKER Sarmiento 82$ IT. E. 35 - 735 xe, Interesse agni^peu. und' VerteibigungssysteiiK' wer. fen. so gewinnen, wir den EL; druck, das; »ir ausschliesslich gegeneinander; wirkenden Kräften hegeg- Und doch sir.di sich alle einsichtigen Beobachter dür- •:oe-' einig, — mögen sie es [nun: aussprecher. oder nicht, — dass noch niemals ein Land auf das andere so angewiesen ist. wi dies heule unstreitig der Fall. Das einmal so grandiose Prinz'p einer „splendid isolation” bedeutet im Augenblick nur eine leere Chimäre. Denn die Zukunft jedes Landes wird ven dem Geschehen berührt, das sich in noch, so entfernten Zonen r.fcspielt. Man braucht garnicht zum äussersten Beispiel zu greifen und zu unterstreichen, dass jeder Krieg zwischen einigen. Länden sofort die schwersten Folgerungen für alle haben muss, ob sie nun an dem Konflikt beteiligt sind oder neutral und anteilnahmslos beseite stehen. Mit erschreckender Deutlichkeit haben wir dieses Phänomen vor wenigen Wochen an der Kongo-Krise erlebt, die drohte, zu einem olfenen Konflikt zu führen, obwohl ohne Zweifel die meisten Nationen weder mit dem Kongo noch mit dieser Auseinandersetzung ingendeine- Beziehung hatten. Aber alle waren sich dessen, bewusst, dass die Folgen eines Krieges die ganze Welt ins Verderben stürzen, muss. Heute dürfte es überhaupt keine Krise, keinen Konflikt und keinen Krieg mehr geben. der sich auf die Grenzen bestimmter Länder erstreckt, ganz gewiss dann nicht, wenn die todbringenden, Waffen angewandt werden, über die alle Gräsern-ächte verfügen. Zwei' 'Länder, die beidein der Weltpolitik nicht die führende Rolle spielen, ha. ben der ganzen Welt, und vor allem ihren dominierenden Mächten, ein Exempel dafür geliefert, dass intemattior.ate Konflikte durch demokratische, politische Mittel und nicht durch Drohungen und Gewalt gelöst wer- \M*xtk* f l I 0iapaa*x\ f HÜTSÄLON I I Jetzt in I? Belgrana | I MOLDES 25 6 II l T-E. 73-9229 { I 73-9-155 I Judith Schenkolewski KultussHckereien Schabbosdeeken - Tallis-j . beutet - Käppchen Masj Í aot-Tascben . Hand- und j Maachlnenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 73-9155 den könms; uitdi ntiiaeeru. Das ist der grosse ued beispielhafte Wert der irisch l’.ch gelöster, Krise zwischen Argentinier, und Israel. Hier haben die Regierungen nach einem demokratischen Grundsatz zugleich dem W ilien «jhrer Völker entsprochen, die einen gerechten Ausweg zwischen zwei: sich widersprechenden Interessen und Auffassungen zu finden, wünschten. Dass diese Lösung herbeigefiihrt wurde, beweist die sittliche Reife zweier Völker, die beide Recht und Freiheit als die Fundamente ihrer gesellschaftlichen Ordnung und ihres staatlichen Lebens betrachten. Noch ein Weiteres kann man. aus der gelüsten Krise für das internationale Leben lernen,. . So dürftig und schwach auch die Organisa. tion der Vereinten Nationen sein mag, sie reichen aus. um Streitfragen zu klären, wenn, die beteiligten Länder nur den ernsten Willen, aufbrir.gen, sich einem internationalen Schiedsspruch, zu unterwerfen. Es ist unzweifelhaft, dass sich der argentinische Standpunkt nicht in der Weise durchsetzte, wie man es hier erwartet hatte. Ebenso wenig kann bestritten werden, dass der UN- Beschluss nicht so ausgefallen ist, wie sich Ihrael das vielleicht vorgestellt hatte. Aber sowohl Argentinien wie Israel haben sich trotz ihrer abweichenden Fbsition an die Entscheidung gehalten und damit gezeigt, dass sie die internationale Reife besitzen, die man so oft bei grösseren Ländern vermisst. Getreu dem Beschluss des Sicherheitsrates haben sie sich dann untereinander verständigt und sind der Aufforderung gefolgt, ihre alten guten Beziehungen wieder herzustellen. Damit haben sich Argentinien wie- Israel das moralische Recht erworben,* als Mahner im internationalen Streit aufzutreten. In der Erkenntnis, dass das Schicksal aller Völker heute mehr denn jemals in der Men. schengeschichte unlösbar miteinander verbunden ist, müssen die Grossen wie die Kleineren einsehen, dass sie einen modus vivendi miteinander finden müssen. Krieg als Mittel internationaler Konflkte muss ausscheiden. Ob man nun von einer effektiven friedlichen Koexistenz spricht oder von der Notwendigkeit internationaler Sicherheit durch Vertragssysteme und Gipfelkonferenzen, ist gleichgültig. Für Worte und Begriffsakrobatik ist längst kein Keine Delogierten aus dem Osten -feruHfliem. — Keines der Länder des s<:wj.etischen Blocks wird zur Internationalen Konferenz über die Rolle der Wissenschaft in der Entwicklung junger Nationen. diein Rjechowot abgehalten wird, Delegierte entsenden. Verschtedene osteuropäische Regierungen haben die Emladung nicht beantwortet, während andere; einschliesslich die Sowjetunion, rwitteilten, die eingeladcnen. Wissenschaftler hätten „frühere Verpflichtungen”. Der Professor der Archäologie an der Hebräischen Universität und früherer Generalstabschet Jigal Jadin. reiste nach Moskau ah. um an einem Ori'entalisten-Kon. gress teilzunehmen, der dort stattfindet, Eim werden sich fünf anderejüdische Gelehrteanschliessen, dieeingeladen worden sind. DELEGIERTER NEPALS New Delh. — Der Premierminister v-Gn Nepal. B P. Koerala, wird' an der Spitze einer nepalischen Delegation Israel besuchen und. an der in Rechowot stattfindenden internationalen Konferenz' über die R.oüte der Wissenschaft in der Entwicklung junger Nationen teilnehmen, wie das nepalische Aussenministerium ankündigt. (ITA) la feras Israelita Bbenuoano: a par ace «os Martes j Viernes Editado por Bstreüas Editorial Ltda V erantwortLeb: Dr. H. Swamuk} Pueyrreaon ve i* I* ú¡q T £ ¿3/2613 Aoono-Preise. Argèr. umes. $ 60.— pro Quartal ' Einwanderung : in USA £ Propiedades Frawkenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHHUHGEH HAEUSER eESCHAEFTE» Manuela Pedra*» 2596 pl. b. Dp. B T. E, 70-7244 Mohel N. Plaksin Superi 2719 T E. 7941784 u. 76-2312 Platzmehr. Nur auf die Taten kommt es an, mit schönklingenden Reden und bombastischer. Phrasen ist nichts anzufangen-.. Der Zwischenfall zwischen Argentinien und Israel kann auf diese Weise zu einem Markstein bei der Lösunginternationaler Fragen werden. Vielleicht wurden, hierdurch nicht nur e:nige, schwere Kriegsverbrecher, mehr festgesetzt. sondern neue Impulse gegeben, um das internatinale Recht und die internationalen Strafbestimmungen auszubauen und zu normieren,, um das überholte System der Ausliefe: rungsvertrügezwischen zwe;' Ländern durch ein Rechtshilfesystem zu ersetzen, das auf internationaler Grundlage beruht und nicht mehr auf staatlichen „Privaf’- Verträgen. Vor allem sollte die friedliche Lösung des Konfliktsalle Völker veranlassen mehr als bisher durch einen. vom internationalen Riech* vorgeschriebenen Weg über dio UN ihre- Streitigkeiten zu regeln, die- Drohung alb Waffe fallen zu lassen und: den guter, Willen zur Ueber Windung vom Meinungsverschiedenheiten und Interessen. aufzubringen,, der allein; di« sichere Garantiefür Frieden, aber auch für h&rternationakj Gerechtigkeit ist.. Cnikago. — Die repwbiikamisc he Konve n t ion nar. m inihr Wa b 1-prwgr amm die Forderung auf, d e Jahres, quete der in den USA zugelässenen Eir.w anderer „min. destens zu verdoppeln”' und düeveralteten Ein-wanderungs-Gesetze zu m-r demirsisren, indem ai» Basis der Zensus von I92P durch den von I960ersetzt werden soll. (ITA) NERVENtr. GEMUETS- KHANKHEITEI» Dr„ M. J- Kahn BULRRES 193C. pl. b,, 1? T. E. 804)248 fMont., Mittwoch. Freitag. 117—20 Uhr.. Tel.' Anmelf düngerbeten,. ESTUDIO JURIDICO I>r. Md'oro Kraut . Pf. Oscar Rabec ABO-GADOS Ehescheidungen - Erbschaftssachen - Konkurse und Vergleiche - Verträge - Inkasso . etc. Neue- Adresse: TE. 35-OTSS MONTEVIDEO 451 35-8981 piso 5, ofic. 53/54 35.0323 Dr. PEDRO HABERFELD PRAKTISCHER ARZT Arzt am Institute de fn-vestigaciones Medicas der Universität Buenos Air er hat seine Praxis eröffnet. Ordination: Montag bis Freitag von 15 bis IS Uhr DELGADO 1324, Höhe ElCano 3583. T. 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