Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1788 (22.6.1960)
- Date
- 1960-06-22
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Miércoles. 22 de Junio de 198T JÜDISCHE WOCHENSCHAU ASm XXI. — No» 1781 Die UN sollen entscheiden <Schluss von Seite 1) in di'seti Pressekrcisen geht, konr; mar. aus einer Veroffci 1 . _.ung in „La Itazbn’' entnehmen, die sich der übciSie" antisemitischen Verleunrurgen bediente und damit m e<nea Ton, aber auch in eine Methode verfiel, die an die „Protokolle der Weisen von Zion” erinnert, jene ebenso perfide wie dumme Fälschung, die noch immer in den Köpfen der Berufsantisemiten herumgeistert, obwohl bereits zahlreiche internationale, un. abhängige Gerichte die Niederträchtigkeit dieser Fälschung erkannt und festgestellt haben. Gewiss hat die „La Raaki” bereits in der zweiten Ausgabe des gleichen Tages diesen Artikel zurückgezogen, aber die Tatsache, dass er auch nur einmal erscheinen konnte, beweist hinreichend, dass man alle Masstäbe verloren hat. Jedes Laad ist — wie jeder Mensch — auch darauf angewiesen, was die anderen von ihm denken. Welcher Eindruck muss entstehen, dass es überhaupt möglich ist, in Argentinien auf j die Strasse zu gehen und für einen Kriegsverbrecher wie Eichmann zu demonstrieren? Eichmanu ist nicht nur von Israel gesucht worden. Seine Verbrechen sind notorisch. Eigentlich bedarf es keiner weiteren Beweise, zumal die Internationalen Gerichtshöfe in Nürnberg seine Schuld bereits erwiesen haben. Viele Länder sind daran interessiert, dass Eichmanu ergriffen wurde und nunmehr vor eia Gericht gestellt wird. Es handelt sich doch nicht um eine Privatrechnung, die etwa Israel oder da« jüdische Volk mit einem seiner Henker zu begleichen hätte. Wer Eichinann war, ist um strittig. Und dennoch konnten. Menschen, die von einer Zentrale gelenkt wurden, als Rache für Eichmanu Bombenanschläge machen und demonstrieren. Dass ein Dr, FREY Abffado P9EYBIOON tlflO I* tag. nachas. K—18 Uhr 1. Liebling j FOURN1ERE — f SPERRHOELZEH ‘ MAE VELEZ SSM il «1 T. K. 42-2349/0380 y 9821 f! REAL PEN :►;? Füllhalter 1> REPARATUREN; ¡ Spezialgeschäft; ¡ : : CORRIENTES 569 ‘ j - : T E. 49-5850; ¡ I wwhwwwMmmmm»! °ptica REX DIPL. OPTTKE fSanuento S<SuVefiahrm dem Lan- S i£* "" ^sereicht’ wÜlera°, *ndert sich ^ig- Z*ä bekinflt «eseteí vr ’ .dass man den Fall Mengele untersuchen wolle. ¿ geschieht schon unter Druck der öffentlichen Meinung ui der Welt Denn unleugbar habe« sich d£Tu ständigen Stellen bisher ge ST* hcrauszu- »eoen, wobei man sich auf ormale Einwände bezcg. als ie lUfemem Elchen Fallt uf anköm,«en könne ob die formalen Einzelhei' ulhSeftben Sind oder "Kht. Funkten haben a«ch Funktionäre erklärt, dass weelf ..Bicht ausgeliefert °nne’ Weil er einen Rechtsanspruch auf Asyl ha. ... Die konkreten Behauptungen und Beschuldigungen des früheren Depu ^en Raumen des nationalen den erhoben WM-- nflhr A wurden bisher nicht widerlegt, noch nicht einmal dementiert übrige« hat' Mengele genügend Gelegenheit S’ch der Justiz zu entziehen. unterru tauchen WahnSÍtz 2U und e‘n neues „Asyl” aufm!£***• Aber diese Mörder sen sZTi^1^ Scwesäs*1*" Macht od«. 1!’ um tausende oder hunderttausende un ^huldige Menschen zu liqui' brSn^ Är ihre brechen Zll verantworten sen Mut haiben gie nicht Sie verstecken sich kal-‘ 5tóten Zil Gleich^- G«tmütigkeit DemokTl- Wma,ismus von Demokratien, die sich selbst 2“_ “uheiivollen nazisti. schm Elnflussen ausset ohne es zu merken. Argentinien verfangt von ha-ael die Auslieferung Eich- ™am«, genauer gesagt, die Z«rUckgabe EichmamJ. Fmma betrachtet, muss man Ulf'P* gellen, dass ein Eichirtann niemals ir Argentinien gewesen ist Sei. ne Zurückgabe zu verían einen Mann zu reklamieren, der den argentinischen Behörden völlig } AíúXtkéL t $ (?h&pea.ux I HUTSALON I Jetzt in B e I gr r a n o MOLDES 2 56 1 T. E. 73-9229 73-9155 Judith Schenkolewski KaltuwÜtlwwic» Schabbosdeckeo - Tallisbeutet - Käppchen MtssoC-Taschen - Handand UttebiMOftickcrei von Bett- und Tucfawêecfac BEBEDERO 2585 X. E. 73-8155 unbekannt ist. Hier setzt derB^f^ die Dlskussi«u der Rechtslage ein. Welchen nlen 68 fÖr Ar«e“timen oder ein Land in der B ®^hen haben, eine ■1* Auseinandersetzung 81 Schein werferi ich t der Weltöffentlichkeit zu füh Wahrscheinlich waren die verantwortlichen Männer sehr schlecht berate«, als sie die ersten diplomatischen 4ta“E!cM“* Argentinien und Israel sind zwei Lander, die durch vie. £ freundschaftliche Bande miteinander verknüpft sjnd ewfV™ Kricgsverbrechers diese Beziehungen zu »efahrden, lohnt diesen Einsatz nicht. Argentinien, das niemals einen Adolf Eichmann auf seinem Boden beherbergt hat, wurde falls £«> £"* Vwu"^ S Rückgabe stattgeben sollte einen Massenmörder aufnehnwn und eine Reihe von poetischen und diplomatischen Komplikationen auf sich SET’- SCiHen Suten “ .^r WeIt «hwer belasten tnnssen. Denn es ist unmöglich, dass sicb Argen nien dazu hergibt, Eich mau« aus dem israelischen Gefa»gn,s zu befreien und p dan® etwa hier wegen Passvergehens oder einer Dokumentenfälschung ab*um “hrigen aber geschoren Jässt. Wenn aüer Argentinien Eichman« rül Z1 Woile’ aus welchem Grunde verlangt es dann Seme Rückgabe? Es ist weshalb man sich durch die übereilte Verlange« und dea Vortrag der Angelegenheit vor dem Sicherheitsrat VOn Problemen schafft die nicht zu übersenen sind. Vor einigen Wochen hat ein Spionagefall die interna, tmnale Politik aufs schwerste belastet. Die Nordamenkaner haben durch Ueberniegen des SowjetTerritoriums die Souveränität Russlands verletzt. Krutschew, der zweifellos «ein Recht gehabt hat, gegen diese Verletzung internatinaler Vorschriften zu protestieren hat diesen Vorfall zum Anlass genommen, die Pariser Gipfelkonferenz unter wüsten •Beschimpfungen zum ScheitMm zu bringen, bevor sie Überhaupt getagt hat. Jeder Mensch mit einem gesunden Kriterium, das nicht durch falsche Nationalismen und einseitige Parteigebundenheit geblendet ist, musste zugeben, dass hier eine grobe Verletzung des interna- Mohel N. Plaksin Super! 2719 T. X 78-6784 «. 78-2818 öcnalet* Rechte« vorliegt. Aber was hat die weitere Entwicklung dieses, an sich so klaren, Falles ergeben’ Das Vorgehen. Krutschews, sein Versuch, das sich aus der amerikanischen Souveränitäts - Verletzung resultierende Recht zu politischen Zwecken auszuschlachten, wandelte das gute Recht Krutschew« in höchstes Unrecht. Hier haben wir ein klassisches Beispiel dafür, dass sich das beste Recht in das grösste Unrecht verwandeln kann. — Bei dem Vorgehen Argentiniens gegen Israel fehlt das politische Motiv vollkommen. Argentinien hat nicht die Absicht, aus diesem Vorfall politische Vorteile zu ziehen. Umso weniger verständlich werden die diplomatischen Schritte, die s:ch letzten Endes nur zu Gunsten eines Kriegsverbrechers auswirken können. Schliesslich gibt es nock einen weiteren Unters.hied. Das israelische Vorgehen richtete sich in keiner Weisgegen Argentinien, währerd die Amerikaner einen kla ren feindseligen Akt gegen die Russen begangen haben Argentinien war sozusagen nur der zufällige Schauplatz des Geschehens, sollte weder beleidigt noch politisch durch die Festnahme Eichmanns getroffen werden. Es gibt aber noch einen weiteren juristischen Einwand, den man erheben kann. Es handelt sich um die Frage des „richtigen Rechts”, ein ausserodentlich schwieriges und umstrittenes Problem. Jedoch darf man gerade in katholischen Ländern hierfür besonderes Verständnis erwarten, dass die religiösen Ueberzeugungei: und sittlichen Bindungen bei der Rechtsfindung beachtet und immer dort berücksichtigt werden, wo das eigene Recht, mag es formal auch noch so begründet sein, mit einem anderen Rechtsanspruch zusammenstösst. Man muss immer prüfen, ob die Geltendmachung des eigenen Rechtes mit seinen ethischen NERVENa. GEMUETS j KRANKHEITEN 4 Dr. M. J. Kuhn BULNES 193C, pl. b„ 1? T. E. 80-0249 Mont., Mittwoch. Freitag^ 17—20 Uhr. Tel. Anmel- ] düng erbeten. Dr. I B. Schwarcz i ZAHNARZT j EST094BA 2243 — 52-8214 j RAYOS X { PARADENTOSE 4 TELEF.! VORANMELDUNG i Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSER GESCHAEFTEN Mwwdt?ednn 2598 gl. fc. Dp. S T. Xi 3B-TM4; >wwwwwwwwvwwwwiwiwuiwuwwi>%w| Il Restaurant »Paso'*; Paso 452 (ai fondo) — T. 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Vielleicht sollte die juristische Untersuchung noch in eine andere Richtung g lenkt werden. Eis gibt Fälle, in denen die Ausübung eines Rechtes oder seim Gelteaumachung nur in Gemeinschaft vor sich geben kann. Dieses Geraeirsschattsrecht der Aktio»., aäm liefe den auf argentinischem Boden lebenden, von Israel reklamierten Kri egsverbre-: he. Adolf Eichmann, der dazu noch einen falschen Namen führte, den J ustizbehörder zu übergeben, ist von Israel verletzt worden. Der hierlí Sem» Israelita •»emanaría: «paraca 4um Martes t Vierem Editado por Estrellas Editorial Ltd a Verán twoTtlich: Dt. A Swarseaskr Pueyrreaön ¿UÄ» 1> ibq T J£. 83-2513 Aoo na- Preise Arge»ur»*en- $ 68.— pro Quarial durch gesicberte Erfo.g, nämiich die tatsächlicne Verhaftuiig aes Verbrechers, wurae jedccfe duren die ein. seitige Aktion Israels gesichert. Da man uaterstel.en muss, dass Argentin.en se.ne Mitwirkung an der Verhaf. tung des Verönechers nicht versagt und ihn au; gelielert tvälSe, weil dies den. hö eren Recht «ntspricht, kann es wicht wesentlich sf .n, nass dieses Ziel unter Verletzung des Rechtes Argentiniens bereits erreicht ist. In ¡jedem Falle aber sollte man bei der BeUeau g der argentinisch’ - is. aelisccto Differenz. toerücksicnua-ti, dass es nicht scu de? Bucn. Staber, von Gesetzen und Rechten an komm an kann, soncern dass alle gemeinsam danach streben missen, der Gerechtigkeit zum Siege zu verhelfen und die Me senheit van der Seuche des Faschismus ra befreien. Dr. DARIO fOHEN CIRUGIA Pampa 2926 Solicitar hora SEÑORAS T. E. 73-1116 VARICES — ULCERAS DE LA PIERNA — ARTEBOSCLEROSIS Dr. SAUL IMA.^SK Y SARMIENTO 2116 t T. E. 87 I362Í BENJAMIN LÎPMZKY Z A H N A * Z T jDr.! 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