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Jüdische Wochenschau · 1960-06-14 · 1786 (14.6.1960) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1786 (14.6.1960)
Date
1960-06-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Spanish
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6 — Maries, 14 de Junio de I960 L A SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No 1786 Gemeinden und Vereine Etwa sechs bis sieben Menschen sterben jährlich in Israel durch Schlangenbisse, und ca. weitere vier bis sechs,, hautsächlich Kinder, sterben an den Folgen von Skorpionstichen. Um die tödlichen Wirkungen dieser Reptilien zi bekämpien, hat sich Dr. Shulow von der Zoologischen Abteilung der Hebräischen Universität mit einer Gruppe von Assistenten seit Jahren damit befasst, ein neues und wirksames Gegengift zu entwickeln. Das von ihnen gefundene Serum ist der Erfolg jahrelanger Forschungen und ist nicht nur für Israel wichtig, sondern für viele Länder der Welt, die unter giftigen Reptilien leiden. Dr. Shulows Forschungslaboratorium hat nicht nur von der „Hadassa“ und dem Staat Israel Hilfe erhalten, sondern auch von der Regierung der Vereinigten Staaten. Das Problem begann Dr. Shulows Aufmerksamkeit zu erregen, als 1938 die Tochter eines Kollegen an der Zoologischen Abteilung der Universität an den Folgen eines Skorpionenstiches starb. Dieses Unglück veranlasste ihn zu Forschungen über die Natur des Giftes dieser Reptilien, um ein wirksames Gegengift zu erzeugen. 20.000 SKORPIONE Es gibt drei Arten von Skorpionen in Israel, die man nach ihrer Farbe ein. teilt: in gelbe, schwarze und braune. Der gelbe Typ ist der gefährlichste, besonders für Kinder. Dr. Shulows Untersuchungen im von JOSEPH BAR Laufe von 30 Jahren haben zu der Herstellung einer wirksamen Gegengiftes geführt. Dr. Shulow war durch Entnahme des Giftes aus den Skorpionen und dessen Einführung kleinster Mengen in verschiedene Tiere, hauptsächlich Lämmer, in der Lage, widerstandsfähige Qualitäten in ihrem Blut zu entwickeln, und so wurde das Serum gebildet. Im Verlauf seiner Untersuchungen verwandte Dr. Shulow etwa 20.000 Skorpione. Diese grosse Anzahl von Reptilien erhielt er durch Naturliebhaber im ganzen Lande. Dr. Shulow ist der Ansicht, dass die Skorpionengefahr von Jahr zu Jahr geringer wird, je mehr sich die Kultivierung des Bodens ausbreitet. Skorpione gedeihen hauptsächlich in der Wüste und an einsamen Plätzen. Andererseits ist die Gefahr von Schlangen im Steigen begriffen, da sie hauptsächlich von Feldmäusen leben, die stets dort gedeihen, wo Felder bebaut werden. NEUES SERUM Der Shulow und seine Assistenten machten sich erst 1957 an die Aufgabe, ein wirksames Gegengift herzustellen. Ihre Untersuchung konzentrierte sich hauptsäch, lieh auf die Natter, die in Israel häufigste Giftschlange. Bis jetzt wurde das Serum gegen Schlangengift so präpariert, dass man das getrocknete Gift in das Blut der Tiere spritzte. Dies erwies sich indessen als unwirksam. Dr. Shulow beschloss zu versuchen, frisches Gift zu benutzen. Die Resultate des entwickelten Serums sind bemerkenswert. Dr. Shulow entdeckte ferner dass jedes Land sein eigenes Serum herstellen muss, indem es das Gift von einheimischen Schlangen verwendet. Experimente, die mit dem Gift von afrikanischen Vipern gemacht wurden, zeigten, dass das Serum gegen das Gift israelischer Schlangen nicht wirksam war. Schlangengift legt im allgemeinen das Nervensystem lahm, zerstört die Gewebe, hauptsächlich die Blutgefässe und hat eine tödliche Wirkung auf das Herz. Dr. Shulows Serum bringt diese Entwicklung zum Stillstand. Aber er gibt zu, dass die wirksamste Methode, gegen Schlangenvergiftung vorzugehen, noch immer die primitive des Aderlasses an der Stelle des Stiches ist, indem man tief ins Fleisch schneidet und dann auf die Wunde presst, damit das vergiftete Blut herausfliesst. MAN „MELKT" DIE SCHLANGEN ASOC. FILANTROPICA ISRAELITA WINTERFEST SONNABEND, DEN 25. JUNI 1960 in allen Räumen und dem überdachten Palio unseres KINDERHEIMES, Vidal 2945. Beginn 19 Uhr: BRIDGE — CANASTA — SKAT Beginn 20.30 Uhr: VELADA DANZANTE Musik: Mario Cardy. Slimmungsmusik: Helmulh Land Kaltes SAffett — gepflegte Weine — Café — Kuchen Bar — Rifa Karten durch die Mitglieder unseres Vorstandes und im Büro Cangallo 1479 1® — T, E. 40-4900 und 40-9535 \\u í? II I I I A PASTEUR 633 JjlVEiOIIjLi/W e. 47-9096—SS! 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 SONNTAGSKURSE am Sonntag, den 19. Juni, um 10 Uhr Dr. CHAIM SCHOSKES (jiddisch) „Meine Reise im Auto durch frühere jüdische Städte in Polen” Bisher hat Dr. Shulow etwa 80 Vipern für seine Forschungen verwandt. Diese erhielt er von Naturliebhabern, die keine Angst haben, eine lebende Schlange zu fassen. Den Schlangen wird das Gift auf folgende Weise entzogen: eine lange Stange mit einer Art Lasso wird in den Käfig getan.'Der Kopf der Schlange wird darin gefangen und aus dem Käfig gezogen. Dann wird ein Reagenzglas an ihre Giftzähne gelegt und wenn auf den Kopf ein genügender Druck erfolgt, fliessen zwei oder drei gelbe Tropfen des Giftes in das Reagenzglas. Es dauert zwei bis drei Wochen, 'bis die Schlange Wieder Gßft in sich aufspeichert, und dann wird sie wieder „gemolken”. Das „Melken” der Skorpione ist viel einfacher. Die Skorpione werden in eine besondere Falle getan, und eine kleine Teströhre wird unter ihrem Stachel angebracht; denn wird ein schwacher elektrischer Strom durch den Skorpion geleitet, der ihn zwingt, seine Muskeln zusammenzuziehen und sein Gift auszuscheiden. Winterfest der Asociación Filan, trópica Israelita Wer denkt nicht bei dieser Bezeichnung an Schlitten, Skis, Schneebälle und Budenzauber — oder besser Baudenzauber? Und Sie werden bestimmt daran erinnert werden, wenn Sie zu unserem Winterfest am Sonnabend, den 25. Juni, in allen Räumen unseres Kinderheims, Vidal 2945, kommen. Den Damen sei verraten, dass sie unter1 ihren Pelzmänteln (des Schnees wegen) ruhig ihr tief dekolletiertes Kleid tragen können. Wir haben nämlich auch für gute Heizung gesorgt. Für eine Zusatz-Heizung durch alkoholstarkes Skiwasser und tolle Tanz- Sch nee. Wir bei werden Sie bestimmt selbst bemüht sein. Für das erste sorgen nämlich an den zwei Bars die charmantesten Damen von Buenos Aires. Für das zweite sorgt das Tanzorchester Mario Ca»dy und für die sentimentalen Gemüter die einschmeichelnde Musik von Helmuth Land am Piano. Eine Sensation wird das Riesenzelt, das den ganzen Patio abdeckt. Was die Rifa anbelangt, haben wir Schwierigkeiten die Gewinne alle unterzubringen. Schliesslich nimmt ein Fahr, rad Platz weg. Ein echtes Hutschenreuther Lunch, und Kaffeeservice kann man auch nicht einfach irgendwo aufstapeln. Originell ist, dass der Clou der Gewinne am wenigsten Platz wegnimmt. Wie „Allways” nur ein Stückchen Papier. Aber der Aufdruck spricht von „Flugreise”; er scheint von 2 Personen zu sprechen. Und es soll nach „Sagenwimicht” gehen. Tische werden nicht reserviert; kommen Sie recht zeitig und suchen Sie sich den schönsten Platz aus. Noch eins: Die Kartenspieler finden ruhige, vom Trubel abgetrennte Räume, es vst ratsam, Spielkarten und Friesdecken mitzubringen. Das Spiel beginnt um 19 Uhr: das kalte Büffet wird um 20 Uhr 30 eröffnet. Der Tanz beginnt beim ersten Ton, und alles endet beim ersten Hahnenschrei. — Kar. ten bei den Mitgliedern unseres Vorstandes und im Büro, Cangallo 1479, P. Circulo Religioso Israelita BET ISRAEL Buenos Aires Conde 1345 KULTURABENDE Am Mittwoch, den 15. Juni um 21 Uhr spricht Dr. G. Baliin über den „Beitrag der Juden zur Weltliteratur” im T hmen der Vortragsreihe: „Der Beitrag der Juden zur Kultur der Völker während der letzten 100 Jahre.” Gäste herzlich willkommen. Mittwoch, 22. Juni, um 21 Uhr, führen wir die neuesten Israc'-Bildstreifen vor, die Zeugnis von der jüngsten Entwicklung Israels abgeben. Herr Dr. J. Klepetar wird den Einleitungsvortrag halten. IWRITKURSE Montag 20 Uhr in Pampa 3335; Mittwoch 17 Uhr 30 und 20 Uhr in Conde 1345. — Zur Eröffnung eines Fortgeschrittenen-Kurses werden noch zwei fleissige Teilnehmer gesucht. Anmeldung: 76-7452. ...UND NUN UNSER W1NTEREST1 am 2. Juli im Salon Ciudad de la Paz 1760. Einiges aus unserem Programm „Kleinkunst-Cocktail um 9”, eine heitere Mischung aus Frohsinn und Humor. Anschliessend spielt Orchester Carmän zum Tanz für Jung und Alt. Verfolgen Sie unsere weiteren Programmankündigunge — Karten bei den Damen der Frauengruppe und den Vorstandsmitgliedern. Spezielle Jugendkarten bei den Mitgliedern unserer Jugendgruppe und im Sekretariat Sucre 1896. Aräoz 2854 T. E. 71-9059 JUGENDGRUPPE Am Sonnabend, den 18. Juni, findet im Heim ein Jugendball statt, zu dem wir alle unsere jugendlichen Mitglieder und Freunde einladen. Die Garantie für Frohsinn und gute Laune gibt Mario Cardy, der mit seinem Orchester zum Tanz auf spielt. Wir erwarten zahlreichen Zuspruch unserer Jugend. EINHEITSKAMPAGNE 1960 Monat Juni — Monat der Einheitskampagne i960 aus Anlar des 100. Geburtstages von Theodor Herzl und des 40jährigen Bestehens des Keren Hayessod. Wir erwar. ten von allen unseren Mitgliedern ihre schnelle, wirksame und verantwortungsbewusste Beisteuerurtg (Zahlung oder Zeichnungserklärung), die im Sekretariat entgegengenommen wird. KULTUR. VERANSTALTUNG Heute um 21 Uhr, wird Dr. Oscar Teller aus New York, der ehemalige Leiter der Jüdischen Kulturstelle Wien, der zu einem kurzen Aufenthalt in Buenos Aires eintreffen wird, einen Abend in der ACIBA mit dem Titel „Humor aus 1.000 Jahren jüdischer Literatur" geben. Dr. Oscar Teller geht ein grosser, die Welt umspannender Ruf voraus. Er ist sowohl bei unseren Wiener Freunden als Künstler und Humorist von hohen Graden bekannt als auch beim New Yorker Publikum als vielseitiger Interpret jüdischer Literatur hochgeschätzt. Wir glauben, mit der Verpflichtung von Dr. Teller unseren Mitgliedern etwas Ausserordentliches bieten zu können. Der Vorverkauf findet heute von 9—19 Uhr im Sekretariat statt. Nur für Mitglieder! LUACH (Kalende r) Dienstag, den 14. Juni 19. Siwan Mittwoch, den 15. Juni 20. Siwan Donnerstag, den 16. Juni 21. Siwan Freitag', den 17. Juni 22. Siwan Sonnabend, den 18. Juni 23. Siwan Schabbat SCHLACK LECHA Haftara: Yehoschua II, 1 — 24 Neumondsankündigung Tamus Sonntag, den 19. Juni 24. Siwan Montag, den 20. Juni 25. Siwan Dienstag, den 91. Juni 26. Siwan Mittwoch, den 22. Juni 37. Siwan Donnerstag, den 23. Ju»i 38. Siwan Freitag, den 24 Juni 20 Siwan Wichtigkeit Der Kauf des Schekels ist von grösster Die SCHEKEL-AKTION endet am 30. JUNI Kauft den Schekel bis zum angegebenen Termin! Hilfe für Chile New York. — Das Joint Distribution Committee kün. digte eine Spende von 5.000 Dollar zur Hilfe für die Opfer der Erd. und Seebeben- Katastrophe in Chile an. Vizepräsident Moses Leavitt teilte mit, die Gelder würden den chilenischen Behörden durch das Joint-Büro ln Buenos Aires übergeben. Dieser Spende auf allgemeiner Basis dürften weitere besondere Zuwendungen an die chilenische jüdische Gemeinde folgen, sobald man die Ausdehnung der erlittenen Schäden kennt. Henry Levy, der Direktor des lateinamerikanischen Joint-Biiros, wurde beauftragt, eilige Erhebungen in Chile durchzuführen und eine ungefähre Schätzung der zukünftigen Notwendigkeiten für den Wiederaufbau aufzustellen. Die ersten Nachrichten besagen, dass die jüdischen Gemeinden im Süden Chiles riesige Verluste zu beklagen haben, (ITA) WIR BITTEN unsere Leser auf diesem Wege, von der Möglichkeit direkter Ueberweisung der fälligen Abono-Gebühren frdl, Gebrauch machen zu wollen. Direkte Einsendung des AbonoJBetrages in SCHECK — GIRO — BONO POSTAL LA SEMANA ISRAELITA Pueyrreddn 2190, 1“ «q. Capitol Hierdurch überweise ich Ihnen de« Ä1.«! in “ 1- » 2- Quartal 1959 m$n 80,- Wartung Ihrer Quittung begrüsse Jahr 1959 . . m$H loU.- S1* 1. ü. 2. Quartal 1960 m$n 120,- . Jahr i960 .. m$n 240.- dfame) *—^—*"* lAdreeec» K B.: Wir bitten, Einzahlungen *u _ sicht«» m: LA SÜUAÜA ISRAJU U<i«h* «ewiinfefcto *afeMn« UTA. bitte «uMtretefct«)

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