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Jüdische Wochenschau · 1960-07-12 · 1794 (12.7.1960) · p. Seite 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1794 (12.7.1960)
Date
1960-07-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Unter hnen nimmt Rabbi Mendel ron Vitebsk, ein Schüler •on Rabbi Ber aus Meseritz, ,em Nachfolger des Baal ichem, einen besonderen 5latz ein. Gemeinsam mit kbraham Kalisker und Rab- >i Israel Polotzker leitete er iie Bewegung nach Erez Israel über. Er kam im Jahre .777 an der Spitze von 300 fhassidim an, die in Safed and Tiberias siedelten; ihlen folgten viele aus Osteuropa. SUCHE NACH GEISTIGEN SCHAETZEN Zu jener Zeit war Einwanderung solchen Ausmaßes ein gewagtes Unternehmen, aber die Chassidim besassen unbegrenzten Glauben und Liebe, und Hindernisse gab es für sie nicht. Es wäre nicht richtig zu sagen, dass sie kamen, um ein produktives wirtschaftliches Leben zu führen oder landwirtschaftliche Siedlungen zu gründen. Sie suchten geistigen Reichtum im Heiligen Lande und hofften, dass es ihnen durch die Erneuerung der Beziehungen zu dem Boden ihrer Vorfahren und durch das Studium der Lehre möglich sein würde, tiefer in die Geheimnisse ihres Glaubens einzudringen. Ihre Reise, die mehrere Monate dauerte, 'war voller Gefahren und Unbill. Sie reisten in einem Segelboot, waren gänzlich auf günstige Winde ange /iesen und schrecklicher Seekrankheit ausgesetzt. In jenen Tagen fuhren nur Waghalsige oder Verbrecher auf dem Meer. Die Route über Konstantinopel war von Piraten heimgesucht. Es währte mehrere Monate, bevor ein Schiff unter Schutz von Konstantinopel nach Jaffa oder Akko abging, und wenn sie dort angekommen waren, hatten sie ruf sicheres Geleit nach Safed oder Tiberias zu warten. Der Lebensunterhalt für ihre Familien waren ihnen nicht wichtig. Sie lebten grösstenteils von der Verteilung von „Halukka”, d. h. wohltätigen Gaben, die für sie in den verschiedenen Gemeinden der Diaspora gesammelt wurden, und die Verwaltung dieser Fonds verursachte oft ernste Reibereien unter den Angehörigen der verschiedenen chassidischen Gruppen. Während im 19. Jahrhundert Chassidim aus Osteuropa nach Erez Israel nicht in Gruppen kamen, gelang es durch das Eintreffen vieler einzelner, die chassidischen Zentren zu stärken und gut organisierte Gemeinschaften zu gründen, die ihrerseits den Stamm für landwirtschaftliche Ansiedlung bil. deten. Ein sorgfältiges Stui.'um jüdischer Ansiedlung vor der zweiten. Alija würde zeigen, welche grosse 1 olle die Chassidim sowie die Schüler des Gaon von Wilna, bekannt als „Pgruschim”, gespielt haben. IDEOLOGISC S UMWANDLUNG Während die Entwicklung des politischen Zionismus am Ende des Jahrhunderts von den Führern des Chassidismus entweder abgelehnt wurde oder sie ihr passiv zusahen, bildete sich in den zwanziger Jahren, als Palästina britisches Mandatsgebiet wurde, unter den Chassidim in Galizie und Polen eine weitverzweigte Bewegung mit dem Ziel, als Farmer auf dem Lande zu sie. dein. Dies war keine Folge wirtschaftlicher Faktoren; es war eine ideologische Wandlung unter diesen Menschen, die sich —i dem Wiederaufbau des jüdischen Volkes in seinem Heimatland beteiligen wollten. Im Jahre 1925 siedelten über hundert chassidische Familien auf einer Strecke an den Ufern des Kischonflusses und begannen, den Boden zu bearbeiten. Ihre erstaunliche Hingabt an ihre Aufgabe erweckte allgemeine Bewunderung, und nur dank ihrer Beharrlichkeit überstand Kfar Chassidim die Stürme und ging er. folgreich aus ihnen hervor. Eine andere Initiative wurde von einer Gruppe energischer und entschlossener Chassidim aus Polen entfaltet, die eine Fläche von Sanddünen bei Tel Aviv erwarb, wo heute das blühende Bnei Brak steht. Während der 12 Jahre von Israels Selbständigkeit haben die Chassidim Hervorragendes geleistet, sowohl in der Landwirtschaft wie in der Bearbeitung von Wüstenland. Zwei chassisched Siedlungen sollen hier erwähnt werden: Kfar Chabbad bei Shafrir und Kiryat Zanz bei Natania. Die Chassidim zeichnen sich durch Optimismus, Begeisterung, Eifer und Liebe zu Israel aus, und der Chassidismus ist dazu ausersehen, einen grossen Beitrag zum Aufbau des jüdischen Heimatlandes zu leisten, das eine zentrale Rolle in der chassidischen Philosophie spielt. von Dr. ERNST GOTTFRIED tales liisies Volks theater Dj,l 11 JULI, um 21.30 Uhr 3IlTA%(til)rear- Corrientes 1659 Pref1 liuDjfc1 ¡frinberg und Ruth Yoelit prid Licht jlt 1 E. 88-5208; Canning 396. iai> Abendkasse Mit welcher gespannten Aufmerksamkeit sie in der Mittagspause dem Fernsehen folgten, im Aufenthaltsraum neben der „Mensa”, diese Studenten des „Hebrew Union College” iu Cincinnati! Es war eine Szene, die zu beobacht _n, sich im vergangenen Oktober Gelegenheit bot. Bei allem Fehlen einer äusserlich konventionellen Haltung war diese Aufmerksamkeit respektvoll; denn wer da zu sehe,, und zu hören war, war der Präsident, der erste und wicht gste Mann des College, zugleich Professor für Bibel und biblische Archäologie: Nelson Glück. Er berientete vom Ergebnis neuerer Ausgrabungen im Heiligen Land, einer Tätigkeit, der er mit grossem und anerkanntem Erfolg seit vielen Jahren im Nahen Osten nachgeht. Somit ist er öfters und länger vom College abwesend, „seinem” College, well er, geboren in Cincinnati, — auch — Schüler und Absolvent d:eser bekannten liberalen amerikanischen Rabbinerausbildungsstätte war. Man sieht ihm die sechzig Jahre, die er im Juni vollendete, keineswegs an; seine vielseitig- Arbeit, die ihm internationalen Ruf eingetragen hat, scheint ihn Nationales Jüdisches Volkstheater Das nationale Jüdische Theater wird am Montag, den 16. ds. Mts. im Teatro Présidente Alvear unter der Regie von David Licht das Drama „Eine Welt mit Juden” von M. Kubalk, Berl Grinberg und Ruth YoeFt unter dem Protektorat der Kebilla und der zionistischen Verbände aufführen. Es sind drei verschiedene Werke jüdischer Schriftsteller, die einen IJeberblick über das jüdische Leben in der Welt uns vermitteln. Es sind drei verschiedene Epochen jüdischen Lebens, die eine aus Europa, die zweite schildert das Zusammenleben der Juden mit den argentinischen Menschen auf der selben Scholle und die dritte das neu erstehende und blühende Leben in Israel. In dem Ensemble spielen u. a. David Tehechowski, Freidel London, Jizchak Lichtenstein, Jakob Lew, Je. heskiel Milstein, Golde Flami, David Schereschesky und Perez Sperling. Das Sekretariat befindet sich in der Diaz Vêlez 3964, T. E. 87-1735. jung gehalten zu haben. Er hat , der Tat reiche und erfüllte 30 oder 35 Jahre hinter sich, seitdem er 1923 sein Rabbii.erdiplom {in Cincinnati), 1926 sein Doktordiplom (in Jena) erhielt und 1929 seine akademische Lehrtätigkeit am H.U.C. begann. Zwischendurch, 1932/1933, 1936/1940, 1942/1947, leitete er auch die „American School of Oriental Res’.-arch” in Jerusalem und nahm in all diesen Jahren an archäologischen Expeditionen in Palästina, Transjoraanien, im Irak, später vornehmlich in Israel (und da vor allem im Negew und im Jorcantal teil. In seiner sehr persönlich gehaltenen Beschreibung des Lebens ur,d Wirkens -s verdienstvollen und politisch weitschaucr.den ersten Kanzlers und Präsidenten der Hebräischen Universität in Jerusalem, Dr. Judah L. Magnes (I ondon 1 35;, erzählt Professor Norman entwich, wie Magnes seinen ehemaligen Schüler Nelson bei Exkurs'onen in das Gebiet zu beiden Seiten des ^ordan begleitete. Als Anfang 1949 in New York die- „Judah L. Magnes- Stiftung” ins Leber grruf-m wurde mit dem Zweck, im Sinn ihres Namensträgers den guten Willen und die Zusammenarbeit zwischen Völkern verschiedfner Rassen, Glaubensbekenntnisse, ïïW mm fed# r? eie die w»«6..>w»««6««6.i6w6.i6w6„|>gtl»«f,. Das Datum der | REISE NACH ISRAELI ARGENTINISCHE ZIONISTISCHE FRAUENORGANISATION veranstalten wird, ist auf den 29. August mit dem Dampfer "Giulio Cesare** festgesetzt worden. Alle näheren Einzelheiten in unserem Sekretariat LARREA 1225, von Montag bis Freitag, von 15—19 Uhr, T. E. 82-6352 und 82-6347. ïm.-; tm: Im Negew-irs-ifut in L-, — - --- asl e.ne .iin-g- -ut worden, in der Versuche über die Entsalzung des Wassers durchgefiihrt werden. Die verkandenen Vorrichtungen gestatten die tägliche Erzeugung von rund 45.000 Litern entsalz&uen Wassers zu Bewässerungszwecken. Neue Bücher El jrcer 'leih y les Judíos, de León Políak-ff y Josef Wulf, Traducción del alemán ""por Car¿ps Earral y Gabriel Ferrater, Editorial Sebe Barral S. A., Barcelona 1930. Distribuidor: Iber- Amer-Argentina, Buenos Aires. Herbert Russeol y Marga, lit Banai: "Kilómetro 95". Traducción del ir.glés de Dr. Ascher Mibashan. Editorial Candelabro,' Buenos Aires ^960. Kulturen und politischen Ideologien zu fördern, fand man Nelron Glücks Ncmen (zusammen mit denen von Rabbi Dr. Louis Finkeist'in vom „Jewish Theological Se_ minary of America”, Professor Dr. Hans Kehn / New York und Eric M. Warturg New York/Hamburg) unter den Direktoren der Stifturg. Auch hierin drückt s'ch die Geisleshaltung von Professor Glück aus, dessen organisatorisch - administrat ve Pflichten in Cincinnati (und nicht allein dort) und dessen Wissenschaftlichkeit, gekennzeichnet durch s-ine Bücher und seine Mitarbeit in zahlreichen Facbg-sellschaften in Amerika, Israel ur.d England, nie menschliche Aufgaben der Zeit und c’es Tages in den Hinter, grur.d treten lassen. LUACH (Kalender) Dienstag, den 12. Juli 17. Tamus Fasten Schiw’a Asar b’Tamus Mittwoch, den 13. Juli 18. Tamus Donnerstag, den 14. Juli 19. Tamus Freitag, den 15. Juli 20. Tamus Jahrzeitstag von Theodor Herzl und Ch. N. Bialik " nabend, den 16. Juli 21. Tamus Schabbat PINCHAS Haft.: Yirmeyahu II — II 3 Sonntag, den 17. Juli 22. Tamus Montag, den 18. Juli 23. Tamus Dienstag, den 19. Juli 24. Tamus Teatro Colón Mañana, miércoles 11, a las 21.3o horas. Cíelo Internacional Ballet. 4a función de abono a nocturnas. Liane Daydee y Michel Renault. Primeras Estrellas de la Opera de París. Sobrantes de abo ío en venta. KEREHKAYEMETH SLC DIE BRUECKE ZWISCHEN uwS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BUECHSE DES KKL y1-* 09

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