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Jüdische Wochenschau · 1960-08-02 · 1800 (2.8.1960) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1800 (2.8.1960)
Date
1960-08-02
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Año XXI. — No. 1800 — 3 Israels Automobil-Industrie Das israelische Publikum ■wartet mit Ungeduld auf de.-. Herauskommen der ersten Studebaker “Lark”- Modelle, die programmgeanäss in Bälde von den Kaiser-Frazer.Werken abrollen sollen. Obwohl die ,,'Lark“- Wagen wegen ihres grösseren Umfanges und ihrer höheren Kosten schwerlich einen Ersatz für die „Dauphine‘-Autos der Firma Renault darstellen, werden sie doch einen Teil des einheimischen Bedarfs decken und Israels Autoindustrie neue wichtige Absatzgebiete eröffnen. Die Tatsache, dass eich die Firma Renault dem arabischen Boykott gebeugt und ihren Kontrakt mit Kaiser Frazer im Oktober 1959 plötzlich annulliert hat, scheint sich letzten Endes zum Guten auszuwirken. WIR FREUEN UNS, dass immer mehr Herren die Monotonie der Herrenkleidung brechen und so eine persönliche Note betonen. Auch in unseren neuen Geschäften bringen wir daher eine grose Ausmusterung dezenter, in Farbe und Musterung wohl abgewogene Auswahl bester Herrenkleidung. Wer etwas auf sich hält, trägt Carlton-Kleidung. Sie ist die Kleidung guten Stils, meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewöhnliche Kleidung. STABILOFORM . FERTIGKLEIDUNG M Maipú 982 aipú 484 1 T. E. 31.0357 von EPHRAIM BENDOR STUDEBAKER "LARK" Während des ersten Jahres wird die Gesellschaft für den israelischen Markt etwa 500 „Larks“ mit 6 und 7 Zylinder-Motoren sowie 600 Lastwagen in der Grösse von 2,5—7,5 Tonnen zusammensetzen. Zusätzlich werden etwa 500 Wagen für Export nach Ländern wie Griechenland, Jugoslawien. Türkei sowie n':ch Afrika zusammengesetzt, wo die Firma Kaiser Frazer die alleinige Vertretung der Studebaker - Gesellschaft innehat. Die Türkei, mit der Israel ein Clearing-Abkommen besitzt, hat bereits einen Auftrag für 144 Lastwagen erteilt, und es scheint dass es kaum Schwierigkeiten bereiten dürfte, für das neue Produkt Israels Export-Märkte zru finden. Die Tatsache, dass die israelische Industrie von Anfang an Zubehörteile liefert, die ein Drittel der Kosten des Wagens darstellen — Polster, Sitze, Glas, Reifen, Farbe und Brtiei-ien sowie eine Anzahl mechanischer Teile — ist ein weiterer Vorteil. Während Israel im Vertrag mit Renault verpflichtet war, 75% des Wertes des Dauphine-Autos in harter Valuta zu zahlen, und keine wie immer gearteten Exportrechte hatte, gibt der gegenwärtige Vertrag Kaiser-Frazer das unumschränkte Recht, so viele Teile einzuschliessen, wie Israel produzieren kann. Demzufolge wii-d eine beträchtliche Ausdehnung der hiesigen Industrie für Zubehörteile einsetzen, welche heute 114 Anlagen und Werkstätten umfasst und etwa 4.000 Arbeiter beschäftigt. Ein von der Regierung eingesetztes Comité beschäftigt sich gegenwärtig mit der Prüfung der Kosten der „Lark” . Autos sowie der Steuer, die auf den Wagen zu zahlen sein wird. Der Preis muss verlockend genug sein, um Käufer von Wcdenmomu JETZT AUCH IN BELGRANO CABILDO 774 an der Fed. Lacroze im Zentrum: SARMIENTO 1147 Restaurant »Paso" itra Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259 Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS, und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten i den „Compacf’-Modellen abzulenken, die zu einem Preis von 12.000 bis 13.000 IL frei verfügbar sind. Er ist mit 10,900 IL angesetzt, um es Kaiser Frazer zu ermöglichen, seine Quote von 500 AVagen während des ersten Jahres zu verkaufen. INLAENDISCHER KLEINWAGEN Die Grösse, der Preis und die Kosten der Erhaltung der „Lark"-Wagen entsprechen nicht den Erwartungen der inländischen möglichen Wag'enkäufer, und für den Augenblick muss es bei einer Enttäuschung bleiben. Israel braucht noch einen kleinen Wagen von 8—2 PS, der einschliesslich der Steuer etwa 3.000 bis 4.000 IL kosten müsste. Verschiedene inländische Fabriken einschl. Kaiser Frazer verhandeln über die Zusammensetzung eines Kleinautos mit europäischen Herstellern von Wagen, und es ist sehr \vahrscheinlich, dass innerhalb eines Jahres eine endgültige Entscheidung in dieser Angelegenheit fallen wird. Die deutschen Hersteller von „Goggomobir’-Autos haben ISREA, einer israelischen Gesellschaft, anziehende Optionsrechte für die Zusammensetzung ihrer Wagen in Israel eingeräumt. Sie sind bereit, Geld in eine Anlage zu investieren, die den gesamten Wagen einschliesslich des Motors herstellen und auch Exportmärkte beliefern soll. Das 7 PS-„Goggomobil” würde für einheimische Bedürfnisse ein besonders geeignetes Modell sein, und der Preis, der auf etwa 5.000 IL geschätzt wird, dürfte den Mitteln der meisten Wagenkäufer entsprechen. Kaiser Frazer verhandelt auch mit einem europäischen Produzenten über die Fabrikation eines anderen Kleinwagens, worüber jedoch bisher noch keine Details bekannt gegeben worden sind. Die Regierung ist den Bemühungen dieser privaten Firmen gegenüber zurückhaltend geblieben, aus dem guten Grunde, weil auch sie den Markt für kleine Autos im Ausland prüft. Laut Herrn M. Tsur, dem Generaldirektor des Handels- und Industrieministeriums, wird bereits das Modell eines Wagens, der den Bedürfnissen Israels entspricht, zusammengesetzt, und soll in diesem Sommer auf den israelischen S*rassen ausprobiert werden. Es wird in Regierungskreiser, auch erörtert, Kaiser Frazer, dessen Porduktionsfähigkeit sogar mit dem Stude’oaker-Kontrakt nur zum Teil ausgenutzt wird, in eine öffentliche Gesellschaft umzuwandeln. Es wäre sicherlich logischer, die Kaiser Frazer- Anlage zur vollen Produktionsfähigkeit zu bringen, als Investierunger in andere 1 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT Die Administration der J. W, bittet Herrn „BENO“ SIGMUND SEMO KUT8CHNECKER S T R A U S S, Avéft, CONSTITUYENTES 4Mt früher Moldes 2565 <Eeke M«cn«e) um Angabe seiner neuen Adresse unter T. E. 83- T C.fl* 8£0§ 2613 y 80.6930 Anlagen zu gestatten — und sei es auch nur unter dem Gesichtspunkt der Leistungsfähigkeit sowie der geringeren Kosten. GUTE EXPORTAUSSICHTEN Sollte es Israel gelingen, einen kleinen Wagen auf Basis einer Massenproduktion herzusteLen, so können sich Exportmöglichkeiten ergeben, an die man bisher nicht gedacht hat. Das ist das Ziel, das die Regierung anscheinend ins Auge gefasst hat, und es liegt im Bereich der AVahrscheinlichkeit, dass innerhalb der nächsten Jahre ein Israelmodell herauskommen wird, das gänzlich von der hiesigen Industrie hergestellt ist. Es wird keine leichte Aufgabe sein, ausländische Märkte zu erobern und auf diesem Gebiet konkurrenzfähig zu sein, und es wird grosser Geschicklichkeit und genauer Kenntnis des Marktes bedürfen, wenn dieser Versuch für Israel erfolgreich ausgehen soll. Diejenigen, die die / ussichten. Israels skeptisch beurteilen, sollen daran erinnert werden, [dass dieses Lanc heute Regenmäntel nach England und Zement, Reifen und Kaugummi nach den Vereinigten Staaten exportiert. Parlament fordert Erldaeriing Der Stand der Beziehungen mit der Regierung Israels wird in Parlamentskreisen mit grösstem Interesse vcrlolgt. Der Aufforderung, die vom Majoritäts-Block der Partei leitung übertragen wurde, den argentinischen Aussenminister zu seiner Sitzung am heutigen Dienstag einzuladen, damit dieser Informationen über verschiedene Aspekte der internationalen Politik erteilen soll, sind zwei oppositionelle Initiativen gefolgt, die sich auf den israelischen Fall beziehen, welcher eines der Hauptthemen der geplanten Befragung bilden soll. Eine dieser Initiativen jst von den Deputierten Perette, Sammartino, Abaroa Suarez, Barreto, Zarriello, Monteagudo, Marini, Perkins, Mercader und Becerra unterschrieben und enthält den Vorschlag, die Deputiertenkammer solle „ihre energische Verurteilung des Akts aussprechen, der von unbekannten Tätern in Paraná verübt wurde, die auf die im Park Urquiza gehisste israelische Fahne ein Hakenkreuz malten, und gleichzeitig der jüdischen Kollektivität und dem Volk von Israel ihr Bedauern iiter diese ungeheuerliche Beleidigung der Menschheit und der universellen Demokratie aussprechen. Die Kammer solle erklären, dass sie jedwede Manifestation von rassischer Diskriminierung und antisemitischem Hass verurteilt, und feststellen, dass die legitime Verteidigung des nationalen Schicksals eines jeden Volkes weder die Verherrlichung des wüsten Nazismus noch die Verfolgung eines Menschen wegen der Hautfarbe, seiner Ideen, seiner Rasse oder Religion rechtfertigt.” Es wird hinzugefügt, dass die israelische Fahne von den Missetätern an dem für die argentinische Staatsfahne bestimmten Mast aufgezogen wurde. PROJEKT DER UCRI Deputierte der Unión Cívica Radical Intransigente unterbreiteten der Kammer das folgende Projekt für eine Deklaration: „Die Deputiertenkammer der Nation erklärt ihren Wunsch, dass die Beziehungen zwischen der Republik Argentinien und dem Staat Israel keine Einbusse erfahren und auf der Grundlage der Freundschaft, die auf der gegenseitigen Achtung und dem gemeinsamen Anschluss an die Ideale der Demokratie und Freiheit basiert, fortgeführt werden sollen.” Der Antrag ist von den Abgeordneten Isaac Breyter, Ricardo González, Fayiz Sago, Miguel Angel Juárez PeñaL va und Rómulo Vinciguerra unterfertigt. H IA ESTUDIO JURIDICO DÏÏERNACIONAL ¡ Dr. Hardl Swarsoasky ¡ Asuntos Europeos exclusivamente 0 Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—18 Uhr J Dr. Günter Frey j Asuntos Argentinos y Sudamericanos J| \ TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN \ ¡ VERTRAEGE - VERWALTUNGEN i 0 BUEROZEIT: 10—12 und 15—18 Uhr í 0 _i 0 0 0 PUEYRREDON 2190 es<i Av. LAS HER AS — T. E. 83.2613 í m m

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