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Jüdische Wochenschau · 1960-07-19 · 1796 (19.7.1960) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1796 (19.7.1960)
Date
1960-07-19
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Spanish
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* 8 — Maries, 19 de Julio de I960 1* A SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No. 1796 Wochen nationaler Trauer Der Fasttag des 17. Tam. mus, in diesem Jahre am 12. Juli begangen, ist einer der vier biblischen oaer historischen Fasttage. Nach der Ueberlieferung der Mischna wurde bei der Eroberung Jerusalems durch die Römer (im Jahre 70 n.d.g.Z.) die Stadtmauer an diesem Tage durchbrochen. Auch weitere unnheilvolle Ereignisse knüpfen sich an das Datum des 17 Tammus, so das Zerbrechen der Bundestafeln durch Mc-jCheh rabenu (2. Buch Mose, 32, 19) und weitere Geschehnisse aus der römischen Epoche. Dieser Zeitabschnitt vom Fasten des 17. Tammus bis zu dem des 9. Aw gilt als eine Zeit nationaler Trauer; man spricht schlechthin von „den drei Wochen”. An den feabbaten werden drei prophetische Strafrede:, in den Synagogen als „Haftaroth” verlesen, die \ i ausserordentlicher Bedeutung sind. Die beiden ersten dieser prophetischen Predigten sind Wem Buch Jeremias entnom. inen, '¡eses grossen Propheten, der den Untergang des Ersten Tempels und Staates voranssah. und dessen furchtbare Ankündigungen sich erfüllen sollten. Jeremia oder Jirmijahu hat unter den letzten drei Königen Judas gewirkt und ist vermutlich in Aegypten gestorben. Ihm verdanken wir — nach der Tradition — auch das biblische Buch „Echa” (Klagegesänge), das wir am Abend des 9. Aw zu lesen pflegen. Die erste Haftara, diesmal Än Stelle der sonst üblichen 6m Schabat „Pinchas” gelesen, bringt Teile des 1. und 2. Kapitels dieses Jeremia- Buches über die Berufung des Propheten. In ihr finden sich die berühmten Worte: „Sprich nicht, ich bin ein Jüngling, zeige keine Furcht; Ich bin mit Dir, um Dich zu beschirmen.” Der Aufbau dieser göttlichen Berufung des Propheten ist grandios und vielleicht an Erhabenheit nur noch mit der Berufung Mose am Dornbusch vergleichbar. Diese erste Haftara schliesst mit den schönen Worten, die in das Mussofgebet von Rosch haschana übernommen worden sind und bei uns meist in der herrlichen Vertonung durch den Meister Lewandowski vernommen werden: „So spricht der Ewige: Ich gedenke deiner Jugend, der Zärtlichkeit deines Brautstandes, als du mir folgtest in die Wüste, in unbesätes Land.” Die Haftara des zweiten Sabbats der „drei Wochen” schliesst sich den vorangegangenen Abschnitten an. In einer wchtigen Rede sagt hier der Prophet dem Volke, was der Ewige ihm an Gutem seit dem Auszug aus Mizrajim erwiesen, wie Er ihm ein Land der Fülle und des Segens gegeben, doch das Volk falschen Propheten der heidnischen Götter nachgegangen sei. So heisst es dort: „Mich haben sie verlassen, die Quelle lebendigen Wassers, um sich zerbrochene Behälter anzulegen, die das Wasser nicht bewahren.” In unerbittlicher Schonungslosigkeit hält Jeremia dem Volk seine Verfehlungen vor, schliesst jedoch die Re KRANKENSCHWESTER mit deutschen Sprachkenntn. für unser Altersheim San Miguel (Bs. As.). Gute Wohngelegenheit vorhanden, evtl, für Ehepaar, Vorsusiellen mit Dokum. u. Ref. 9—12 u 15—18 Uhr in CANGALLO 1479 p. D ASOC. FILANTROPICA ISRAELITA de. mit einer frohen Hoff, nung: f „So du, Israel, zu Mir zurückkehrst, die Greuel vor Meinem Angesichte ent fernst, wirst du nicht unstet werden. Du wirst, so wahr der Ewige lebt, in Wahrheit schwören, mit Recht und Frömmigkeit, und segnen werden sich mit ihm die Völker, sich seiner rühmen.” Hatte die erste Haftara die Berufung Jeremias gezeigt, die zweite den sittlichen Verfall des Volkes ge. geisselt, so bringt die dritte, am „schwarzen Schabos”. unmittelbar vor Tischa B’- Aw, die grosse Strafpredigt des Propheten Jesaja und hat mit ihrem Anfangswort „Chason” (Weissagung) dem Schabat seinen Namen gegeben. Jesaja, der erste der drei grossen Propheten, lebte im 8. Jahrhundert v. d. g. Z., hatte das göttliche Strafgericht über das sogenannte „Zehnstämme-Reich”, das Nordreich Israel, vorausgesehen und fürchtete das gleiche Unheil für das Südreich Juda; deshalb richtete er seine Drohungen und Anklagen gegen die Könige, die Unrecht und Sittenverwilderung dulden. Dieses erste Kapitel des Propheten ist von ungeheurer Wacht der Sprache und des Inhalts. In schärfster Form ironisiert Jesaja Opferdienst und Festtagsheiligung bei gleichzeitiger Unterdrückung der Armen, der Witwen und Waisen. Doch auch diese schlimmen Anschuldigungen und Verwarnungen, diese Ankündigungen des sicheren Untergangs bei Fortsetzung eines solchen Lebens und Treibens, schliessen mit Worten der Zuversicht und des Trostes. Diu Erschütterung klingt in froher Zukunftsgewissheit aus, die nicht ausbleiben kann, wenn das Volk auf den rechten Weg zurückfindet: „Deine Richter setze Ich wieder ein wie vormals, deine Räte wie einst. Dann wird man dich nennen: Stadt des Rechtes, treue Burg. Zion wird erlöst durch Gerechtigkeit und seine Heimkehrenden durch Frömmigkeit.” Curl Wilk; r ' Illegale Nazis Neue Wasserleitung für den Negew KEHILLA PASTEUR 633 T. E. 47-90»—99 SONNTAGSKURSE AUSSTELLUNG 100 Jahre Theodor Herzl 41 geöffnet wochentags von 19—21 Uhr \\ ausser Schabbat und Sonntag von von 9—12 Uhr. Eintritt frei Circulo Religioso Israelita BET ISRAEL Buenos Aires Conde 1345 GOTTESDIENST AN DEN HOHEN FEIERTAGEN Bet Israel . Gottesdienste werden in den Sälen Ciudad de la Paz 1760 und Moldes 2157 stattfinden. Wir hoffen, dass die Anzahl der Plätze in beiden Sälen der Nachfrage unserer Freunde nach Teilnahme an unseren Gottesdiensten genügen wird. Beide Gottesdienste werden in der gleichen Weise geführt werden. KURSE FUER SOZIALE ARBEIT Unser nächster Vortrag findet am Dienstag, 19. 7. 60 um 17 Uhr im Kinderheim Vidal 2945 statt. Wir bitten um Teilnahme aller unserer Mitarbeiterinnen. CIRCULO MATRIMONIOS JOVENES Am Mittwoch, 20. 7., treffen wir uns um 21 Uhr in Pampa 3335. IVRIT-KURSE IM BET ISRAEL Zwei Anfängerkurse um 17 und um 20 Uhr am Montag, und um 17 Uhr 30 und um 20 Uhr am Mittwoch. — Neuanmeldungen unter 76- 7452 erbeten. EINHEITSKAMPAGNE Theodor ierzls 56. Todestag war in der vergangenen Woche. Hast DU Deine Pflicht zum Aufbau Israels noch nicht beigetragen, so säume nicht länger. Wende Dich sofort an unseren CU- Delegierten. Wien. — Wenn es nach der Freiheitlichen Partei ginge, würden heute alle ehemaligen Nationalsozialisten — die Belasteten, die Leute, die die Fünfte Kolon. ' ne Hitlers in Oesterreich waren, die Totengräber der Republik — im österreichischen Regierungsapparat sit. zen, wobei ihnen die Dienstjahre im Dritten Reich und die Leistungen für dieses Verbrecherregime angerechnet würden. Dieser Tage brachte die FPOe im Nationalrat eine Gesetzesvorlage „Zur Bereinigung dienstreehtlicher Fragen” ein. Die Vorlage sieht für alle jene, die durch die NS-Amnestie 1957 ausgenommen wurden, eine Anrechnung der Dienstjahre sowohl im Dritten Reich wie auch in den von Nazi, deutschland besetzten Gebieten vor. Die FPOe plädiert weiter für ihre Wiedereinstellung in den Staatsdienst. Der Gesetzesentwurf wurde im Einverständnis mit dem Kameradschaftsbund, dem Heimkehrerbund, Beamtenbund und Sehutzverband der Geschädigten des öffentlichen Dienstes ausgearbeitet. Es wird nun Sache der Regierungsparteien sein, dem Antrag der FPOe die Antwort zu erteilen, die dieser verdient. (IPN) Unsere über alles geliebte RUTH hat uns im Alter von 4 Jahren für immer verlassen. Im Namen aller Verwandten in tiefer Trauer: ALEX KATZENELL und Frau LILLY MARIO KATZENELL Enrique Prins 1474. 15. Juli 1960. ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, YIAMONTE 550, I/B — Buenos Aires, Rep. Argentina .jSSSSí Aráoz 2854 T. E. 71-9059 eeesweeseeewmreeei rmmmmmw WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE DER JUEDISCHEN JAHRE 5720/21 Montag, den I. August Erew Tischa b'Aw Dienstag, den 2. August Tischa b’Aw Mittwoch, den 21. September Erew Rosch Haschono 5721 Donnerstag, den 22. September Rosch Haschono 5721 Freitag, den 23. September 2. Tag Rosch Haschono Sonnabend, den 24. September Schabat Schuwoh Sonntag, den 25. September Zaum Gedaljah Freitag, den 30. September Sono-^end. den 1. Oktober M i, den 5. Oktober DiTiiiuitaR. den 6. Oktober Freitag, den 7. Oktober Sonnabend, den 8. Oktober Mittwoch, den 12. Oktober Donnerstag, den 13. Oktober Freitag, den 14. Oktober Erew Jom Kipur Jom Kipur Erew Sukot 1. Tag Sukot 2. Tag Sukot 1. Tag Chol Hamoed Hoschano Rabo Schemini Azeret Simchat Tora BRIEFMARKENRGUPPE Heute, Dienstag, treffen sich die Philatelisten um 20 Uhr 30 im Heim. Bei dieser Gelegenheit wird die Belgisch-Kongo-Sammlung des Herrn Maschke vorgezeigt und besprochen werden. Wir laden alle Interessenten herzlichst ein. GELESENES THEATER Morgen, Mittwoch, um 21 Uhr findet im Heim die Aufführung des Stückes „Das Spiel um Hiob” von Archibald Macleish statt. KULTURVERANSTAL¬ TUNG AM SONNABEND. DEN 23. JULI, UM 21 UHR Wir veranstalten am Sonnabend, den 23. Juli, um 21 Uhr im Heim einen humoristischen Abend mit dem unseren Mitgliedern von früheren Veranstaltungen bestens bekannten Max Kloss sowie den Künstlern Gerti Kerr, Paul Tadechnik, dem Bandeonisten Pedro und dem Pianisten Stein. Eine Fülle von Humor, Witz und guter Laune. Vorverkauf heute, morgen und Donnerstag von 14 bis i 19 Uhr im Sekretariat. Campaña " '1. ‘ Die i: erwartet Deinen angemessenen Beitrag Annahmestellen: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL,; COMITE CENTROEUROPEO f Sarmiento 2376, 3" — T. E. 47-38201 lind sämtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und; Gemeinden! t f 8liNIHM>llllll>IIHtll>MIIIIIIIIH»MM»«»——•——*** ' ¿W-rii. i-. 04702909

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