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Jüdische Wochenschau · 1960-06-28 · 1790 (28.6.1960) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1790 (28.6.1960)
Date
1960-06-28
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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(SetilussvoR Seite 1) i'r'. Wege standen... Den Beginn aer Aktiotun kannte ieh och n.tht erfahren. A- . n hatte Eichmann noch lv geeignetes Gas aufgetri. e . ’ ... Ei. .-fiar.n war überall, er stand hinter allen Aktionen und- Mordtaten, um seine „Mission" der Ermordung der europäischen Judenheiten zu erfüllen. Er war in Auschwitz und Treblinka, in Sobibor und Culenhof bei '.Lodz. Er informierte über die Aufgaben und ihre Lösung, erledigte Einwände über die Schwierigkeiten, die sich einer Exekution in- Massen in den Weg; stellte. E* entwarf die Pläne zur Vernichtung von Juden, die iir noch nicht besetzten Ländern lebten, und' schwelgte j in dem Gedanken, auch diespanischeu Juden zuliquidieren, Man war zufrieden mit diesem unermüdlichen Henker, was aus einem Belicht voa-Höss-über den Besuch Himmlers in Auschwitz fcfervorgeht. Himmler meintezuden internen - Schwierigkeiten des Hagers/ dass man mitten im Kriege auch kriegsmäsergs' denken müsse. „Die von mir geordnetensieherheitspolizeilichen Aktionen dürfen auf keinen Fall abgestoppt werden, am allerwenigsten durch den mir vorgefiihrten Mängel an Unterkunft usw. Biehmaft ns - Programm geht werter und7 wird von Monat tu Monat gesteigert. Sehen Sie zu, dass Sie mit dem Ausbau von Birkenau verwärtskommen: Die Zigeuner s*rtd* der Vernichtung zuzuftihren. Ebenso-rücksichtslosvemiehteft Sie’ die' arbeitsunfähigen Juden.-" Zur- Bfelehnungi ernannte- Himmler den Vollstrecker seines' Mbpdwillens- Hös» zum Obersturmbannführer... Und- Eichmanns Programm gi»gweiter, undesnahm zu-von Monat zu Monat... Das letzteeuropäische fiandi däs — längst unter FREI wnmmswif an» nachm/ 18*-ir CH** nazistischem Einfluss — von den Truppen und Polizisten des Dritten Reiches unterjocht wurde, war Ungarn, in dem sie allzu viele Helfershelfer fanden, die bereitwillig bei der Verwirklichung des Mördprogramms mitmachten. In Ungarn haben die deutsehen Militärs vor dem Eingreifen des Eichmannschen Kommandos 320.000 Juden, die in Ruthenien, Oberungarn und Transsylvanien lebten, in Ghet.ti „zusammengezogen'’. Inzwischen hatte Eichmann sein Hauptquartier in Budapest aufgeschlagen. Das Schicksal der ungarischen Juden spielte sich in den letzten Monaten des Krieges ab. als bereits die Niederlage ihre Schatten aut die deutschen Henker warf. Manche versuchten, sich ein Alibi zu verschaffen, und so kam es zu jenem tragischen und merkwürdigen Angebot, Juden gegen Geld und' Kriegsmaterial frerzugeben. Einige jüdische Persönlichkeiten traten mit der Dienststelle- Eichmanns in direkte Verbidwngi (vor allem Dr. Rudolf Kästner und später Joet Bfandl. die sieh von diesen Verhandlungen eine Verzögerung der Ausrottungsmassnahmen versprachen. Kästner hat hierüber einen lediglich hektographierten) Bericht veröffentlicht, währendder Erlebnisbericht Bfands in einem Buch' vor Alex- Weissberg^ herausgebraeht -wurde.- Die beste- Darstellung dieser Begebenheiten stammt aber von einem völlig: Unbeteiligten, dem Historiker Josef Wulf;' der in einer kleine», aber ausserordentlich lesenswerten Sehriff eine--nüchterne7" Schilderung der Ereignis, se-gibt, die gerade wegen ihrer Sachlichkeit ergreifend ist. Diese- Schrift ist dem Schicksal eines- Männesgewidmet, der a« jenen grossen und/ unauffälligen Helden gehört, die* ihrpersönliches Lo»^ der Hilfe* für andere* geopfert haben; dem schwedischen (hichtjiidiseben) Diplomaten Ra« ül Wallen borg; Die* ungewöhnliche Erscheinung dieses- I T POUR NI EHR — i SPERRHOELZEH j DIAZ VELEZ 5224 al 48*1 T. B: 43.234«7O340y- 3Mt? iillhalter REPARATUREN i Spezialgeschäft CORRIENTES 56« T E. 49*5856; Optica Í DIPL. OPTIKER Sarmiente« It. ei ïJKeeetha f HUTSfflLON I Jetzt in l Belgrado ÍMO-LMS 2*5.6'1j T. E. 73-9229 i 73-9155 Mannes leuchtet aus dem Sumpf nazifaschistiseher Raub, und- Mordtaten hervor, gleichsam als Symbol für den Glauben aller anständigen Menschen an den endlichen Sieg der Gerechtigkeit und des Guten in dieser trüben Welt. Aus unbekannten Gründen verschwand Wellenbergbei der Eroberung Budapests hinter dem eisernen Vorhang. Alle Anstrengungen, über sein Schicksal genau» Angaben zu erhalten, waren bisher ohne Erfolg; So hat dieser Apostel der Menschlichkeit seine erlösende An.ert mit dem eigenen Tode oder Elend der Gefangenschaft bezahlt. Dieser wunderbare Mann hat sich durch seinen Einsatz und seine Tat ein bleibendes Denkmal in den Herzen unseres Volkes und aller die- Freiheit liebenden Völker gesetz-t. Er ist mit seinem reinen Wollen, das sich gegen die* organisierte Maeht der Finsternis aufbäumte, der lichte Gegenspieler des düsteren Grossinquisitors,- der seine blutige* Laufbahn in Ungarn ab schloss. Im Juni 1844* traf Walle» berg: in Budapest ein. Damals war dasvon Eich man» erhoffte-Geschäft, Juden ge^ gen Transportmittel ehraitausohen, noch nicht zustande* gekommen. Die Unterhändler des* AtniefS* Bich; mannhatten' verschiedene Offerten gemacht. Eiehmann hatte zunächst-' zwei Millionen Dollar für lOO.OOO’budäpester Judenverlangt; Da/ nach wurden von seinen Leerten „nur” S.ödOXXW Peni gögefördert. Danach* machteder Herr der Gaskammernehr weiteres-' Angebot; für 1 Million Juden, die* er nicht antasten wollte, setzte* er 10-000 Lastwagen als? Pleis.' Br erklärte, wenner die* ungarischen Juden verkaufe, dann müsse dies zu- Nutz und'-Frommen Deutsch; landssein, Eiehmann sagte werter: entweder stelle* er die Juden in Rechnung: oder' er verfrachte sie nach1 Auschwitz, wosie vergast werde«, würden, wenn sein ..grosszügiges Angebot” kernen Anklang, fände... Ohne* die Antwort auf*' dieses- „grosszügige Angebot*’ abzuwarten, gab Eichmann den Befehl zum Abtransport in die Gaskammern! Dabeiwar es zu diesem Zeitpunkt' schon nicht mehr so leicht, die Juden einfach zu verschleppen, .denn der dunkle- Stern des Dritten Reiches begann zu sinken. Ausserdem befanden sich in Budapest die diplomatischen Vertretungen aller Staaten, die neutral waren. Män musste auf sie Rücksicht nehmen, der» ungarischen Reichsverweser Horfchygelang.os zeitweise, die- Einstellung der Deportationen zu erreichen. Sofort setzte einewüste Hetzkampagne gegen ihn ein. denn Eichmann wollte sich seine Beute nicht entgehen lasse '.. Das Auswärtige Amt hielt freundschaftlichen Kontakt zur Dienststelle Eichmanns und entsandte ienen Legationssekretär Dr. Eberhardt von Thadden nach Budapest zur Berichterstattung. Der Zufall will es, dass dieses Dokument erhalten blieb. Erstaunt muss man bei der Lektüre feststellen, dass gan-. offers'chtlich die- Vernichtung dir ungarischen Juden auch noch damals die Hauptsor. ge de; deutschen Aussenministeriums gewesen ist. Begeistert berichtet von Tbad; den von Eichmann und' seiner erfolgreichen „Arbeit”. Eichmann wurde immer ungeduldiger, dass sein in Aussicht gestelltes Geschäft mit den Juden nicht zustan. de-komme. Er sagte Kästner, dass er „die- Mühlen ir Auschwitz mahlen lassen’’ werde, wenn das Ergebnis nicht bald erzielt würde; Bi? zum 8. Juli 1944* waren, be; reits- 476/000: Juden aus Um garn abtransportiert wor den... Bis zum Dezember 1944"- setzte- Eichmann gegen alle sich regenden Kräfte, die noch lebenden ungarischen Judenz-u schützet»! seine Vernichtungspolitik •fort. Nach dem Fall7 Ungarns das* von den sowjetischen Armeen besetzt wurde; entkam -Eichmann -nach Deutsehl land,- wo-erseine blutige Tätigkeit fortsetzte; Sicher ist. dass er bis zum Schluss verrucht hat, dieeinlenkeitde'Pölitik Himmlersder den Zusammenbruch kommen sah und sieh an die Alliierten anbiedern wollte, mit allen Mitteln zudurchkreuzen! Das war- bisin die* letzten1 Tage in Ungarn geschehen; Die gleiche Haltung nahm Bichmann ein; als er inr März den Abtransport einer Gruppe-voni Häftlingen nach Bergen Belsen* unterbandl Eiehman wurde dann' in den* Tagen des Zusammen nruehs von seinem-frühere» Untergebenen- Dieter Wtslifceny ia Alt. Ausseenrtvßv Mai 1945 gesehen. Dört befanden sich auch andere SS- Verbrecher, unter ihnen Kaltenbrunn er. Eiehmann sprach davon, dass er sich inden Bergen bei Linz verstecken wolle, wo man tatsächlich Kaltenbrumier entdeckt hatte. Eiclitnann soll dann von einer amerikanischen Patrouille aufgelesen und in ein Internierungslager gebracht worden sein), wo er sich als Eckmann ausgegeben habe. Seitdem fehlte je-1 de Spur, bis er vor wenigen Wochen entdeckt wurde. Es lebte unter einem falschen Namen unter uns, jener grösste Juden sch liieht er aller Zeiten, der als- Henker unseres Volkes mit Hitler. Himmler, Heydrich-und-Mül. ler in einem- Atemzug* genannt werden muss. Höss beklagt' in seinem Geständnis; seine Rblley die ihm als dem Lagerkommandanten von Ausehwitkanbei- 1 fohlenwar. Selbst Biehmann wollte nicht mitihmtauschen, bemerkt Höss; ob-- wohl er bestimmt „hart verpackt” war. Höss schreibt dann: „Mit Eichmann.' sprach' ich vielmals und; ausführ* lieh über all däs; was mit der Endlösungidbr Jüdbnfra.- gezusammenhingi.. lehr hat habe versucht, aus Eich' mann dessen' innerste,- wirk-: Jichste Ueberseugung’. über diese „EndlösungT Heraus?«; bekommen) mit allen' Mit' »Israelita 9BMnan«rt«n aparsce *•*' Martes y Vlerne» Editad», pos. Estrellas« Editorial Ltda Verant wörtliche Öl. H. SwBZSSIMMy Pueyrreaon 2190<) iv- |*q T K; 33-261* Auono-Preisor Argentinien. $ 60.— pro Quartal- Judith Schenkolewski KuUusotiskereieti Schabbosdecken . Tallisbeutei . Käppehen Maszot-Taschen - Hand* und; Maseüinensticfcere» von Bett, und: Tischwäsche BEBEDERO 2M* T. E. 73-9154 .NERVENu* GEMOETS/j l NRÄNKHEITEN I D*r. Mt JI Kuh» 4 BULNES1W?, p». bi, 17 I T. S; 80-824fi j ^Mönt., Mittwoch; Freitag'j .17—20 Uhr. Tel.' Anmel- | * dungterbetevi. | teln. Doch auch in der fortgeschrittensten Alkoholauflockerung — nur unter uns — trat er, besessen geradezu, für die restlose Vernichtung aller erreichbaren Juden ein. Ohne Erbarmen, eiskalt, mussten wir so schnell v. ie möglich die-Vernichtung betreiben. .." Das* war Eiehmann, der Judenhenker',- v.-ie wir i.,n aus Dokumenten, Ansagen seiner- Kumpanen, Schilderungen voa Menschen, die .ihmbegegneter»,)- als er' der gefürchtete- „Herr der Gaskammern? war, und ausseinert Mordtaten her erkennen müssen; erne-Bestie ino Menschengestalt. ein blutbefleckter* Mörder; eh*- lnsbimreat ,dos> nazistische«' Gewaltregi- -mes,' das -ihn-»»die Macht»übir Leben> und-< Sterben von Millionen!' übertrug, von der er eiskalt' und' gewissenlos' Gebrauch gemacht hat; CMTUGIÄ- Pampa 2926 Solicitar horai i f»BES - SEÑORAS X.-E. 73-1116 FABTBCBS — ö EG® R;A»S DK Uf PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS f 0t. SAWI i'WAÜISRf SARMffiSíTCF WI6* TT K- 97/13821 Mbhel* Nt Plaksin Super! 2719 T. E. 784784 u. 76-2312 i Drj; I B. 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