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Jüdische Wochenschau · 1960-07-19 · 1796 (19.7.1960) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1796 (19.7.1960)
Date
1960-07-19
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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UNST in Jerusalem von: %H PETOR Ï2* haben 'sterurg Personea Hier Plata;,'inen notfalls »hat. ßäll,le 300 Pionen gen soll. Der Saai hat 22 Ausgänge. Es ist interessant, d-*ss 90 Prozent der Ausstattung im Lande Israel herges'.ellt wurde. Der Saal sah bereits in unfertigem Stadium Veranstaltungen ausländischer Theater- und Ballettgruppen, ebenso wie Konzerte des Philharmonischen Orchesters von Israel. Sogar die letzten zwei zionistischen Kongresse fanden hier statt. Der Saal wurde jedoch kürzlieh offiziell eirgeweiht durch ein Galakonzert des Philharmonischen Orchesters, das in Anwesenheit des Staatspräsidenten, Jizchak Ben Zwi und Mitgliedern der Exekutive der Jewish Agency stattfand. Es ist abzusehen, dass der hat. Es sind mehrere Konferenzen und „Festivals" für die nächsten Monate vorgesehen; der nächste Zionistenkongre-ss soll im De. zember im „Convention Centre” tagen. Mit der baldigen Fertigstellung des ganzen Gebäudes wird der Traum seiner Schöpfer, -Alexander Eser und der verstorbene Rabbiner Gold erfüllt. Er sieht die Schaffung eines vorbildlichen Zentrums für dos Kulturleben Jerusalems vor, ähnlich wie es Salzburg und Edinburgh besitzen. Das Unternehmen liegt in den Händen eines Comités, das sich aus Mitgliedern der Jewish Agency, der Jerusalem Economic Corporation und dem Jüdischen Nationalfonds, unter dem Vorsitz von Meir Grossmann, Mit¬;cke über der beweglich und atervorstellus- ® Vorhang erder in Silber, i gifteten ist. on solchen Dl- : in Israel d'e t Zwecke zu Bauplan sieht lg eines eiserror. der einen; für kleinere ■g:n abteTen mm hat eine ebenfalls für Simul- :n:' die Akuiier besonders existiert ein ojektionsraum wungen. Zwei nd im Bau. jesonders kon- , der alte und Personen zu iltungen brinif»' <■< Saal künftig stets voll besetzt ist und die Herstellungskosten vollauf decken wird. Die Veranstaltungen der nächsten Saison umfassen regelmässige Konzerte des israelischen Philharmonischen Orchesters, das den Raum ' ■ oin Jahr gemietet glied der Exekutive der Jewish Agency, zusammensetzt. Die Verwaltung wird auf rein geschäftlicher Basis geführt. Der Wert des Unternehmens als würdiges Zentrum m geistiger und erzieherischer Bedeutung’ ist unbestreitbar. El tercsr Reich y los ju. dios, Editorial Seix Bam-l S. A„ Barcelona 1960. — Das Werk der beiden IL storiker Leon Poliakov und Josef Wulf „Das Dritte Reich und die Juden” wurde von Carlos Barral und Gabriel Perrater in die spanische Sprache übersetzt und jetzt in Barcelona herausgegeben. In einem interessanten Vor wori, hat C. Barral mit Recht hervorgehoben, dass die in diesem Buch gschilderten Tatsachen an sich die menschliche Fassut g.-kiaft übersteigen. Mit einem sichtbaren Verantv. ortungsbewusstsein machten sich die beiden Uebersetaer an die selbst gestellte Aufgabe. Dieses Buch von Poliakov und Wulf gehört zu der. besten und ernstesten Darstellungen, die über dieses Thema geschrieben worden sind;, wahrscheinlich ist es nicht nur eine persönliche Wertung, wenn man d.es.m Buch eine Sonderstellung in der umfangreichen Literatur über das Dritte Re.en einräumt. Hier werden Kaum oder selten persönliche Auffassungen geäussert. Annand von Dokumenten und Oiigt. nalberichten stellen die Autoren das grausige Schufcsal der Juden unter d »m nazistischen Regime dar. Die ebenfalls aus dem deutsch geschriebenen Original entnommenen Abbildungen ergänzen den Bericht und veranschaulichen das furchtbare Geschehen. Der spanischen Ausgabe des Wezkes wäre eine besonders grosse Verbreitung zu wünschen, da die nicht jüdische Oeffentlichkeit gerade in den spanisehsprechenden Ländern noch immer sehr wenig davon weiss. was sich unter der Geissei des Naziregimes in Europa abgespielt hat. Im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignisen und der wieder auf gelebten Debatte über Kriegsverbrechen und Kriegsverbrecher fällt diesem Buch die eminente Funktion einer Volksaufklärung zu. Sind es yË DPildnllllä fiitetattiche ■ ¡«l< tr 1#u tu i an doch .nüchterne’ Dokumente und Dienstschreiben und nicht das persönliche Erlebnis, die hier zum Loser eindringlich sprechen. Von jedem Bericht mag mau sagen können, er sei durch den Verfasser subjektiv erstattet worden, von den Dokumenten und Amtsschreiben der nazistischen Dienststellen wird man dies schwerlich sagen können. Schenkt Euren argen tini. scheu oder spanischsprechenten Freundin dieses Buch, damit dient jeder der Wahrheit und der Erkennt, nis, aber auch gleichzeitig dem Frieden, indem verhindert wird, dass sah noch einmal das Schis: gut aupt des Nazifasehismus erheben kann. — (Sw.) Herbori Russcol und Margalit Bann: Kiiömtbo 9>, Editorial Candelauro, Buenos Aires I960. — Ein neuer, spannend geschriebener und sachlich interessanter Roman liegt vor uns, der in das Leben in Israel mit seinen vielen Schwierigkeiten ur.d Problemen hineinführt, gleichzeitig aber zeigt, das die bewegenden Kräfte dort wie überall immer in den menschlichen Leidenschaften liegen, in Liebe und Treue, in Hass und Kampf, idealistische Motive wie materielle, die alltäglich und deswegen so lebensnah sind. Menschen aus den verschiedensten Ländern mit sehr unterschiedlichen Vergangenheiten und Erfahrungen, die dennoch an einem gemeinsamen Ziel arbeiten, begegnen uns hier, wie Kräfte, die in der Gegensätzlichkeit ihres Wollens aufeinanderslossen. So wirkt dieses Buch lebensecht und ist in seiner Art ergreifend, mit einem Wort ein lesenswerter Roman aus der Wirklichkeit, der viele Leser und Freunde finden sollte. Margalit Banal ist in Israel geboren, etwa 30 Jahre Opernsängerin Die junge Opernsängerin Fvtedl Teller, die viel in Verunstaltungen der doutsehon Flüchtlingskreis0 in New York aufgetreten ist, errang durchschlagende Erfolge in Münster, Westfalen und in Amsterdam. Tod eines Schriftstellers In London starb der österreichische Lyriker und Schriftsteller Hanns Maivulies in. Alter von 71 Jahren. Er war einige Jahre an dir Wiener Volksbühne tat g, lobte nach dem ersten Weltkrieg als freier Schriftsteller und arbeitete von lß-3 bis zum „Anschluss" als Redakteur dev Zeitung „W.ouer Tag - Damals war m* auch Mitarbeiter des „Bei lu Her Tageblatt", der ,.W.-Ubühue" und der „Frarkfuvtvr Zeitung". Besondeie Verdienste hat er sich als Justizreferent erworbtn. Bernstein dirigiert Mahler Anlässlich der lüü. Wiederkehr des Geburtste g.s von Gustav Mahler d.testierte Leonard Bernstein seens Festkonzerte der New Yorker Philharmon ker. Bernstein sprach auch die verbi;. lenden Worte dazu. Die „Stimme Amerikas’ u beitrug die Konzert ¡teer ihr Ne alt. Hero ei’t Russcol ist Noria.nerikar.er, der a.s So.dm seines Landes am letzten Weltkrieg teilnahm. Ais der Befreiungskrieg Israels begann, kämpfte Russcol für Israels Freiheit. Später heiratete er die „Sabra” Margalit Banat. Gemeinsam mit seiner Frau schrieb er nun diesen Roman, dessen Verfilmung durch eine französische Gesellschaft vor der Vuhendung steht Das Buch ist ein bestseller, der vom Verlag Candelabro ins Spanische durch D Ashev Mibashan iU-öiU-^on wurde. Die Einhat azDcnnung, die besonder^ g-.-ungen ist, fertigte der bekannte Zeichner und Graphiker Walter Wind an. Es ist das erste Buch, das nach dem so frühen Tod des verehrten Dr. Abraham Mibashan a.A., des Gr'nders dieses Verlages, erscheint, der nun von seinem Sohn weiteraeführt wird. Dem Bue., und aem mutigen Verlege ist eir votier Erfolg 7u wünsc: en Dts Buch ist als Geschenk glinjtand geeignet. — (Hw.) LUACH (Kalende r ) Dienstag, den 19. Juli 24. Tarn us Mittwoch, den 20. Juli as. Taiytu- Donnerstag, den 21. Juli 3ö T- «tut Freitag, den 22. Juli 27. Tamus Sonnabend, den 23. Juli 28. Turnus Schabbat MATOT - MAS’E Haftara: Yirrtieyahu II 4 — 28 — HI 4 Neumondsastktindigung Aw Sonntag, den 24. Juli 29. Tamus Montag, den 25. Juli l. Aw Dienstag, den 26. Juli 2. Aw Mittwoch, den 27. Juli 3. Aw Donnerstag, der 28. Juli 4 Aw Freitag, den 29. Juli 5. Aw ~ FRIEDHOF IN MONTMARTRE Israel - Marken einer Sackgasihligen Strassen ■dieses pariser gt der Eingarg martre-FrieM r brückenartiitrung, iker die cht der Verkehr gen Stadt hin* „je Vogelnester eklebt, so ruh« en, Männer W r längst vergasde. dhof l'«*1 er ist auch tu® die italieniscbefl ntos oder voller ie Südamerika®^ ,nisstätten. Au* nichts W * » •lin Seine®* ■Spenrf*^;reifenden Ka^ »öltest afl und ei»* J Ort ttt sindel an riiben bedeuten. Fast gleich am Eingang steht auf einem kleinen Hügel, auf braunem Marmorsockel ein Mann mit einem hängenden Schnauzbart. Seine Mähne legt sich wild um sein gefurchtes Gesicht, sein Mund ist geöffnet zu Anklage und Aufschrei einer gequälten Seele, seine Hand verkrampft in Zorn und Wut über die Flut des Unrechts in dieser Welt. Es ist, wie eine einfache Inschrift oh- Kommentar besagt, Emil Zola, der hier die ewige Ruhe gefunden hat. Keine Blume schmückt sein Grab, nur ein immergrüner Strauch erhebt sich über dem in seiner Schlichtheit umso stärker wirkenden Grabdenkmal, das ein Symbol für die ewige Hoffnung tst, dass eines Tages das Recht über Unrecht und Unterdrückung siegen und die Würde des Menschen nicht mehr mit Füssen getreten werden möge. Ungefähr hundert Meter weiter gelangen wir auf ei- » ungepflegten, holprigen «ft Weg zu einem weissen Mar. i,an went^T der in der glänetJcen leeo te* ^hden Sommersonne über ht VeILute Se G.räber hinweg leuchtet Bser «iriiof fin<* 93X1 Ende unserer ne es* Wanderung angelangt. Dies uns etdas Grabmal von tiefer Hein- Ein schlichter Sarkophag, der den Namen Heinrich Heine und den seiner Frau, der „Mouche“, trägt, wird von dem Kopf des Dichters gekrönt. In den selben Marmor gemeisselt liegt hier das „Buch der Lieder“, und rings um den Stein eingegraben finden wir die zugleich qualvolle und tröstliche Frage seines Gedichtes „Wo wird einst des Wandermüden letzte Ruhestätte sein?.Eine kleine Schale mit blühenden Hekkenrosen schmückt das Garb, an dessen Rändern frische Nelken stehen. Wie es heisst, soll Heines Geburtsstadt Düsseldorf, dig gerade eine neu geschaffene Heine- Medaille als Lohn für Humanität und Freundschaft an den ersten Präsidenten der westdeutschen Bundesrepublik verliehen hat, die Spender des stets frischen Blumenschmuckes für ihren berühmten Sohn sein. Vielleicht ist dies auch eine Art Wiedergutmachung, denn zu Heines Lebzeiten war seine Vaterstadt nicht so sehr darauf erpicht, seinen Namen zu hören, und noch in der jüngeren Vergangenheit galt er auch dort nur als der „unbekannte Dichter” der Loreley. Es scheint, dass sich Düsseldorf nun doch besonnen hat, was es diesem Manne schuldet, der es vnrzotf. ins Ca grösster Auswahl-, u a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEM NUM¬ MER - MARKEN MIT BAND - KOMPLETTE BOGEN ipUnchas) — VOLL. STAENDIGE SAMMLUNGEN - WERTVOLLE AUSGABEN - ERSTE SERIE VORHANDEN - VERTRAUENSWÜRDIGE BERATUNG Alfonso IVfüUITZSON Guanacache 2351, dep. 2 «M, CABILDO WIR BITTEN Exil zu gehen, weil er die dumpfe Luft in seiner Heimat nicht atmen kannte, und der lieber in seiner Matratzengruft elend seine Tage beschloss, als unter der Tyrannei eines ¡Fürsten zu . Kreuze zu kriechen. Heines Grabdenkmal zeichnet sich durch seine Sauberkeit und Gepflegtheit unter den umliegenden Gräbern sichtbar aus. Der Marmor ist fleckenlos, die kleine Lind.e die sich über der Stätte wölbt, sauber gestutzt.—« Auf unsere Frage an daa einsamen Pförtner des Friedhofes, wer dieses Gr ah pflege, entgegnete er ach. selzuckend, er habe hiervon keine Ahnung, und als wir weiter einwandtet., e müsse doch Leute geben wie wir, die Blumen in den Händen tragen und das Grab besuchen, wusste er nichts zu sagen. In unserm Innern sonder, bar angerührt, verlassen wir diesen „ewigen Ort“, der * dem soviel zu sagen hat, der f Ohren hat z-u hören. Wir ¿-j nehmen die tröstliche Gewissheit mit, dass über das Grab hinaus das Schöne und f Grosse in dieser materiellen Welt doch weiter wirkt $£* * J und imstande ist, die so oft 1/ missachtete # Pflanze der ' p *.. "(AdreMe).“ Dankbarkeit* am Leben zu J « Ä B.: Wir bitten, Rin»hhmgen m erhalten und zu stiller Blü- .«p : richten «a: LA SKMANA H. D. UTA. unsere Leser A***— - auf diesem Wege, von der Möglichkeit direkter Ueberweisung der fälligen Abono-Gebühren frdl. Gebrauch machen zu wollen. Direkte Einsendung des Abono-Betrageg in SCHECK — GIRO — BONO POSTAL LA SEMANA ISRAELITA Pueyrredön 2190, 1* izq. Capital t Hierdurch fiberweise ich Ihnen des Betrag von m$n . aus nachstehender Abrechnung. In Erwartung ihrer Quittung begrüsse Ich Sie (Name) 1. u. 2. Quartal 1959 m$n 80.— Jahr 1959 .. m$n 160.— 1. u. 2. Quartal 1960 m$n 120.— Jahr 1960 .. m$n 240.— te zu bringen. (Wicht gewünschte Zahlusg bitte ausett eiefesa)

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