Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1798 (26.7.1960)
- Date
- 1960-07-26
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Maries, 26 de Julio de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No. 1798 — 3 FALL EICHMANN (Fortsetzung von Seite 1) klärt habe. Guideon Rafael der zweite Generaldirektor des Aussenministeriums, der Colombo empfing, gab Israels Eedauern über diesen Beschluss Auscrruck. Der israelische Diplomat wiederholte, es bestehe kein Zusammenhang zwischen Levavi oder der israelischen Botschaft in Buenos Aires und der Festnahme Eichmanns. Israel hat den Vorwurf Argentiniens, das El Al- Flugzeug, welches die israelische Delegation zu den 3 50-Jahresfeiern nach Buenos Aires brachte, sei zum heimlichen Abtransport des Naziverbrechers Adolf Eichmann aus Argentinien benutzt worden, formell zurückgewiesen. Dies hatte Argentinien in seiner Note erwähnt, die dem israelischen Botschafter am 19. Juli übergeben wurde und in der die argentinische Regierung die israelische Entschuldigung für die Festnahme Eichmanns ablehnt und dessen Rückgabe und die Bestrafung seiner Entführer fordert. Israels Widerspruch gegen Die klassische Bekleidungs - Etage ist neu erstanden MAIPU 484 (1. Stock - Aufzug) Neue Galerie Maipú (Zwischen Lavalle und Corrientes) Masskleidung Fertigkleidung Aenderungen ¿*«1 ¿*«1 Maipú 928 Maipú 484 l9 T. E. 31.0357 die das El Al-Flugzicug betreffende Beschuldigung, wurde dem argentinischen Geschäftsträger Eduardo Colombo vom 2. Generaldirektor des israelischen Aussenministeriums Guideon Rafael mitgeteilt. Von dieser Unterredung wurde die Oeffentlichkeit am Sonnabend in Kenntnis gesetzt, als die Regierung Argentiniens 'Levavi schon zur persona non grata erklärt hatte. Rafael versicherte Colombo „die Regierung Israels sehe sich gezwungen, angesichts der Wendung, die die Dinge genommen haben, zu erklären, dass der Vorwurf welcher aus cem Paragraphen 5 der argentinischen Note ergeht, d. h. dass die israelische Botschaft in Argentinien entgegen den diplomatischen. Usancen gehande’t habe, jeder Grundlage entbehrt. D: . Regierung Israels erklärt, dass das israelische Ersuchen vom 16. Mai um die Erlaubnis, aus medizinischen und humanitären Gründen verschiedene Passagiere mit dem Flugzeug mitzunehmen, das die israelische Delegation zu den Unabhängigkeitsfeiern brachte, in keinem irgendwie gearteten Zusammenhang mit dem Fall Eiehmann steht.“ Rafael bemerkte, die Colombo gemachte Erklärung sei zwar einige Stunden, bevor Levavi von der Regierung Argentiniens zur persona non grata erklärt worden sei, abgegeben worden, doc-,1 hält man es für unwahrscheinlich dass der israelische Einspruch nach Buenos Aires gelangt sei, bevor die Regierung Argentiniens ihren Schritt bekanntgab. ENTTAEUSCHUNG IN IN ISRAEL Jerusalem. — In ihren Kommentaren über die Erklärung Levavis zur persona non grata durch Argentinien üben alle Blätter an dem Beschluss der Regierung von Buenos Aires Kritik und verweisen darauf, dass hierdurch die Beziehungen mit Israel eine neue Spannung erfahren. Dies /Mü£BL€S _ Wafeimaiuv f-*-- JETZT AUCH IN BELGRANO CABILDO 774 an der Fed. Lacroze im Zentrum: SARMIENTO 1147 Restaurant »Paso j Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259; Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla > MITTAGS, und ABENDTISCH LAnrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten AUTO - REPARATUR - WERKSTAT „BENO* MBtO HOT9CKM5CXE8 LÁfém. CONSTITUYENTES 4BG2 îMékê Mangos} t. g. it - aaoi Wege zur friedlichen von SAUL CARSON Als Argentinien wegen der Verletzung seiner Souveränität durch die Ergreifung des Nazihenkers Adolf Eichmann vor dem Sicherheitsrat der UN Beschwerde erhob, berief sich die argentinische Regierung auf Kapitel VI der JN-Charter, das die „friedliche“ Beilegung von Streitigkeiten zwischen Ratsmitgliedern behandelt. UN - Beobachter verweisen darauf, dass ein riesiger Unterschied zwischen diesem Kapitel VIi besteht, welches sich auf „Bedrohung des Friedens, Friedensbruch und Akte der Aggression bezieht. Alle Beschwerden, die von den Araberstaaten jemals gegen Israel vorgebracht wurden, stiittzen sich auf das Kapitel VII. Selbst den Arabern ist es trotz all ihrer Anstrengungen niemals gelungen, die in Kapitel VII vorgesehenen Massnahmen zu erreichen. Aufgrund dieses Kapitels ist der Sicherheitsrat ermächtigt, für jegliches Mittel, angefangen von wirtschaftlichen Sanktionen bis zur Einsetzung einer UN-Streitmacht „in der Luft, zu See oder Land”, zu stimmen. Ein einziges Mal — im Fall von geschehe entgegen der Empfehlung der vom Sicherheitsrat der UN angenommenen Resolution, -in der die Hoffnung ausgesprochen wird, dass die Beziehungen sich bessern mögen. Verschiedene Zeitungen sehen in dem argentinischen Vorgehen einen Beweis dafür, dass die extrem nationalistischen Elemente in Buenos Aires ihren Gesichtspunkt durchsetzen konnten. Korea — schritt die UN zu einer Aktion dieser letzten Art. Keiner der sechs Artikel des Kapitels VI, auf das sich Argentinien bezog, erwähnt auch nur im entferntesten eine ähnliche Massnahme, wie sie die arabischen Staaten so oft gegen Israel durchzusetzen versucht haben. In diesem Kapitel wird von „Verhandlung, Untersuchung, Vermittlung, Versöhnun, Schiedsgericht (womit der internationale Gerichtshof in Den Haag gemeint ist) gesprochen, sowie von der Anrufung eines regionalen Friedensgerichts (was im Falle von Argentinien und Israel nicht in Frage kam, weil diese beiden Länder nicht im gleichen Weltteil liegen) oder anderen gütlichen Mitteln ihrer eigenen Wahl.“ „Der Sicherneitsrat soll”, fährt die Charter fort, „wenn es notwendig erscheint, beiden Parteien die Beilegung ihre Streites” durch eines der vorerwähnten Mittel „anempfehlen“. Einer dieser Wege ist, wie angegeben, die Anrufung des Weltgerichts. Sowohl Israel v ie Argentinien haben das Statut des Weltgerichts unterzeichnet, wodurch sie verpflichtet sind,, irgendeinen von diesem Gericht getroffenen Entscheid zu erfüllen. Aber dieser Weg ist naturgemäss ein langwieriger. Es wäre möglich, selbst wenn der Fall dem internationalen Gericht vorgelegt werden sollte, dass Israel Eichmann vor Gericht stellen und verurteilen und sogar das Urteil des israelischen Gerichtshofes vollstrecken kann, bevor der internationale Gerichtshof seinen Spruch fällt. Argentinien bleibt noch ein anderer Weg offen. Es k'innte den Fall vor die Generalversammlung bringen. Die nächste Versammlung tritt nicht vor dem 20. September zusammen, und es besteht sogar eine, wenn auch schwache Wahrscheinlichkeit, dass das Datum bis später in den Herbst verlegt wird, weil in den USA die Präsidentschaftswahlen bevorstehen. Allerdings ist natürlich auch der Zusamm .ntritt der Generalversammlung zu einer dringlichen Sondersitzung möglich. Aber in der ganzen Geschichte der Vereinten Nationen sind erst drei solcher Sondersitzungen abgehalten worde \ Die eine tagte /anlässlich der Suez-Krise im Jahre 1956, die andere im gleichen Jahr, als über die Lage in Ungarn beraten wurde, und die dritte fand 1958 im Zusammenhang mit der Situation in Transjordanien und Libanon statt. Argentiniens Fall kann sicher_ nicht mit diesen Ereignissen verglichen werden, was seine Drinilichkeit betrifft, und es wäre voraussichtlich nicht möglich, eine genügend starke Befürwortung der Abhaltung einer Sondersitzung der Versammlung zu finden. Sollte der Fall der Generalversammlung unterbreitet werden, so dürfte sich die Frage stellen, welches der verschiedenen Comités der Versammlung das Problem behandeln soll, bevor es in einer Plenarsitzung zur Debatte gelangt. Der Fall könnte dem UN-Comité. überwiesen ¡werden, das sich mit sozialen, humantären und kulturellen Fragen beschäftigt, falls Argentinien behaupten sollte, dass Eichmanns „Menschenrechte“ mi;t seiner Ergreifung in Argentinien durch israelische Freiwillige verletzt worden seien. Es erscheint jedoch zweifelhaft, ob die Regierung Argentiniens, die inoffiziell zugibt, das Eichmann ipso facto ein Verbrecher ist, für ihren Anspruch gegen Israel die „Wahrung der Menschenrechte” geltend machen könnte. Wenn die „Menschenrechte“ angeführt würden, so könnte Argentinien die Generalversammlung ersuchen, seine Forderung gegen Israel auf Basis der angegebenen Verletzung des internationalen Gesetzes zu behandeln. In diesem Fall würde die Frage dem UN-Comité für legale" Angelegenheiten zugeleitet werden, und dieses Comité könnte den Anspruch an die internationale Kommission überweisen.' Ibn.Gabirol-Jahr San Juan de Port«.' Rico. — Der Gouverneur von Porto Rico, Luis Marin Munoz, erklärte in einem Aufruf das ■ Jahr 1960 zum Salomop Ibn^ Gabirol-Jahr, im Andenken an den spanisch-jüdischen Dichter des 13. Jahrhunderts. Dies ist die zweite Proklamation dieser Art; die erste wur. de im Januar vom Bürgermeister New Yorks. Robert Wagner, erlasse«. (ITA) ZWISCHENFALL ERLEDIGT? Jerusalem. — Die diplomatischen Beobachter in Jerusalem halten es für wahrscheinlich, dass die israelische Regierung den Streitfall mit Argentinien wegen der Verhaftung des Eiehmann, der bereits zwei Monate lang dauert, nunmehr für abgeschlossen erklären werde: . Diese Beobachter weisen darauf hin, dass die Erklärung des Botschafters Levavi zur persona non grata durch die argentinische Regierung nicht den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern bedeutet. Es wird nochmals unterstrichen, dass die israelische Regierung ausdrücklich hervorgehoben hat, weder Dr. Levavi, noch die israelische Botschaft in Buenos Aires hätten gegen die diplomatischen Prinzipien verstossen. Insbesondere sei die Darstellung Argentiniens über die Passagiere des Flugzeuges der El Al irrtümlich. Im übrigen hätte Argentinien die Aufforderung des Sicherheitsrates überhört, die alten freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden 'Län. dern wieder herzustellen. In Kreisen der israelischen Botschaft in Argentinien soll behauptet worden sein, dass die Erklärung Levavis zur pernona non grata auf Druck nationalistischer und militaristischer Kreise erfolgt sein soll. In diplomatischen Kreisen dagegen habe man das Vertrauen, dass der Fall Eichmann in kurzer Zeit abgeschlossc wird; es sei unwahrscheinlich, dass .Israel noch einmal einen diplomatischen Schritt un-. ternehmen würde. j Israel - Marken | tu grösster Auswahl: u. a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTENNUM-; MER — MARKEN MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN (planchas) — VOLL.; STAENDIGE SAMMLUNGEN - WERTVOLLE AUSGABEN - ERBTE SERIE VORHANDEN — VERTRAUENSWÜRDIGE BERATUNG : Alfonse MORITZSON Guanacache 2351, dep. 2 es* CABILDO ESTUDIO JURIDICO MERNAÖONAl Dr. Hardi Swarsensky 3 Asuntos Europeos exclusivamente £ Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—19 Uhr Dr. Günter Frey Amntot Argen tinos y &tid*ut*erieo«of , TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN ¡ VERTRAEGE - VERWALTUNGEN l ' -:::-! SUÍR02EJT: IS—M und 15—18 Uhr PÜÏÏTRREDON 21M mh¡, Ar. LAS MERAS - T. (. st-MlS i Í i i t f» I I Í Í Í « * Í * * * i 1 i t i (