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Jüdische Wochenschau · 1960-06-17 · 1787 (17.6.1960) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1787 (17.6.1960)
Date
1960-06-17
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viertes, 17 de Junio de 1960 LA SEMANA {SBAÇLITA Die Diplomaten verhandeln (Fortsetzung von Seite 1) de, um über die Differenz Zwischen ihren Ländern im ■Fall Eichmann zu verhandeln. Die Beamten verwiesen ijdarauf, dass Ben Gurion we- 'gen der Vorbereitungen, die König Baudouin von Belgien in Brüssel zu seinem ¡¡Empfang getroffen hat, sich jilieht mit Dr. Frortdizi treffen könne, selbst wenn er dies tun wolle.. * DIE ARABER MELDEN SICH London. — Der Rundfunksender der VAR, die „Stimipie der Araber“ drohte, man %erde die israelischen Staatsmänner einfangen und sie als ¡K riegsverbrecher aburteilen, f«*>- TOTAL¬ AUSVERKAUF unserer Bekleidungs.Elage Lavalle 870 Warum 2 : 0 für Sie? 1. Die ungewöhnlich grossen Preisvorteile. 2. N die bekannt guten Carlton-Quali täten. Darum 2 : 20 für Sie! Kommen Sie, eilen Sie, solche Chancen gibt es nicht alle Tage, deshalb, in diesen Tagen darf man nicht abseits stehen. 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Die „Stimme der Araber“ erklärte, diese Männer und andere mehr würden verfolgt und mit den gleichen Mitteln abgeurteilt werden, die Israel im Fall Adolf Eichmanns angewandt habe, weil „die Zionisten schlimmere Verbrecher als Adolf Eichmann und grausamer als dieser seien.“ POLNISCHE JUDEN BETEILIGT Warschau. — Hier wurde bekanntgegeben, dass in Israel ansässige Juden sich an der G rfangennahme Eichmanns stark beteiligten.Prof. B. Mark, der Direktor des Polnischen Instituts in Polen erklärte, eine Gruppe von Juden habe vor 15 Jahren geschworen, nicht eher zu ruhen, bis Menschen wie Eichmann ihre Strafe erhalten haben würden. Mark äusserte, eine Gruppe polnischer Juden in Israel habe mitgeholfen, die Spur Eichmanns bis zu seiner Flucht nach Argentinien zu verfolgen. Diese Juden hatten während des Krieges in Lublin gelebt. Sie waren in ihrer Mehrzahl Guerillakämpfer und Mitglieder der Untergrundbewegung gewesen und seien nach dem Krieg nach Israel ausgewandert. Seither, so versicherte Mark, hätten sie aktiv daran gearbeitet, die für den Massenmord an den europäi- -schen Juden verantwortlichen Nazi. Kriegsverbrecher aufzufinden. * BONN VERLANGT AUSLIEFERUNG Bonn. — Westdeutschland so teilte der Aussenminister mit, hat die Auslieferung von Dr. Josef Mengele gefordert, der durch seine im KZ-Lager Auschwitz begangenen Verbrechen eine so traurige Berühmtheit erlangt hat. Der Antrag wurde, wie ein Malerarbeiten Sektion MAURERARBEITEN Alfrede Stern fVirrey del Pino 2639$ T. E. 76-7281 | Beamter des Ministeriums der United Press bekanntgab „in diesem Jahr“ gestellt. Der Beamte lehnte es ab, das genaue Datum zr enthüllen. Eine englische Zeitung schreibt, Dr. Mengele lebe gegenwärtig in Bariloche, im Südwesten Argentiniens. Im Ministerium wurde die Auskunft erteilt, dass nach Stellung des Auslieferungs- Antrags eine Nachricht von der Botschaft der Bundesrepublik in Buenos Aires gann um 11.45 Uhr und endete um 13.15 Uhr. Obwohl diese erste Zusammenkunft stattfand und die Möglichkeit zu neuen Unterhaltungen besteht, so ist man in diplomatischen Kreisen der Meinung, dass die argentinische UN-Delegation die Einberufung des Sicherheitsrats beanti'agen wird, damit dieser über den Fall Eichmann beraten sollte. Die Positionen beider direkt interessierten Parteien Unter einem falschen Namen Rom. — Dem päpstlichen Hilfsdienst nahestehende Kreise erklärten dem ITA-Korrespondenten, wenn es wahr sei, dass Eichmann mit der Hilfe des Vatikans einen Pass für seine Reise von Italien nach Argentinien erhalten habe, so sei dies nur möglich gewesen, weil er einen falschen Namen angegeben hat Bedeutende amerikanische und französische Zeitungen hatten darauf verwiesen, dass der Vatikan dem italienischen Roten Kreuz die Ausstellung von Personalausweisen empfohlen hatte. Beim päpstlichen Hilfsdienst, so erklärte der Sprecher dieser Abteilung des Vatikans, seien keine Unterlagen vorhanden, aus denen hervorginge, dass einem gewissen Eichmann Pa. piere ausgestellt worden sind, mit -denen er nach Argentinien ausreisen konnte. (ITA) LA SEMANA ISRAELITA BISEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires — PUEYRREDON 2190> 1* wq. — T. E. 83-29IÍ 22 Siwan 5720 17. Juni 1960 Nazibücher als Schmutz und Schund ¡ELEGANTE PELZE. TEITELBAUM Hnos. » Détailu. Engrosverkauf — Modelle — Mass- » anfertigung - Modernisierung - Aufbewahrung ¡J. A. Cabrera 3099 82-7540 - Sonnabend geschlossen 84-0245 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BENO“ VENO HUT SCHNECKE* CONSTITUYENTE 480Î Arém. <Edw Mwn) T. E. M * SS0S eingelaufen sei, die „zu der Hoffnung Anlass gebe, dass Argentinien dem Gesuch befriedigend stattgeben dürfte“ POLIZEILICHE AUSKUNFT Um festzustellen, ob die argentinische Bundespolizei Kenntnis davon habe, dass der Nazi Josef Mengele nach dem zweiten-1-' Weltkrieg in Argentinien eingereist sei, wurde die betreffende Abteilung der Polizei um Auskunft ersucht. Die Beamten erklärten, in den Akten finde sich kein Vermerk über die Einreise des Genannten. * ZUSAMMENKUNFT KAM DOCH ZUSTANDE UH. — Israels Aussenminister Golda Meir und Argentiniens ständiger Vertreter vor der UN, Dr. Mario Amadeo, hatten eine Zusammenkunft, die etwa über eine Stunde währte. Der erste Meinungsaustausch der interessierten Parteien über den Fall des Nazis Eiehmann der auf argentinischem Territorium von israelischen „Freiwilligen“ dingfest gemacht wurde, fand in der Wohnung des uruguayischen Botschafters vor den UN, Enrique Rodriguez Fabregat statt, der das Treffen vermittelt hatte. Um mit Amadeo sprechen zu können, reiste Frau Meir nicht wie beabsichtigt, zur geplanten Zeit nach Chicago ab. Man erfuhr er-st von der Aenderung im Programm Golda Meirs, nachdem die Presse aus Jerusalem meldete, dass die Israel-Delegation in den UN die Delegation Uruguays ersucht habe, in dem Streit über den Fall Eichmann zu vermitteln Rodriguez Fabregat dementierte das Vor liegen einer solchen Bitte. Dagegen konnte die United Press von einem absolut glaubwürdigen Gewährsmannin Erfahrung bringen, dass Prof. Rodriguez Fabregat um das Zustandekommen einei Unterredung bemüht gewesen war. Gutin formier 1« Kreise glaubten noch bis kurz vor dem Zusammentreffen, dass Israels Aussenminister, aus nicht enthüllten Gründen, eine Aussprache mit dem argentinischen Botschafter ver. meiden wollte. Das Gespräch zwischen Fraü Aleir und Amadeo bein dem heiklen Problem der Souveränität für Argentinien und der für Israels Gefühle so tief erregenden Frage sind bis zum Augenblick fest und unbeugsam. * APPELL AN DIE UN In der Antwort Argentiniens auf die Note Israels, hatte das Aussenministerium angekündigt, es werde die Einberufung des Sicherheitsrats verlangen, wenn Eichmann nicht vor Ablauf einer Woche zurückgebracht wer- (Fortsetzung auf Seite 8) München. — Die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften“ in Deutschland hat die Bücher: „Trotzdem! von Hans Ulrich Rudel und „Waffen-SS im Einsatz“ von SS-General Karl Hausser wegen ihrer den Krieg u-id die Nazieinrichtungen verherrlichenden Tendenz als „jugendgefährlich“ erklärt und auf den Index gesetzt. Alle öffentlichen Büchereien wurden angewiesen, beide Publikationen von der Jugend fernzuhalten. Die Bundesprüfstelle erklärte in ihrer Begründung, dass die Bücher Haussers und Rudels „die Verbrechen und den Krieg verherrlichen und damit geeignet sind, Jugendliche sittlich zu gefährden.” In Oesterreich sind diese beiden Bücher nicht nur frei erhältlich, sie werden darüber hinaus in fast allen Leihbibliotheken, zu denen Jugendliche Zutritt haben, geführt. Es wäre höchste Zeit, dass auch in Oesterreich die zahlreiche Literatur der NS-Grössen, die teils in Oestererich, teils in Deutschland verlegt wurde, nach ihrem jugendgefährdenden Inhalt durchgiS3hen wird, damit bei gegebener Notwendigkeit gegen diese Bücher dieselben Massnahmen wie gegen Sehmutz- und Schundliteratur ergriffen werden. (IPN) Zeugen gesucht Ein Ermittlungsverfahren gegen den SS-Obersturmbannfiihrer und Le ter der Stapostelle Darmstadt Robert Mohr wegen Verfolgung Unschuldiger und Freiheitsberaubung mit Todesfoige ist eingeleitet worden. Am 12. November 1959 wurde der ehemalige SS- Obersturmbannführer Robert Mohr verhaftet. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft in der Strafanstalt Darrnstadt. Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, in seiner Eigenschaft als ehemaliger Leiter der Staatspolizeistelle Darmstadt im Jahre 1943 zahlreiche in seinem Amtsbereich (Star, kenburg, Rheinhessen und Oberhessen) wohnhafte Juden, die in Mischehe lebten, verhaftet und in das Arbeifs- und Erziehurgslager Frankfurt/M Heddernheim oder in Konzentrationslager verschickt zu haben, wo vielte von ihnen den Tod fandet? ,i Alle Personen, die in der Zeit von Oktober 1942 bis Februar 1944 mit dem Beschuldigten im Zusammenhang mit, der Verhaftung und Deportation jüdische}* Personen verhandelt haben, oder die sonstwie in der Lage sind, über die Tätigkeit des Beschuldigten sachd enliche Angaben zu macheh, werden gebeten, der Staatsanwaltschaft Darmstadt (Bundesrepublik Deutschland) hiervon umgehend Kenntnis zu geben. Israel - Marken In größter Auswahl: u. a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTENNUM- MER - MARKEN MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN (planchas) - VOLL. STAENDIGE SAMMLUNGEN - WERTVOLLE AUSGABEN - ERSTE SERIE VORHANDEN — VERTRAUENSWUERDIGE BERATUNG Alfonso MORITZSON Guanacache 2351, dep. 2 nq. CABILDO ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky Asuntos Europeos exclusivamente Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—19 Uhr Dr. Günter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN BUEROZEIT: 10—12 und 10—18 Ukr PURYRREDON 2100 eaq. Ay. LAS HER AS - T. I. 00-2013

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