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Jüdische Wochenschau · 1960-06-10 · 1785 (10.6.1960) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1785 (10.6.1960)
Date
1960-06-10
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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*• — Viornes, lo de Juniode 1988 LA SEMAI A III AELITA Año- XXI. — No. 1785 Neue Judaica erschienen MUSIK IN BUENOS AIRES SYMPHONIE-KONZERT isierte Künstlerin interpre- Die in Tel Aviv die deutscher Sprache erscheinenden „Bulletins“ des „Leo Baeck Institute of Jews from Gerxnany“ (Jerusalem/London/ New York) können und wollen nur einen schwachen Abglanz der in London in englisch herauskommenden, wichtiges neues Material verarbeitenden, grossartigen „Year Books“ sein, deren drittes nun. vorliegt. Aus ihm ist eine gekürzte deutsche Version von Dr. Ernst Feders Abhandlung „Paul Nathan. the Man and his Work“ in das hier erwähnte siebente „Bulletin ‘ übernommen worden. Als Dr. Nathan 1927. 70jährig, starb, konnte er. abgesehen von seiner allgemein-politischen Tätigkeit im Sinne besten Liberalismus. auf eine lange Zeit bedeutsamer jüdisch-sozialer Arbeit und Initiative (Hilfswerk für die Juden Osteuropas. „Hilfsverein der deutschen Juden“, Errichtung jüdischer Schulen in Palästina. Bekämpfung des Antisemitismus) zurückblikken. Schon 1929 hat Feder das schöne Nathan-Lebensbild (“Polemik und Humanität“) verfasst. Das LBI-„Bulletin” veröf fentlicht ferner einen Auszug aus den Erinnerungen von Heinrich Riegner an seinen Lehrer Professor Dr. Hermann Cohen (142—1918), den Begründer der „Marburger Schule“, die, aus persönlichem Erleben, mehr dem Menschen als dem grossen Denker gelten. Ausserdem findet man hier u. a. einen Bericht von Professor Dr. Gotthold Weil (Jerusalem) über das „Zunz-Ar- Cihiv“, seine Ueberführung in des Eigentum der Jüdischen National, und Universitätsbibliothek in Jerusalem und seinen Inhalt (in Form eines archivarischen Repertoriums) und schliesslich, bisher unveröffentlicht gebliebene Briefe (von Einstein, Reinhardt, W erf el, von Dr. E. G. LÖWEN THAL Wolfskehl) an Else Lasker- Schüler — mit einer Einführung von Manfred Sturmann. Vou den Monographien des ..Leo Baeck Institus“ ist kürzlich das Werk von Dr. Selma Stern-Tä übler (Cincinnati) über „Josel von Rosheim“, die Geschichte des klugen und mutigen Führers und Anwalts, Trösters und Helfers der deutschen Judenheit in ihrem Kampf um Recht und Freiheit gegen Kirche, Kaiser und Volksaberglauben zu Beginn der Neuzeit erschienen (Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1959). Hierauf sind drei weitere Arbeiten (sämtlich im Verlag J. C. B. Mohr,/Paul Siebeck, Tübingen) gefolgt. Es handelt sich dabei um „Ostiuden in Deutschland“ von S. Adler-Rudel (Jerusalem), eine sozialpolitische Studie über das Wanderschicksal einer jüdischen Gruppe im Schatten des Antisemitismus und zweier Weltkriege, um „Aufbau im Untergang“ von Professor Dr. Ernst Simon (Jerusalem), eine Darstellung der jüdischen Erwachsenenbildung im nationalsozialistischen Deutschland, und um „Die geistige Gestalt Georg Simmels“ von Margarete Susman (Zürich), eine Würdigung und Deutung des Gedankenguts des Metaphysikers, Geschichtsphilosophen und Soziologen, ein Denkmal der grei®n Schülerin für ihren Lehrer. ENTTAEUSCHTE NEUGIER Ein Nachsehlagbuch liest man nicht von A bis Z. Man schaut dies und jenes, was im Augenblick interessiert, nach. So gewinnt man einen Eindruck vom Inhalt und bildet sich ein Urteil über Brauchbarkeit und Wert. Auf dem Umschlag der Neuerscheinung „World Jewry Today“ (Weltjuden- I Deutfriies Theater HEUTE, FREITAG, 10. JUNI, 19 Uhr 45, im Teatro Odeon DER GROSSE ERFOLG IN PREMIERENBESETZUNG DAS SALZBURGER GROSSE WELTTHEATER von Hugo von Hofmannsthal mit: Monica Bessler Maria Bömberger Tosca Dohnke Karl Ewald Renate Garden Gert Haucke Cissie Henckell Rolf Mölders Martha John Frank Nelson Victor Parlaghi Hans Peters Hansi Schottenfels Max Wächter u. a. Regie: Jacques Arndt Weitere Vorstellungen: Sonnabend, 11. Juni — 20.00 Uhr Sonntag, 12. Juni — 15.30 Uhr EINTRITTSKARTEN an der Theaterkasse —k ESMERALDA 367 — Tel. 45-3591. | Heute von 10—12' und 15—20 Uhr heit heute*, 1959 im Londoner Verlag W. H. Allen, von Dr. S. Federbush herausge. geben und in Israel geduerkt steht, ins Deutsche übersetzt, zu lesen: Ein einzigartiges Nachschlagbuch, das unschätzbare Informationen über alle jüdischen Gemeinden und Einrichtuneen in der Welt enthält“. Man wird neugierig gemacht, zumal ein Buch dieser Gattung bisher in der jüdischen Lexikonliteratur tatsächlich gefehlt hat, sich aber umso notwendiger erweist, je weiter sich die Zerstreuung der Juden über die Welt vollzieht, gegenwärtig über 103 Länder, wie es im Vorwort des Herausgebers heisst. Israel nimmt mit 140 von den über 700 Spalten naturgemäss einen prominenten Platz ein. Die USA benötigt etwa 100 Spalten. Dann folgen die übrigen 100 Länder (wozu auch gezählt werden: die winzigen holländischen Antillen . Insel Aruba, die „Saar“, Gibraltar, Malta, Nordirland u. a.) Wenn man das Kapitel Deutschland“ — sieben Seiten — studiert, fragt man sich, wann wohl, von wem und auf welche Unterlagen gestützt dieser Abschnitt zusammengestellt worden ist; denn die meisten Angaben (Bezeichnungen, Namen und Adressen), die sich auf Organisationen, Gemeinden und Träger jüdischer Arbeit beziehen, sind entweder fehlerhaft, längst überholt, uneinhc tlich oder unvollständig, angefangen beim „Zentralrat der Juden in Deutschland“ und der „Zentralwohlfahrtsstelle“ und endend bei Gemeinden, die nicht mehr bestehen, und bei Rabbinern und Gemeindevorstehern, die nicht mehr im Amt sind oder nicht mehr unter den Lebenden weilen. Es sind zwar der! „Präsident“ des „Koordina- , tionsauschusses ’der jiidigenschen Studentenvereinigungen in der Bundesrepublik und Berlin" und der Deutschland - Direktor des „Joint“ in München genannt, auch der „Präsident“ des „Joint“ in Hamburg, aber es ist anscheinend nicht bekannt. dass sich die Deutschland . Büros des „Joint und der „Jewish Agency for Israel“ in Frankfurt a. M. befinde«. Bei den in Deutschland erscheinenden jüdischen Zeitungen und Zeitschriften die übrigens an zweiter Stelle des Buches aufgeführt sind, fehlt der „Israel-Informationsdienst“, während „Badereeh“, das seit Jahren nicht mehr erscheinende Organ der jüdischen Studenten genannt ist. Das sind nur Beispiele... Genug von diesen sehr bedauerlichen Fehlern und Mängeln. Wir wollen nicht einseitige Kritik üben. Blättern wir weiter? Für London werden einige führende Rabbiner genannt, andere fehlen. „Dr. Beck“ (gemeint ist Dr. Leo Baeck, gestorben 1956) ist als Präsident der „Association of Synagögues in Great Britain“ aufgeführt. Mit „Jewish College, Lady Montefiore“ in Ramsgate soll das „Judith Lady Montefiore College“ gemeint sein. Schweiz: dass sich seit einem Jahr die „Headquariers for Overseas Operations“ des „American Joint Distribution Committee“ in Genf befinden, ist nicht vermerkt, ebensowenig die Tatsache, dass der „Joint“ wichtige Zweigstellen z. B. in Wien und Rom unterhält. URO-London (allerdings mit längst überholter Adresse) ist genannt, URO-Frankfurt a M. (das Deutschlaud-Büro der United Restitution Organisation) fehlt. Das deutsche Wort „jüdisch“ erscheint in verschiedenen Schreibweisen. Ueberhaupt ist der Druckfehlerteufel oft am Werk gewesen. “Wie gesagt, man liest ein solche Buch nicht wie einen Roman, sondern möchte es eher wie einen zuverlässigen, exakten, up-to-date- Fahr.lan benutzen. Leider aber erfüllt „World Jewry Today“, zumindest in vielen Teilen, diese Voraussetzungen nicht. Eine sorgfältigst revidierte Neuauflage, ver- : sehen mit einem Stichwortregister, wäre hier am Platz. „OHEL BARUCH" Der die Hebraica umfassende, erste Band des Katalogs der grossen Privatbibliothek von Berthold Strauss London, ist vor kurzem im Verlag Shapiro, Vallentine & Co. (London) erschienen; die Herausgabe des 2. Bandes (Judaica) ist für 1960 vorgesehen. Das Ganze, das den Titel „Qhel Baruch“ trägt, stellt mit seinen 19.500 bibliographischen Nummern ein wichtiges Nachschlagwerk für Bibliothekare, Bibliophile und Bibliographen dar, soweit sie sich mit jüdischer Literatur befassen. In dem vorliegenden ersten Band sind auf 450 Seiten über 7000 Hebraica registriert. Dazu gehören 30 seltene Inkunabeln, wertvolle Erstdrucke aus dem späten 15. Jahrhundert, darunter die einzige in dieser Zeit gedruckte Sammlung hebräischer Dichtung, „Machbrrot“, von dem Dante-Freunc Immanuel von Rom, und fast das ganze Karäerschrifttum, das meist in kleinen Städten der Krim gedruckt ist. Auch die Literatur der pseudomessianischen Sabbatai-Zwi-Bewegung des 17. Jahrhunderts und des Chassidismus von seinem Anbe ginn an ist in dieser einzigartigen Bibliothek von Berthold Strauss vertreten. Der Eigentümer dieser ungewöhnlichen Bücherei is* ein 1933 aus Mitteldeutschland nach England ausgewanderter Kaufmann, der seit seiner Jugend Hebraica u*d Judaica sammelt. IN HECHTSFAKULTAET tiert das Opus zuweilen et. Radio Nacional begann was eigenwillig, aber ehrmit seinen Symphonie-Konzerten in der Rechtsfakultät. Als Auftakt dieser sympathi- J sehen, nun schon zum klassischen Bestandteil unseres Musiklebens gehörenden Einrichtung dirigierte Ferruccio Caiusio das sich in bemerkenswert guter Form befindliche Orchester. Nach der Konzertouvertiire Nr. 1 von Alberto Williams (viel Fremdes und wenig Eigenes) hörten wir eine ausserordentlich geglückte „Italienische Symphonie“ No. 4. op. 90 in a-dur von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Caiusio dirigierte ebenso beschwingt die Symphonie No. 1, f-dur, op. 10 von Dimitri Shostakowich, die originellste und unabhäng gste unter ihren 10 Schwestern, da sie noch aus einer Epoche stammt, in der künstlerische Regungen nicht „von oben“ diktiert wurden. Dirigent und Orchester durften den berechtigten Beifall eines vollen Hauses quittieren. JACOBO FISCHERS "EPOPEYÄ DE MAYO" UHAUFGEFUEHHT Im Rahmen der allwöchentlichen Konzerte in der Rechtsfakultät hob Ferruccio Caiusio mit dem Nationalen Rundfunk-Orchester die jüngste Komposition des jüdi furchtsvoll und souverän. Ihre technische Meisterschaft stellte sie ganz besonders in. der grossen Kadenz (sie wählte die dritte) unter Beweis. Theodor Fuchs, c.er den Abend mit dem Concerto Grosso von José Maria Castro eröffnete — es han. delt sich um seine erste sym_ phonische Komposition. die aus dem Jahre 1932 datiert — sekundierte mit Semem charakteristischen Einfühlungsvermögen der Virtuosin. Den Höhepunkt des Kon. zerts bildete eine von Fucns magistral hingeworfene Version von Paul Hindemiths „Mathias, der Maler“; er liess die drei Sätze, deren jeder einzelne sich in einem Bild von Mathias Grünewaid (Isenheimer Al r -•) inspiriert, in grossartig plastischer Prägnanz vor dem Hörer erstehen und erntete zusammen mit dem glänzend spielenden Nationalen Symphonie-Orchester sehr langen I und herzlichen Beifall. c-n Teatro Calón Hoy, viernes 10, a las 21 horas. Primera función de Gran Abono. Inauguración dé la Temporada Lírica OfL schen Komponisten Jacobo 19<}0- .!?' Fischer aus der Taufe: seiuc . viersätzige Symphonie „Epopeya de Mayo”, die sich an Zitaten aus der Epoche der argentinischen Emanzipation inspiriert. Die Nationalhymne, „Himno a la Patria” von Fray Cayetano Rodriguez und die Dichtung „San Martin’’ von O. E. Andrade dienten Fischer zum Vorwurf, der ein einheitliches, eindringliches und eine unmittelbare Sprache sprechendes Werk schrieb, welches spontanen und anhaltenden Applaus auslöste. Der Abend wurde mit Ri- '.ehard Wagners „Siegfriedidyll”, Vivaldis„Vier Jahreszeiten’’ und dem „Tanz der Salome’’ aus der gleichnamigen Oper von Strauss vervollständigt. Caiusio und seine Untergebenen leisteten gute Arbeit und ernteten grossen Beifall. ANIA DORFMANN UNTER THEODOR FUCHS UND NATIONALORCHESTER Nach fünfjähriger Abwesend 't stellte sich die weltberühmte jüdische Pianistin Anio Dorfmann erneut vor, und wiederum tat sie dies mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 c-dur. Die unglaublich sichere und ver- Nasser besucht Griechenland Comisión Nacional Ejecutiva del 150. Aniversario de la Revolución de Mayo. “Un Bailo in Maschera”, Verdi,. con: Stella, Campera, Mac- Neil. Ezrtoietti, Alleranct, Meneghetti, Verazzi, Mastromei. Giusti, Bandini. Bailes: E. Lisogorsky, L. Casa, Di. rector de Orquesta: Ferruccio Calusio. Regisseur: T. Capobianco. Director del Coro: T. Boni. Coreografía: A. Truyol. Orquesta y Coro de Baile Estable del T. Colón. NOTA: Es rigor el trajede etiqueta para damas y caballeros en platea y palcos Sábado 11, a las 18 horas Segundo Concierto del Abono a 10 Grandes Solistas. — Presentación del pianista Witold Malcuzynski. Obras de Chopin. — Sobrantes en venta. Sábado 11, a las 21.30 hs. Tercera Función del Abono a 5 Nocturnas (Ciclo internacional de Ballet). “Variaciones Concertantes“, de Ginastera-Taras Presentación de Margot Fonteyn y Michael Somes (con el auspicio del 'Consejo Británico de Relaciones Culturales) en “Gíselj lee”, Adam. Cuerpo de Baile y Orquesta Estables del Teatro Colón. — Sobrantes en venta. Die BARMIZWAH unseres Sohnes RICARDO, findet s. G. w. am 18; Juni um 9 Uhr in der Chaim Weizmann-Synagoge, Arcos 2319, statt. ALBERT GOLDSCHMIDT und Frau IRMA gefa. EICHENGRUEN Athen. — Nasser wird Griechenland in diesem Sommer einen Staatsbesuch abstatten. Auf Einladung der griechischen Regierung wird Nasser Anfang Juni für fünf I Tage nach Athen kommen. Ramallo 1762 Empfang: Sonntag, den 19. Juni, von 17—19.30 Uhr in der Synagoge Arcos 2319. 8. ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLE» PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, I/B — Sumos Air*«, ttmp JULIO NEUHOFF JAIME YOHAI beehren sich, die Vermählung ihrer Kinder MARGOT und ALBERTO mitzuteilen, die am Samstag; den 11, Juni 1960, im Chaim Weizmann-Tempel. Arcos- 2319; um 20 Uhr 30' stattfindet. Zapiola 1069 Buenos Aires » Toe W» toil11 01* gebt der seht bat als Ges ges sie Wa die enl dai vo wt fa: m Arbt m 9 ft m G e» vo wi Er W : » pe fül di< WÍ sei 1-

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