Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1794 (12.7.1960)
- Date
- 1960-07-12
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Arâoi 2854 T. E. 71-SOM GEMEINSCHAFTS. VERANSTLATUNG Am Mittwoch, den 13. 7. um 21 Uhr findet eine Gemeinschafts . Veranstaltung unserer Institution und der Theodor Herzl-Gesellschaft im Heim statt. Ueber das Thema „Vision und Wirklichkeit“ spricht Herr Rabbiner Dr. Meir Rosenberg. KULTUR. VERANSTALTUNG Am Montag, den 18. Juli, um 21 Uhr findet der letzte Abend des Vortragszyklus des Herrn Dr. Vogel über das Thema „Weltgeschichte der letzten hundert Jahre” statt. GELESENES THEATER Am Mittwoch, den 20. 7., um 21 Uhr findet im Heim die Aufführung des Stükkes „Das Spiel um Hiob” von Archibald Macleish statt. Das genannte Stück ist eine Wiederaufrollung der Hiobslegende aus der Bibel und spielt in der heutigen Zeit. Es ist ein theatralischer Welterfolg und ist u. a. am Broadway mehr als 2 Jahre lang gelaufen. Das Stück wird von der Gruppe „Theater am Runden Tisch” in konzentrierter Form gelesen. Die Regie führt Dr. Curt Szurmai, Hauptmitwirkende sind: Rolf Brodtmann, Eine Etappe jüdischer Kolonisation In den Jahren 1936 bis 1941 kamen zahlreiche jüdische Familien durch die Jewish Colonisation Association (J. C. A.) in deren Kolonien in Argentinien zur Ansiedlung, und zwar hauptsächlich in Entre Ries und auch in der Provinz Santa Fe und im Süden (Provinz Buenos Aires und La Pampa). Alle diese Familien kamen aus Zentraleuropa. Der Strom versiegte erst mit der Sperre des Atlantischen Ozeans im Lauf des zweiten Weltkrieges, wenn auch über Sibirien, Japan und den Panamakanal Argentinien noch vereinzelte Transporte erreichten. Diese Kolonisation begann vor rund einem Vierteljahr- Hans Abelis, Atti Selig, Marianne Elkeles, Jeanette Littmann, Ruth Rosenmeyer, Wolf Booth, Peter Zwirner und Harry Diamant. GRUPO JUVENIL El viernes 15 de Julio se llevará a cabo en nuestra sede un concierto de piano del prestigioso artista Abel Rufino, ganador del premio Europa de la Comisión de Bellas Artes, quien ejecutará obras de Mozart, Mendelssohn, Bach, Chopin, Liszt y Rufino. IKG und THG veranstalten gemeinsam am MITTWOCH, DEN 13. JULI, um 21 Uhr pünktlich, in den Räumen der ACIBA, Aräoz 2854, einen Vortragsabend Vision und Wirklichkeit zu dem die Mitglieder der beiden Organisationen herzlich eingeladen sind. Es spricht Herr Rabbiner Dr. MEIR ROSENBERG Weiiere Einzelheiten werden noch bekannt gegeben. WIR BRAUCHEN: 1.) Zuverlässige (n) KASSSENFUEHRER (IN), evtl, jubil. mit Erfahrung in Büroarbeiten für unser Stadtbüro. 2> KRANKENSCHWESTER mit deutsch. Sprachkenntn. für unser Altersheim San Miguel (Bs. As.). Gebe Wohngelegenheit vorhanden, evtl, für Ehepaar. Vorzusiellen mit Dokum, u. Ref. 8—12 u 15—18 Uhr in CANGALLO 1479 p. 1» ASOC. FILANTROPICA ISRAELITA KEHILLA PASTEUR 633 T. E. 47-9096—99 SONNTAGSKURSE am Sonntag, den 17. Juli, um 10 Uhr THEODOR HERZL-FEIER REDNER: Ing. RADZICHOWSKY. Präsident der Argent. Zionistischen Organisation: MORDECHAI DAIAN. Generalsekretär der Argentini-! sehen Zionistischen Organisation. Dr. BEN JEHUDA. Delegierter aus Israel zum Kongress des Vaad Hachinuch, — ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDER VERKAEUFER _ ALLE NEU AUSGA¬ BEN TUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIA MONTE 558. I/B — Buenos Aire*, Rep Atgcnl JW hundert in der Kolonie Avigdor in Entre Ríos. Unter weitmöglicher Ausnutzung der Ländereien und Kapitalien wurde ein Maximum an Familien ins Land gebracht: die erste „natürliche“ Auslese erfolgte durch die logischan Anfangsschwierigkeiten und die sehr schweren Jahre der argentinischen Landwirtschaft bis etwa 1945, deren Folge die Abwanderung einzelner Familienmitglieder und auch ganzer Familien war, die diese Schwierigkeiten nicht überwinden konnten oder sich nicht eingewöhnten. Dann begann eine Zeit der Konsolidierung, in deren Verlauf die überwiegende Mehrheit die bis dahin gepachteten Ländereien in Eigentum erwarb. Vereinzelte Abwanderungen fanden nach dem Ausland (hauptsächlich Israel und USA) statt, ebenso nach anderen Teilen Argentiniens, letztere meist aus Gründen von Krankheit, Ueberalterung oder als Folge von Todesfällen. Dagegen kamen neue Kolonisten zur Ansiedlung, sei es durch Unterteilung bei Doppelfamilien, Kolonisation der Söhne, oder durch Elemente anderer (sogenannter „alter“) Kolonien. Im Jahre 1957 setzte wieder eine Abwanderung ein, bei der ausser der Ueberalterung als neue Ursache der Wunsch der Ausbildung der Kinder hinzukam, wobei ausser dem Erlös von Inventar und Land, eingehende 3eträge aus Wiedergutmachungen oder Erbteilen zur Verfügung standen. Die Ländereien wurden von den Abwanderern in der Mehrzahl der Fälle der örtlichen Kooperative angéboten, welche dieselben Jungkolonisten sicherte oder der Vergrösserung der Nachbargüter zuführte. Nur in vereinzelten Fällen wurde Kamp ohne Vermittlung der Kooperative verkauft. Es besteht ein Rückkaufs-Fond, der unter Federführung des „Fomento Agrario Israelith“ durch die J. C. Ji. und die „Fraternidad Agraria“ '■— letztere, für die angeschlossenen Kooperativen — gebildet worden ist und finanzielle Beihilfe leistet. Die gegenwärtige Situation der Kolonie Avigdor ist r.un folgende: Die Gesamtzahl der ansässigen Familien (sowohl Kolonisten wie Nichtkolonisten) beträgt zweiundsiebzig; ausserdem haben neun nicht mehr ansässige Familien 'Landbesitz-; es ist damit zu rechnen, dass von letzteren in absehbarer Zeit Land zum Verkauf angeboten wird. Es gibt noch unkolonisiertes Land, gegenwärtig für Viehzucht oder als Futterreserve verwendet, das etwa 10% der Gesamtfläche ausmacht. Zur Verteidigung aller wirtschaftlichen Interessen zählt die Kolonie Avigdor mit einer landwirtschaftlichen Genossenschaft, mit einem buchm ässigen Kapital und Reserven von 3.000.000 Pesos, urid einem Realwert von wenigstens dem dreifachen Betrag. Die Genossenschaft liefert alle Bedarfsartikel, Saatgut, usw., und verkauft die gesamte Produktion, sei es an Industrie oder Export, sei es an kooperativ-eigene Betriebe, an denen sie beteiligt ist, wie Butterfabrik in Basavilbaso (Entre Ríos), Leinölmühle, die im Aufbau ist, etc.; sie transportiert alle Güter mit eigenen Fahrzeugen, stellt den Mitgliedern zwei der modernsten Erntemaschinen zur rerfügung, ist Korresdent der Nationalbank und anderer Banken und übt überhaupt alle Bankfunktionen aus, einschliesslich der Annahme von Sparguthaben. Es besteht eine Kooperativ-Fleischerei, und es wird der Sanitätsdienst — mit einem kleinen, gut eingerichteten Krankenhaus, einem Arzt und einer Krankenschwester — mitverwaltet. Für die kulturellen Belange sorgt das Centro Union Israelita mit seinem vor zwei Jahren modernisierten Heim, wobei Tonfilm. und gelegentlich Theaterabende nicht fehlen. Die jüdische Gemeinde erfüllt die Kultusaufgaben und repräsentiert ihre Mitglieder in Wiedergutmachungs-Angelegenheiten. Frauenverein, KKL, Wizo und Campaña Unida fehlen ebensowenig, wie Cooperadora Escolar, Consorcio Caminero und;Schulbücherei. Es ist möglich, dass die nahe Zukunft noch eine Verminderung der Familien und eine Vergrösserung der Besitzungen mit sich bringt, da die obenerwähnten Gründe fortbestehen. Die weitere Entwicklung wird von der Möglichkeit der Finanzierung neuer Installationen abhängen sowie von der Bereitschaft von Interessenten für die Kolonisierung, die sich zu den vorhandenen gutgeführten Landwirtschaften hinzugesellen wollen, die nicht nur finanziell einen grossen Aktivposten für das argentinische Judentum darstellen. Ausserhalb Avigdor traf die Ansiedlungswelle voo 1936/1941 in bereits bestehenden Kolonien ein, nahm eine Entwicklung, die im grossen ganzen derjenigen von Avigdor glich, und trug in reichem Masse zu deren Weiterentwicklung bei; als Beispiel sei nur erwähnt, dass sie mehrmals den Präsidenten der „Fraternidad Agraria“ ebenso wie andere Mitglieder dessen Vorstandes stellte. L. Aperino DIE ARGENTINISCHE ZIONISTISCHE FRAUEN. ORGANISATION proklamiert unter dem Motto: „Die WIZO, eine Säule für ISRAEL“ „Für das ständige Heim“ die AKTION 1960 Wir sind sicher, dass alle unsere Mitglieder auf unseren Ruf in angemessener Weise antworten werden. KEHILLA PASTEUR 633 T. E. 47-9C98—99 BEKANNTMACHUNG Die Leitung der Kehilla teilt der Gemeinschaft mit, dass sie zur Vermeidung der öffentlichen Versteigerung des Tempels „Palast der Thora“ die notwendigen Schritte unternommen und entsprechende Geldbeträge zur Verfügung gestellt hat. Dr. Tobias Kamenszain Präsident Moisés Honig 1. P:o-Sekretär [Crmpaña Unida pro Israel Dein Beitrag V i Sieger im Fuss ball Tel Aviv. — In einem j Länderspiel fiir Spieler un- Iter 23 Jahren schlugen Israels Fussballspieler ihre im -il' 'len Gegner in Tel j}jA\nv 4:0 (1:0). (AWZ) 1 für die mpagne bedeutet für ISRAEL: Siedlung Industrie Schulwesen Kulturarbeit Annahmestellen: COMITE CENTROEUROPEO der CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL Sarmiento 2376, 3’ — T. E. 47-3820 und sämtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden