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Jüdische Wochenschau · 1960-06-22 · 1788 (22.6.1960) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1788 (22.6.1960)
Date
1960-06-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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X '»n mJÜcS'm, K ù* J»««» ln$wird Kibbuz RE|%FKEEDEN raten war, öffnete der KKL ripoen durch die Anmial iunam ausma .hen werden. .ie Mehrzahl der Menscaen . Segew, die aus Nordafria stammen, sind als Lohnrbeiter fiir den KKL beshäftigt, ein Teil — etwa “ " nur te‘ss*S — arbeiten in dem uan ejj, J® tuiachbarten Marmorbruch. ^Wr,1' Es war iedoch klar, dass Kame]eG kgew nicht das Zentrum ihre fey *s neuen Entwicklungsge- Fa». _ Mh der |fl kat» um le" durch k .Länii« iah. Jl,dlsehe Sied >fen iuell v°n Wai Jetes werden konnte, sole , iafr »hl aus topographischen einen ^et Äe a .ch aus anderen Grüuifieinu u*6?' *n> und dass ei« Landstadt. jjpj. . ** »en auf der alten Stelle von en;.em,Z;ge idfat sich am besten dafür «n UriS 'gnen WÜrde‘ ' Jodfat war zur Zeit des ■Uw Segew, rnimer leicht er an -‘WVUJ w halten, und ’ eit zu Zeit z f°rt, und aun ihren Pla;2 Selbst heute iönigs Vespasian eine' der sarksten jüdischen Festun- und es ist so etwas wie eu Symbol jüdischen Widerstandes geworden, da sei- * Verteidiger lieber den Tod wählten, als sich der Hieb H“ Übermacht der römischen n w.„, au; Legionen zu ergeben. Aller. dmgs gibt es in diesem Heldenepos eine Ausnahme — lud dieser Ausnahme verdanken wir die Geschichte von Jodfats Kampf und Fall. ritngs-Projek-;ys es ^lar wurde, dass die Fsstung sich nicht länger halten konnte, beschlossen sine Verteidiger, sictt selbst Nach und ‘Wickelte sich lie Juensohen 1 und fanden Sättigung in * sind be. ngebung auf ^iiw _ y.lanzt wortmzubringen. Die Offiziere Jahr werden tuteten ihre Untergebenen, hinzugefügt U!Hj diese wiederum wurden fibt bereits vc,n ihren Vorgesetzten gelö- 200 Dunam, tet. Josephus Flavius, der Familie eine Kommandant der belagerten Dunam hi Festung war, blieb auf diese weitere 300 feise als letzter am Leben, macht und Als nun die Reihe an ihn flanzt, bis kam, den Befehl, den er Weinberge selbst gegeben hatte, auszuvon 1.000 führen, zog er vor zu leben __ und ergab sieh den Römern. Nachdem Jodfat 1900 Jahre lang in Vergessenheit geraten war, öffnete der KKL diese Gegen durch die Anlage einer neuen Strasse und wählte den historischen Hü. gel zum Zentrum dieses Entwicklungsgtbietes. Das Gebiet von Jodfat umfasst 40.000 Dunam, von denen ein Drittel arabische Ländereien sind und der Rest Staats¬ oder KKL-Böden. Nach dem Programm sollen 8.000 Dunam für Landwirtschaft ur. bargemacht und der Rest bewaldet werden. Es scheint, dass Jodfat seine Anziehungskraft auf die junge Generation unserer Tage nicht verloren hat. Denn das schönste Kapitel in der Geschichte von Jodfats Wiedergeburt ist die Tatsache, dass sich eine klei. ne Gruppe von jungen Menschen aus Jerusalem, Haifa und Tel Aviv freiwillig gemeldet hat, um oben auf der einstigen Höhe der Festung einen Kibbuz zu errichten, der den Kern des neuen Städtchens bilden wird. Alle jene zwanzig „Teenagers”, die aus der Pfadfinderbewegung hervorgegangen sind und sich die „Yuyalim” nennen, kommen aus komfortablen Bürgerhäusern — sie alle haben ihre Bequemlicnkeit und ihre Karrieren hin. ter sich gelassen, um hier in der Wildnis die grosse Tradition der Chaluz-iut wieder aufzunehmen. Gegenwärtig arbeiten sie im Bewaldungswerk des KKL, und wenn der Beobachtungsturm fert'g ist, dürfte ihnen die Kon. trolle über ein weites Waldland zufallen. Aber am Ende werden sie die Instruktoren und Führer jener Menschen sein, die herkommen, um Jodfat zum neuen Siedlungszentrum des Mittleren Galils zu machen.;m er.tziikto No. 3 E gländer (18. Jahrlen viel zu neu „Staterou Copland :hs IHLER > Rundfunknal unter Leier bewährten , veranstaltete lustav-Mahlerlouza sang iwer zu int«- ßiteiatiäche A othen Ludwig Donath Der vor 1938 in Wien sehr beliebte Schauspieler Ludwig Donath hat in der englisch dramatisierten Novelle Friedrich Dürrematts „Die Panne” als „Deadly Game” eine der Hauptrollen in. New York inne. Geschichte des „Board of Deputies” Israel Cohen, mit achtzig „Kioderto enjaj,ren wahj das älteste Mit- . Original^ gied des )Board o£ Depu. irde Rure ces”. hat es unternommen, Geschichte des Board, ter sein 200jähriges Jubiläum feiert, zu schreiben. Das Manuskript soll im Oktober fertig sein. Themensammler”) und von John Henry Richter, Ann Arbor, über „Juden auf Briefmarken”. Die Zeitschrift erscheint monatlich. Dybuk modern Arnold Marié, unvergesslich von seiner Münchner und Hamburger Bühnentätigkeit bis 1933 her, spielt in New York (natürlich auf englisch) in Paddy Chayefskys Drama „The tenth man”, einer Modernisierung des „Dybuk”-Themas. t&S fahlere <rönfn die -oll gerecht, ihr ein dirigierte & honie W* mit ginfühlüngsv®- fhilatelistisches heiter-tragiunter u«> Die amerikanische Geselln Boden P schaff für das Sammeln von ■ * ierteu Konr Briefmarken nach Themen «• nze Lie56 American Topical Associa- «/>11# von) hat eine Judaica-Abteitraste. S»g gegründet. Diese Grvin- ^°n des^1' -lng wurde Anlass einer geilen1 afleuch- 'ieder er einest ” s0Wie diel Trete Jacder ter :hs, benen de. find«1 aut stuf"11 ,isdi e-t iilatelistischen Zeitschrift ,'udaica Post” in Detroit, pi-e Zeitung wurde mit Be- »isterung aufgenommen. In der ersten Nummer fintet man u. a. Artikel von iJrnund Tollcowsky, Ant- •erpen („Der Judaica-Spessüist”, „Philatelist oder Erstaufführung Die deutschsprachige Erstaufführung des Schauspiels „Die sauberen Hände” von Claude Spaak in der Uebersetaung von Eric Munk fand kürzlich im Kleinen Haus des neuen Theaters der Städtischen Bühnen Gelsenkirchen statt: das Stick richtet sich gegen die Methoden eines totalitären Staates, jede freiheitliche Regung zu unterdrücken. Offenbach-Operetten Während im Pariser Theater Palais-Royal Offenbachs Operette „La vie parisienne” seit einem Jahr auf dem Spielplaa steht, plant nun auch das Theater Bouffes- Parisieas vom gleichen Komftafra« Stewrw* jlo&h&iri*' Befehlher der Judt-nsrh.iff. im. Kerlige» Römischen. Reich. Deutscher Nation, Deutsche VW-Lagsan.- sf.alt Stuttgart — .Diese Veröfforitlichiui^ oes Lw* .Baeek.-Tnst.ituh'S in der vorzii glichen. Präsentation der .Deutschen Verlags-Anstalt berichtet über eines der interessantesten Kapitel des jüdischen Lebens in Deutschland, eines Lebens zwischen Hoffen und Verzagen, zwischen Genugtuung und Erniedrigung, zwischen kommenden und fallenden Kräften, die alle in ihrem Glanz oder Untergang Juden und Judenschaft mitreissen und meist drangsalieren. Selma Sterns Schrift, die wir bereits bei anderer Ge. legenhejt besprochen haben, ist mit grosser wissenschaftlicher Gründlichkeit geschrieben ./orden und liest sich doc.. wie ein spannender Roman. Auf die Anmer. kungen und das Register sei besonders aufmerksam gemacht. Salomon Pryzameni: Die Sänger aus Brody. Editorial „Unión Central Israelita Polaca”, Buenos Aires, 1960. — Das 151. Buch des jiddischen Verlages ist ein einmaliges, bisher in seiner Art einzig dastenendes Werk über jüdische Nigunim und Volkslieder und enthält ferner Chansons des bekann'en jüdischem Komponisten Pryzament. So vermittelt es einen Ueberblick über sein jahrzehntelanges Schaffen als Sammler und Bearbeiter von jüdischen Volksliedern, die hier einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Salomon Pryzament hat ia Wien Musik studiert und war als Komponist, Sänger und Schauspieler auf den jüdischen Bühnen in Osteuropa tätig, bis der Einfall der deutschen Armeen ihn zur 'lucht nach Asien zwang und seine reichhaltigen Musiksan.mlungen von den Nazis vernichtet wurden. Nach dem Kriege gelangte er mit dem Strom der jüdischen Flüchtlinge aus Russland nach Paris und Schweden. Dort blieb er, bis er auf Einladung des jüdischen Theaters nach Buenos Aires kam, wo er lern jüdischen Theaterleben durch seine Kompositionen und Schlagert- ..e neuen Antrieb verlieh. Seine Melodien sind in der ganzen jüdischen Welt begannt und beliebt, obwohl mau oft nicht weiss, dass sie von Pryzament stammen. Sie ersehe nen jetzt zu seinem 70. Gebutrstag zum ersten Male im Druck; das Buch bringt auch zu jedem Liede den Text und die Noten, sodass ein jeder die Melodie spielen kann. Pryzament ist ein ungemein eiseitiger Komponist. Das Buch umfasst nur einen Teil seines grossen Schaffens, das er nach dem Gedächtnis zusammengestellt hat, seine Sammlungen verbrannt sind. Er nennt sein Buch „Die Sänger aus Brody”, die man als Vorläufer des jiddischen Theaters bezeichnen kann und die als Kabarettsänger dem jiddischen Nigun den Weg geeb- Äcfc haben. Pryzament hat die bekanntesten Melodien und Texte dieser Volkssänger ausammengestellt und auch in seinem Buch viele ehassidische Lieder und Schabbatmelodien nachkomponiert, sie bearbeitet und die Texte auf gezeichnet. Besondere Anerkennung finden seine Melodien zu Texten . m Scholem Alechem, die ebenso wie seine anderen Kompositionen auf allen jüdischen Bühnen in der Welt gesungen werden und immer begeistert applaudiert wurden. Jetzt erfährt man, dass Melodien, die seit Jahrzehnten zu jüdischen Volksliedern wurden, von Pryzament komponiert worden sind, wohl der schönste Erfolg, der einem Komponisten beschn-cL-n »ein kann. Es ist zu wünschen, dass dieses interessante Buch jüdischer Nigunim und Lieder auch in unseren Kreisen von Musikliebhabern und Schlagersängern studiert wird, zumal Pryzament nie seine Kompositionen durch Autorenrechte gesichert hat, sondern stets wollte, dass sie an ein möglichst breites Publikum gelangen. Sein erstes Lied wurde vor 53 Jahren in Lemberg gedruckt, und die jetzige Sammlung ist eine Krönung seines Lebenswerkes als Textdichter und Komponist. Das jüdische Lied und der Nigunim erfxeuen sich auch hier grösster Beliebtheit, so dass die Notcnsammlung, die hier in And XXI. — No. 1788 — 5 Buchformat üu vorbildlich. saub-Tem Druck vorliegt, zur Verbreitung dieser ungemein einst-hmiegsamen. Musik, vor allem auch der jüdischen Folklore, die in. Pryzament einen ernsten, und verständnisvollen Sachkenner gefunden hat, viel beitragen dürfte. Das Buch enthält einen Artikel von Zalmen Hirsch, feld über das Leben und Wirken dieses ungemein vielseitigen Musikers und Künstlers, sowie einen Beitrag von Zygmunt Turkow über das Wirken der Sänger aus Brody und einige Liedertexte. Es ist das erste Werk, das nach dem Kriege hier über jüdische Musik geschrieben wurde und es ist zu wünschen, da-ss es in die Hände vieler Liebhaber jüdischer Folklore und Musik gelangen möge. ponisten „Las Grande-Duchesse de Gérolstein”. Tournee mit Ibsen Kitty Stengel, vor der Nazi-Zeit Mitglied des Frankfurter Schauspielhauses und dann in Wien tätig, spielt neben Kaethe Gold und Ewald Baiser die dritte Hauptrolle ia der grossen Tournée mit Ibens „John Gabriel Boricman.’’ PUBLIKATIONEN DES IEO BAECK INSTITUTES Soeben erschienen: VEROEFFENTLICHUNG DES LEO BAECK INSTITUTES Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart (1959) SELMA STERN JOSEL VON ROSHEIM BEFEHLSHABER DER JUDENSCHAFT IM HEILIGEN ROEMISCHEN REICH DEUTSCHER NATION Dje Geschichte des klugen und mutigen Führers und Anwalts. Trösters und Belfere der deutschen Judenheit ie ihrem Kampf um Recht una Freiheit gegen Kirche. Kaiser und Volksaberglauben zu Beginn der Neuzeit. <280 Seiten) VEROEFFENTLICHUNGEN DES LEO BAECK INSTITUTES J. C. B. MOHR (PAUL SIEBECK) TUEBINGEN LEO BAECK AUS DREI JAHRTAUSENDEN Wissenschaftliche Untersuchungen und Abhandlungen zur Geschichte des jüdischen Glaubens MIT EINER EINFUFHR UNG VON HANS LIEBESCHUETZ in deutscher Sprache SCHRIFTENREIHE WISSENSCHAFTLICHER ABHANDLUNGEN DES LEO BAECK INSTITUTES J. C. B. MOHR (PAUL SIEBECK) TUEBINGEN 1 S. ADLER.RUDEL OSTJUDEN IN DEUTSCHLAND 1880 — 1940 ZUGLEICH EINE GESCHICHTE DER ORGANISATIONEN, DIE SIE BETREU¬ TEN, MIT EINEM GELEITWORT VON SIEGFRIED MOSES Eine matertalreiche aozialpohtische Studie über das WanderSchicksal einet jüdischen Gruppe im Schatten des Antisemitismus und zweier Weltkriege. ERNST SIMON AUFBAU IM UNTERGANG JUEDISCHE ERWACHSENENBILDUNG IM NATIONALSOZIALISTISCHEN DEUTSCHLAND ALS GEISTIGER WIDERSTAND Eine Darstellung des einzigartigen Kampfes der deutsenen Juden um Selbstbehauptung durch die Macht der Bildung angesichts der drohenden Vernichtung durch physische Gewalt. MARGARETE SUSMAN Die geistige Gestalt Georg Simmels Eine Würdigung und Deutung des allzu wenig bekannten Gedankenguts des Metaphysikers. Geschichtsphilosophen und Soziologen — zugleich ein Denkmal der greisen Schülerin und Freundin für Simmel WERDE AUCH DU MITGLIED des Leo Baeck-Instituts Anmeldungen im Büro der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU, Pueyrredón 2190, 1? izq. (83-2613)

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