Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1789 (24.6.1960)
- Date
- 1960-06-24
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Año XXI Viernes, 24 de Junio de 1960 LA SEMANA ISRAELITA BIS EMA-N ARIO INDEPENDIENTE (Fortsetzung von Seite 1) ■ VOIl ZUSAMMENTRITT DER UN UN. — Da kein gegenteiliges Ersuchen Argentiniens vorlag, setzte der Sicherheitsrat seine Vorbereitungen zur Einberufung seiner Mitglieder für Mittwoch Morgen fort, um die argentinische Beschwerde zu behandeln, dass Israel Argentiniens Souveränität durch den „illegalen und heimlichen Abtransport” des Naziverbrechers Eichmann aus Argentinien nach Israel verletzt habe. Allerdings glaubt man, dass angesichts der aus Europa bestätigten Nachricht, Präsident Frondizi werde mit Ministerpräsident Ben Gurion zu einer persönlichen Aussprache über diesen Fall Zusammentreffen, Am Freitag, den 16. Juli, verlassen wir unsere Bekleidungs- Etage in der Lavalle Bis dahin können Sie unsere enorme Preisverbilligung ausnutzen. 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Hier verlautete, dass Dr. Amadeo, Argentiniens ständiger UN-Vertreter, telefonisch mit Dr. Frondizi gesprochen hat, der ihn angewiesen habe, keine Vertagung der Angelegenheit beim Sicherheitsrat zu beantragen. PROTEST IN BRASILIEN Rio de Janeiro. — Dr. Aron Steinbruch, Mitglied des Parlaments und Präsident der Föderation jüdischer Institutionen von Rio, unterbreitete der Bundesregierung einen Protest gegen eine vom Gouverneur von Rio Grando do Sul erlassene Bestimmung, durch die die Verhaftung „aller Auslandsagenten” verfügt wird, die „Spuren von Deutschen verfolgen, welche beschuldigt werden, Kriegsverbrecher zu sein.” Der Erlass wurde in der vergangenen Woche von Gouverneur Lionel Brizóla bekanntgegeben. In seinem Protest ersucht Dr. Steinbruch die Bundesregierung von Brizóla den Grund in Erfahrung zu bringen, warum er nicht die Verhaftung der Kriegsverbrecher angeordnet hat, die sich in seiner Provinz versteckt halten. Vor einigen Monaten, als die antisemitische Welle anschwoll, war darauf hingewiesen worden, dass Brasilien sich in eine Zufluchtsstätte früherer Nazis verwandelt habe. Malerarbeiten Sektion j; MAURERARBEITEN!; Alfredo Stern «> 5 «¡Virrey del Pino 2639$ T. E. 76-7281! ELEGANTE PELZE TEITELBAUM Um-. | Detailu. Engrosverkauf — Modelle — Mass- »anfertigung - Modernisierung - Aufbewahrung | J. A. Cabrera 3099 82-7540 — 84-0245 E Sonnabend geschlossen | WINTERFERIEN vom 1. bis 31. Juli HOTEL LAGO Inh. LEO KAHN RIO CEBALLOS ■— CaS. Corree 34 — RITUELLE KUECHE CORDOBA ISRAEL - BRIEFMARKEN AK WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, ▼IAMONTE 550, I/B — Buraos Aires, Rep. ArpeaiüM ■ EF.KLAERUNO BEN GURIONS Brüssel. — Israels Ministerpräsident Davrd Ben Guricm wiederholte in einer Pressekonferenz, dass Adolf Eichmann nicht an Argentinien übergeben werden und seine Aburteilung in Israel erfolgen wird. Er wies die Möglichkeit von der Hand, den Naziverbrecher zurückzuführen, um später seine Auslieferung zu verlangen. Ben Gurion führte folgendes aus: „Ich glaube nicht, dass der Sicherheitsrat der UN uns zu zwingen versuchen dürfte, Eichmann an Argentinien zurückzugeben, aber auf alle Fälle wird Eichmann in Israel prozessiert werden. Man wird ihm einen gerechten Prozess machen, und er wird Anwälte wählen können. Die Oeffentlichkeit wird zugelassen werden. Wir bereiten eine Pressetribüne mit 5CD Sitzen vor, so dass die Presse der ganzen Welt sich von der Gerechtigkeit der Gerichtsverhandlung Rechenschaft ablegen kann. „Niemand kann uns zwingen, Eichmann nach Argentinien zurückzutransportieren“, erklärte Ben Gurion kategorisch. „Was uns betrifft, so ist Eichmann freiwillig gekommen, und wir haben seinen eigenhändigen Brief, um dies zu beweisen. Es ist uns gleich, nachzuprüfen, wie er überzeugt worden ist. In einem persönlichen Schreiben an den Präsidenten Frondizi führte ich aus, es sei möglich, dass die Leute, die Eichmann von Argentinien bis Israel begleiteten, das Gesetz verletzt haben. Aber es ist eine geschichtliche Tatsache“, fuhr er fort, indem er mit der Faust auf den Tisch schlug, „dass Eichmann versucht hat, unser Volk gänzlich auszurotten. Er muss in Israel abgeurteilt werden. Wenn die Engländer, die Nordamerikaner und Franzosen das Recht haben, über Kriegsverbrecher z-u Gericht zu sitzen, so haben wir auch dieses Recht. Die Kriegsverbrechen standen in keinem Gesetzbuch. Sie fallen unter ein ad hoc-Gesetz, das von den siegrei. chen Mächten sanktioniert worden ist. Ich wiederhole, dass wir das Recht haben,. Eichmann abzuurteilen.“ Ben Gurion äusserte im weiteren, Eichmann stehe vor der Todesstrafe, die in Israel auf Verrat in Kriegszeiten und Nazi-Kriegsverbrecher angewandt werden kann. Er verwies auch darauf, dass er vor Ablauf der Woche mit dem Präsidenten Argentiniens, Dr. Arturo Frondizi, Zusammentreffen werde, um über den Fall Eichmann zu sprechen. „Wir halten gute Beziehungen mit Argentinien aufrecht“, fügte er hinzu. „Und wir wollen sje weiter aufrecht erhalten, solange Eichmann in Israel verbleibt.“ Die Un- 8s. Aires - PUEYRREDON 2190, 1’ îzq. — T. E. 83-28L } VII > 29. Siwan 5720 21. Jur.i 1960 j terredung mit Frondizi, so setzte er hinzu, werde in Brüssel oder Den Haag stattfinden. Ein Journalist fragte ihn, ob er wisse, dass in Aegypten Kriegsverbrecher leben. „Wir wissen, dass sie da sind“, entgegnete Ben Gurion. „Weitere Informationen über sie dürften während des Eichmann-Prozesses ans Licht kommen.“ Hierauf kam Ben Gurion auf die ägyptisch-israelischen Beziehungen zurück und bemerkte: „Wir wollen mit Aegypten in Frieden leben. Ich bin sicher, dass Aegypten früher oder später die grossen Segnungen des Friedens verstehen wird.“ Ben Gurion, der zu einem Staatsbesuch in Belgien weilte, ist inzwischen nach Den Haag abgereist. ■ EIN NEUER BELASTUNGSZEUGE Paris. — Adolf Eichmann hat alles Mögliche getan, um einen Plan seines Chefs, Heinrich Himmler, zu sabotieren, der einer Million Juden das Leben gerettet hätte, wenn man sie gegen Lastwagen ausgetauscht haben würde. Dies erklärte ein Mann, der mit Eichmann über diesen möglichen Tausch verhandelt hat. .Andre Biss, ein jüdischer Ingenieur und Industrieller, (Fortsetzung auf Seite 8) Befremdliche Auszeichnung Rom. — Prof. Nicola Pende,;*utor des faschistischen Rassenmanifests, welches das Mussolini-Regime im Jahre 1938 als italienische Fassung der Nürnberger Rassengeseize veröffentlichte, wu de durch die Verleihung einer Goldmedaille geehrt. Die Medaille, die dem Professor oei einer Feier auf dem Kapitolshügel überreicht wurde, ist von dem Internationaleil Comité für uie Förderung der universellen Kultur in Anerkennung „seiner Verdienste um Kultur und Wissenschaft” gestiftet worden. Diskriminierung New York. — Die arabisch-amerikanische Oelgesellschaft „Aramco” machte vor dem Obersten Berufungsgericht New York erneut jeltend, sie könne wegen ihrer Geschäftsverbindung'"-. mit Saudiarabier . keine Juden einstéllen. Di«' Gesellschaft wurde vom Obersten Gerichtshof des. Staates New York für schul-' dig befunden, mit der Dis-v kriminierung von Juden gegen ein Gesetz des Staate« verstossen zu haben. Der Aramco-Vertreter er- : klärte, die Gesellschaft müs- se von diesem Geoetz ausgenommen werden, weil ihre Geschäfte mit Saudiarabier von grösster Wichtigkeit für die Sicherheit der USA sei- - en. (AWZ) ' , UN CALIFICADO NUCLEO DE ESPECIALISTAS EN VIAJES INDIVIDUALES 0 EXCURSIONES LE ESPERA EN VIAJES BITTERMANN PARA ORGANIZAR SU VIAJE PERFECTO EXCURSION CULTURAL JUDEO - ARGENTINA a los ESTADOS UNIDOS GRAN EXCURSION A ISRAEL y EUROPA /> Un crucero de plocer planeado?1 para posar £ jos fiestas de días de duración MIAMI CHICAGO NIAGARA ‘ MONTREAl NUEVA YORK WASHINGTON y otros ciudodes visitando MUSEO JUDIO SINAGOGA ESPAÑOLA PORTUGUESA TEMPLO EMMANUTl UNIVERSIDAD YESHIVA. ele. i MARAVILLOSOS PASEOS! ALOJAMIENTO EN HOTELES DE PRIMERA CATEGORIA VOLANDO EN LOS JET DC8 de PANAGRA SALIDA. SETIEMBRE M ' f! } > ■■■:■■ ■■■■ r si**/ R0SH HASHANA I0M KIPÙR visitando ITALIA « , FRANCIA ESPAÑA *' FACIUDADIS DI PAGO PRIMERA CLASE HOTELES DE 1* CATEGORIA PRECIOS ECONOMICOS sauda: agosto 1960 A RIO! BRASILIA! SAN PABLO! SANTOS! disfrute de un viaje de ensueño Alojándose en hoteles de categoría. 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